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Groups > de.sci.electronics > #218932 > unrolled thread

Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe.

Started bywernertrp <wernertrp@googlemail.com>
First post2016-12-22 07:28 -0800
Last post2016-12-28 20:21 +0000
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  Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. wernertrp <wernertrp@googlemail.com> - 2016-12-22 07:28 -0800
    Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2016-12-22 17:39 +0100
    Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. astroelectronic@t-online.de - 2016-12-22 08:55 -0800
      Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Olaf Kaluza <olaf@criseis.ruhr.de> - 2016-12-22 18:08 +0100
    Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Fritz Meisenschlegel <fegel@notmailinator.com> - 2016-12-22 18:19 +0100
      Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2016-12-22 18:24 +0100
      Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. "horst.d.winzler" <horst.d.winzler@web.de> - 2016-12-22 18:29 +0100
        Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Hartmut Kraus <hartmut.melina@web.de> - 2016-12-25 17:16 +0100
      Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Dieter Wiedmann <dieter.wiedmann@t-online.de> - 2016-12-22 18:40 +0100
      Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Falk Duebbert <falk@duebbert.com> - 2016-12-24 10:52 +0100
    Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2016-12-22 20:40 +0100
    Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Bernd Nebendahl <Bernd_Nebendahl@web.de> - 2016-12-22 21:09 +0100
      Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-12-23 18:00 +0100
        Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Bernd Nebendahl <Bernd_Nebendahl@web.de> - 2016-12-23 18:51 +0100
          Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Bernd Nebendahl <Bernd_Nebendahl@web.de> - 2016-12-23 18:55 +0100
            Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Olaf Kaluza <olaf@criseis.ruhr.de> - 2016-12-23 19:07 +0100
          Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-12-26 23:35 +0100
        Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Falk Duebbert <falk@duebbert.com> - 2016-12-24 10:56 +0100
          Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-12-27 23:07 +0100
            Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Falk Duebbert <falk@duebbert.com> - 2016-12-28 06:18 +0100
              Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. "horst.d.winzler" <horst.d.winzler@web.de> - 2016-12-28 08:44 +0100
              Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-12-28 18:35 +0100
                Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Falk Duebbert <falk@duebbert.com> - 2016-12-28 19:51 +0100
                  Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Falk Duebbert <falk@duebbert.com> - 2016-12-28 21:46 +0100
                    Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Falk Duebbert <falk@duebbert.com> - 2016-12-29 17:08 +0100
                      Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Thomas Prufer <prufer.public@mnet-online.de.invalid> - 2016-12-30 09:26 +0100
                        Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2017-01-02 21:58 +0100
                    Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-12-29 17:55 +0100
                      OT Thorium Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. "horst-d.winzler" <horst.d.winzler@web.de> - 2016-12-29 18:08 +0100
                        Re: OT Thorium Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-12-30 20:01 +0100
                          Re: OT Thorium Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Dieter Wiedmann <dieter.wiedmann@t-online.de> - 2016-12-30 20:45 +0100
                            Re: OT Thorium Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. "horst.d.winzler" <horst.d.winzler@web.de> - 2016-12-30 21:53 +0100
                      Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Falk Duebbert <falk@duebbert.com> - 2016-12-31 00:25 +0100
                    Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Thomas Prufer <prufer.public@mnet-online.de.invalid> - 2016-12-29 10:28 +0100
                  Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-12-28 21:07 +0100
    Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-12-23 17:41 +0100
    Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Falk Duebbert <falk@duebbert.com> - 2016-12-24 10:49 +0100
    Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Uwe Bonnes <bon@hertz.ikp.physik.tu-darmstadt.de> - 2016-12-28 12:28 +0000
      Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-12-28 19:58 +0100
        Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2016-12-29 18:00 +0100
        Re: Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe. Uwe Bonnes <bon@hertz.ikp.physik.tu-darmstadt.de> - 2016-12-28 20:21 +0000

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#218932 — Leuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe.

Fromwernertrp <wernertrp@googlemail.com>
Date2016-12-22 07:28 -0800
SubjectLeuchtdiode mit Einzelphotonenausgabe.
Message-ID<1e21ab16-4b21-44a6-934e-b5ea27638457@googlegroups.com>
Welche Leuchtdiode hat bei einem sehr sehr geringen Strom noch eine Abgabe von Photonen.
In den groben Datenblättern wird darüber keine Angabe gemacht.

