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Groups > de.sci.electronics > #188358 > unrolled thread

Re: Kontaktmaterial

Started byStefan <df9bi@arcor.de>
First post2015-07-01 07:14 +0200
Last post2015-07-04 00:06 +0200
Articles 7 — 4 participants

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Contents

  Re: Kontaktmaterial Stefan <df9bi@arcor.de> - 2015-07-01 07:14 +0200
    Re: Kontaktmaterial Wolfgang Martens <na3506b2013@t-online.de> - 2015-07-02 00:33 +0200
      Re: Kontaktmaterial Wolfgang Martens <na3506b2013@t-online.de> - 2015-07-03 00:18 +0200
        Re: Kontaktmaterial Stefan <df9bi@arcor.de> - 2015-07-03 08:20 +0200
          Re: Kontaktmaterial Matthias Weingart <mwnews@pentax.boerde.de> - 2015-07-03 06:38 +0000
          Re: Kontaktmaterial Joerg <news@analogconsultants.com> - 2015-07-03 09:10 -0700
          Re: Kontaktmaterial Wolfgang Martens <na3506b2013@t-online.de> - 2015-07-04 00:06 +0200

#188358 — Re: Kontaktmaterial

FromStefan <df9bi@arcor.de>
Date2015-07-01 07:14 +0200
SubjectRe: Kontaktmaterial
Message-ID<mmvsv7$l9u$1@news.albasani.net>
Am 01.07.2015 um 00:53 schrieb Wolfgang Martens:
>> ich habe ein Problem mit einem elektrischen Kontakt zwischen einem
>>  verzinkten Stahlteil und einem vergoldeten Kontaktstift.
>
> Für einen zuverlässigen Kontakt wäre zu klären:
> Kontaktspannung, Kontaktstrom, Schalthäufigkeit, Umweltbedingungen
> (Temperatur, Feuchte, Verschmutzung, korrosive Gase) Kontaktkraft,
> gewünschte Lebensdauer, selbstreinigende Kontaktgeometrie möglich?
>
> Viel steht im Relais-Lexikon von Sauer.
>
> 100 Stück? Trockene Schaltung?
> Dann vergoldeten Messingblechstreifen mit Leitkleber aufbringen.


Ich denke gerade daran, einen Messingring aufzupressen.
Ok, es ist trocken, trotzdem muss man dann natürlich überlegen, wie sie 
die beiden Metalle zueinander verhalten. Ich hab heute sowieso einen 
Termin bei meinem Kunden von dem ich die Teile beigestellt bekommen 
habe. Die stanzen und pressen die Teile selber. Ich nehm an, dass die 
die dann zum Vernickeln weggeben.

Vieleicht läßt sich das Teil auch gleich aus VA machen, oder aus Messing.

Vielen Dank erstmal für die Tipps an alle Mitleser.

Gruß

Stefan

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#188448

FromWolfgang Martens <na3506b2013@t-online.de>
Date2015-07-02 00:33 +0200
Message-ID<mn1prm$ol2$1@news.albasani.net>
In reply to#188358
Am 01.07.2015 um 07:14 schrieb Stefan:
> Am 01.07.2015 um 00:53 schrieb Wolfgang Martens:
>>> ich habe ein Problem mit einem elektrischen Kontakt zwischen
>>> einem verzinkten Stahlteil und einem vergoldeten Kontaktstift.
>>
>> Für einen zuverlässigen Kontakt wäre zu klären: Kontaktspannung,
>> Kontaktstrom, Schalthäufigkeit, Umweltbedingungen (Temperatur,
>> Feuchte, Verschmutzung, korrosive Gase) Kontaktkraft, gewünschte
>> Lebensdauer, selbstreinigende Kontaktgeometrie möglich?
>>
>> Viel steht im Relais-Lexikon von Sauer.
>>
>> 100 Stück? Trockene Schaltung? Dann vergoldeten
>> Messingblechstreifen mit Leitkleber aufbringen.
>
> Ich denke gerade daran, einen Messingring aufzupressen.
> Ok, es ist trocken, trotzdem muss man dann natürlich überlegen, wie
> sie die beiden Metalle zueinander verhalten.


Trockene Schaltung ist ein Begriff aus der Kontakttechnik, der sich 
nicht auf Feuchtigkeit bezieht, sondern darauf hinweist, dass die 
Kontaktbelastung im mV/µA Bereich liegt.

