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Kapazitive Feuchtigkeitsmessung

Started byHans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com>
First post2015-06-06 05:30 +0200
Last post2015-06-15 09:39 +0200
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Contents

  Kapazitive Feuchtigkeitsmessung Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2015-06-06 05:30 +0200
    Re: Kapazitive Feuchtigkeitsmessung Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> - 2015-06-06 07:57 +0200
      Re: Kapazitive Feuchtigkeitsmessung Thomas Prufer <prufer.public@mnet-online.de.invalid> - 2015-06-06 09:18 +0200
        Re: Kapazitive Feuchtigkeitsmessung Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2015-06-06 23:43 +0200
          Re: Kapazitive Feuchtigkeitsmessung Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2015-06-07 13:20 +0200
        Re: Kapazitive Feuchtigkeitsmessung Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2015-06-09 00:50 +0200
          Re: Kapazitive Feuchtigkeitsmessung Matthias Weingart <mwnews@pentax.boerde.de> - 2015-06-09 07:22 +0000
            Re: Kapazitive Feuchtigkeitsmessung Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2015-06-09 10:36 +0200
          Re: Kapazitive Feuchtigkeitsmessung Thomas Prufer <prufer.public@mnet-online.de.invalid> - 2015-06-09 09:48 +0200
            Re: Kapazitive Feuchtigkeitsmessung Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2015-06-09 10:40 +0200
    Re: Kapazitive Feuchtigkeitsmessung Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2015-06-15 09:39 +0200

#186588 — Kapazitive Feuchtigkeitsmessung

FromHans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com>
Date2015-06-06 05:30 +0200
SubjectKapazitive Feuchtigkeitsmessung
Message-ID<ctf7qlF80duU1@mid.individual.net>
Hat jemand eine Vorstellung, wie sich die Feuchte von Holz kapazitiv 
messen läßt?

Bei Bodenfeuchtigkeit kann ich mir noch vorstellen, daß ein 
entsprechender Meßfühler in die Erde gedrückt werden kann, bei Holz eher 
nicht - oder doch? Oder kann man bei einigermaßen ebener Oberfläche auch 
mit aufgesetzten Elektroden zu brauchbaren Ergebnissen kommen?

DoDi

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#186589

FromRafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de>
Date2015-06-06 07:57 +0200
Message-ID<mku21o$ffm$1@dont-email.me>
In reply to#186588
In dem Fall wurde ein kapazitiver Luftfeuchtesensor verwendet:
http://www.embeddedforth.de/temp/Holz.pdf
Die Anwendung ist recht speziell da Langzeitmessung.

Da war das Referenzverfahren Materialproben entnehmen und
Gewicht, Trockengewicht.

 > zu brauchbaren Ergebnissen kommen?

Was solls werden ? Newsgroupüblich geht die Diskussion
ja um Schätzeisen
http://www.amazon.de/Stihl-Holzfeuchtemessger%C3%A4t-Brennholz-Feuchtemessger%C3%A4t/dp/B004A2XUO2/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1433569518&sr=8-2&keywords=feuchtigkeitsmessger%C3%A4t+holz
( könnte auch Leitfähigkeitsmessung sein ).

Vermutlich wäre die Anforderung mit Schleifmaschine plane Fläche
schaffen und dann den Sensorkopf mit definierter Kraft drauf ( Gewicht 
drauflegen ). Wasser ist per kapazitivem Sensor an sich gut
detekierbar. Schaltungstechnik etwas heikel. Gutes Buch dazu:
http://www.amazon.de/Capacitive-Sensors-Applications-Electronics-Technology/dp/0780311302/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1433569008&sr=8-1&keywords=Capacitive+Sensors%3A+Design+and+Applications

MfG JRD

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#186590

FromThomas Prufer <prufer.public@mnet-online.de.invalid>
Date2015-06-06 09:18 +0200
Message-ID<8d65nappvjsjcf9s93onkdd4iga4n0m222@4ax.com>
In reply to#186589
On Sat, 06 Jun 2015 07:57:23 +0200, Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de>
wrote:

