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LTSpice: Sweep über Transient-Analysen

Started byJohannes Bauer <dfnsonfsduifb@gmx.de>
First post2015-08-31 22:38 +0200
Last post2015-09-02 07:16 -0700
Articles 7 — 3 participants

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Contents

  LTSpice: Sweep über Transient-Analysen Johannes Bauer <dfnsonfsduifb@gmx.de> - 2015-08-31 22:38 +0200
    Re: LTSpice: Sweep über Transient-Analysen Ingolf Pohl <ingolf.pohl@t-online.de> - 2015-09-01 01:18 +0200
      Re: LTSpice: Sweep über Transient-Analysen Ingolf Pohl <ingolf.pohl@t-online.de> - 2015-09-01 13:41 +0200
        Re: LTSpice: Sweep über Transient-Analysen Johannes Bauer <dfnsonfsduifb@gmx.de> - 2015-09-02 11:55 +0200
    Re: LTSpice: Sweep über Transient-Analysen Joerg <news@analogconsultants.com> - 2015-09-01 11:32 -0700
      Re: LTSpice: Sweep über Transient-Analysen Ingolf Pohl <ingolf.pohl@t-online.de> - 2015-09-02 10:30 +0200
        Re: LTSpice: Sweep über Transient-Analysen Joerg <news@analogconsultants.com> - 2015-09-02 07:16 -0700

#191496 — LTSpice: Sweep über Transient-Analysen

FromJohannes Bauer <dfnsonfsduifb@gmx.de>
Date2015-08-31 22:38 +0200
SubjectLTSpice: Sweep über Transient-Analysen
Message-ID<ms2e0s$j6s$1@news.albasani.net>
Hallo Gruppe,

angenommen ich habe eine Oszillatorschaltung, die ich in LTSpice
simuliere. In Abhängigkeit von einem Bauteil schwingt die sich erst ein
und erzeugt dann ein Ausgangssignal konstanter Frequenz. Mich
interessiert jetzt ein Sweep über dieses Bauteil auf der X-Achse und
nach, sagen wir 100ms, die (stabile) Ausgangsfrequenz.

Wie ich z.B. eine Ausgangsspannung in Abhängigkeit einer Komponente
plotten kann ist mir schon klar. Aber weil hier mein Ausgangssignal
nicht stabil ist, kann ich den Weg nicht nehmen.

Geht das irgendwie? Lässt sich LTSpice irgendwie Skripten? Oder gibts
eine einfache Art, wie ich eine Frequenz in eine proportionale Spannung
umwandeln kann, die ich dann messen könnte?

Bin für alle Tipps dankbar,
Viele Grüße,
Johannes

-- 
>> Wo hattest Du das Beben nochmal GENAU vorhergesagt?
> Zumindest nicht öffentlich!
Ah, der neueste und bis heute genialste Streich unsere großen
Kosmologen: Die Geheim-Vorhersage.
 - Karl Kaos über Rüdiger Thomas in dsa <hidbv3$om2$1@speranza.aioe.org>

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#191509

FromIngolf Pohl <ingolf.pohl@t-online.de>
Date2015-09-01 01:18 +0200
Message-ID<ms2n9o$l7d$1@dont-email.me>
In reply to#191496
Moin Johannes,

guck mal in der Hilfe unter Dot-Commands das Kommando .measure an, damit
kann man alles mögliche messen auch die Frequenz, wenn man da mal 'ne
Stunde reingeblickt hat...

Ich müsste erst mal suchen, ob ich das wo schon gemacht habe...

