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Groups > de.sci.electronics > #202464 > unrolled thread
| Started by | Peter Thoms <dl6lat@darc.de> |
|---|---|
| First post | 2016-02-21 11:35 +0100 |
| Last post | 2016-03-08 09:11 +0100 |
| Articles | 6 — 4 participants |
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Minidisc-Gerät spinnt Peter Thoms <dl6lat@darc.de> - 2016-02-21 11:35 +0100
Re: Minidisc-Gerät spinnt Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2016-02-21 16:06 +0100
Re: Minidisc-Gerät spinnt Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2016-02-22 12:55 +0100
Re: Minidisc-Gerät spinnt Peter Thoms <dl6lat@darc.de> - 2016-03-03 14:07 +0100
Re: Minidisc-Gerät spinnt Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2016-03-08 08:51 +0100
Re: Minidisc-Gerät spinnt "horst-d.winzler" <horst.d.winzler@web.de> - 2016-03-08 09:11 +0100
| From | Peter Thoms <dl6lat@darc.de> |
|---|---|
| Date | 2016-02-21 11:35 +0100 |
| Subject | Minidisc-Gerät spinnt |
| Message-ID | <nac3sk$iht$1@news.albasani.net> |
Hallo, kann mir jemand helfen ein Minidisk-Gerät grob zu fixen? Zeitweise kann das Gerät eine Minidisc auslesen und zeitweise gibt es ein Error. Ob ein Error gemeldet wird oder nicht entscheidet sich immer beim Einlegen der gleichen MD. Nie mittendrin beim Abspielen, wenn es läuft. Ich durchschau die Technik einfach nicht, mal erkennt der Recorder die Minidisk und mal nicht. Mal läuft das Ganze angeblich auf optischer Technik, mal auf magnetischer. Mal ist der Lesearm 5mm über der Disk und liest lustig aus und mal setzt er auf die Disk auf, ich versteh das System nicht. Wie und was wäre ein Ansatz die Kiste fürs erste zu retten, den Lesekopf reinigen? Sharp Minidisc Deck MD-R2 Peter
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| From | Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> |
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| Date | 2016-02-21 16:06 +0100 |
| Message-ID | <nacjq6$97t$1@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #202464 |
On 21.02.16 11.35, Peter Thoms wrote: > kann mir jemand helfen ein Minidisk-Gerät grob zu fixen? > Zeitweise kann das Gerät eine Minidisc auslesen und zeitweise gibt es > ein Error. > Ob ein Error gemeldet wird oder nicht entscheidet sich immer beim > Einlegen der gleichen MD. Nie mittendrin beim Abspielen, wenn es läuft. > > Ich durchschau die Technik einfach nicht, mal erkennt der Recorder die > Minidisk und mal nicht. > Mal läuft das Ganze angeblich auf optischer Technik, mal auf magnetischer. MiniDisc ist ein MO-Medium mit um die 170MB. Da die Geräte üblicherweise auch schreiben können, findet beim Einlegen AFAIK eine Kalibrierung auf die Eigenschaften des jeweiligen Mediums in einem reserviertem Bereich statt. Möglicherweise überlebt der Bursche das schon nicht mehr, und dann macht die Firmware auf stur. Als Ursachen fallen mir spontan Verschmutzung oder eine ausgelutschte Laserdiode ein. Letzteres wäre R.I.P. > Mal ist der Lesearm 5mm über der Disk und liest lustig aus und mal setzt > er auf die Disk auf, ich versteh das System nicht. Aufsetzen sollte er *niemals*, sonst ist allen voran die Linse historisch. Der Zugriff erfolgt immer optisch, auch wenn die Information magnetisch gespeichert wird. Siehe ->Kerr-Effekt. Falls die Linse willenlos herumrudert, während er nichts erkennt und sich auch nicht vorher auf einer Höhe stabilisiert, dann funktioniert die Servoregelung für die Fokusierung nicht. Entweder, weil sie instabil arbeitet oder weil schlicht zu wenig zurück kommt. > Wie und was wäre ein Ansatz die Kiste fürs erste zu retten, den Lesekopf > reinigen? Reinigen könnte schon interessant sein, allerdings muss man aufpassen, nicht mehr Schaden als Nutzen anzurichten. Du musst gucken, dass wirklich nichts auf den Linsen zurück bleibt. Mit Spiritus geht z.B. nachher eher schlechter bis gar nichts mehr (ist reversibel). In harten Fällen nehme ich gerne Aceton dafür, damit bekommt man auch Geräte aus Raucherhaushalten wieder fit. Allerdings hat es Sony (so ziemlich als einziger) schon geschafft, Pickups zu fertigen, die das nicht überleben. Es löst sich beim Reinigen die Entspiegelung von der Linse ab, und das war's dann. Mit anderen Reinigungsmitteln, wie Isopropanol hatte ich bisher keinen signifikanten Erfolg. Es geht zwar nichts kaputt, aber es wirkt auch nicht. Man kann halt auf diesen Linsen nicht drücken bzw. mechanisch reinigen. Hinzu kommt, dass die sichtbare Linse natürlich nur ein Teil des Strahlengangs ist. Überall anders kann auch Schmutz sitzen. Je nachdem, wie die Konvektionsströmungen im Gerät verlaufen, passiert das auch. An diesen, Stellen habe ich optische Lesegeräte bisher aber noch nie erfolgreich gereinigt. Also, wenn es nicht die Linse ist, wird es dünn. Natürlich kommen auch elektrische Ursachen für das Fehlerbild in Betracht. Kaputte Kondensatoren könnten durchaus ähnliche Wirkung zeigen. Kippelnde Bits im Firmware-ROM ebenfalls. Das Reinigen der Medien kann übrigens auch hilfreich sein. Das ist leicht, die kann man einfach mit Geschirrspülmittel waschen. Vorher muss man allerdings die Cartridge öffnen, und das Medium herausnehmen. Die Medien sind sehr robust. Wenn man nicht gerade mit Scheuerpulver anrückt, bekommt man die nicht mit vertretbarem Aufwand kaputt. Beim Zusammenbauen sollte man halt nicht gerade einen Fingertatschen drauf drücken, aber selbst wenn doch, dann einfach zurück auf Start. Eine störende Verschmutzung muss übrigens nicht notwenigerweise für das Auge sichtbar sein. Ich hatte schon mal eine Charge neue MOs (allerdings nicht MD), die nicht funktionierten. Nach einer Runde durch's Spülwasser liefen sie alle. Einen sichtbaren Unterschied gab es nicht. Marcel
