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Groups > de.sci.electronics > #210073 > unrolled thread
| Started by | Stefan Heimers <stefan.usenet@heimers.ch> |
|---|---|
| First post | 2016-06-28 10:11 +0200 |
| Last post | 2016-06-29 08:01 +0200 |
| Articles | 16 — 8 participants |
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Was ist ein Biochip? Stefan Heimers <stefan.usenet@heimers.ch> - 2016-06-28 10:11 +0200
Re: Was ist ein Biochip? Edzard Egberts <ed_09@tantec.de> - 2016-06-28 10:28 +0200
Re: Was ist ein Biochip? Stefan Heimers <stefan.usenet@heimers.ch> - 2016-06-28 22:09 +0200
Re: Was ist ein Biochip? Dieter Wiedmann <dieter.wiedmann@t-online.de> - 2016-06-28 22:19 +0200
Re: Was ist ein Biochip? Stefan Heimers <stefan.usenet@heimers.ch> - 2016-06-28 23:00 +0200
Re: Was ist ein Biochip? "Lund-Nielsen, Jorgen" <jorgen.lund-nielsen@xyz123desy.de> - 2016-06-30 10:47 +0200
Re: Was ist ein Biochip? Edzard Egberts <ed_09@tantec.de> - 2016-06-29 08:21 +0200
Re: Was ist ein Biochip? Matthias Weingart <mwnews@pentax.boerde.de> - 2016-06-29 06:40 +0000
Re: Was ist ein Biochip? Edzard Egberts <ed_09@tantec.de> - 2016-06-29 09:06 +0200
Re: Was ist ein Biochip? Eric Bruecklmeier <usenet@nerdcraft.de> - 2016-06-29 09:13 +0200
Re: Was ist ein Biochip? Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2016-06-29 17:12 +0200
Re: Was ist ein Biochip? Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> - 2016-06-28 20:44 +0200
Re: Was ist ein Biochip? Stefan Heimers <stefan.usenet@heimers.ch> - 2016-06-28 22:34 +0200
Re: Was ist ein Biochip? Stefan Heimers <stefan.usenet@heimers.ch> - 2016-06-29 09:08 +0200
Re: Was ist ein Biochip? Stefan Heimers <stefan.usenet@heimers.ch> - 2016-06-28 22:49 +0200
Re: Was ist ein Biochip? Edzard Egberts <ed_09@tantec.de> - 2016-06-29 08:01 +0200
| From | Stefan Heimers <stefan.usenet@heimers.ch> |
|---|---|
| Date | 2016-06-28 10:11 +0200 |
| Subject | Was ist ein Biochip? |
| Message-ID | <nktbg2$81j$1@news.albasani.net> |
In den 80er Jahren kam mal der "Biochip" als Stichwort auf. Heute meint man damit ein Halbleiterbauteil, das mit biologischem Material verbunden wird. Der Chip wird verwendet um biologische Proben zu analysieren oder um mit einem Organismus zu interagieren (z.B. Protesen steuern) Aber ich meine mich zu erinnern, dass Anfang der 80er genau das Gegenteil gemeint war. Also ein biologisch gezüchtetes Gewebe, das elektronische Funktionen übernehmen soll. Die Idee war wohl, dass man annahm das Gehirn sei wesentlich leistungsfähiger als jeder Computer, also wollte man es nachbauen und als Mikroprozessor verwenden. Weiss jemand was es damit auf sich hat? Ich habe ja nur Gerüchteweise davon gehört, war noch zu klein um mich ernsthaft damit zu beschäftigen. Waren das blosse Ideen, oder gab es konkrete Experimente? Zur gleichen Zeit kamen ja auch die neuronalen Netze auf, die aber in Halbleitern implementiert waren und nur die Arbeitsweise des Gehirns nachvollziehen wollten. Wikipedia behauptet, die Technologie der Biochips sei erst in den 90ern entstanden. Ich habe aber eine Kassette mit einem Popsong aus dem Jahr 1983, wo das Stichwort Biochip fällt, ohne aber konkret auf die Funktion einzugehen. Das Lied beschäftigt sich eher kritisch mit dem Thema des Computers, der uns alle überwacht. Im Internet findet man nur wenig zum Thema, z.B.: http://www.funkschau.de/telekommunikation/artikel/100664/?_aid=100664&gid=3993&cp=62 Hier das Musikstück (Titel "Silicon"), das ich meinte: https://www.igroove.ch/de/album/26716/welcome-in-schwitzerlaend-extrem-normal.html
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| From | Edzard Egberts <ed_09@tantec.de> |
|---|---|
| Date | 2016-06-28 10:28 +0200 |
| Message-ID | <nktcgd$9t0$1@news.albasani.net> |
| In reply to | #210073 |
Stefan Heimers wrote: > In den 80er Jahren kam mal der "Biochip" als Stichwort auf. *g*, zusammen mit dem Cyberpunk: https://de.wikipedia.org/wiki/Neuromancer "Biochips" ist der zweite Roman der Trilogie. Hat die Popkultur maßgeblich beeinflusst, ist aber von keinerlei technischer Relevanz. Davon abgesehen unbedingt lesenswert, wenn man SF mag.
