Groups | Search | Server Info | Keyboard shortcuts | Login | Register [http] [https] [nntp] [nntps]


Groups > de.sci.electronics > #201981 > unrolled thread

FGA-Referenzspannungsquellen

Started byThomas Langhammer <thomas.langhammer@gmx.net>
First post2016-02-11 18:56 +0100
Last post2016-02-23 17:13 +0000
Articles 10 — 6 participants

Back to article view | Back to de.sci.electronics


Contents

  FGA-Referenzspannungsquellen Thomas Langhammer <thomas.langhammer@gmx.net> - 2016-02-11 18:56 +0100
    Re: FGA-Referenzspannungsquellen Dieter Wiedmann <dieter.wiedmann@t-online.de> - 2016-02-11 19:10 +0100
      Re: FGA-Referenzspannungsquellen Thomas Langhammer <thomas.langhammer@gmx.net> - 2016-02-14 20:15 +0100
    Re: FGA-Referenzspannungsquellen Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> - 2016-02-11 19:27 +0100
    Re: FGA-Referenzspannungsquellen Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-02-11 22:42 +0100
      Re: FGA-Referenzspannungsquellen Thomas Langhammer <thomas.langhammer@gmx.net> - 2016-02-14 20:19 +0100
        Re: FGA-Referenzspannungsquellen Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-02-21 22:34 +0100
    Re: FGA-Referenzspannungsquellen Matthias Weingart <mwnews@pentax.boerde.de> - 2016-02-11 23:04 +0000
      Re: FGA-Referenzspannungsquellen Heinz Schmitz <HeinzSchmitz@gmx.net> - 2016-02-23 11:01 +0100
        Re: FGA-Referenzspannungsquellen Matthias Weingart <mwnews@pentax.boerde.de> - 2016-02-23 17:13 +0000

#201981 — FGA-Referenzspannungsquellen

FromThomas Langhammer <thomas.langhammer@gmx.net>
Date2016-02-11 18:56 +0100
SubjectFGA-Referenzspannungsquellen
Message-ID<di40apFg9t4U1@mid.individual.net>
Hallo,

hat jemand schon mal FGA-Referenzspannungsquellen eingesetzt? Sowas wie da:
http://www.intersil.com/en/products/data-converters/voltage-references/isl60002-family.html

Die Stabilität ist im Vergleich zu den bewährten Bandgap-Quellen von AD etc. 
nicht schlecht, und der Preis auch nicht. Aber irgendwie hab ich bei der 
Beschreibung der Technologie ein etwas ungutes Gefühl. Die Empfindlichkeit 
bzgl. Radioaktivität und Röntgenstrahlen ist ja noch verständlich. Ladung 
neigt hingegen doch dazu, irgendwann abzufließen. Und so wie ich das 
verstehe, ist das keine digitale Technik, wo man zumindest anhand des 
Ladungsniveaus nur 0 und 1 unterscheiden müßte (was bei EPROMs auch nicht 
ewig funktioniert), sondern doch analog.
Sind solche Referenzen auch nach >10-20 Jahren noch brauchbar, oder ist das 
eher was für Jubelelektronik, die sowieso nicht alt werden soll?



Tom

[toc] | [next] | [standalone]


#201984

FromDieter Wiedmann <dieter.wiedmann@t-online.de>
Date2016-02-11 19:10 +0100
Message-ID<n9iipv$109i$1@gioia.aioe.org>
In reply to#201981
Am 11.02.2016 18:56, schrieb Thomas Langhammer:

> Sind solche Referenzen auch nach>10-20 Jahren noch brauchbar, oder ist das
> eher was für Jubelelektronik, die sowieso nicht alt werden soll?

Das Oxid ist schon ziemlich dick, dicker als in EPROMs.


Gutes Buch zum Thema:

Current Sources and Voltage References
Harrison, Linden T.
A Design Reference for Electronics Engineers.


Gruß Dieter

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#202167

FromThomas Langhammer <thomas.langhammer@gmx.net>
Date2016-02-14 20:15 +0100
Message-ID<dic23eFihh3U1@mid.individual.net>
In reply to#201984
> Das Oxid ist schon ziemlich dick, dicker als in EPROMs.
Das schon, aber bei EPROMs würde ich mal größenordnungsmäßig 25% 
Ladungsverlust in 25 Jahren erwarten (zumindest habe ich EPROMs, die nach 25 
Jahren dann doch Bitkipper hatten). Bei einer Referenz solltens dann schon 
eher unter 0,1% sein.
Keine Ahnung, ob der Ladungsverlust proportional zur Oxid-Dicke ist (dazu 
kenn ich mich mit der Halbleiterei leider zu wenig aus), aber das ist schon 
ein gewaltiger Unterschied.

