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Groups > de.sci.electronics > #188747 > unrolled thread
| Started by | Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> |
|---|---|
| First post | 2015-07-06 22:15 +0200 |
| Last post | 2015-07-12 13:58 -0700 |
| Articles | 4 — 3 participants |
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Re: Alublechstreifen? Wo kauft ihr sowas? Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2015-07-06 22:15 +0200
Re: Alublechstreifen? Wo kauft ihr sowas? "horst-d.winzler" <horst.d.winzler@web.de> - 2015-07-06 22:23 +0200
Re: Alublechstreifen? Wo kauft ihr sowas? Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2015-07-07 22:43 +0200
Re: Alublechstreifen? Wo kauft ihr sowas? Holger Guen <hg1234518@googlemail.com> - 2015-07-12 13:58 -0700
| From | Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> |
|---|---|
| Date | 2015-07-06 22:15 +0200 |
| Subject | Re: Alublechstreifen? Wo kauft ihr sowas? |
| Message-ID | <mnenii$cct$1@dont-email.me> |
Hans-Peter Diettrich schrieb: > Hanno Foest schrieb: > >> Vielleicht oute ich mich hiermit als der HF größtenteils Unkundiger, aber ich würde bei Alu draußen an Oberflächenkorrosion denken, und bei Antennen an >> Skineffekt, und daß das vielleicht nicht so gut zusammenpaßt. Vermutlich liege ich dabei aber falsch, weil das sonst schon längst jemand anderem aufgefallen >> wäre. Oder? > > Der Skineffekt bezeichnet die Tendenz, daß Elektronen mit steigender Frequenz immer weiter in den äußeren Umfang (Haut) des Leiters verdrängt werden. Deshalb > wurden (werden?) HF-Spulen gerne außen versilbert, mit besserer Leitfähigkeit als Kupfer. Massives Silber bringt da keinen nennenswerten Gewinn mehr, wenn die > Elektronen sich alle nach außen drängeln. .Mman kann dann auch ein Rohr nehmen, das sogar noch mechanisch stabiler ist als ein massiver Leiter. Ob nach der > letzten leitenden Schicht noch ein Isolator (Oxid...) kommt, ist dabei egal, dann liegt die Haut halt etwas tiefer, der Umfang des Leiters wird ggf. etwas kleiner. Der Skineffekt ist ein Wirbelstromeffekt. Auch ein gestreckter Draht bildet sowohl eine Primär- wie auch eine Sekundärwicklung. Man stelle sich einen Ringkerntrafo vor, den man dann abwickelt, bis nur noch der gerade Draht da ist. Das Magnetfeld kann man sich in diesem Bild gut merken. Das Magnetfeld induziert eine Spannung auch im Drahtinnern; da diese Spannung durch den Leiter kurzgeschlossen wird, fliessen Ströme. (Ströme, die durch Kurzschluss induzierter Spannungen fliessen, heissen eben Wirbelströme). Diese Ströme sind dann im Zentrum entgegen der Hauptflussrichtung gepolt. - Dass die Leitung durch Elektronen verursacht wird, ist nebensächlich. - Der Effekt ist ein Wirbelstromeffekt und damit eine Krankheit guter Leiter. Je schwächer die Leitfähigkeit, desto tiefer die Eindringtiefe. Was natürlich nichts nützt, da die Abhängigkeit mit der Wurzel geht und die schlechte Leitfähigkeit "gewinnt". Aber immerhin taugt somit der Skineffekt nicht, um die Wirkungslosigkeit von "Tesla-Strömen" auf den Körper zu erklären. - Bei 50 Hz beträgt die Eindringtiefe etwa 1cm in Kupfer. Frequenz, Leitfähigkeit, Magnetisierbarkeit gehen mit der Wurzel ein, kopfrechne selber :-). Was in Zähler und was in den Nenner kommt, darf sich jeder selber überlegen. -- mfg Rolf Bombach
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| From | "horst-d.winzler" <horst.d.winzler@web.de> |
|---|---|
| Date | 2015-07-06 22:23 +0200 |
| Message-ID | <d006ecF6itgU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #188747 |
Am 06.07.2015 um 22:15 schrieb Rolf Bombach: > - Der Effekt ist ein Wirbelstromeffekt und damit eine Krankheit guter > Leiter. Je schwächer die Leitfähigkeit, desto tiefer die Eindringtiefe. Der Skin-Effekt ermöglicht es Rohre anstellen von Volleitern einzusetzen. Spart Material. Noch mehr Material wird bei Verwendung von Ag gespart. Duck und weg... -- mfg hdw
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| From | Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> |
|---|---|
| Date | 2015-07-07 22:43 +0200 |
| Message-ID | <mnhdj8$c5v$1@dont-email.me> |
| In reply to | #188749 |
horst-d.winzler schrieb: > Am 06.07.2015 um 22:15 schrieb Rolf Bombach: > >> - Der Effekt ist ein Wirbelstromeffekt und damit eine Krankheit guter >> Leiter. Je schwächer die Leitfähigkeit, desto tiefer die Eindringtiefe. > > Der Skin-Effekt ermöglicht es Rohre anstellen von Volleitern > einzusetzen. Spart Material. Noch mehr Material wird bei Verwendung von > Ag gespart. Ja, diese Art zu sparen kommt mir sehr bekannt vor. Eine Gruppe hier hat viel Blei gespart, indem eine Abschirmung aus Wolframziegeln gebaut wurde. Andere konnten durch massiven Einsatz von Niob auch irgend was sparen, habe aber vergessen, was. Eventuell ohmscher Widerstand. Andere haben Platz gespart durch die Verwendung von Xenon als Detektormaterial (800 Liter, flüssig natürlich, circa eine Welt- jahresproduktion). Andere haben Rechenaufwand gespart durch Verwendung von exakt 1 m^3 Flüssigballast (Quecksilber). Die Italiener haben eine Weltjahresproduktion von Gallium in einen Berg geschüttet, hat sicher auch was gespart. -- mfg Rolf Bombach
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| From | Holger Guen <hg1234518@googlemail.com> |
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| Date | 2015-07-12 13:58 -0700 |
| Message-ID | <1663af4d-aed1-4874-8df9-be1becfeed33@googlegroups.com> |
| In reply to | #188853 |
Hallo. Ich hab unterm Tisch gelegen, als ich diesen Beitrag gelesen hab. Supergut, schön das der nicht gespart wurde. Lol. Danke, der war sooft gut. Gruß aus Göttingen, Holger
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