Welche Leuchtdiode macht bei einem minimalen Strom noch eine geringe (die geringste) Photonenabgabe ?
Ich möchte damit Photomultiplier Empfindlichkeiten testen.
Um noch geringere Photonenzahl zu erreichen würde ich auch sogenannte Graufilter einsetzen.

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#218934

FromGerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de>
Date2016-12-22 17:39 +0100
Message-ID<o3grrc$fb7$1@news.bawue.net>
In reply to#218932
On 12/22/2016 04:28 PM, wernertrp wrote:
> Welche Leuchtdiode hat bei einem sehr sehr geringen Strom noch eine Abgabe von Photonen.
> In den groben Datenblättern wird darüber keine Angabe gemacht.

Ich habe hier grüne LEDs die bei einstelligen Microampere noch einiges 
an sichtbarem Licht bringen. Auch mit Vorwiderständen im Megaohm-Bereich 
(an 9V) funzelt da noch was.

Waren meiner Erinnerung nach Pollin 121 289.

  Gerrit

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#218935

Fromastroelectronic@t-online.de
Date2016-12-22 08:55 -0800
Message-ID<0d948a09-7322-4ab8-a3cf-f895e28f797a@googlegroups.com>
In reply to#218932
Wenn in den Datenblättern nichts dazu steht, kann man das ja mit einer Digitalkamera in einem absolut dunklen Raum mit Dauerbelichtung (10-60sec) ausprobieren.

Gruß
Michael

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#218936

FromOlaf Kaluza <olaf@criseis.ruhr.de>
Date2016-12-22 18:08 +0100
Message-ID<1udtid-7i5.ln1@criseis.ruhr.de>
In reply to#218935
astroelectronic@t-online.de wrote:

 >Wenn in den Datenblättern nichts dazu steht, kann man das ja mit einer Digitalkamera in einem absolut dunklen Raum mit Dauerbelichtung (10-60sec) ausprobieren.

Du meinst eine Digitalkamera ist so lichtempfindlich wie ein PMT? :-)


Ich hab zum testen der PMTs auch immer ganz normale rote LEDs genommen
und einen Widerstand von 1M davorgeschaltet und an mein Labornetzteil
gehaengt. 

Olaf

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#218937

FromFritz Meisenschlegel <fegel@notmailinator.com>
Date2016-12-22 18:19 +0100
Message-ID<o3h1te$fpg$1@news.mixmin.net>
In reply to#218932
Am 22.12.2016 um 16:28 schrieb wernertrp:
> Welche Leuchtdiode hat bei einem sehr sehr geringen Strom noch eine Abgabe von Photonen.
> In den groben Datenblättern wird darüber keine Angabe gemacht.
>
> Welche Leuchtdiode macht bei einem minimalen Strom noch eine geringe (die geringste) Photonenabgabe ?
> Ich möchte damit Photomultiplier Empfindlichkeiten testen.
> Um noch geringere Photonenzahl zu erreichen würde ich auch sogenannte Graufilter einsetzen.

Das habe ich dir schon mal gesagt!

Nimmst du rote Leuchtidiode mit 100mW.

1 rotes Photon hat 2eV

==> 3,204E-19 Joule

Rote Leuchtidiode macht also 3,12E17 Photönerle pro Sekunde.

Brauchst du Morsetaste!

Machst du Ping mit 3,204E-18 Sekunden haddu 1 Photon.
(nur kurz drücken)

LED mit ~5E-18 Ampere ansteuern nix gut!
Photon plumpsen vorne nur heraus.


Fritz

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#218938

FromGerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de>
Date2016-12-22 18:24 +0100
Message-ID<o3gugt$gfc$1@news.bawue.net>
In reply to#218937
On 12/22/2016 06:19 PM, Fritz Meisenschlegel wrote:
>
> LED mit ~5E-18 Ampere ansteuern nix gut!
> Photon plumpsen vorne nur heraus.

Ja, und dann liegen sie alle auf dem Fussboden rum und man tritt noch 
rein. Gäbe eine schöne Sauerei.

