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Groups > de.sci.electronics > #368190 > unrolled thread

Lebensdauer Elkos

Started byMarco Moock <mm@dorfdsl.de>
First post2026-06-10 21:13 +0200
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  Lebensdauer Elkos Marco Moock <mm@dorfdsl.de> - 2026-06-10 21:13 +0200
    Re: Lebensdauer Elkos Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2026-06-10 21:28 +0200
      Re: Lebensdauer Elkos Marco Moock <mm@dorfdsl.de> - 2026-06-10 22:01 +0200
        Re: Lebensdauer Elkos Hergen Lehmann <hlehmann-usenet26@snafu.de> - 2026-06-11 15:04 +0200
          Re: Lebensdauer Elkos Volker Bartheld <news2026@bartheld.net> - 2026-06-11 18:06 +0200
            Re: Lebensdauer Elkos "Wolfgang Allinger" <all2001@spambog.com> - 2026-06-11 14:25 -0300
        Re: Lebensdauer Elkos Helmut Schellong <var@schellong.biz> - 2026-06-13 00:32 +0200
          Re: Lebensdauer Elkos Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2026-06-13 11:38 +0200
            Re: Lebensdauer Elkos Helmut Schellong <var@schellong.biz> - 2026-06-13 22:27 +0200
              Re: Lebensdauer Elkos Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2026-06-16 05:25 +0200
                Re: Lebensdauer Elkos Axel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De> - 2026-06-16 08:57 +0200
                Re: Lebensdauer Elkos Peter Thoms <dl6lat@darc.de> - 2026-06-16 10:07 +0200
                  Re: Lebensdauer Elkos Helmut Schellong <var@schellong.biz> - 2026-06-16 16:14 +0200
                    Re: Lebensdauer Elkos Peter Thoms <dl6lat@darc.de> - 2026-06-16 17:43 +0200
                Re: Lebensdauer Elkos Helmut Schellong <var@schellong.biz> - 2026-06-16 16:06 +0200
                  Re: Lebensdauer Elkos Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2026-06-16 22:23 +0200
                    Re: Lebensdauer Elkos Helmut Schellong <var@schellong.biz> - 2026-06-16 23:40 +0200
    Re: Lebensdauer Elkos Michael Schwingen <news-1513678000@discworld.dascon.de> - 2026-06-10 20:21 +0000
      Re: Lebensdauer Elkos Holger Schieferdecker <spamless@gmx.de> - 2026-06-11 10:13 +0200
    Re: Lebensdauer Elkos Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2026-06-11 19:46 +0200
      Re: Lebensdauer Elkos Kai-Martin Knaak <kaimartin@invalid.invalid> - 2026-06-11 21:02 +0000
      Re: Lebensdauer Elkos Marco Moock <mm@dorfdsl.de> - 2026-06-12 07:25 +0200
        Re: Lebensdauer Elkos "Chr. Maercker" <Zweistein@gmx-topmail.de> - 2026-06-12 20:22 +0200
          Re: Lebensdauer Elkos Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2026-06-12 21:38 +0200
            Re: Lebensdauer Elkos Helmut Schellong <var@schellong.biz> - 2026-06-13 00:41 +0200
              Re: Lebensdauer Elkos Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2026-06-13 11:25 +0200
                Re: Lebensdauer Elkos Michael Schwingen <news-1513678000@discworld.dascon.de> - 2026-06-13 12:41 +0000
                  Re: Lebensdauer Elkos Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2026-06-13 17:54 +0200
                    Re: Lebensdauer Elkos Michael Schwingen <news-1513678000@discworld.dascon.de> - 2026-06-15 19:05 +0000
                Re: Lebensdauer Elkos Helmut Schellong <var@schellong.biz> - 2026-06-13 22:36 +0200
                  Re: Lebensdauer Elkos Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2026-06-14 17:00 +0200
                    Re: Lebensdauer Elkos Helmut Schellong <var@schellong.biz> - 2026-06-14 22:39 +0200
                      Re: Lebensdauer Elkos Marte Schwarz <marte.schwarz@gmx.de> - 2026-06-15 07:11 +0200
                        Re: Lebensdauer Elkos Helmut Schellong <var@schellong.biz> - 2026-06-15 15:43 +0200
                      Re: Lebensdauer Elkos Jürgen Hüser <dg7gj@gmx.de> - 2026-06-15 10:17 +0200
                        Re: Lebensdauer Elkos Axel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De> - 2026-06-15 10:41 +0200
                        Re: Lebensdauer Elkos Helmut Schellong <var@schellong.biz> - 2026-06-15 15:18 +0200
            Re: Lebensdauer Elkos "Chr. Maercker" <Zweistein@gmx-topmail.de> - 2026-06-13 00:53 +0200
          Re: Lebensdauer Elkos Marco Moock <mm@dorfdsl.de> - 2026-06-13 10:55 +0200
            Re: Lebensdauer Elkos "Chr. Maercker" <Zweistein@gmx-topmail.de> - 2026-06-13 21:07 +0200
              Re: Lebensdauer Elkos Marco Moock <mm@dorfdsl.de> - 2026-06-13 22:01 +0200
                Re: Lebensdauer Elkos "Chr. Maercker" <Zweistein@gmx-topmail.de> - 2026-06-13 23:56 +0200
              Re: Lebensdauer Elkos Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2026-06-14 17:01 +0200
    Re: Lebensdauer Elkos Arno Welzel <usenet@arnowelzel.de> - 2026-06-14 20:53 +0200