>Was solls werden ? Newsgroupüblich geht die Diskussion
>ja um Schätzeisen

Wobei Feuchtemessgeräte (fast) immer Schätzeisen sind. Genauigkeit ein paar
Prozent, Reproduzierbarkeit +-1% ist schon gut. Reicht ja auch, weil das lokal
und mit der Temperatur eh um mehr variiert. Holz wiegen und trocknen ist
allerdings das Referenzverfahren schlechthin, und messtechisch braucht's nicht
mehr wie eine Waage, einen Ofen (und etliches an Zeit).

Und dann gibt's diese Kapazitiven Messgeräte mit Kugel: z.B. "VOLTCRAFT MF-100
Material-Feuchtigkeitsmessgerät, Baufeuchtemessgerät 0 - 100 Digit" beim Conrad.
Und "digit" heißt hier wirklich "willkürliche und zufällige Maßeinheit": ich
kenn eine, das sich beim Einschalten auf 40~50 nullt, Skalenende ist 180, und um
160 ist die Wand patschnass. Die Werrte sind morgen etwas anders, aber egal, das
wird nur hergenommen um zu sagen hier ist die Wand am nassesten, bitte
Aufstemmen. Das Gerät zeigt Leitungen in der Wand als Vollausschlag an...

Soweit ich weiß, sind das Schwingkreise die die Kapazität zwischen Kugel und
einer Referenzplatte im Gerät messen. Nix Ebene Fläche, nix definierter Druck,
nur die Wünschelrute, äh, Kugel. 


Thomas Prufer

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#186620

FromHans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com>
Date2015-06-06 23:43 +0200
Message-ID<cth81oFnphqU2@mid.individual.net>
In reply to#186590
Rafael Deliano schrieb:
>> Projekt im Rahmen einer MSc Arbeit (nicht meine),...
> 
> Wenn man was bauen will:
> das Buch von Baxter habe ich hier liegen, kann ich leihen.

So allgemein sagt mir das garnichts - welches meinst Du?

DoDi

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#186653

FromHans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com>
Date2015-06-07 13:20 +0200
Message-ID<ctintbF4718U1@mid.individual.net>
In reply to#186620
Rafael Deliano schrieb:
> 
>>> das Buch von Baxter habe ich hier liegen, kann ich leihen.
> 
>> So allgemein sagt mir das garnichts - welches meinst Du?
> 
> Ich hatte den Link weiter oben im thread schon angegeben:
> 
> / Schaltungstechnik etwas heikel. Gutes Buch dazu:
> http://www.amazon.de/Capacitive-Sensors-Applications-Electronics-
> Technology/dp/0780311302/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1433569008&sr=8-1&keywords=Capacitive+Sensors%3A+Design+and+Applications 
> 
> 
> In den Anwendungen konzentriert es sich typisch auf Luft
> als Dieelektrikum. D.h. idealer, aber veränderlicher Kondensator.

Ah ja. Ich bin noch unschlüssig, ob ich mich da selbst reinknien möchte, 
seitdem meine Augen so schlecht geworden sind. Am Bildschirm geht das 
noch, da kann ich die Schrift vergrößern.

> Wenn man z.B. Leitfähigkeit von Flüssigkeit misst dann tut man
> das oft über Frequenz um komplexe Impedanz zu bestimmen:
> http://www.analog.com/en/products/rf-microwave/direct-digital-synthesis-modulators/ad5933.html 
> 
> 
> Das dürfte aber kapazitiv schwierig werden. Eher ein Job für 
> Elektroden/Nadeln.

Dieser Chip kommt mir bekannt vor. Für den privaten Gebrauch habe ich 
mir ein komplettes RLC Meßgerät angeschafft, das war auch nicht viel 
teurer als das Evaluation-Board. Das hilft aber nur wenig bei der 
Gestaltung des Meßaufbaus für die vielen unterschiedlichen Anwendungsfälle.

