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Groups > de.sci.electronics > #189427 > unrolled thread

Re: Warum brennen diese FETs durch?

Started byall2001@spambog.com (Wolfgang Allinger)
First post2015-07-14 15:43 -0300
Last post2015-07-15 16:49 -0300
Articles 11 — 3 participants

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Contents

  Re: Warum brennen diese FETs durch? all2001@spambog.com (Wolfgang Allinger) - 2015-07-14 15:43 -0300
    Re: Warum brennen diese FETs durch? all2001@spambog.com (Wolfgang Allinger) - 2015-07-14 15:51 -0300
    Re: Warum brennen diese FETs durch? Edzard Egberts <ed_09@tantec.de> - 2015-07-15 11:13 +0200
      Re: Warum brennen diese FETs durch? all2001@spambog.com (Wolfgang Allinger) - 2015-07-15 06:14 -0300
        Re: Warum brennen diese FETs durch? Edzard Egberts <ed_09@tantec.de> - 2015-07-15 13:13 +0200
          Re: Warum brennen diese FETs durch? Edzard Egberts <ed_09@tantec.de> - 2015-07-15 20:35 +0200
            Re: Warum brennen diese FETs durch? Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2015-07-15 20:52 +0200
              Re: Warum brennen diese FETs durch? all2001@spambog.com (Wolfgang Allinger) - 2015-07-15 17:12 -0300
                Re: Warum brennen diese FETs durch? Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2015-07-16 21:31 +0200
                  Re: Warum brennen diese FETs durch? all2001@spambog.com (Wolfgang Allinger) - 2015-07-16 16:18 -0300
            Re: Warum brennen diese FETs durch? all2001@spambog.com (Wolfgang Allinger) - 2015-07-15 16:49 -0300

#189427 — Re: Warum brennen diese FETs durch?

Fromall2001@spambog.com (Wolfgang Allinger)
Date2015-07-14 15:43 -0300
SubjectRe: Warum brennen diese FETs durch?
Message-ID<DKqtc7PEQoB@allinger-307049.user.uni-berlin>
 On 14 Jul 15 at group /de/sci/electronics in article mo2rq1$ri7$1@news4.open-news-network.org
 <ed_09@tantec.de>  (Edzard Egberts)  wrote:

>Ich habe ein Problem mit folgender Schaltung:
>
>	http://www.edzeg.net/grafik/ausgang_strom.png

Ich auch, aber mehrere :(

0. das sieht eher wie ein ungewollter Leistungsoszillator aus :(

1. Alle OPamps, laufen als Integratoren, Also I-Regler, was nicht  
verwechselt werden sollte mit I=Strom-Regler.

Was Du da regelungstechnisch veranstaltest, ist mir ein Gräul.

Mach da mal fix P-Regler von, also alle C durch passende R ersetzen oder  
zumindest damit überbrücken.

ggf. als hohe Schule alles als PID-Regler

Das könnn aber nur alte Säcke :)

2. am Ushunt ist auch was merkwürdig.
zeichne dass richtig. Ist der shunt tatsächlich wie gezeichnet... gute  
Nacht!


3. Dann gibbet zwei leicht ungleiche "Masse"potentiale.

4. Wo ist Dein GND? Ich vermute am Strom-,

5. dann eiert die Masse für die OP-Amps lastabhängig. Auch übel :(

6. bei Lastabwurf fackeln die FET ab, aber das weisst Du ja schon :]

Also da muss unbedingt eine/mehrere fette Freilaufdiode. zw. CONN1.1 und  
CONN1.2 und/oder von CONN1.2 nach Vleistung+. Sonst di/dt und die FET  
sind auch gehimmelt oder angetötet.


Die anderen Probleme mit SOA wurden ja schon genügend durchgekaut.




Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig)
Wolfgang

-- 
Wolfgang Allinger, anerkannter Trollallergiker :) reply Adresse gesetzt!
Ich diskutiere zukünftig weniger mit Idioten, denn sie ziehen mich auf
ihr Niveau herunter und schlagen mich dort mit ihrer Erfahrung! :p
(lt. alter usenet Weisheit)      iPod, iPhone, iPad, iTunes, iRak, iDiot

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#189428

Fromall2001@spambog.com (Wolfgang Allinger)
Date2015-07-14 15:51 -0300
Message-ID<DKqtmNszQoB@allinger-307049.user.uni-berlin>
In reply to#189427
 On 14 Jul 15 at group /de/sci/electronics in article DKqtc7PEQoB@allinger-307049.user.uni-berlin
 <all2001@spambog.com>  (Wolfgang Allinger)  wrote:

Hier kommt Ingrid :(

>1. Alle OPamps, laufen als Integratoren, Also I-Regler, was nicht
>verwechselt werden sollte mit I=Strom-Regler.
>
>Was Du da regelungstechnisch veranstaltest, ist mir ein Gräul.
>
>Mach da mal fix P-Regler von, also alle C durch passende R ersetzen
>oder zumindest damit überbrücken.
>
>ggf. als hohe Schule alles als PID-Regler
>
>Das können aber nur alte Säcke :)

Aber die haben auch schon mal Maden auf den Pupillen, also I-Regler sind  
es dann doch nicht.

Ziehe mich an dem Punkt 1 verschämt zurück ;(





Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig)
Wolfgang

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Wolfgang Allinger, anerkannter Trollallergiker :) reply Adresse gesetzt!
Ich diskutiere zukünftig weniger mit Idioten, denn sie ziehen mich auf
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#189458

FromEdzard Egberts <ed_09@tantec.de>
Date2015-07-15 11:13 +0200
Message-ID<mo59hk$fd6$1@news4.open-news-network.org>
In reply to#189427
> 1. Alle OPamps, laufen als Integratoren, Also I-Regler, was nicht  
> verwechselt werden sollte mit I=Strom-Regler.
> 
> Was Du da regelungstechnisch veranstaltest, ist mir ein Gräul.

Ach, das ist nur ein ordentlicher Verstärkungsfaktor. ;o)

> 2. am Ushunt ist auch was merkwürdig.
> zeichne dass richtig. Ist der shunt tatsächlich wie gezeichnet... gute  
> Nacht!

Der hat wirklich vier Beine!

> 4. Wo ist Dein GND? Ich vermute am Strom-,

Nein, die Linie unten, die an Pin 4 IC1 geht.

> 5. dann eiert die Masse für die OP-Amps lastabhängig. Auch übel :(

High-Side auf statische Last. Das ist kein Labornetzteil, sondern
nur für Lampen vorgesehen.

> 6. bei Lastabwurf fackeln die FET ab, aber das weisst Du ja schon :]

Wenn ein "Lastabwurf" auftritt, ist das ein Unfall, da geht es nur noch
um Schadensbegrenzung.

> Also da muss unbedingt eine/mehrere fette Freilaufdiode. zw. CONN1.1 und  
> CONN1.2 und/oder von CONN1.2 nach Vleistung+. Sonst di/dt und die FET  
> sind auch gehimmelt oder angetötet.

Da ist aber nichts, was Stromimpulse treiben könnte und am Ausgang
(hinter CONN1.2) sitzt eine Surpressordiode.

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#189466

Fromall2001@spambog.com (Wolfgang Allinger)
Date2015-07-15 06:14 -0300
Message-ID<DKuu6MnzQoB@allinger-307049.user.uni-berlin>
In reply to#189458
 On 15 Jul 15 at group /de/sci/electronics in article mo59hk$fd6$1@news4.open-news-network.org
 <ed_09@tantec.de>  (Edzard Egberts)  wrote:

>> 2. am Ushunt ist auch was merkwürdig.
>> zeichne dass richtig. Ist der shunt tatsächlich wie gezeichnet...
>> gute Nacht!

>Der hat wirklich vier Beine!

>> 4. Wo ist Dein GND? Ich vermute am Strom-,

>Nein, die Linie unten, die an Pin 4 IC1 geht.

>> 5. dann eiert die Masse für die OP-Amps lastabhängig. Auch übel :(

>High-Side auf statische Last. Das ist kein Labornetzteil, sondern
>nur für Lampen vorgesehen.