Was hast'e denn für'n Oszillator am Start? Geht da keine andere
numerische Sache, die dann in einem Tabellkalkulationsprogramm einfach
zu rechnen geht?

erstmal Gruß aus Kiel, Ingolf



Am 31.08.2015 um 22:38 schrieb Johannes Bauer:
> Hallo Gruppe,
> 
> angenommen ich habe eine Oszillatorschaltung, die ich in LTSpice
> simuliere. In Abhängigkeit von einem Bauteil schwingt die sich erst ein
> und erzeugt dann ein Ausgangssignal konstanter Frequenz. Mich
> interessiert jetzt ein Sweep über dieses Bauteil auf der X-Achse und
> nach, sagen wir 100ms, die (stabile) Ausgangsfrequenz.
> 
> Wie ich z.B. eine Ausgangsspannung in Abhängigkeit einer Komponente
> plotten kann ist mir schon klar. Aber weil hier mein Ausgangssignal
> nicht stabil ist, kann ich den Weg nicht nehmen.
> 
> Geht das irgendwie? Lässt sich LTSpice irgendwie Skripten? Oder gibts
> eine einfache Art, wie ich eine Frequenz in eine proportionale Spannung
> umwandeln kann, die ich dann messen könnte?
> 
> Bin für alle Tipps dankbar,
> Viele Grüße,
> Johannes
> 

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#191528

FromIngolf Pohl <ingolf.pohl@t-online.de>
Date2015-09-01 13:41 +0200
Message-ID<ms42pv$rp7$1@dont-email.me>
In reply to#191509
So Ingrid meint:

probiere mal angehängtes/eingebettetes .asc-File:

geht los:

Version 4
SHEET 1 880 680
WIRE -96 -48 -240 -48
WIRE -240 -32 -240 -48
WIRE -240 64 -240 48
FLAG -240 64 0
FLAG -96 -48 x
IOPIN -96 -48 Out
SYMBOL voltage -240 -48 R0
WINDOW 123 0 0 Left 2
WINDOW 39 0 0 Left 2
SYMATTR InstName V1
SYMATTR Value SINE(0 0.1 {fo} 0 -10)
TEXT -256 192 Left 2 !.meas period trig V(x)=0 rise=50 targ V(x)=0
rise=60\n.meas freq param 10/period
TEXT -256 112 Left 2 !.step param fo 1k 2k 100
TEXT -258 144 Left 2 !.tran 150m
TEXT -256 264 Left 2 ;Die Werte für period und freq werden im Error-Log
abgelegt.\nDas Error-Log kann per CTRL-L aufgerufen werden.\nDann
Rechts-Klick ins Fenster des Error-Log und im Menü\nPlot step'd .meas
data anklicken (geht in WINE manchmal nicht)

:ist zuende

Viel Spaß, Ingolf

Am 01.09.2015 um 01:18 schrieb Ingolf Pohl:
> Moin Johannes,
> 
> guck mal in der Hilfe unter Dot-Commands das Kommando .measure an, damit
> kann man alles mögliche messen auch die Frequenz, wenn man da mal 'ne
> Stunde reingeblickt hat...
> 
> Ich müsste erst mal suchen, ob ich das wo schon gemacht habe...
> 
> Was hast'e denn für'n Oszillator am Start? Geht da keine andere
> numerische Sache, die dann in einem Tabellkalkulationsprogramm einfach
> zu rechnen geht?
> 
> erstmal Gruß aus Kiel, Ingolf
> 
> 
> 
> Am 31.08.2015 um 22:38 schrieb Johannes Bauer:
>> Hallo Gruppe,
>>
>> angenommen ich habe eine Oszillatorschaltung, die ich in LTSpice
>> simuliere. In Abhängigkeit von einem Bauteil schwingt die sich erst ein
>> und erzeugt dann ein Ausgangssignal konstanter Frequenz. Mich
>> interessiert jetzt ein Sweep über dieses Bauteil auf der X-Achse und
>> nach, sagen wir 100ms, die (stabile) Ausgangsfrequenz.
>>
>> Wie ich z.B. eine Ausgangsspannung in Abhängigkeit einer Komponente
>> plotten kann ist mir schon klar. Aber weil hier mein Ausgangssignal
>> nicht stabil ist, kann ich den Weg nicht nehmen.
>>
>> Geht das irgendwie? Lässt sich LTSpice irgendwie Skripten? Oder gibts
>> eine einfache Art, wie ich eine Frequenz in eine proportionale Spannung
>> umwandeln kann, die ich dann messen könnte?
>>
>> Bin für alle Tipps dankbar,
>> Viele Grüße,
>> Johannes
>>
> 