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| From | Stefan Heimers <stefan.usenet@heimers.ch> |
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| Date | 2016-06-28 22:09 +0200 |
| Message-ID | <nkula9$pgl$1@news.albasani.net> |
| In reply to | #210075 |
Edzard Egberts wrote: > Stefan Heimers wrote: >> In den 80er Jahren kam mal der "Biochip" als Stichwort auf. > > *g*, zusammen mit dem Cyberpunk: > > https://de.wikipedia.org/wiki/Neuromancer > > "Biochips" ist der zweite Roman der Trilogie. Hat die Popkultur > maßgeblich beeinflusst, ist aber von keinerlei technischer Relevanz. > Davon abgesehen unbedingt lesenswert, wenn man SF mag. Danke für den Hinweis! Interessant, also hatte der Biochip in der SciFi Literatur schon im 1984 die Bedeutung wie in der Wikipedia angeblich erst ab den 90er Jahren. Das bestätigt meine böse Unterstellung, dass viele Wissenschaftler nur die Technik der Science-Fiction Romane nachbauen. :-)
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| From | Dieter Wiedmann <dieter.wiedmann@t-online.de> |
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| Date | 2016-06-28 22:19 +0200 |
| Message-ID | <nkum0b$1tic$1@gioia.aioe.org> |
| In reply to | #210120 |
Am 28.06.2016 22:09, schrieb Stefan Heimers: > Das bestätigt meine böse Unterstellung, dass viele Wissenschaftler nur die > Technik der Science-Fiction Romane nachbauen. :-) http://www.kartoffelchips.net/wordpress/wp-content/uploads/2010/10/neu.jpg Gruß Dieter
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| From | Stefan Heimers <stefan.usenet@heimers.ch> |
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| Date | 2016-06-28 23:00 +0200 |
| Message-ID | <nkuo97$v0e$1@news.albasani.net> |
| In reply to | #210121 |
Dieter Wiedmann wrote: > http://www.kartoffelchips.net/wordpress/wp-content/uploads/2010/10/neu.jpg Ja, die Biochips aus Kartoffeln gibt es bei uns auch schon seit einiger Zeit. Die sind es ja, die mich immer wieder an das Thema erinnern wenn ich sie im Supermarkt sehe.
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| From | "Lund-Nielsen, Jorgen" <jorgen.lund-nielsen@xyz123desy.de> |
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| Date | 2016-06-30 10:47 +0200 |
| Message-ID | <dtk4kbF76qU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #210121 |
Am 28.06.2016 um 22:19 schrieb Dieter Wiedmann: > Am 28.06.2016 22:09, schrieb Stefan Heimers: > >> Das bestätigt meine böse Unterstellung, dass viele Wissenschaftler nur >> die >> Technik der Science-Fiction Romane nachbauen. :-) > > http://www.kartoffelchips.net/wordpress/wp-content/uploads/2010/10/neu.jpg > > > > Gruß Dieter > <http://www.potatosemi.com/potatosemiweb/aboutus.html> Jorgen
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| From | Edzard Egberts <ed_09@tantec.de> |
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| Date | 2016-06-29 08:21 +0200 |
| Message-ID | <nkvpcu$sp2$1@news.albasani.net> |
| In reply to | #210120 |
Stefan Heimers wrote: > Edzard Egberts wrote: > >> Stefan Heimers wrote: >>> In den 80er Jahren kam mal der "Biochip" als Stichwort auf. >> >> *g*, zusammen mit dem Cyberpunk: >> >> https://de.wikipedia.org/wiki/Neuromancer >> >> "Biochips" ist der zweite Roman der Trilogie. Hat die Popkultur >> maßgeblich beeinflusst, ist aber von keinerlei technischer Relevanz. >> Davon abgesehen unbedingt lesenswert, wenn man SF mag. > > Danke für den Hinweis! > > Interessant, also hatte der Biochip in der SciFi Literatur schon im 1984 die > Bedeutung wie in der Wikipedia angeblich erst ab den 90er Jahren. Das Thema der SF war zu dieser Zeit das Hirn-Computer-Interface, da hat "Neuromancer" eine ganze Literaturgattung losgetreten. "Was ist beamen?" könnte heute auch mit Quantenteleportation beantwortet werden und die Gravitationswellen sind auch erst kürzlich gemessen worden, aber schon ewig Thema in der SF. Wenn die Technik die SF einholt, ist es naheliegend, die schon existierenden Begriffe zu verwenden.