  Gerrit

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#218939

From"horst.d.winzler" <horst.d.winzler@web.de>
Date2016-12-22 18:29 +0100
Message-ID<ec2gsjFl2e7U1@mid.individual.net>
In reply to#218937
Am 22.12.2016 um 18:19 schrieb Fritz Meisenschlegel:
> Am 22.12.2016 um 16:28 schrieb wernertrp:

> Machst du Ping mit 3,204E-18 Sekunden haddu 1 Photon.
> (nur kurz drücken)

Geradezu genial einen Impuls mit Morsetaste von t=_3,204E-18_s zu 
erzeugen. Verrätst du den Trick? ;-)

-- 
---hdw---

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#219065

FromHartmut Kraus <hartmut.melina@web.de>
Date2016-12-25 17:16 +0100
Message-ID<o3orer$drh$1@news.albasani.net>
In reply to#218939
Am 22.12.2016 um 18:29 schrieb horst.d.winzler:
> Am 22.12.2016 um 18:19 schrieb Fritz Meisenschlegel:
>> Am 22.12.2016 um 16:28 schrieb wernertrp:
>
>> Machst du Ping mit 3,204E-18 Sekunden haddu 1 Photon.
>> (nur kurz drücken)
>
> Geradezu genial einen Impuls mit Morsetaste von t=_3,204E-18_s zu
> erzeugen. Verrätst du den Trick? ;-)

Nix Trick - Übung macht den Meister. ;)


-- 
http://www.hkraus.eu/

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#218941

FromDieter Wiedmann <dieter.wiedmann@t-online.de>
Date2016-12-22 18:40 +0100
Message-ID<o3h36h$fnh$1@gioia.aioe.org>
In reply to#218937
Am 22.12.2016 um 18:19 schrieb Fritz Meisenschlegel:

> Das habe ich dir schon mal gesagt!

Diese Trollerei macht er immer wenn die Tage so kurz sind.



Gruß Dieter

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#218997

FromFalk Duebbert <falk@duebbert.com>
Date2016-12-24 10:52 +0100
Message-ID<MPG.32c863af8cde236b9898ae@news.albasani.net>
In reply to#218937
Fritz Meisenschlegel:
> Machst du Ping mit 3,204E-18 Sekunden haddu 1 Photon.
> (nur kurz drücken)

Ich fürchte, das geht in der Kapazität des PN-Übergangs unter.

Falk D.  

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#218950

FromMarcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org>
Date2016-12-22 20:40 +0100
Message-ID<o3ha7i$il7$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#218932
On 22.12.16 16.28, wernertrp wrote:
> Welche Leuchtdiode hat bei einem sehr sehr geringen Strom noch eine Abgabe von Photonen.
> In den groben Datenblättern wird darüber keine Angabe gemacht.

Es gibt immer irgendeinen Strom, bei dem nur noch wenige Photonen 
erzeugt werden, aber der ist weder stabil noch deterministisch.

Kurzum, Du wirst aus eine LED nicht einzelne Photonen gezielt heraus 
bekommen.

> Welche Leuchtdiode macht bei einem minimalen Strom noch eine geringe (die geringste) Photonenabgabe ?
> Ich möchte damit Photomultiplier Empfindlichkeiten testen.

Erst mal eine Blende mit nur einem Stecknadelloch.

Dann knalle Filter davor. Gekreuzte Polfilter, notfalls mehrere, machen 
schon ziemlich dunkel.
Komplett schwarze Dias machen sich auch ganz gut. Die Fressen auch 3-4 
Zehnerpotenzen weg.

Dann noch ein MOhm Vorwiederstand und es wird echt dunkel.


> Um noch geringere Photonenzahl zu erreichen würde ich auch sogenannte Graufilter einsetzen.

Geht auch. Aber deren Farbneutralität brauchst du gar nicht. Die 
Emission der LED ist sowieso nicht absolut, insofern ist es egal, ob der 
Filter nun einen Faktor 400 oder 200 weg nimmt.

Mit dem LED-Strom würde ich nicht zu weit runter gehen. Wer weiß, ob die 
Emission dann noch primär vom Strom abhängt und nicht etwa von der 
Temperatur o.ä. Das wäre blöd, weil dann die Reproduzierbarkeit stark 
leidet.