Blankes Messing läuft an und ist kein sicherer Kontakt.
Ohne Beantwortung obiger Fragen wird eine Antwort kein Rat sondern raten.

mfG Wolfgang Martens

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#188513

FromWolfgang Martens <na3506b2013@t-online.de>
Date2015-07-03 00:18 +0200
Message-ID<mn4dau$116$1@news.albasani.net>
In reply to#188448
>>>>> ich habe ein Problem mit einem elektrischen Kontakt
>>>>> zwischen einem verzinkten Stahlteil und einem vergoldeten
>>>>> Kontaktstift.
>>>>
>>>> Für einen zuverlässigen Kontakt wäre zu klären:
>>>> Kontaktspannung, Kontaktstrom, Schalthäufigkeit,
>>>> Umweltbedingungen (Temperatur, Feuchte, Verschmutzung,
>>>> korrosive Gase) Kontaktkraft, gewünschte Lebensdauer,
>>>> selbstreinigende Kontaktgeometrie möglich?
>>>>
> Das Problem ist, ich habe eine Schaltung mit extrem geringen
> Stromverbrauch. Das soll auch so bleiben. Aktuell hab ich da
> jeweils einen 4M Pull-Up an einem ATmega88pa. Der eine Kontakt ist
> eine Art Hut bzw. eine Glocke die auf einen Kontaktstift aufgesetzt
> wird und hin- und herpendeln kann. Um die Glocke herum sind 4
> Kontaktstifte angebracht, die von der Glocke berührt werden.
>
> Als Material für die Glocke kommt deshalb auch ein schwach
> leitendes Material in Frage, das keine isolierende Oberfläche
> ausbildet.
 > Nächste Woche bekomme ich wohl vernickelte Teile.

Wikipedia: "Nickeloberflächen sind nicht gegen Anlaufen beständig, 
d.h. es kann mit der Zeit zur dunklen Verfärbung kommen."
Vielleicht weiß jemand, ob die leitfähig sind.

Nachdem jetzt endlich klar ist, dass es um wenige Volt/µA geht und 
alles mehrere Jahre funktionieren soll, ist Korrosion und 
Verschmutzung das Hauptproblem. Erste Wahl ist Gold, aber es kommt 
auch leitfähiger Gummi infrage.

Falls die Glocke klein genug ist, einen Schlauch überziehen:
http://www.gasmesstechnik.de/draeger-schlauch-gummi-schwarz-elektrisch-leitfaehig-preis-pro-meter-.68178.html?p=16&gclid=CIyHmLC3vcYCFcfnwgod2zoJWQ
sonst z.B.
http://hollandshielding.de/93-Elektrisch%20leitf%C3%83%C2%A4hige%20Gummi
Oder leitfähiges Metallgewebe, aber immer auf die Korrosionsbeständig 
achten!
http://hollandshielding.com/114-Metal%20knit%20EMI%20RFI%20gasket

mfG Wolfgang Martens


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#188525

FromStefan <df9bi@arcor.de>
Date2015-07-03 08:20 +0200
Message-ID<mn59io$id2$1@news.albasani.net>
In reply to#188513
Am 03.07.2015 um 00:18 schrieb Wolfgang Martens:

> Wikipedia: "Nickeloberflächen sind nicht gegen Anlaufen beständig, d.h.
> es kann mit der Zeit zur dunklen Verfärbung kommen."
> Vielleicht weiß jemand, ob die leitfähig sind.

Es kommt drauf an, ob Abrieb und Anlaufen sich die Waage halten. Das 
ganze klappert ja schon etwas. Teilweise auch stärker als im Normalbetrieb.

> Nachdem jetzt endlich klar ist, dass es um wenige Volt/µA geht und alles
> mehrere Jahre funktionieren soll, ist Korrosion und Verschmutzung das
> Hauptproblem. Erste Wahl ist Gold, aber es kommt auch leitfähiger Gummi
> infrage.

Gold hab ich erstmal aus Kostengründen verworfen...

> Falls die Glocke klein genug ist, einen Schlauch überziehen:
> http://www.gasmesstechnik.de/draeger-schlauch-gummi-schwarz-elektrisch-leitfaehig-preis-pro-meter-.68178.html?p=16&gclid=CIyHmLC3vcYCFcfnwgod2zoJWQ

Ich hatte auch schon an Graphitspray gedacht.