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#191622

FromJohannes Bauer <dfnsonfsduifb@gmx.de>
Date2015-09-02 11:55 +0200
Message-ID<ms6h2l$cpr$1@news.albasani.net>
In reply to#191528
On 01.09.2015 13:41, Ingolf Pohl wrote:
> So Ingrid meint:
> 
> probiere mal angehängtes/eingebettetes .asc-File:

Ooooh, das ist ja sehr cool! Vielen Dank für den Tipp, .meas kannte ich
wirklich noch nicht.

Ich hatte schon angefangen, für die RAW-Files einen Python-Parser zu
schreiben (bzw habe den schon geschrieben, ist eigentlich relativ
trivial), aber so ist das *viel* einfacher.

Nochmals danke!
Viele Grüße,
Johannes

-- 
>> Wo hattest Du das Beben nochmal GENAU vorhergesagt?
> Zumindest nicht öffentlich!
Ah, der neueste und bis heute genialste Streich unsere großen
Kosmologen: Die Geheim-Vorhersage.
 - Karl Kaos über Rüdiger Thomas in dsa <hidbv3$om2$1@speranza.aioe.org>

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#191575

FromJoerg <news@analogconsultants.com>
Date2015-09-01 11:32 -0700
Message-ID<d4m999FgpkU1@mid.individual.net>
In reply to#191496
On 2015-08-31 1:38 PM, Johannes Bauer wrote:
> Hallo Gruppe,
>
> angenommen ich habe eine Oszillatorschaltung, die ich in LTSpice
> simuliere. In Abhängigkeit von einem Bauteil schwingt die sich erst ein
> und erzeugt dann ein Ausgangssignal konstanter Frequenz. Mich
> interessiert jetzt ein Sweep über dieses Bauteil auf der X-Achse und
> nach, sagen wir 100ms, die (stabile) Ausgangsfrequenz.
>
> Wie ich z.B. eine Ausgangsspannung in Abhängigkeit einer Komponente
> plotten kann ist mir schon klar. Aber weil hier mein Ausgangssignal
> nicht stabil ist, kann ich den Weg nicht nehmen.
>
> Geht das irgendwie? Lässt sich LTSpice irgendwie Skripten? Oder gibts
> eine einfache Art, wie ich eine Frequenz in eine proportionale Spannung
> umwandeln kann, die ich dann messen könnte?
>

McGyver Methode:

a. Fuer den Start-up Sweep: Gleichrichten mit Fast Attack - Slow 
Release, denn die Amplitude nimmt ja zu und das gibt eine schoene 
Gleichspannung, die man ueber verschiedene Bauteilwerte plottern lassen 
kann.

b. Fuer die Frequenz nach 100msec: Signal hart begrenzen (um eine 
Amplitudenabhaegigkeit zu minimieren, falls noetig), also voll 
saettigend, nun durch ein schmales Filter schicken und dann 
gleichrichten. Das Filter so setzen, dass das Signal immer auf einer 
Flanke reitet. Dann ist die Anzeige der Frequenz zwar nichtlinear, aber 
notfalls koennte man das in der Anzeige rausrechnen lassen, wenn es 
irgendwas praesentationsreifes werden soll. M.W. nannte man das in der 
Anfangszeit des FM-Rundfunks Flankendiskriminator, eine Art "Poor Man's 
FM Detector" ohne HiFi Ansprueche.

-- 
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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#191617

FromIngolf Pohl <ingolf.pohl@t-online.de>
Date2015-09-02 10:30 +0200
Message-ID<ms6bv7$ut6$1@dont-email.me>
In reply to#191575
Hi Joerg,

er wollte kein FM-Radio bauen, da nimmt man doch sowie
Verstärker-Limiter vor'm FM-Detektor, die Hüllkurve ist dann Schnuppe...