Marcel

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#218952

FromBernd Nebendahl <Bernd_Nebendahl@web.de>
Date2016-12-22 21:09 +0100
Message-ID<o3hbsu$1om$1@news.albasani.net>
In reply to#218932
Am 2016-12-22 um 16:28 schrieb wernertrp:
> Welche Leuchtdiode hat bei einem sehr sehr geringen Strom noch eine Abgabe von Photonen.
> In den groben Datenblättern wird darüber keine Angabe gemacht.
>
> Welche Leuchtdiode macht bei einem minimalen Strom noch eine geringe (die geringste) Photonenabgabe ?
> Ich möchte damit Photomultiplier Empfindlichkeiten testen.
> Um noch geringere Photonenzahl zu erreichen würde ich auch sogenannte Graufilter einsetzen.
>
Viele haben ja schon Graufilter erwähnt. Definiertes Abschwächen ist 
schwierig. Diffuse (Mehrfach-)Reflektion an schwarzem Optolack macht 
auch schön dunkel. 100 und mehr dB Abschwächung sind recht gut machbar. 
Bei der "Konstruktion" des Strahlengangs darauf achten, dass die 
Restphotonen keine Abkürzung nehmen können.

Wenn der Photomultiplier wirklich Einzelphotonen nachweisen soll, dann 
muss man darauf achten, dass der Raum auch wirklich dunkel ist, was gar 
nicht so trivial ist. Gammastrahlung (Radioaktivtät, Höhenstrahlung) 
kann einen Photomulitplier auch auslösen.

Bernd

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#218965

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2016-12-23 18:00 +0100
Message-ID<o3jl43$dsk$1@dont-email.me>
In reply to#218952
Bernd Nebendahl schrieb:
>>
> Viele haben ja schon Graufilter erwähnt. Definiertes Abschwächen ist schwierig. Diffuse (Mehrfach-)Reflektion an schwarzem Optolack macht auch schön dunkel. 100
> und mehr dB Abschwächung sind recht gut machbar. Bei der "Konstruktion" des Strahlengangs darauf achten, dass die Restphotonen keine Abkürzung nehmen können.

Sicher, aber das ist nicht quantitativ. Ausserdem gibt es da merkwürdige
Effekte mit der Polarisation und mit Schillerfarben. Blauer Filzstift
auf schwarzem Untergrund sieht eher rot aus.
Sicherer wäre Abschwächung durch Abstand. Also LED scheint auf weissen,
diffusen Körper (notfalls weisses Papier) und in einigen Metern
Entfernung lässt man das Streulicht durch eine Blende. Rest ist
Rechnen mit Lambert usw.
>
> Wenn der Photomultiplier wirklich Einzelphotonen nachweisen soll,
 > dann muss man darauf achten, dass der Raum auch wirklich dunkel ist,
 > was gar nicht so trivial ist.

Nun ja, Übung macht den Meister. Sinnvoll ist ein gestaffeltes
Vorgehen, d.h. Produkt von Faktoren.
Etwa: Vor den PMT ein Rohr, das schon mal die Guckrichtung vorgibt,
wenn möglich ein schmalbandiges Filter für die Signalwellenlänge
dazu. Dann hat man schon mal viel weniger Ärger.
Sinnvollerweise kommt das ganze Experiment in eine dunkle Kiste.
Restlicht lässt sich ja messen :-). Eine Lage normales schwarzes
Isolierband hat OD 4, das reicht dann normalerweise völlig.
Bei normalen PMTs kann man Dunkelkammerbeleuchtung in dunkelrot
verwenden, etwa mit entsprechenden LED. Macht obige Massnahmen
natürlich nicht überflüssig.
Bei direktem Licht ist ein PMT nicht viel empfindlicher als das
adaptierte Auge, jedenfalls nicht hinsichtlich Punktquellen.
Nichtsdestotrotz sieht er Lichtmengen, bei denen das Auge keine
Chance hat, insbesondere in spektralen Randbereichen.

Geht der PMT kaputt, wenn man davor ein Stück Würfelzucker
zerbricht, gehört er zu den empfindlicheren.

> Gammastrahlung (Radioaktivtät, Höhenstrahlung) kann einen Photomulitplier auch auslösen.