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| From | Matthias Weingart <mwnews@pentax.boerde.de> |
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| Date | 2016-06-29 06:40 +0000 |
| Message-ID | <XnsA6365848C1665AlwLookOnTBrightSide@penthouse.boerde.de> |
| In reply to | #210135 |
Edzard Egberts <ed_09@tantec.de>: > "Was ist beamen?" könnte heute auch mit Quantenteleportation > beantwortet werden und die Gravitationswellen sind auch erst kürzlich > gemessen worden, aber schon ewig Thema in der SF. Wenn die Technik die > SF einholt, ist es naheliegend, die schon existierenden Begriffe zu > verwenden. Naja die (gute) SF bedient sich ja aber auch nur der Wissenschaft, oft der Physiker, die mit Ihren Hypothesen - die manchmal schon ziemlich unrealistisch scheinen - die SF-Autoren inspiriert haben (z.B. Wurmlöcher zum überlichtschnellen Reisen zu benutzen). Sehr gutes Beispiel ist auch Jules Verne, der schon sehr gut einschätzen konnte, zu welchen Zwecken man die damals gerade aufkommende Technik (insbesondere Elektrotechnik) einsetzen könnte. Denke da nur an das elektrisch angetriebene U-Boot. Seine Ideen wurden definitiv von vielen Gesprächen mit Wissenschaftlern der damaligen Zeit geprägt. Die SF hat da (wenn auch ungewollt) eine Funktion: bestimmte Ideen bei den Ingenieuren, Technikern und Erfindern im Gedächtnis zu halten - bis sie irgendwann realisiert werden können. Ohne die SF würden viele Ideen oder Hypothesen einfach vergessen werden - aber womöglich auch mal wieder neu erfunden werden. Das Geschichtenerzählen ist eine uralte Tradition der Menschheit. Es wird ja immer überlegt, was genau den Homo Sapiens so erfolgreich gemacht hat. Der aufrechte Gang? Die Werkzeugbenutzung? Die Sprache? Das besondere Sozialverhalten? Die besondere Neugier? Oder ist es doch das Geschichtenerzählen und damit die effiziente Weitergabe von Wissen, womit vermieden wird, dass jede Generation aus Fehlern neu lernen muss. M. --
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| From | Edzard Egberts <ed_09@tantec.de> |
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| Date | 2016-06-29 09:06 +0200 |
| Message-ID | <nkvs2b$1s2$1@news.albasani.net> |
| In reply to | #210137 |
Matthias Weingart wrote: > Edzard Egberts <ed_09@tantec.de>: > >> "Was ist beamen?" könnte heute auch mit Quantenteleportation >> beantwortet werden und die Gravitationswellen sind auch erst kÃŒrzlich >> gemessen worden, aber schon ewig Thema in der SF. Wenn die Technik die >> SF einholt, ist es naheliegend, die schon existierenden Begriffe zu >> verwenden. > > Naja die (gute) SF bedient sich ja aber auch nur der Wissenschaft, oft der > Physiker, die mit Ihren Hypothesen - die manchmal schon ziemlich > unrealistisch scheinen - die SF-Autoren inspiriert haben (z.B. Wurmlöcher zum > überlichtschnellen Reisen zu benutzen). Naja, das Beamen wurde erfunden, weil der Etat einer drittklassigen Vorabendserie nicht für die Animation von Planetenlandungen ausreichte. ;o) > Es wird ja immer überlegt, was genau den Homo Sapiens so > erfolgreich gemacht hat. Der aufrechte Gang? Die Werkzeugbenutzung? Die > Sprache? Das besondere Sozialverhalten? Die besondere Neugier? Ich würde auf die Kulturtechnik der Nahrungszubereitung tippen.
