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Audio CD

Started byHans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com>
First post2015-07-08 01:52 +0200
Last post2015-08-20 19:01 +0200
Articles 5 — 4 participants

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Contents

  Audio CD Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2015-07-08 01:52 +0200
    Re: Audio CD Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2015-07-08 14:32 +0200
    Re: Audio CD Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2015-08-15 19:13 +0200
      Re: Audio CD Sieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de> - 2015-08-16 01:02 +0200
      Re: Audio CD Christian Müller <spamalottomat@yahoo.de> - 2015-08-20 19:01 +0200

#188861 — Audio CD

FromHans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com>
Date2015-07-08 01:52 +0200
SubjectAudio CD
Message-ID<d03729FubilU1@mid.individual.net>
Frage: Wird bei der Digitalisierung eine Komprimierung (Dolby...) 
verwendet, oder sind die Kennlinien der DA-Wandler linear?

DoDi

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#188912

FromHans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com>
Date2015-07-08 14:32 +0200
Message-ID<d04m7hFaqhbU1@mid.individual.net>
In reply to#188861
Christian Müller schrieb:
> Hans-Peter Diettrich schrieb:
> 
>> Wird bei der Digitalisierung eine Komprimierung (Dolby...) verwendet
> Es gab in der Anfangszeit der CD den Versuch, den Rauschabstand
> zu verbessern, indem man eine Preemphasis vor der Quantisierung
> geschaltet hat. Das wird aber bei aktuellen CDs meines Wissens
> nicht mehr angewendet, denn es sprach ein und sprechen drei Gründe dagegen:
[...]

Danke für die ausführliche Erklärung, auch an alle anderen für die 
Kurzfassung.

>> oder sind die Kennlinien der DA-Wandler linear?
> 
> Die Quantisierung (ob mit oder ohne Emphasis) ist liniear.
> Eine Nichtlinearität gibt es beim DAT im Longplay-Modus.

Interessant.

DoDi

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#190909

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2015-08-15 19:13 +0200
Message-ID<mqnrt0$ukh$1@dont-email.me>
In reply to#188861
Christian Müller schrieb:
>
> Ja selbst in einer FLAC-Datei findet sich die Dynamik(!)-Komprimierung
> wieder, denn diese wird nicht für den technischen Zweck einer
> Rauschoptimierung verwendet, sondern ist Bestandteil der künstlerischen
> Bearbeitung der Musik.

Das nenne ich nicht künstlerisch, sondern höchstens künstlich.
Dieses künstliche Kompressorpumpen bei gewissen Stücken bereitet
mir Ohren-, Kopf- und Bauchschmerzen und ich kann mir schlecht
vorstellen, wie das andere aushalten.

-- 
mfg Rolf Bombach

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#190919

FromSieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de>
Date2015-08-16 01:02 +0200
Message-ID<20150816010233.490748f3@Achmuehle.WOR>
In reply to#190909
Hallo Rolf,

Du schriebst am Sat, 15 Aug 2015 19:13:45 +0200:

> > Ja selbst in einer FLAC-Datei findet sich die Dynamik(!)-Komprimierung
...
> Das nenne ich nicht künstlerisch, sondern höchstens künstlich.
> Dieses künstliche Kompressorpumpen bei gewissen Stücken bereitet
> mir Ohren-, Kopf- und Bauchschmerzen und ich kann mir schlecht
> vorstellen, wie das andere aushalten.

Ist das nicht modern und deswegen so notwenig? Wie sonst ließe sich die
beliebte Atmosphäre eines mehrteiligen Walzstuhls in einem Walzwerk für
Schiffsbleche authentisch wiedergeben als durch die Nachbildung der
Effekte, die durch die Überlastschutzmechnismen des menschlichen Gehörs
ausgelöst werden?

-- 
-- 
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
-----------------------------------------------------------
Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
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#191079

FromChristian Müller <spamalottomat@yahoo.de>
Date2015-08-20 19:01 +0200
Message-ID<mr518r$r2o$1@news.albasani.net>
In reply to#190909
Rolf Bombach schrieb:

> Das nenne ich nicht künstlerisch, sondern höchstens künstlich.

Ich habe es auch nicht pauschal-positiv gemeint, eher
andersrum; allenfalls noch neutral.

Mit "künstlerische Bearbeitung" meine ich all das, was man
am Musikstück verändert, ohne dass es technisch dafür eine
Notwendigkeit gibt.


> Dieses künstliche Kompressorpumpen bei gewissen Stücken bereitet
> mir Ohren-, Kopf- und Bauchschmerzen und ich kann mir schlecht
> vorstellen, wie das andere aushalten.

"Wieviele PlugIns hat denn meine DAW? Achwas, ich nehme einfach alle.
Das ist professionell und hätte früher 1000e von Mark gekostet.
Also muss es ja gut sein. Aber bloß nicht den Cher-Effekt verwenden..."

Dem Beobachter einer Schnitt-Session wird dann sicherlich auffallen,
dass es an unzähligen Stellen im virtuellen Mischpult nur so von
Leuchtpunkten wimmelt, die irgendwas gerade Getriggertes anzeigen.
Dazu noch für die Summe ein fettes Pegelmeter sowie ein Goniometer,
und der Zuschauer beurteilt fachmännisch: "Gute Arbeit!"

Wenn mit Technik versucht wird, die manchmal zweifelhafte Qualität
der musikalischen Darbietung zu verbessern - verzeihung: überhaupt
erst zu ermöglichen, dann ist das schon ein starkes Stück.
Dass es aber klappt, und Titel auf Ballermann-Niveau tatsächlich
verkauft und bei den entsprechenden Gelegenheiten gespielt werden,
ist einfach nur ein erschrecknder Spiegel unserer sozial so kaputten Gesellschaft.

Dabei ist es dann völlig egal, ob FLAC, mp3 oder eine olle Msuikkassette
als Tonträger verwendet werden.
Die Technik der Musik, die unser Volk so will, ist eher eine Art MIDI:
Die Musik triggert im Kopf die Attribute "Ich bin der Größte", "Ich habe
die tollsten Frauen", "Ich sage an, wo's langgeht". Da hat ja jeder
sein eigenes Instumentarium im Kopf.
Gepaart mit einer blöden Hook, die man auch im Vollrausch noch
mitgröhlen kann, hat man den Konsumenten dieser Musik recht schnell
in einer beinflussbaren Situation.
Wenn dann noch der Bühnenauftritt (extrovertierter Sänger mit Background-
Tänzerinnen, die zusammen halb so alt wie der Sänger sind)  eine Art
Erschießungskommando für das Publikum wird, dann hast du es geschafft -
und das alles ohne dieses Dings, ah, wie heißt das noch gleich...? Talent.


Gruß Christian 

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