So was hat im Laboralltag Seltenheitswert. Das Problem ist dabei
die Lumineszenz des Fenstermaterials, nicht direkt die Strahlung.
Damit ist das Kalium oder was auch immer im Glas ärgerlicher
als die Hintergrundstrahlung. Wenn du die sehen willst, musst
du schon einen Szintillator >= 1" davorhalten. Und auch dann
hast du nur 100pps oder so. Die Dunkelzählrate ist normalerweise
durch die thermische Emission bestimmt.

Für tiefste Zählraten muss der PMT ohnehin zuerst einige Stunden
in vollständiger Dunkelheit gelagert werden, am besten _mit_
angelegter Spannung.

-- 
mfg Rolf Bombach

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#218976

FromBernd Nebendahl <Bernd_Nebendahl@web.de>
Date2016-12-23 18:51 +0100
Message-ID<o3jo7j$h1k$1@news.albasani.net>
In reply to#218965
Am 2016-12-23 um 18:00 schrieb Rolf Bombach:
> Bernd Nebendahl schrieb:
>>>
>> Viele haben ja schon Graufilter erwähnt. Definiertes Abschwächen ist
>> schwierig. Diffuse (Mehrfach-)Reflektion an schwarzem Optolack macht
>> auch schön dunkel. 100
>> und mehr dB Abschwächung sind recht gut machbar. Bei der
>> "Konstruktion" des Strahlengangs darauf achten, dass die Restphotonen
>> keine Abkürzung nehmen können.
>
> Sicher, aber das ist nicht quantitativ. Ausserdem gibt es da merkwürdige
> Effekte mit der Polarisation und mit Schillerfarben. Blauer Filzstift
> auf schwarzem Untergrund sieht eher rot aus.

Deswegen Optolack und nicht einfach schwarz aus der Grabbelkiste :-)

Die Frage ist, wofür braucht ein Heimwerker eine PMT? Ich kann mir kaum 
eine Privat-Anwendung vorstellen, die man nicht mit einer Photodiode 
oder mit einer Avalanche Photodiode einfacher erledigen kann. Und wer 
wirklich quantitativ und genau messen will, vergleicht mit einem 
kalibrierten Messgerät. Für den ist es nicht so wichtig die Abschwächung 
vorab zu kennen.

Bernd

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#218978

FromBernd Nebendahl <Bernd_Nebendahl@web.de>
Date2016-12-23 18:55 +0100
Message-ID<o3jof8$h1k$2@news.albasani.net>
In reply to#218976
Am 2016-12-23 um 18:51 schrieb Bernd Nebendahl:
> Am 2016-12-23 um 18:00 schrieb Rolf Bombach:
>> Bernd Nebendahl schrieb:
>>>>
>>> Viele haben ja schon Graufilter erwähnt. Definiertes Abschwächen ist
>>> schwierig. Diffuse (Mehrfach-)Reflektion an schwarzem Optolack macht
>>> auch schön dunkel. 100
>>> und mehr dB Abschwächung sind recht gut machbar. Bei der
>>> "Konstruktion" des Strahlengangs darauf achten, dass die Restphotonen
>>> keine Abkürzung nehmen können.
>>
>> Sicher, aber das ist nicht quantitativ. Ausserdem gibt es da merkwürdige
>> Effekte mit der Polarisation und mit Schillerfarben. Blauer Filzstift
>> auf schwarzem Untergrund sieht eher rot aus.
>
> Deswegen Optolack und nicht einfach schwarz aus der Grabbelkiste :-)
>
> Die Frage ist, wofür braucht ein Heimwerker eine PMT? Ich kann mir kaum
> eine Privat-Anwendung vorstellen, die man nicht mit einer Photodiode
> oder mit einer Avalanche Photodiode einfacher erledigen kann. Und wer
> wirklich quantitativ und genau messen will, vergleicht mit einem
> kalibrierten Messgerät. Für den ist es nicht so wichtig die Abschwächung
> vorab zu kennen.
>
> Bernd

ups, das mit der Privatanwendung nehme ich zurück, hatte die newsgroup 
verwechselt.