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| From | Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> |
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| Date | 2016-02-22 12:55 +0100 |
| Message-ID | <dj0b9aFonpeU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #202484 |
Am 21.02.2016 16:06 schrieb Marcel Mueller: >> Mal ist der Lesearm 5mm über der Disk und liest lustig aus und mal setzt >> er auf die Disk auf, ich versteh das System nicht. > > Aufsetzen sollte er *niemals*, sonst ist allen voran die Linse > historisch. Der Zugriff erfolgt immer optisch, auch wenn die Information > magnetisch gespeichert wird. Siehe ->Kerr-Effekt. IIRC setzt der Magnet beim Minidisc-System (anders als bei normalen MO) auf, wohl weil ein Luftspalt bei diesem Mobilsystem zu viel Stromaufnahme bedeutet hätte. Da der Magnet aber nur zum Schreiben nötig ist, kann es sein, daß er beim Lesen nicht aufsetzt. Keine Ahnung, wie das gelöst ist, ich hab so was nie in den Fingern gehabt. > In harten Fällen nehme ich gerne Aceton dafür, damit bekommt man auch > Geräte aus Raucherhaushalten wieder fit. Allerdings hat es Sony (so > ziemlich als einziger) schon geschafft, Pickups zu fertigen, die das > nicht überleben. Es löst sich beim Reinigen die Entspiegelung von der > Linse ab, und das war's dann. Erstaunlich ist für mich eher, daß andere Systeme das überleben. Aceton löst so ziemlich alles an Kunststoffen... sind das tatsächlich Glaslinsen? Hanno
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| From | Peter Thoms <dl6lat@darc.de> |
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| Date | 2016-03-03 14:07 +0100 |
| Message-ID | <nb9ctq$shr$1@news.albasani.net> |
| In reply to | #202540 |
Am 22.02.2016 um 12:55 schrieb Hanno Foest: > Am 21.02.2016 16:06 schrieb Marcel Mueller: > >>> Mal ist der Lesearm 5mm über der Disk und liest lustig aus und mal setzt >>> er auf die Disk auf, ich versteh das System nicht. >> >> Aufsetzen sollte er *niemals*, sonst ist allen voran die Linse >> historisch. Der Zugriff erfolgt immer optisch, auch wenn die Information >> magnetisch gespeichert wird. Siehe ->Kerr-Effekt. > > IIRC setzt der Magnet beim Minidisc-System (anders als bei normalen MO) > auf, wohl weil ein Luftspalt bei diesem Mobilsystem zu viel > Stromaufnahme bedeutet hätte. Da der Magnet aber nur zum Schreiben nötig > ist, kann es sein, daß er beim Lesen nicht aufsetzt. Keine Ahnung, wie > das gelöst ist, ich hab so was nie in den Fingern gehabt. > >> In harten Fällen nehme ich gerne Aceton dafür, damit bekommt man auch >> Geräte aus Raucherhaushalten wieder fit. Allerdings hat es Sony (so >> ziemlich als einziger) schon geschafft, Pickups zu fertigen, die das >> nicht überleben. Es löst sich beim Reinigen die Entspiegelung von der >> Linse ab, und das war's dann. > > Erstaunlich ist für mich eher, daß andere Systeme das überleben. Aceton > löst so ziemlich alles an Kunststoffen... sind das tatsächlich Glaslinsen? Hallo, vielen Dank erst mal für die Hilfestellung. Peter
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| From | Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> |
|---|---|
| Date | 2016-03-08 08:51 +0100 |
| Message-ID | <nbm0av$8js$1@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #202540 |
On 22.02.16 12.55, Hanno Foest wrote: >> In harten Fällen nehme ich gerne Aceton dafür, damit bekommt man auch >> Geräte aus Raucherhaushalten wieder fit. Allerdings hat es Sony (so >> ziemlich als einziger) schon geschafft, Pickups zu fertigen, die das >> nicht überleben. Es löst sich beim Reinigen die Entspiegelung von der >> Linse ab, und das war's dann. > > Erstaunlich ist für mich eher, daß andere Systeme das überleben. Aceton > löst so ziemlich alles an Kunststoffen... sind das tatsächlich Glaslinsen? Kunststoff und Präzision ist so eine Sache. Außerdem ist Glas auch billig. Und die Entspiegelungen sind z.B. Magnesiumfluorid. Nichts davon ist in organischen Lösungsmitteln löslich. Marcel
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| From | "horst-d.winzler" <horst.d.winzler@web.de> |
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| Date | 2016-03-08 09:11 +0100 |
| Message-ID | <dk7forFqtanU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #203792 |
Am 08.03.2016 um 08:51 schrieb Marcel Mueller: > Kunststoff und Präzision ist so eine Sache. Außerdem ist Glas auch billig. > Und die Entspiegelungen sind z.B. Magnesiumfluorid. Nichts davon ist in > organischen Lösungsmitteln löslich. Glaslinsen sind beim Löten durchaus von Vorteil. -- mfg hdw
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