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| From | Eric Bruecklmeier <usenet@nerdcraft.de> |
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| Date | 2016-06-29 09:13 +0200 |
| Message-ID | <dthao5Fd6psU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #210137 |
Am 29.06.2016 um 08:40 schrieb Matthias Weingart: > Es wird ja immer überlegt, was genau den Homo Sapiens so > erfolgreich gemacht hat. Der Alk: http://www.sueddeutsche.de/wissen/sesshaft-dank-saufen-am-anfang-war-die-party-1.708666
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| From | Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> |
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| Date | 2016-06-29 17:12 +0200 |
| Message-ID | <dti8atFjik7U5@mid.individual.net> |
| In reply to | #210135 |
Edzard Egberts schrieb: > Wenn die Technik die SF > einholt, ist es naheliegend, die schon existierenden Begriffe zu verwenden. Dann sollte man das aber korrekterweise Bio-Implantat nennen, wenn ein (Eingabe-)Interface zwischen einem Lebewesen und Elektronik gemeint ist (Cochlea-Implantat, Visor...). Biochips funktionieren IMO eher in umgekehrter Richtung, da greift die Elektronik die vom biologischen Teil gelieferten Signale ab. DoDi
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| From | Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> |
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| Date | 2016-06-28 20:44 +0200 |
| Message-ID | <nkugi1$lbl$1@dont-email.me> |
| In reply to | #210073 |
> Wikipedia behauptet, die Technologie der Biochips sei > erst in den 90ern entstanden. Bezogen auf die heutige Terminologie ist die englische Wikipedia ziemlich korrekt. Das Problem ist aber daß solche Webseiten aktuell bleiben wollen/müssen. Geschichts- schreibung wird dann oft unbewußt zur Geschichtsklitterung. > http://www.funkschau.de/telekommunikation/artikel/100664/?_aid=100664&gid=3993&cp=62 Der war 1984. Bücher lügen weniger, man kann mit dem Stichwort bei amazon.com stöbern. Biochip: Webster's Timeline History, 1983 - 2007 Paperback https://www.amazon.com/Biochip-Websters-Timeline-History-1983/dp/B003M2XUXW/ref=sr_1_14?s=books&ie=UTF8&qid=1467135263&sr=1-14&keywords=Biochip http://www.theguardian.com/education/2010/jun/21/improbable-research-websters-timeline-history Bei Abebooks kann man sogar mit Jahr stöbern und vor 1983 findet sich da wohl auch nichts. Lord "Advanced Computers: Parallel and Biochip Processors" Ann Arbor Science Publishers, 1983 http://www.abebooks.de/servlet/BookDetailsPL?bi=14169818087&searchurl=yrh%3D1985%26bi%3D0%26ds%3D30%26sts%3Dt%26bx%3Doff%26sortby%3D17%26kn%3Dbiochip%26recentlyadded%3Dall This book is divided into two sections. The first reviews and compares computational capabilities of very high-speed computers available commercially in the context of applications. Features of vector/parallel processors, surveys of equipment, and prospective hardware and software developments are discussed. Sections 2 reviews the state-of-the-art of the emerging fields of bioelectronics and biochip technology. At the present time proteins and other biological materials are being tested for their utility in the fabrication of microelectronic devices. The authors also project future trends in bioelectronics in terms of anticipated technical advances. Both sections include bibliographies for further study. Vermutlich würde man auch in IEEE Spectrum aus der Zeit was finden, käme aber erst am Wochenende zum wühlen. > Waren das blosse Ideen, oder gab es konkrete Experimente? Für den üblichen $100000 research contract haben sie bestimmt jede Menge Mäuse und Katzen massakriert ... Die stand-alone "Bio"-CPU wäre langsam. Weder strahlungsfest noch für den militärischen Temperaturbereich geeignet. Ohne Geld von DARPA bewegt sich da nichts. Das Ding wäre aber weil bio-kompatibel für Prothesen geeignet. Cochlear Implants sind anspruchsloser, spielen heute aber bereits Geld ein. Es gab in den 70ern wohl schon Versuche für Seh-Prothesen für Blinde die teuerer Flop waren. Da würden sich auch heute wieder Forschungsgelder finden. Jedoch: den entsprechenden hochkomplexen "Opto-Chip" der Glasfaserbündel mit Silizum verheiratet gibts ja auch (noch) nicht. MfG JRD