McGyver hätte allerdings [F1] gefunden um die .meas Directive
kennenzulernen und sie verwendet. Der hätte damit Alles gemacht, das ist
nämlich das Swiss-Army-Knife von LTspice ;-)

Hast'e die .measure Directive nie benutzt? Da kannst Du Sachen ermitteln
lassen, während Du an Deinem Pool schraubst, mit dem Fahrrad durch die
Pampa strampelst oder Pizza im Grill machst...

Das landet dann Alles im Log-File, kann da tabellarisch bewundert werden
oder sogar von LTspice grafisch wie im Waveform-Fenster dargestellt werden.

Allerdings sind die Beispiele dafür wenig heimelich und es macht
manchmal schon Kopfzerbrechen was für Abkürzungen Mike sich da hat
einfallen lassen "trig" für den Einschalt-Trigger ist ok, aber "targ"
für den Abschalt-Trigger, usw...

Happy Simulation,
Ingolf


Am 01.09.2015 um 20:32 schrieb Joerg:

> McGyver Methode:
> 
> a. Fuer den Start-up Sweep: Gleichrichten mit Fast Attack - Slow
> Release, denn die Amplitude nimmt ja zu und das gibt eine schoene
> Gleichspannung, die man ueber verschiedene Bauteilwerte plottern lassen
> kann.
> 
> b. Fuer die Frequenz nach 100msec: Signal hart begrenzen (um eine
> Amplitudenabhaegigkeit zu minimieren, falls noetig), also voll
> saettigend, nun durch ein schmales Filter schicken und dann
> gleichrichten. Das Filter so setzen, dass das Signal immer auf einer
> Flanke reitet. Dann ist die Anzeige der Frequenz zwar nichtlinear, aber
> notfalls koennte man das in der Anzeige rausrechnen lassen, wenn es
> irgendwas praesentationsreifes werden soll. M.W. nannte man das in der
> Anfangszeit des FM-Rundfunks Flankendiskriminator, eine Art "Poor Man's
> FM Detector" ohne HiFi Ansprueche.
> 

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#191637

FromJoerg <news@analogconsultants.com>
Date2015-09-02 07:16 -0700
Message-ID<d4oel6FgnbdU1@mid.individual.net>
In reply to#191617
On 2015-09-02 1:30 AM, Ingolf Pohl wrote:
> Hi Joerg,
>
> er wollte kein FM-Radio bauen, da nimmt man doch sowie
> Verstärker-Limiter vor'm FM-Detektor, die Hüllkurve ist dann Schnuppe...
>
> McGyver hätte allerdings [F1] gefunden um die .meas Directive
> kennenzulernen und sie verwendet. Der hätte damit Alles gemacht, das ist
> nämlich das Swiss-Army-Knife von LTspice ;-)
>
> Hast'e die .measure Directive nie benutzt? Da kannst Du Sachen ermitteln
> lassen, während Du an Deinem Pool schraubst, mit dem Fahrrad durch die
> Pampa strampelst oder Pizza im Grill machst...
>

Au fein, dann koennte ich Freitag nachmittag Mountain Bike fahren und 
LTSpice das Backwash Ventil reparieren lassen :-)


> Das landet dann Alles im Log-File, kann da tabellarisch bewundert werden
> oder sogar von LTspice grafisch wie im Waveform-Fenster dargestellt werden.
>
> Allerdings sind die Beispiele dafür wenig heimelich und es macht
> manchmal schon Kopfzerbrechen was für Abkürzungen Mike sich da hat
> einfallen lassen "trig" für den Einschalt-Trigger ist ok, aber "targ"
> für den Abschalt-Trigger, usw...
>

Danke fuer den Tip. .meas kenne ich, aber ich wusste nicht, dass man 
damit bei einer .tran Analyse die Frequenz oder Periode an einer 
bestimmten Stelle der Zeitachse anzeigen lassen kann. Habe noch nicht 
entdeckt, wie das als Syntax aussieht, doch wenn Du es sagst, muss das 
irgendwie gehen.

[...]

-- 
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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