Gruß

Stefan

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#188526

FromMatthias Weingart <mwnews@pentax.boerde.de>
Date2015-07-03 06:38 +0000
Message-ID<XnsA4CC57EBE7762AlwLookOnTBrightSide@penthouse.boerde.de>
In reply to#188525
Stefan <df9bi@arcor.de>:

> Gold hab ich erstmal aus Kostengründen verworfen...

Naja die vergoldeten Schrauben sind ja nicht teuer, Gewinde rein und die 
Goldschraube eingeschraubt...

>> Falls die Glocke klein genug ist, einen Schlauch überziehen:
>> http://www.gasmesstechnik.de/draeger-schlauch-gummi-schwarz-elektrisch-l
>> eitfaehig-preis-pro-meter-.68178.html?p=16&gclid=CIyHmLC3vcYCFcfnwgod2zo
>> JWQ 
> 
> Ich hatte auch schon an Graphitspray gedacht.

Das reibt sich ja mit der Zeit ab. Warum nicht gleich Carbonhalbzeug statt 
des verzinkten Bleches als Träger verwenden? So teuer ist das auch nicht 
mehr. 
CFK-Rohr 4,0 x 2,5 x 2000mm  kostet 7,95eur
z.B. bei carbon-team.de

M.
-- 

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#188548

FromJoerg <news@analogconsultants.com>
Date2015-07-03 09:10 -0700
Message-ID<cvnqekF34jgU1@mid.individual.net>
In reply to#188525
On 2015-07-02 11:20 PM, Stefan wrote:
> Am 03.07.2015 um 00:18 schrieb Wolfgang Martens:
>
>> Wikipedia: "Nickeloberflächen sind nicht gegen Anlaufen beständig, d.h.
>> es kann mit der Zeit zur dunklen Verfärbung kommen."
>> Vielleicht weiß jemand, ob die leitfähig sind.
>
> Es kommt drauf an, ob Abrieb und Anlaufen sich die Waage halten. Das
> ganze klappert ja schon etwas. Teilweise auch stärker als im Normalbetrieb.
>

Wenn das viel klappert, wird es auf Dauer weder mit Ni noch NiAu etwas. 
Da wuerde ich echt AC Excitation ueberdenken.


>> Nachdem jetzt endlich klar ist, dass es um wenige Volt/µA geht und alles
>> mehrere Jahre funktionieren soll, ist Korrosion und Verschmutzung das
>> Hauptproblem. Erste Wahl ist Gold, aber es kommt auch leitfähiger Gummi
>> infrage.
>
> Gold hab ich erstmal aus Kostengründen verworfen...
>

So teuer ist es nicht, wie Matthias schrieb. Selbst auf Leiterplatten 
mache ich es oft als Default, die sehen edel aus und es verursacht kaum 
Mehrkosten. Aber die Schicht sit sehr duenn, reibt ab.


>> Falls die Glocke klein genug ist, einen Schlauch überziehen:
>> http://www.gasmesstechnik.de/draeger-schlauch-gummi-schwarz-elektrisch-leitfaehig-preis-pro-meter-.68178.html?p=16&gclid=CIyHmLC3vcYCFcfnwgod2zoJWQ
>>
>
> Ich hatte auch schon an Graphitspray gedacht.
>

Haelt noch weniger als NiAu.

-- 
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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#188561

FromWolfgang Martens <na3506b2013@t-online.de>
Date2015-07-04 00:06 +0200
Message-ID<mn711c$6jt$1@news.albasani.net>
In reply to#188525
>> Wikipedia: "Nickeloberflächen sind nicht gegen Anlaufen
>> beständig, d.h. es kann mit der Zeit zur dunklen Verfärbung
>> kommen." Vielleicht weiß jemand, ob die leitfähig sind.
>
> Es kommt drauf an, ob Abrieb und Anlaufen sich die Waage halten.
> Das ganze klappert ja schon etwas. Teilweise auch stärker als im
> Normalbetrieb.

Mit einer vergoldeten Glocke und 4 Anschlagkontakten aus Leitgummi 
sollte sich Abrieb vermeiden lassen.

mfG Wolfgang Martens

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