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| From | Stefan Heimers <stefan.usenet@heimers.ch> |
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| Date | 2016-06-28 22:34 +0200 |
| Message-ID | <nkumq6$sbn$1@news.albasani.net> |
| In reply to | #210117 |
Rafael Deliano wrote: > Lord "Advanced Computers: Parallel and Biochip Processors" Ann Arbor > Science Publishers, 1983 ... > At the > present time proteins and other biological materials are being tested > for their utility in the fabrication of microelectronic devices. Also hatte ich das doch richtig in Erinnerung, danke für den Hinweis! Das Buch ist in unserer Bibliothek erhältlich, ich werde es mir zu Gemüte führen und dann den Wikipedia-Artikel ergänzen. Stefan
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| From | Stefan Heimers <stefan.usenet@heimers.ch> |
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| Date | 2016-06-29 09:08 +0200 |
| Message-ID | <nkvs4k$1uq$1@news.albasani.net> |
| In reply to | #210122 |
Stefan Heimers wrote: > Rafael Deliano wrote: > >> Lord "Advanced Computers: Parallel and Biochip Processors" Ann Arbor >> Science Publishers, 1983 > ... >> At the >> present time proteins and other biological materials are being tested >> for their utility in the fabrication of microelectronic devices. > > Also hatte ich das doch richtig in Erinnerung, danke für den Hinweis! > > Das Buch ist in unserer Bibliothek erhältlich, ich werde es mir zu Gemüte > führen und dann den Wikipedia-Artikel ergänzen. Und jetzt habe ich das Buch neben mir auf dem Schreibtisch, nur die Zeit zum Lesen fehlt mir. Nach Feierabend dann, oder vielleicht werfe ich in der nächsten Pause mal einen Blick rein. Das Buch ist wirklich die Originalausgabe auf dem Jahr 1983, hinten steckt noch die Lochkarte vom alten Bibliothekssystem drin :-) http://www.heimers.ch/bilder/biochip_buch.jpg
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| From | Stefan Heimers <stefan.usenet@heimers.ch> |
|---|---|
| Date | 2016-06-28 22:49 +0200 |
| Message-ID | <nkunks$tsh$1@news.albasani.net> |
| In reply to | #210117 |
Rafael Deliano wrote: > Bei Abebooks kann man sogar mit Jahr stöbern und vor 1983 findet > sich da wohl auch nichts. Ja, auch in der ETH Bibliothek findet sich zum Stichwort Biochip nichts vor 1983. Das Buch von Norman W. Lord ist gar das einzige aus den 80er Jahren, das gefunden wird. Das nächste ist von 1991. Es scheint, als ob man die Idee des biologischen Computers aufgegeben oder gar vergessen hat, und das Wort später für Halbleiter, die mit biologischem Material verbunden werden, wiederverwendet hat. Das macht durchaus Sinn, die Verbindung zwischen biologischem und elektronischem Material ist wohl die gleiche, nur die Anwendung eine andere.
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| From | Edzard Egberts <ed_09@tantec.de> |
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| Date | 2016-06-29 08:01 +0200 |
| Message-ID | <nkvo8l$qo6$1@news.albasani.net> |
| In reply to | #210123 |
Stefan Heimers wrote: > Es scheint, als ob man die Idee des biologischen Computers aufgegeben oder > gar vergessen hat, und das Wort später für Halbleiter, die mit biologischem > Material verbunden werden, wiederverwendet hat. Das macht durchaus Sinn, die > Verbindung zwischen biologischem und elektronischem Material ist wohl die > gleiche, nur die Anwendung eine andere. Gerade die Verbindung ist das Problem von Neuroimplantaten - während das lebende Gewebe immer elastisch und "in Bewegung" ist, sind die Implantate starr und die Verbindungen gehen durch die Bewegung kaputt. In diesem Bereich wird deshalb AFAIK mit elastischen Materialien experimentiert. Bei Analysechips ist dieses Problem nicht vorhanden, da liegt das Biomaterial in einem "Topf" oder bildet eine Schicht, aber das Umfeld bewegt sich nicht. - nur so ganz grob, mal nebenbei gelesen, mich aber nicht weiter mit beschäftigt...
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