Danke für die Links :-)

DoDi

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#186709

FromHanno Foest <hurga-news2@tigress.com>
Date2015-06-09 00:50 +0200
Message-ID<ctmki1F4njcU1@mid.individual.net>
In reply to#186590
Am 06.06.2015 um 09:18 schrieb Thomas Prufer:

> Und dann gibt's diese Kapazitiven Messgeräte mit Kugel: z.B. "VOLTCRAFT MF-100
> Material-Feuchtigkeitsmessgerät, Baufeuchtemessgerät 0 - 100 Digit" beim Conrad.
> Und "digit" heißt hier wirklich "willkürliche und zufällige Maßeinheit": ich
> kenn eine, das sich beim Einschalten auf 40~50 nullt, Skalenende ist 180, und um
> 160 ist die Wand patschnass. Die Werrte sind morgen etwas anders, aber egal, das
> wird nur hergenommen um zu sagen hier ist die Wand am nassesten, bitte
> Aufstemmen. Das Gerät zeigt Leitungen in der Wand als Vollausschlag an...

Hmm, der letzte Satz interessiert mich jetzt: Kann man das Teil als 
Leitungssucher benutzen? Ich würde gerne bei mir zwischen Dusche und 
Durchlauferhitzer eine Handtuchstange anbringen, aber trau mich nicht zu 
bohren, weil ich nicht weiß, wo genau die Leitungen langgehen...

Hanno

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#186718

FromMatthias Weingart <mwnews@pentax.boerde.de>
Date2015-06-09 07:22 +0000
Message-ID<XnsA4B45F5C567A6AlwLookOnTBrightSide@penthouse.boerde.de>
In reply to#186709
Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com>:

> Am 06.06.2015 um 09:18 schrieb Thomas Prufer:
> 
>> Und dann gibt's diese Kapazitiven Messgeräte mit Kugel: z.B. "VOLTCRAFT
>> MF-100 Material-Feuchtigkeitsmessgerät, Baufeuchtemessgerät 0 - 100
>> Digit" beim Conrad. Und "digit" heißt hier wirklich "willkürliche und
>> zufällige Maßeinheit": ich kenn eine, das sich beim Einschalten auf
>> 40~50 nullt, Skalenende ist 180, und um 160 ist die Wand patschnass.
>> Die Werrte sind morgen etwas anders, aber egal, das wird nur
>> hergenommen um zu sagen hier ist die Wand am nassesten, bitte 
>> Aufstemmen. Das Gerät zeigt Leitungen in der Wand als Vollausschlag
>> an... 
> 
> Hmm, der letzte Satz interessiert mich jetzt: Kann man das Teil als 
> Leitungssucher benutzen? Ich würde gerne bei mir zwischen Dusche und 
> Durchlauferhitzer eine Handtuchstange anbringen, aber trau mich nicht zu
> bohren, weil ich nicht weiß, wo genau die Leitungen langgehen...

Ja, aber erst nachdem du die Leitung angebohrt hast :-). Cu schirmt ab; falls 
Du Plasteleitungen hast, könnte man aber eventuell ein bisschen was sehen.

M.
-- 

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#186722

FromHanno Foest <hurga-news2@tigress.com>
Date2015-06-09 10:36 +0200
Message-ID<ctnmt4FccvcU1@mid.individual.net>
In reply to#186718
Am 09.06.2015 09:22 schrieb Matthias Weingart:

>> Hmm, der letzte Satz interessiert mich jetzt: Kann man das Teil als
>> Leitungssucher benutzen? Ich würde gerne bei mir zwischen Dusche und
>> Durchlauferhitzer eine Handtuchstange anbringen, aber trau mich nicht zu
>> bohren, weil ich nicht weiß, wo genau die Leitungen langgehen...
>
> Ja, aber erst nachdem du die Leitung angebohrt hast :-). Cu schirmt ab; falls
> Du Plasteleitungen hast, könnte man aber eventuell ein bisschen was sehen.