> Gutes Buch zum Thema:
> Current Sources and Voltage References
> Harrison, Linden T.
> A Design Reference for Electronics Engineers.
Mal schauen, was das Fortbildungs-Budget hergibt. Sollte aber mal drin sein 
:-)


Tom

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#201989

FromRafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de>
Date2016-02-11 19:27 +0100
Message-ID<n9ijle$hf6$1@dont-email.me>
In reply to#201981
> für Jubelelektronik, die sowieso nicht alt werden soll?

http://www.aldinc.com/ald_epadfaq.php

Die hatten das ehedem als Trimmer für kleine Laserdioden
angepriesen. Und da Laserdioden ja auch keine
ewige Lebensdauer haben ...
Es gibt genügend Anwendungen mit begrenzter Lebensdauer,
Temperatur in denen der Kostenvorteil mehr zählt als
das Risiko.

MfG  JRD

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#202001

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2016-02-11 22:42 +0100
Message-ID<n9iv31$29e$1@dont-email.me>
In reply to#201981
Thomas Langhammer schrieb:
> Hallo,
>
> hat jemand schon mal FGA-Referenzspannungsquellen eingesetzt? Sowas wie da:
> http://www.intersil.com/en/products/data-converters/voltage-references/isl60002-family.html
>
> Die Stabilität ist im Vergleich zu den bewährten Bandgap-Quellen von AD etc.
> nicht schlecht, und der Preis auch nicht. Aber irgendwie hab ich bei der
> Beschreibung der Technologie ein etwas ungutes Gefühl. Die Empfindlichkeit
> bzgl. Radioaktivität und Röntgenstrahlen ist ja noch verständlich. Ladung
> neigt hingegen doch dazu, irgendwann abzufließen.

Vielleicht eignet es sich wirklich besser als Dosimeter. Bei regelmässigen
Interkontinentalflügen und/oder Gepäckkontrollen würde ich nachdenken, vorher nicht.

"Long term drift is logarithmic in nature and diminishes over time. Drift after
the first 1000 hours will be approximately 10ppm/sqrt(khrs).

Nun, äh, als Sarkasmusspezialist ist mir das schon klar, dass eine Spannung
an einem Kondensator logarithmisch sich dort hin schleicht, wo sie nimmer
ändert.

Sind diese XFET viel teurer? Das tiefe Rauschen ist interessant.

> Und so wie ich das
> verstehe, ist das keine digitale Technik, wo man zumindest anhand des
> Ladungsniveaus nur 0 und 1 unterscheiden müßte (was bei EPROMs auch nicht
> ewig funktioniert), sondern doch analog.

Nun, "digital" ist auch schon lange nicht mehr digital, siehe MLC und so'n
Murks.

> Sind solche Referenzen auch nach >10-20 Jahren noch brauchbar, oder ist das
> eher was für Jubelelektronik, die sowieso nicht alt werden soll?

Jetzt, wo du's sagst.... immerhin kannst du das Teil zum Feintrimmen, jeden-
falls in eine Richtung, zum Zahnarzt bringen :-)

-- 
mfg Rolf Bombach

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#202168

FromThomas Langhammer <thomas.langhammer@gmx.net>
Date2016-02-14 20:19 +0100
Message-ID<dic29rFijr0U1@mid.individual.net>
In reply to#202001
> Vielleicht eignet es sich wirklich besser als Dosimeter. Bei regelmässigen
> Interkontinentalflügen und/oder Gepäckkontrollen würde ich nachdenken,
> vorher nicht.
Damit hab ich auch weniger ein Problem, wenn der Einsatzzweck bekannt ist.

> Nun, äh, als Sarkasmusspezialist ist mir das schon klar, dass eine
> Spannung an einem Kondensator logarithmisch sich dort hin schleicht, wo
> sie nimmer ändert.
Genau das ist es. Eine Referenz mit 0V kann ich auch billiger bekommen ;-)

> Nun, "digital" ist auch schon lange nicht mehr digital, siehe MLC und so'n
> Murks.
Selbst bei MLC ist aber die Größenordnung der erlaubten Toleranz noch 
dutlich größer als bei einer Spannungsreferenz.