>> 6. bei Lastabwurf fackeln die FET ab, aber das weisst Du ja schon :]

>Wenn ein "Lastabwurf" auftritt, ist das ein Unfall, da geht es nur
>noch um Schadensbegrenzung.

>> Also da muss unbedingt eine/mehrere fette Freilaufdiode. zw. CONN1.1
>> und CONN1.2 und/oder von CONN1.2 nach Vleistung+. Sonst di/dt und
>> die FET sind auch gehimmelt oder angetötet.

>Da ist aber nichts, was Stromimpulse treiben könnte und am Ausgang
>(hinter CONN1.2) sitzt eine Surpressordiode.

Die Stromimpulse, hüstel eher einer kommen ganz alleine. Der aktuelle  
Strom wird mit einem sehr grossen di/dt aufwarten und das mit  
(Schaltungs)-L plutimiziert und ratatong, weg ist der Balkon! Dat gibt  
Nadeln, die Du vermutlich kaum sehen kannst.

Und an der Quelle saß der Knabe, ähem FET, die Supressordiode iss weit  
weg, jedenfalls induktiv gesehen. Bis die wirkt ist der FET schon am  
schwitzen und bereitet sich auf die Sterbesakramente zu :o

Alles sehr dubios. Ich würde es so nicht machen.



Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig)
Wolfgang

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Wolfgang Allinger, anerkannter Trollallergiker :) reply Adresse gesetzt!
Ich diskutiere zukünftig weniger mit Idioten, denn sie ziehen mich auf
ihr Niveau herunter und schlagen mich dort mit ihrer Erfahrung! :p
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#189468

FromEdzard Egberts <ed_09@tantec.de>
Date2015-07-15 13:13 +0200
Message-ID<mo5gig$vfe$1@news4.open-news-network.org>
In reply to#189466
Wolfgang Allinger wrote:
> 
>  On 15 Jul 15 at group /de/sci/electronics in article mo59hk$fd6$1@news4.open-news-network.org
>  <ed_09@tantec.de>  (Edzard Egberts)  wrote:
> 
>> Da ist aber nichts, was Stromimpulse treiben könnte und am Ausgang
>> (hinter CONN1.2) sitzt eine Surpressordiode.
> 
> Die Stromimpulse, hüstel eher einer kommen ganz alleine. Der aktuelle  
> Strom wird mit einem sehr grossen di/dt aufwarten

Genau das soll vom Gerät verhindert werden, der Mikrocontroller-Kram auf
der weggeschnittenen linken Seite sorgt dafür, dass sich der Strom immer
nur in kleinen Schritten ändert.

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#189493

FromEdzard Egberts <ed_09@tantec.de>
Date2015-07-15 20:35 +0200
Message-ID<mo696f$v51$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#189468
Wolfgang Allinger schrieb:
> Das ist nicht das Problem, sondern der Lastabwurf. Auch wenn Du sowas  
> verbietest, haste sicher auch Glühlampen, die nie durchbrennen. Auch  
> haben wollen :)

Okay, guter Punkt. Jetzt erkläre mir aber bitte ganz langsam meinen
Denkfehler:

Stromquelle ist im Betrieb, hat an den Ausgangsbuchsen eine 56 V
Surpressordiode, dann kommt die Regelung mit den FETs im Linearbetrieb,
Elko, Doppeldrossel und Schaltnetzteil. Strom wird unterbrochen,
Drosseln treiben den Strom erst mal in den Elko, von da über Draht durch
die räumlich getrennte Regelung und der Impuls verendet an der
Ausgangsdiode. Puh, gerade noch mal gut gegangen! ;o)

Wenn das Gerät schnell wäre, könnte ich ein Problem darin sehen, wenn
die FETs bei gleich bleibendem Strom plötzlich aufmachen (umgekehrtes
Ursprungsproblem), aber den sehe ich hier nicht. Irgendwelche Impulse
auch nicht, wo soll das herkommen, wenn die Drossel in den Elko schieben
kann? Und wo soll eine Rückspannung her kommen, die eine Diode über der
Regelung erfordert?