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#368204

FromKai-Martin Knaak <kaimartin@invalid.invalid>
Date2026-06-11 21:02 +0000
Message-ID<110f7pe$rmef$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#368202
On Thu, 11 Jun 2026 19:46:51 +0200, Marcel Mueller wrote:

> Die größte Kunst ist die Lötarbeit. Diese Multilayerplatinen mit dicken
> Masseflächen zu erhitzen, ist gar nicht so ohne.

Wenn ein Heißluftföhn verfügbar ist, empfiehlt sich ein großflächiges 
Vorheizen von unten.

---<)kaimartin(>---

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#368206

FromMarco Moock <mm@dorfdsl.de>
Date2026-06-12 07:25 +0200
Message-ID<110g596$1dlem$4@paganini.bofh.team>
In reply to#368202
On 11.06.2026 19:46 Marcel Mueller wrote:

> Am 10.06.26 um 21:13 schrieb Marco Moock:
> > Bei einem dauerhaft laufenden Mainboard muss ich einen geplatzten
> > Elko tauschen.  
> 
> Checke auch gleich seine Nachbarn.

Von diesem Typ ist nur einer verbaut.

> > Heißt das, dass der wahrscheinlich nach 10000 Stunden (also etwas
> > mehr als ein Jahr Dauerbetrieb wieder im Eimer ist?  
> 
> In der Regel ist alles, was du selber kaufst, besser als der 
> China-Plunder ab Werk.
> 
> Ich habe schon öfter einfach 20 Jahre alte Ausschlacht-Elkos aus der 
> Grabbelkiste eingelötet, weil ich keine Lust hatte, auf irgendeine 
> Bestellung zu warten. Die haben immer länger gehalten als das
> Original.
> 
> Die größte Kunst ist die Lötarbeit. Diese Multilayerplatinen mit
> dicken Masseflächen zu erhitzen, ist gar nicht so ohne.

Das ist hier kein Problem. Ich habe die mit dem Lötkolben immer
problemlos rausbekommen. Neues Lötzinn drauf und dann geht das
eigentlich problemlos.

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#368213

From"Chr. Maercker" <Zweistein@gmx-topmail.de>
Date2026-06-12 20:22 +0200
Message-ID<110hip7$2nbo$2@solani.org>
In reply to#368206
Marco Moock wrote:
[Lötarbeit von Multilayerplatinen]

> Das ist hier kein Problem. Ich habe die mit dem Lötkolben immer
> problemlos rausbekommen. Neues Lötzinn drauf und dann geht das
> eigentlich problemlos.

