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Groups > de.sci.electronics > #186572 > unrolled thread
| Started by | Izur Kockenhan <charly020664@yahoo.de> |
|---|---|
| First post | 2015-06-05 15:47 +0200 |
| Last post | 2015-06-07 11:43 +0200 |
| Articles | 6 — 5 participants |
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Re: Nochmal zu den Reparaturen Izur Kockenhan <charly020664@yahoo.de> - 2015-06-05 15:47 +0200
Re: Nochmal zu den Reparaturen Holger <holger@invalid.invalid> - 2015-06-05 16:34 +0200
Re: Nochmal zu den Reparaturen Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2015-06-05 19:19 +0200
Re: Nochmal zu den Reparaturen Holger <holger@invalid.invalid> - 2015-06-05 20:17 +0200
Re: Nochmal zu den Reparaturen Guido Grohmann <guido.grohmann@gmx.de> - 2015-06-06 19:04 +0200
Re: Nochmal zu den Reparaturen Bernd Laschner <berla@email.de> - 2015-06-07 11:43 +0200
| From | Izur Kockenhan <charly020664@yahoo.de> |
|---|---|
| Date | 2015-06-05 15:47 +0200 |
| Subject | Re: Nochmal zu den Reparaturen |
| Message-ID | <mks9a0$58t$1@solani.org> |
[...] Du koenntest auch die Bauhoefe der Staedte nach alter Elektronik durchsuchen, also im Muell suchen.- Du kommst ganz gross raus Holger.
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| From | Holger <holger@invalid.invalid> |
|---|---|
| Date | 2015-06-05 16:34 +0200 |
| Message-ID | <mksc1j$1mfu$1@adenine.netfront.net> |
| In reply to | #186572 |
Izur Kockenhan schrieb: > [...] > > Du koenntest auch die Bauhoefe der Staedte nach alter Elektronik > durchsuchen, also im Muell suchen.- > > Du kommst ganz gross raus Holger. Tjaja. Genau diese idiotischen Ansichten meine ich. Im Übrigen wird dort tatsächlich intakte und verkaufbare Elektronik aussortiert und gelangt in den Wiederverkauf. Dann gibt es noch Unternehmen, die dort Gitterboxen mit Laufwerken und Rechnern und so weiter aufkaufen, instand setzen und verbilligt als "refurbished" wieder verkaufen. Dasselbe geschieht mit "Leasing-Rückläufern". Zum Beispiel sind komplette PC ab 20 Euro aufwärts zu haben, voll funktionsfähige und technisch gut erhaltene Dell-Notebooks für weniger als 40 Euro. Das wird hier grundsätzlich verurteilt. Entweder Neuware oder Tonne, das ist die Devise. Und genau deshalb sehe ich hier einige Leute nur noch als Vollidioten, die eben alles in die Tonne treten müssen. Gut, mit deinen Sachen kannst du das machen, ist mir wurscht. Kauf dir einen Fernseher, tritt das Display kaputt, mach dir ein Foto davon und kipp die Reste in den Wertstoffcontainer. Wenn du das Geld dafür locker hast, biddeschön. Viel bedauerlicher finde ich, daß man in dieser idiotischen Konsumentenwelt hier nicht mehr über technische Details und Reparaturen schreiben kann, ohne an Windowsspinner zu geraten, die es gar nicht abwarten können, bis endlich die Garantie abgelaufen ist, damit sie ihre Geräte zertreten auf den Müll stellen können. Wenn es dich persönlich anpißt, daß es immer noch Leute gibt, die sich ihre IKEA-Regale selbst aufstellen, die ihre Badezimmer selbst putzen, die eigenhändig ihre Teppiche absaugen, die ihre Fahrräder schrauben, die ihr Auto pfleglich behandeln, die sich ihre Zimmer tapezieren und streichen, die sich ihre Suppen selbst kochen und sich auch eigenhändig noch den Hintern abputzen, dann tust du mir leid. Ich bin jedenfalls froh über alles, was ich selbst tun kann. Nur so sichere ich mir meine Lebensqualität. Holger --- news://freenews.netfront.net/ - complaints: news@netfront.net ---