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#189496

FromBernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de>
Date2015-07-15 20:52 +0200
Message-ID<mo6a4n$1nm$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#189493
Am 15.07.2015 um 20:35 schrieb Edzard Egberts:
> Wolfgang Allinger schrieb:
>> Das ist nicht das Problem, sondern der Lastabwurf. Auch wenn Du sowas
>> verbietest, haste sicher auch Glühlampen, die nie durchbrennen. Auch
>> haben wollen :)
>
> Okay, guter Punkt. Jetzt erkläre mir aber bitte ganz langsam meinen
> Denkfehler:
>
> Stromquelle ist im Betrieb, hat an den Ausgangsbuchsen eine 56 V
> Surpressordiode, dann kommt die Regelung mit den FETs im Linearbetrieb,
> Elko, Doppeldrossel und Schaltnetzteil. Strom wird unterbrochen,
> Drosseln treiben den Strom erst mal in den Elko, von da über Draht durch
> die räumlich getrennte Regelung und der Impuls verendet an der
> Ausgangsdiode. Puh, gerade noch mal gut gegangen! ;o)
>
> Wenn das Gerät schnell wäre, könnte ich ein Problem darin sehen, wenn
> die FETs bei gleich bleibendem Strom plötzlich aufmachen (umgekehrtes
> Ursprungsproblem), aber den sehe ich hier nicht. Irgendwelche Impulse
> auch nicht, wo soll das herkommen, wenn die Drossel in den Elko schieben
> kann? Und wo soll eine Rückspannung her kommen, die eine Diode über der
> Regelung erfordert?

Hallo,

mein Thema sind ja eher Ströme bis hinunter in den Picoampere-Bereich.

Ich denke daher gerade mal laut darüber nach was in einen 10-kOhm 
Widerstand (oder in einen Opampeingang oder auch in einen Kondensator) 
hineininduziert wird wenn in dessen Nähe 20 A oder mehr geschalten werden.

Ich stell mir das vor wie ein Trafo mit einer halben Wicklung, 
Übersetzungsverhältnis 1:1.

Da spielt vermutlich auch das Layout und die mechanische Anordnung eine 
wichtige Rolle, etwa die Entfernung und Lage der Opamp-Widerstände. Bei 
dem Verhalten der parallelgeschaltenen FETs wohl auch unterschiedliche 
Leitungsinduktivitäten der mechanischen Anordnung.


Vor hohen Strömen und Spannungen habe ich immer noch ein wenig Respekt ...

Bernd Mayer

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#189506

Fromall2001@spambog.com (Wolfgang Allinger)
Date2015-07-15 17:12 -0300
Message-ID<DKuuT34jQoB@allinger-307049.user.uni-berlin>
In reply to#189496
 On 15 Jul 15 at group /de/sci/electronics in article mo6a4n$1nm$1@gwaiyur.mb-net.net
 <beam.bam.boom@knuut.de>  (Bernd Mayer)  wrote:

>Vor hohen Strömen und Spannungen habe ich immer noch ein wenig Respekt
>...

Respekt ist gut. Mein 1. Job als Entwickling verschlug mich für 2a in  
eine Hochspannungsbude (CALOR EMAG, Ratingen). Und ich war da das mA- 
Männchen :] Also für den Analog Regelkrempel mit OP-Amps... zuständig.

Höchste Spannung war für mich 25kV bei 50kA. Hab dafür eine  
`Schmelz`sicherung bzw. die Elektronik dazu mitgebaut. War sehr  
lehrreich!

Grösster Stromrichter war eine 8000A 600V(?) 12puls. kreistrombehaftete  
Thyristor-Brücke. Regel und Zündsteuerung von mir.

Das "Spielzeugmotörchen" schnurrte wie eine Katze auf Baldrian :)

Ich hab da beschlossen, wenn ich mal Bundeskanzler werde, verbiete ich  
als 1. Drehstrom. 12 Spannungen und 12 Ströme mitsamt den Spikes konnten  
einen schon kirre machen.