Bernd

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#218980

FromOlaf Kaluza <olaf@criseis.ruhr.de>
Date2016-12-23 19:07 +0100
Message-ID<so50jd-s24.ln1@criseis.ruhr.de>
In reply to#218978
Bernd Nebendahl <Bernd_Nebendahl@web.de> wrote:


 >ups, das mit der Privatanwendung nehme ich zurück, hatte die newsgroup 
 >verwechselt.

Wieso? Hier ist doch de.[sci|grill|bier].electronic. Wer weiss was man
da alles mit einem PMT anstellen kann? 

Olaf

 

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#219139

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2016-12-26 23:35 +0100
Message-ID<o3s5sh$4jm$1@dont-email.me>
In reply to#218976
Bernd Nebendahl schrieb:
> Am 2016-12-23 um 18:00 schrieb Rolf Bombach:
>> Bernd Nebendahl schrieb:
>>>>
>>> Viele haben ja schon Graufilter erwähnt. Definiertes Abschwächen ist
>>> schwierig. Diffuse (Mehrfach-)Reflektion an schwarzem Optolack macht
>>> auch schön dunkel. 100
>>> und mehr dB Abschwächung sind recht gut machbar. Bei der
>>> "Konstruktion" des Strahlengangs darauf achten, dass die Restphotonen
>>> keine Abkürzung nehmen können.
>>
>> Sicher, aber das ist nicht quantitativ. Ausserdem gibt es da merkwürdige
>> Effekte mit der Polarisation und mit Schillerfarben. Blauer Filzstift
>> auf schwarzem Untergrund sieht eher rot aus.
>
> Deswegen Optolack und nicht einfach schwarz aus der Grabbelkiste :-)

Genau. Rallyelack mattschwarz ist ähnlich gut. MoS und Grafitlack glänzt zu
stark. Flockdruckpapier in schwarz ist auch super.
>
> Die Frage ist, wofür braucht ein Heimwerker eine PMT?

Ich hab halt einen 3-1/2" PMT, da der sehr gut auf den 3-1/2 NaJ-Szintillator passt.
Die 28mm side-on nehme ich fürs Spektrometerchen.

> Ich kann mir kaum eine Privat-Anwendung vorstellen, die man nicht mit einer Photodiode

Mehr oder weniger Einzelphotonenempfindlichkeit im Blauen und in schnell auf 90mm Durchmesser?

> oder mit einer Avalanche Photodiode einfacher erledigen kann.

Winzdinger. Dunkelstrom. SPAD oder Geigermode-Arrays haben absurde
Dunkelzählraten. Vielleicht in 10 Jahren.

> Und wer wirklich quantitativ und genau messen will, vergleicht mit einem kalibrierten Messgerät. Für den ist es
> nicht so wichtig die Abschwächung vorab zu kennen.

Naja, es ging um die Bestimmung der Empfindlichkeit des PMT. Die
Messungen damit sind meistens relativ.

Übungsaufgabe: Was ist die GBW eines PMT? Tip: Verstärkung 1E6, Bandbreite 1e8 Hz.
Ne echte Herausforderung an einen OpAmp.
Im Labor ist der Vorteil, dass ich mit einem XP2020 280mA Linearität hinbekomme,
d.h. über 10.23 V an 50 Ohm. Den Rest muss man sich selber zusammenreimen....

-- 
mfg Rolf Bombach

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#218998

FromFalk Duebbert <falk@duebbert.com>
Date2016-12-24 10:56 +0100
Message-ID<MPG.32c864ba7dcdb35b9898af@news.albasani.net>
In reply to#218965
Rolf Bombach:
> 
> > Gammastrahlung (Radioaktivtät, Höhenstrahlung) kann einen Photomulitplier auch auslösen.
> 
> So was hat im Laboralltag Seltenheitswert. 

Nein. Selbst die Schweißnähte der Schwebetische in Optiklaboren machen 
Probleme, wenn die mit Thorium-belasteten Elektroden geschweißt wurden 
und das sind nur die großen Brocken. 

Falk D. 

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#219247

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2016-12-27 23:07 +0100
Message-ID<o3uoka$qsp$1@dont-email.me>
In reply to#218998
Falk Duebbert schrieb:
> Rolf Bombach:
>>
>>> Gammastrahlung (Radioaktivtät, Höhenstrahlung) kann einen Photomulitplier auch auslösen.
>>
>> So was hat im Laboralltag Seltenheitswert.
>
> Nein. Selbst die Schweißnähte der Schwebetische in Optiklaboren machen
> Probleme, wenn die mit Thorium-belasteten Elektroden geschweißt wurden
> und das sind nur die großen Brocken.