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| From | Thomas Heger <ttt_heg@web.de> |
|---|---|
| Date | 2015-06-05 19:19 +0200 |
| Message-ID | <cte40pFu2vlU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #186574 |
Am 05.06.2015 16:34, schrieb Holger: > Izur Kockenhan schrieb: >> [...] >> >> Du koenntest auch die Bauhoefe der Staedte nach alter Elektronik >> durchsuchen, also im Muell suchen.- >> >> Du kommst ganz gross raus Holger. > > Tjaja. Genau diese idiotischen Ansichten meine ich. Im Übrigen wird dort > tatsächlich intakte und verkaufbare Elektronik aussortiert und gelangt > in den Wiederverkauf. Dann gibt es noch Unternehmen, die dort > Gitterboxen mit Laufwerken und Rechnern und so weiter aufkaufen, instand > setzen und verbilligt als "refurbished" wieder verkaufen. Dasselbe > geschieht mit "Leasing-Rückläufern". Zum Beispiel sind komplette PC ab > 20 Euro aufwärts zu haben, voll funktionsfähige und technisch gut > erhaltene Dell-Notebooks für weniger als 40 Euro. > > Das wird hier grundsätzlich verurteilt. Entweder Neuware oder Tonne, das > ist die Devise. > Ich mache häufig Sachen wieder heil, obwohl ich diese eigentlich nicht brauche. Häufig würde es sich eher lohnen, ein komplettes Gebrauchtgerät etwa aus dem Bereich Leasing-Rückläufer zu kaufen oder evtl. wäre sogar ein Neugerät billiger. Aber ich repariere trotzdem recht viel. Die häufigsten Fehler sind auf die eine oder andere Art durch Verschmutzung hervorgerufen, weswegen 'Reparatur' häufig äquivalent zu 'Putzen' ist. Dann gibt es die Kategorie von Fehlern, wo irgendwas fehlt: Akkus, Fernbedienung, Manuale, Software, Netzteil, Ladegerät, Batteriefach-Deckel oder ähnliches. Dann hat man sehr häufig mit den Folgen von Fehlbedienung zu tun, die im Prinzip behebbar wären (sofern man die Handbücher aufgehoben hat). Und manche Dinge gehen einfach, obwohl sie irgendwie im Schrott gelandet sind. Dann gibt es Dinge wie Sicherungen, die durchgebrannt sind, einzelne Kondensatoren oder kaputte Schalter etc. das einfach zu finden und zu reparieren wäre. Solche und ähnliche Trivialfehler führen häufig zu Ausfällen und dazu, daß ein Gerät im Müll landet. Dann gibt es das andere Extrem und etwa BGA-Kontaktierungsfehler, durchgeschmurgelte Eproms oder kaputte Spezialchips, die man nie wieder beschaffen kann. Am ehesten widmet man sich daher den Fällen, wo ein relativ teures Gerät einfach zu reparieren ist und läßt die komplizierten Reparaturen an Billigelektronik eher sein. Wirtschaftlich rechnen tun sich viele Reparaturen trotzdem nicht, da funktionstüchtige Gebrauchtgeräte häufig günstiger angeboten werden, als was die zu beschaffenden Ersatzteile kosten würden. Allerdings ist das nicht immer der Fall, weswegen sich auch Reparaturen durchaus lohnen können. TH
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| From | Holger <holger@invalid.invalid> |
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| Date | 2015-06-05 20:17 +0200 |
| Message-ID | <mksp3k$23e4$1@adenine.netfront.net> |
| In reply to | #186580 |