Ich hab mir ein kleines Kästchen gebaut, was im 0-Durchgang der  
Referenzphase, den Oscar mit der Z-Achse Dunkel oder wahlweise Hell  
tastete. Von da an hat der DS verloren.

Dazu noch den Oscar die Ablenkzeit für eine Halbwelle auf Teilung mit  
vielfache von 30°el Skalenstrichen eingestellt und ich hab nie mehr in  
ms rumgedoktert. Die anderen grapsten zuerst nach dem Zeitachsenpoti und  
drehten das immer auf 10 - 20ms für die Bildschirmbreite. Bei mir waren  
das aber nur 9 Kästchen für zB 180°el, also 15°/Teilung. Na gut, die  
rote Uncal Lampe hat alle geschockt, mich nie.

Das brachte die kA Gewaltmenschen immer zur Verzweiflung, das ein mA- 
Mänchen so fix war mit Zündwinkel, Kommutierungswinkel und was weis ich  
noch für Sauerreien. Also Hirnmuskel ersetzt Bizeps :)

Mit fällt gerade auf, das mein Schwanz damals glatt länger war :(








Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig)
Wolfgang

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Wolfgang Allinger, anerkannter Trollallergiker :) reply Adresse gesetzt!
Ich diskutiere zukünftig weniger mit Idioten, denn sie ziehen mich auf
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#189590

FromBernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de>
Date2015-07-16 21:31 +0200
Message-ID<mo90qa$ia$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#189506
Am 15.07.2015 um 22:12 schrieb Wolfgang Allinger:
>
>   On 15 Jul 15 at group /de/sci/electronics in article mo6a4n$1nm$1@gwaiyur.mb-net.net
>   <beam.bam.boom@knuut.de>  (Bernd Mayer)  wrote:
>
>> Vor hohen Strömen und Spannungen habe ich immer noch ein wenig Respekt
>> ...
>
> Respekt ist gut. Mein 1. Job als Entwickling verschlug mich für 2a in
> eine Hochspannungsbude (CALOR EMAG, Ratingen). Und ich war da das mA-
> Männchen :] Also für den Analog Regelkrempel mit OP-Amps... zuständig.
>
> Höchste Spannung war für mich 25kV bei 50kA. Hab dafür eine
> `Schmelz`sicherung bzw. die Elektronik dazu mitgebaut. War sehr
> lehrreich!
>
> Grösster Stromrichter war eine 8000A 600V(?) 12puls. kreistrombehaftete
> Thyristor-Brücke. Regel und Zündsteuerung von mir.

Hallo,

Respekt!

Erfahrung mit Hochspannung ging bei mir bis ca. 5 -10 kV IIRC. Das war 
als Student bei "Spezialektronik", zu Zeiten des kalten Krieges, da 
wurde an ein Laserdisplay entwickelt ca. 2m x 2m mit KERR-Zellen als 
Strahlablenkung. Die Ansteuerung erfolgte über kaskadierte 
Hochspannungstransistoren BU508 (IIRC 10 oder mehr Stück). Wegen 
mangelndem Gleichlauf über die Temperatur musste ich die öfters wechseln ...

BU508 war damals bezüglich Hochspannung das Beste was der Markt hergab, 
die waren zu der Zeit noch recht teuer. Aktuell werden die bei Pollin 
verramscht für ca. 12 cent, vermutlich wegen der Umstellung bei der 
Herstellung von Fernsehern und Computermonitoren von Röhren auf LCD.

Das Display sollte in einem geheimen Kanzlerbunker die Lage darstellen 
falls ein Spezialzustand eintreten würde - dessen Namen habe ich 
vergessen (Notfallgesetze?).

Die Konkurrenz arbeitete an einem Display mit Leuchtdioden, denen machte 
der hohe Strom für die zahlreichen Dioden Probleme.