Müssen die alten Elkos unbedingt ausgelötet werden? Meine ehem. Kollegen
haben sie abgezwickt und an die Stümpfe von deren Anschlussdrähten die
neuen Elkos angelötet.

-- 


	CU	Chr. Maercker.

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#368216

FromMarcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org>
Date2026-06-12 21:38 +0200
Message-ID<110hn7s$12n7i$2@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#368213
Am 12.06.26 um 20:22 schrieb Chr. Maercker:
> Müssen die alten Elkos unbedingt ausgelötet werden? Meine ehem. Kollegen
> haben sie abgezwickt und an die Stümpfe von deren Anschlussdrähten die
> neuen Elkos angelötet.

Gute Idee, wenn man weiß, wie man einen plan anliegenden Elko abzwickt.
Es gibt auch Leute, die sie abreißen und dann an die Stummel anlöten. 
Die Gefahr, dabei die Platine zu beschädigen ist aber erheblich.
Und die zusätzlichen Millimeter geben nur störende parasitäre Induktivität.


Marcel

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#368218

FromHelmut Schellong <var@schellong.biz>
Date2026-06-13 00:41 +0200
Message-ID<110i1uu$31n1$1@solani.org>
In reply to#368216
Marcel Mueller wrote on 12.06.2026 21:38:
> Am 12.06.26 um 20:22 schrieb Chr. Maercker:
>> Müssen die alten Elkos unbedingt ausgelötet werden? Meine ehem. Kollegen
>> haben sie abgezwickt und an die Stümpfe von deren Anschlussdrähten die
>> neuen Elkos angelötet.
> 
> Gute Idee, wenn man weiß, wie man einen plan anliegenden Elko abzwickt.
> Es gibt auch Leute, die sie abreißen und dann an die Stummel anlöten. Die Gefahr, dabei die Platine zu beschädigen ist aber erheblich.
> Und die zusätzlichen Millimeter geben nur störende parasitäre Induktivität.

Die Wirkung wird vernachlässigbar sein.
Solche Elkos können viele MHz nicht verarbeiten, trotz ESR.


-- 
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Schellong

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#368222

FromMarcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org>
Date2026-06-13 11:25 +0200
Message-ID<110j7lo$189t1$4@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#368218
Am 13.06.26 um 00:41 schrieb Helmut Schellong:
> Marcel Mueller wrote on 12.06.2026 21:38:
>> Am 12.06.26 um 20:22 schrieb Chr. Maercker:
>>> Müssen die alten Elkos unbedingt ausgelötet werden? Meine ehem. Kollegen
>>> haben sie abgezwickt und an die Stümpfe von deren Anschlussdrähten die
>>> neuen Elkos angelötet.
>>
>> Gute Idee, wenn man weiß, wie man einen plan anliegenden Elko abzwickt.
>> Es gibt auch Leute, die sie abreißen und dann an die Stummel anlöten. 
>> Die Gefahr, dabei die Platine zu beschädigen ist aber erheblich.
>> Und die zusätzlichen Millimeter geben nur störende parasitäre 
>> Induktivität.
> 
> Die Wirkung wird vernachlässigbar sein.
> Solche Elkos können viele MHz nicht verarbeiten, trotz ESR.

Jein. Der ESR von Elkos /sinkt/ mit der Frequenz. Es tragen bei höheren 
Frequenzen nur noch die Teile der Kapazität bei, die direkt an der 
Oberfläche und nahe der Anschlüsse liegen. Aber irgendwann kommt 
natürlich ESL ins Spiel, und dann geht die Impedanz hoch. Und da zählt 
zuweilen jeder Millimeter.