Ist mir eigentlich egal, ob das Dings das Kupfer oder das Wasser in der 
Plasteleitung findet :)

Hanno

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#186719

FromThomas Prufer <prufer.public@mnet-online.de.invalid>
Date2015-06-09 09:48 +0200
Message-ID<h96dna5m9lf2t108jlkvsoimn86jdqkd48@4ax.com>
In reply to#186709
On Tue, 09 Jun 2015 00:50:40 +0200, Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> wrote:

>Hmm, der letzte Satz interessiert mich jetzt: Kann man das Teil als 
>Leitungssucher benutzen? Ich würde gerne bei mir zwischen Dusche und 
>Durchlauferhitzer eine Handtuchstange anbringen, aber trau mich nicht zu 
>bohren, weil ich nicht weiß, wo genau die Leitungen langgehen...


Nicht wirklich... Zeigt halt über den Stellen wo erkennbar oder vermutbar
Stegleitungen waren irgendwas sehr viel anderes an als direkt daneben. 

Lieber ein besseres Leitungssuchdingens nehmen -- gab mal hier oder nebenan in
de.rec.heimwerken threads dazu was "besseres Leitungssuchdingens" konkret ist.
Und mit eingeschalteten DLE sollte es ja genug Feld geben, um die Leitung
zuverlässig zu finden, die fließ ordentlich Strom...


Thomas Prufer

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#186723

FromHanno Foest <hurga-news2@tigress.com>
Date2015-06-09 10:40 +0200
Message-ID<ctnn3jFcgl9U1@mid.individual.net>
In reply to#186719
Am 09.06.2015 09:48 schrieb Thomas Prufer:

> Nicht wirklich... Zeigt halt über den Stellen wo erkennbar oder vermutbar
> Stegleitungen waren irgendwas sehr viel anderes an als direkt daneben.

Hmm, schade.

> Lieber ein besseres Leitungssuchdingens nehmen -- gab mal hier oder nebenan in
> de.rec.heimwerken threads dazu was "besseres Leitungssuchdingens" konkret ist.

OK.

> Und mit eingeschalteten DLE sollte es ja genug Feld geben, um die Leitung
> zuverlässig zu finden, die fließ ordentlich Strom...

Es geht mir eher um die Wasserleitung als das Kabel. Strom geht vom DLE 
absehbar nicht in Richtung Dusche, das (Heiß)wasser aber sicherlich.

Hanno

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#187070

FromHans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com>
Date2015-06-15 09:39 +0200
Message-ID<cu7felFc6duU1@mid.individual.net>
In reply to#186588
Martin Laabs schrieb:
> Hallo,
> 
> Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> wrote:
>> Hat jemand eine Vorstellung, wie sich die Feuchte von Holz kapazitiv 
>> messen läßt?
> 
> was wir machen, ist eine Bestimmung des Reflektionsfaktor in einem
> weiten Frequenzbereich (z.T. bis 40GHz). Da kann man sehr viele
> Informationen, auch ueber die Verteilung in Messrichtung, heraus-
> bekommen.

Danke, das ist auch ein interessanter Ansatz :-)

Für Einsteiger (Arduino Forum...) dürfte das allerdings eher 
unrealistisch sein. In welcher Größenordnung liegt denn der Aufwand für 
so eine Meßstrecke (in einfacher Form)? Bzw. was kosten fertige 
Geräte/Module für dieses Verfahren? Nur als Anhaltspunkte...

> Geht aber idR. auch nur mit Kalibrierdaten von den zu messenden
> Stoffen.

Läßt sich dieses Verfahren auch auf andere Stoffe anwenden 
(Mülltrennung...)? (Auch eine Frage aus dem Arduino-Forum). Dann läge es 
am Anwender, anhand von Messungen herauszufinden, was sich damit 
unterscheiden ließe.

DoDi

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