Erzähl mal, klingt interessant. Bei was für einer Messung ist das aufgefallen?
Linear oder Photon counting? CW oder gepulst?
Ich hatte nur zweimal Ärger. Einmal mit einem alten Brandmelder, der
heftig eine 85keV Röntgenlinie abgesondert hat und einmal mit achtlos
auf der andern Seite der Wand aufgetürmtem Atommüll, welcher dann
für ca. 1.5 uSv/h im Labor gesorgt hat. Aber in beiden Fällen nur
via Szintillator und eigentlich nicht direkt am PMT.

Bei Experimenten, bei denen jedes Elektron einzeln per Handschlag
begrüsst wird, scheut man schon Messing als Baumaterial. Oder
Eisenabschirmungen, deren Rohmaterial aus der Zeit nach dem Kriesche
stammt (Panne hier in einem Messraum). Aber das sind eher Spezialfälle.

Andererseits schaue ich typischerweise nur während 100ns hin, sei
es mit dem PMT oder mit gepulsten Bildverstärkern, da ist wohl
die Wahrscheinlichkeit für ein Event zu klein.

-- 
mfg Rolf Bombach

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#219260

FromFalk Duebbert <falk@duebbert.com>
Date2016-12-28 06:18 +0100
Message-ID<MPG.32cd69a968b965d9896c2@reader.albasani.net>
In reply to#219247
Rolf Bombach:
> >> So was hat im Laboralltag Seltenheitswert.
> >
> > Nein. Selbst die Schweißnähte der Schwebetische in Optiklaboren machen
> > Probleme, wenn die mit Thorium-belasteten Elektroden geschweißt wurden
> > und das sind nur die großen Brocken.
> 
> Erzähl mal, klingt interessant. Bei was für einer Messung ist das aufgefallen?
> Linear oder Photon counting? CW oder gepulst?

Ich war da nur der Bau-Hiwi. 

IIRC:
Laser -> Polarisator -> Polarisationserhaltende Faser durch Wand -> 
Kurviger in Silizium geätzter Lichtleiter -> Mikroskopobjektiv -> PM. 

Die Si-Probe wurde dabei mit einem weiteren UV-Laser zur Bildung von 
Ladungsträgerpaaren gebracht. Da Dioden zu wenig empfindlich waren und 
nur mit einem Lockin-Verstärker Ergebnisse brachten und dieser Versuch 
ein einmaliges Ereignis nach Abschaltung des UV-Lasers untersuchte, 
kamen die Lieblinge des Oberingenieurs zum Einsatz. 

Wir hatten auf den PM immer Einschläge. Kein Rauschen, sondern 
Einschläge. Der Energiegehalt war für IR- oder gelbe Einzel-Ereignisse
aus dem Si zu hoch. 

Ich dachte erst an Nachleuchten oder EMI im Raum und verschalte den 
Aufbau, schmiss die vorgeschriebene, aber mit dicker Alufolie abgeklebte 
Notbleuchtung und alle Bildröhren ganz raus. Da aber auch der in einem 
schwarzen Holzkasten wohnende PM Ticks hatte, gerieten erst der 
Messverstärker, dann das Oszi  und der PC in Verdacht. Der Versuch wurde 
sowas wie das ungeliebte Kind. 

Irgendwann zog ich mit einem Minicont durchs Labor. Eigentlich war ich 
da um alte Vakuumtechnik für die Entsorgung freizumessen. Der Zähler war 
dann an den Schwebetischen nicht so still, wie ein auf einer Stahlplatte 
liegender Minicont sein sollte. 
Fluke Desi geholt, weil der Minicont auch Probleme mit EMV und 
Mikrofonie hat und das Fluke hat dann bestätigt, dass die Tische um die 
Schweißnähte strahlen. Nicht viel, aber Experimente mit PM an der Grenze 
des Messbaren gehen nur in der Mitte und mit 4mm Blei-Tischdecke.

Falk D.

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