Tom

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#202516

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2016-02-21 22:34 +0100
Message-ID<nadaau$r7u$2@dont-email.me>
In reply to#202168
Thomas Langhammer schrieb:
>> Vielleicht eignet es sich wirklich besser als Dosimeter. Bei regelmässigen
>> Interkontinentalflügen und/oder Gepäckkontrollen würde ich nachdenken,
>> vorher nicht.
> Damit hab ich auch weniger ein Problem, wenn der Einsatzzweck bekannt ist.
>
>> Nun, äh, als Sarkasmusspezialist ist mir das schon klar, dass eine
>> Spannung an einem Kondensator logarithmisch sich dort hin schleicht, wo
>> sie nimmer ändert.
> Genau das ist es. Eine Referenz mit 0V kann ich auch billiger bekommen ;-)
>
>> Nun, "digital" ist auch schon lange nicht mehr digital, siehe MLC und so'n
>> Murks.
> Selbst bei MLC ist aber die Größenordnung der erlaubten Toleranz noch
> dutlich größer als bei einer Spannungsreferenz.

Hoffentlich :-]. Die Zellen dürften ja viel kleiner sein, und sie sind
ja so empfindlich, dass man sie re-programmieren kann.
Mehrmals angeblich  *duck*

-- 
mfg Rolf Bombach

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#202010

FromMatthias Weingart <mwnews@pentax.boerde.de>
Date2016-02-11 23:04 +0000
Message-ID<XnsA5ACB47FF80AlwLookOnTBrightSide@penthouse.boerde.de>
In reply to#201981
Thomas Langhammer <thomas.langhammer@gmx.net>:

> http://www.intersil.com/en/products/data-converters/voltage-references/is
> l60002-family.html 
> 
> Die StabilitÇÏt ist im Vergleich zu den bewÇÏhrten Bandgap-Quellen von
> AD etc. nicht schlecht, und der Preis auch nicht. Aber irgendwie hab ich
> bei der Beschreibung der Technologie ein etwas ungutes GefǬhl. Die
> Empfindlichkeit bzgl. RadioaktivitÇÏt und RÇôntgenstrahlen ist ja noch
> verstÇÏndlich. 

Guck doch mal in die AN1533. Schon das Kupfer der GND-Plane einer Platine 
schirmt Röntgenstrahlung (von unten) ausreichend ab. Am besten ist wohl nen 
Kästl aus Zinkblech drumrum.
Reflow-Löten soll die Dinger allerdings auch beeinflussen - weil die ihre 
Form dabei ganz wenig ändern! Bringt mich auf die Frage: wie beeinflusst dann 
Biegung (der Platine auf der die aufgelötet sind) die Dinger? Andre 
Referenzen sind vom Reflow übrigens noch stärker betroffen (AN1494 Fig 4).

M.
-- 

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#202650

FromHeinz Schmitz <HeinzSchmitz@gmx.net>
Date2016-02-23 11:01 +0100
Message-ID<pcbocb9isgvbh4ognfreh4p5t86vg4ueoh@4ax.com>
In reply to#202010
Matthias Weingart wrote:

>Bringt mich auf die Frage: wie beeinflusst dann 
>Biegung (der Platine auf der die aufgelötet sind) die Dinger? Andre 
>Referenzen sind vom Reflow übrigens noch stärker betroffen (AN1494 Fig 4).

Hier hat mal jemand was dazu gemacht:
http://www.amplifier.cd/Technische_Berichte/Spannungsreferenzen/Spannungsreferenz.html

Grüße,
H.

[toc] | [prev] | [next] | [standalone]


#202684

FromMatthias Weingart <mwnews@pentax.boerde.de>
Date2016-02-23 17:13 +0000
Message-ID<XnsA5B7B974F3900AlwLookOnTBrightSide@penthouse.boerde.de>
In reply to#202650
Heinz Schmitz <HeinzSchmitz@gmx.net>:

> http://www.amplifier.cd/Technische_Berichte/Spannungsreferenzen/Spannungs
> referenz.html 

Interessante Sache. Denkt man gar nicht dran, wenn man so nen Teil auf die 
Platine setzt. 
Einen ähnlichen Effekt hatte ich mal mit einem MEMS-Beschleunigungssensor. 
Der schlug aus, wenn ich mit dem Finger nur in die Nähe kam (elektrostatische 
Wirkung), stand natürlich nirgends erwähnt. Mit einem metallischen Aufkleber 
liess sich das ein wenig reduzieren. Naja ich habe den Sensor dann nicht 
eingesetzt.

M.
-- 

[toc] | [prev] | [standalone]


Back to top | Article view | de.sci.electronics


csiph-web