Die höchsten Ströme mit denen denn ich zu tun hatte flossen in 
wassergekühlten Netzteilen, ca. Kühlschrankgrösse, für Showlaser:

http://www.casamagica.de/Examples/IFATelekom/de/index.html

Ich hatte dafür die nanoampere in den Fotodiodendektoren störungssicher 
hochgepowert:

www.casamagica.de/Examples/KRONOS/de/index.html

1993 Ars Electronica Eröffnungskonzert "Der geklonte Klang"
http://www.casamagica.de/Examples/JobOpera/de/index.html


Bernd Mayer

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#189603

Fromall2001@spambog.com (Wolfgang Allinger)
Date2015-07-16 16:18 -0300
Message-ID<DKyv0dBjQoB@allinger-307049.user.uni-berlin>
In reply to#189590
 On 16 Jul 15 at group /de/sci/electronics in article mo90qa$ia$1@gwaiyur.mb-net.net
 <beam.bam.boom@knuut.de>  (Bernd Mayer)  wrote:

>Am 15.07.2015 um 22:12 schrieb Wolfgang Allinger:
>>
>>   (Bernd Mayer)  wrote:
>>
>>> Vor hohen Strömen und Spannungen habe ich immer noch ein wenig
>>> Respekt ...
>>
>> Respekt ist gut.

>> Höchste Spannung war für mich 25kV bei 50kA. Hab dafür eine
>> `Schmelz`sicherung bzw. die Elektronik dazu mitgebaut. War sehr
>> lehrreich!
>>
>> Grösster Stromrichter war eine 8000A 600V(?) 12puls.

>Respekt!

Danke, aber Deine Sachen waren auch nicht soooo einfach.

>
>Erfahrung mit Hochspannung ging bei mir bis ca. 5 -10 kV IIRC. Das war
>als Student bei "Spezialektronik", zu Zeiten des kalten Krieges, da
>wurde an ein Laserdisplay entwickelt ca. 2m x 2m mit KERR-Zellen als
>Strahlablenkung. Die Ansteuerung erfolgte über kaskadierte
>Hochspannungstransistoren BU508 (IIRC 10 oder mehr Stück). Wegen
>mangelndem Gleichlauf über die Temperatur musste ich die öfters
>wechseln ...
>
>BU508 war damals bezüglich Hochspannung das Beste was der Markt
>hergab, die waren zu der Zeit noch recht teuer. Aktuell werden die bei
>Pollin verramscht für ca. 12 cent, vermutlich wegen der Umstellung bei
>der Herstellung von Fernsehern und Computermonitoren von Röhren auf
>LCD.
>
>Das Display sollte in einem geheimen Kanzlerbunker die Lage darstellen
>falls ein Spezialzustand eintreten würde - dessen Namen habe ich
>vergessen (Notfallgesetze?).
>
>Die Konkurrenz arbeitete an einem Display mit Leuchtdioden, denen
>machte der hohe Strom für die zahlreichen Dioden Probleme.
>
>Die höchsten Ströme mit denen denn ich zu tun hatte flossen in
>wassergekühlten Netzteilen, ca. Kühlschrankgrösse, für Showlaser:
>
>http://www.casamagica.de/Examples/IFATelekom/de/index.html
>
>Ich hatte dafür die nanoampere in den Fotodiodendektoren
>störungssicher hochgepowert:

Man sieht, man braucht auch nA-Männchen :)

Das schöne bei HV oder HA Anwendungen ist, dass man zweifelsfrei den  
Schaden sehen, riechen und hören kann und man keine Hoffnung auf  
irgendwelche Reparaturen hat, bzw. keine lange Fehlersuche.

Ich hab mal einen Holländer getroffen, der hat für ein Galvanik TTL (5V  
:) Netzteil IIRC Iout 10kA Stromregelung und dafür weit über 1000 2N3055  
100% parallel geschaltet, keine Symetrier-R in den Emitterkreisen, keine  
Basiswiderstände, nada, niente nix... Als Treiber hatte er 100 2N3055  
genauso beschaltet davor, dann 10 die diese trieben...

Einfach alle 2dimensional nebeneinander auf eine wasserduchflossene  
Kupferplatte.

Er meinte trocken, die internen RE würden es auch tun bei 5V.
Wie er dann kaputte 2N3055 findet? Kuckometrisch durch Farbumschlag ;?  
Der hat ein blaues Gehäuse :]

Nicht alles wurde mit FET erledigt, manchmal sind alte Sachen einfach  
und simpel.



Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig)
Wolfgang

-- 
Wolfgang Allinger, anerkannter Trollallergiker :) reply Adresse gesetzt!
Ich diskutiere zukünftig weniger mit Idioten, denn sie ziehen mich auf
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#189505

Fromall2001@spambog.com (Wolfgang Allinger)
Date2015-07-15 16:49 -0300
Message-ID<DKuuStZUQoB@allinger-307049.user.uni-berlin>
In reply to#189493
 On 15 Jul 15 at group /de/sci/electronics in article mo696f$v51$1@gwaiyur.mb-net.net
 <ed_09@tantec.de>  (Edzard Egberts)  wrote:

>Wolfgang Allinger schrieb:
>> Das ist nicht das Problem, sondern der Lastabwurf. Auch wenn Du
>> sowas verbietest, haste sicher auch Glühlampen, die nie
>> durchbrennen. Auch haben wollen :)

>Okay, guter Punkt. Jetzt erkläre mir aber bitte ganz langsam meinen
>Denkfehler:
>
>Stromquelle ist im Betrieb, hat an den Ausgangsbuchsen eine 56 V
>Surpressordiode, dann kommt die Regelung mit den FETs im
>Linearbetrieb, Elko, Doppeldrossel und Schaltnetzteil. Strom wird
>unterbrochen, Drosseln treiben den Strom erst mal in den Elko, von da
>über Draht durch die räumlich getrennte Regelung und der Impuls
>verendet an der Ausgangsdiode. Puh, gerade noch mal gut gegangen! ;o)
>
>Wenn das Gerät schnell wäre, könnte ich ein Problem darin sehen, wenn
>die FETs bei gleich bleibendem Strom plötzlich aufmachen (umgekehrtes

Was meinst Du mit aufmachen? Sperren oder leiten?

>Ursprungsproblem), aber den sehe ich hier nicht. Irgendwelche Impulse
>auch nicht, wo soll das herkommen, wenn die Drossel in den Elko
>schieben kann? Und wo soll eine Rückspannung her kommen, die eine
>Diode über der Regelung erfordert?

Ich werd aus Deiner Beschreibung nicht schlau. So kann ich Dir nicht  
weiterhelfen.

Völlig wurscht, was Du beim langsamen ein/abschalten machst. Irgenwann  
fliessen die 12A und wenn dann der Lastabwurf (Kabel raus/putt,  
Glühfaden hinne...) dann regiert U=L*di/dt. Das di ist schon brauchbar,  
und das dt iss verflixt klein...

Mach nen Blockschaltbild aus der alle Spannungen, (Last)Stromkreise
hervorgehen. Und wo Du die Suppressor Diode hast, also wie lang sind die  
Kabel jeweils aus Sicht der FETs. Es reicht, wenn Du 1 FET einzeichnest.

Ich weiss nur, das U=L*di/dt rulez, immer und ewig und hat schon vieles  
in den Elektronik Himmel geschickt.

Nehmen wir mal 1uH vom Kabelaufbau und 10ns als Zeit an, schwupps ergibt  
das U mit 1200V. Und die finden ihren Weg immer! und im FET mach kurz  
pling und er hat nen Streifschuss oder Volltreffer. Kannst Dir was  
aussuchen. Beides möchte ich nicht.

Meine 1. Vorlesung in ET, der Dozent sagte:

Das 1. Gesetz der E-Technik ist, der Strom hat immer Recht.
Das 2. Gesetz, was reinfliest, fliest auch wieder raus.








Wieso kommst Du gerade auf 56V Diode? Viel hilft viel?




Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig)
Wolfgang

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Wolfgang Allinger, anerkannter Trollallergiker :) reply Adresse gesetzt!
Ich diskutiere zukünftig weniger mit Idioten, denn sie ziehen mich auf
ihr Niveau herunter und schlagen mich dort mit ihrer Erfahrung! :p
(lt. alter usenet Weisheit)      iPod, iPhone, iPad, iTunes, iRak, iDiot

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