Thomas Heger schrieb: > Wirtschaftlich rechnen tun sich viele Reparaturen trotzdem nicht, da > funktionstüchtige Gebrauchtgeräte häufig günstiger angeboten werden, als > was die zu beschaffenden Ersatzteile kosten würden. Allerdings ist das > nicht immer der Fall, weswegen sich auch Reparaturen durchaus lohnen > können. Wie bei dem Monitor, den ich mir reparierte. Ein paar Euro nur, Recherche im Internet, etwas Geduld, eine Bestellung, danach etwas Lötarbeit, alles gut. Eine andere Baustelle sind Medion-Notebooks mit NVIDIA-Grafik. Der Chip ist BGA und hat serienmäßig Kontaktfehler, die sich zum Beispiel in einem zwei- oder viergeteilten Bildschirm äußern. Die betrachte ich als Bastel-Notebooks, und die Chips löte ich mit Heißluft nach. Ganz super ist das nicht, weil dem Mainboard die unterwärts draufgestrahlte Hitze fehlt. Alternative wäre eine professionelle Notebook-Reparatur von jemandem, der BGA löten kann. Aber genau hier stellt sich die Frage, ob sich das noch lohnt, dafür teuer zu bezahlen, wenn man für dasselbe Geld ein gebrauchtes Notebook von namhaften Herstellern wie Dell kriegt. Holger --- news://freenews.netfront.net/ - complaints: news@netfront.net ---
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| From | Guido Grohmann <guido.grohmann@gmx.de> |
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| Date | 2015-06-06 19:04 +0200 |
| Message-ID | <ctgnhlFjkpuU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #186582 |
Holger schrieb: > Eine andere Baustelle sind Medion-Notebooks mit NVIDIA-Grafik. Der Chip > ist BGA und hat serienmäßig Kontaktfehler, die sich zum Beispiel in > einem zwei- oder viergeteilten Bildschirm äußern. Die betrachte ich als > Bastel-Notebooks, und die Chips löte ich mit Heißluft nach. Ganz super > ist das nicht, weil dem Mainboard die unterwärts draufgestrahlte Hitze > fehlt. Alternative wäre eine professionelle Notebook-Reparatur von > jemandem, der BGA löten kann. Tja, hier geht etwas durcheinander. Das Problem ist nicht Verlötung der GPU mit dem Mainboard, sondern die Verbindung des Dies mit dem Trägermaterial (Träger-Platine) der GPU. Unterhitze unter dem Mainboard nützt da gar nichts - eine saubere Lösung wäre höchsten der Ersatz der kompletten defekten GPU auf dem Board. Guido
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| From | Bernd Laschner <berla@email.de> |
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| Date | 2015-06-07 11:43 +0200 |
| Message-ID | <ctii17F2nssU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #186580 |
Thomas Heger schrieb: > Wirtschaftlich rechnen tun sich viele Reparaturen trotzdem nicht, da > funktionstüchtige Gebrauchtgeräte häufig günstiger angeboten werden, als > was die zu beschaffenden Ersatzteile kosten würden. Allerdings ist das > nicht immer der Fall, weswegen sich auch Reparaturen durchaus lohnen > können. Beim "sich lohnen" kann man auch noch andere Kriterien hinzuziehen als rein wirtschaftliche. Bei mir kommt meist in einem erheblichem Maße der Spaß an der Freude mit dazu. Ich hätte, rein wirtschaftlich betrachtet, nicht 10 oder mehr Stunden mit der Restaurierung eines älteren Pioneer-Verstärkers verbracht, wenn ich nicht Spaß daran gehabt hätte, das Gerät in einen seinem Alter entsprechend sehr guten Zustand zu versetzen. Er steht hier auf meinem alten, leicht umgebauten Schreibtisch, unterhalb des Monitors, wo er sich optisch eben für meinen Geschmack sehr gut macht. Ich hätte bei ebay für deutlich unter 100€ ein Gebrauchtgerät erstehen können. Bernd -- Wir leben nicht, um zu glauben, sondern um zu lernen.
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