Marcel

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#368224

FromMichael Schwingen <news-1513678000@discworld.dascon.de>
Date2026-06-13 12:41 +0000
Message-ID<slrn112qjvk.4fp.news-1513678000@a-tuin.ms.intern>
In reply to#368222
On 2026-06-13, Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> wrote:
>> Die Wirkung wird vernachlässigbar sein.
>> Solche Elkos können viele MHz nicht verarbeiten, trotz ESR.
>
> Jein. Der ESR von Elkos /sinkt/ mit der Frequenz. Es tragen bei höheren 
> Frequenzen nur noch die Teile der Kapazität bei, die direkt an der 
> Oberfläche und nahe der Anschlüsse liegen. Aber irgendwann kommt 
> natürlich ESL ins Spiel, und dann geht die Impedanz hoch. Und da zählt 
> zuweilen jeder Millimeter.

https://www.we-online.com/components/media/o720421v410%20ANP109b%20EN.pdf

hat Impedanzkurven - Figure 8 ist ein 270uF Elko.  Ab ca.  9MHz ist der
bereits induktiv, da sollten ein paar nH extra keine Rolle spielen.

cu
Michael
-- 
Some people have no respect of age unless it is bottled.

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#368225

FromMarcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org>
Date2026-06-13 17:54 +0200
Message-ID<110jugd$198pg$3@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#368224
Am 13.06.26 um 14:41 schrieb Michael Schwingen:
> On 2026-06-13, Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> wrote:
>>> Die Wirkung wird vernachlässigbar sein.
>>> Solche Elkos können viele MHz nicht verarbeiten, trotz ESR.
>>
>> Jein. Der ESR von Elkos /sinkt/ mit der Frequenz. Es tragen bei höheren
>> Frequenzen nur noch die Teile der Kapazität bei, die direkt an der
>> Oberfläche und nahe der Anschlüsse liegen. Aber irgendwann kommt
>> natürlich ESL ins Spiel, und dann geht die Impedanz hoch. Und da zählt
>> zuweilen jeder Millimeter.
> 
> https://www.we-online.com/components/media/o720421v410%20ANP109b%20EN.pdf

Das passt gut zu meinen Erfahrungen.

> hat Impedanzkurven - Figure 8 ist ein 270uF Elko.  Ab ca.  9MHz ist der
> bereits induktiv, da sollten ein paar nH extra keine Rolle spielen.

Hmm. Ich habe das tatsächlich nie durchgerechnet. Aber einen halben 
Zentimeter mehr sieht man auf dem Oszi sofort beim "Klingeln" der 
Schaltnetzteile.
Grob geschätzt: 10nH hat man schnell zusammen. Und das tut bei 10 MHz 
schon erheblich weh.


Marcel

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#368242

FromMichael Schwingen <news-1513678000@discworld.dascon.de>
Date2026-06-15 19:05 +0000
Message-ID<slrn1130j7r.4fp.news-1513678000@a-tuin.ms.intern>
In reply to#368225
On 2026-06-13, Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> wrote:
>> hat Impedanzkurven - Figure 8 ist ein 270uF Elko.  Ab ca.  9MHz ist der
>> bereits induktiv, da sollten ein paar nH extra keine Rolle spielen.
>
> Hmm. Ich habe das tatsächlich nie durchgerechnet. Aber einen halben 
> Zentimeter mehr sieht man auf dem Oszi sofort beim "Klingeln" der 
> Schaltnetzteile.
> Grob geschätzt: 10nH hat man schnell zusammen. Und das tut bei 10 MHz 
> schon erheblich weh.

Hm, OK - ja, das ist nicht mehr komplett vernachlässigbar. Ja, ich habe
DC/DC-Wandler mit 4MHz Schaltfrequenz ... aber ohne Elkos.

Andererseits: bei den dicken Reglern auf PC-Mainboards würde ich eher
500kHz oder so erwarten, das ist dann nicht ganz so wild.

cu
Michael
-- 
Some people have no respect of age unless it is bottled.

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#368229

FromHelmut Schellong <var@schellong.biz>
Date2026-06-13 22:36 +0200
Message-ID<110kf08$4it4$1@solani.org>
In reply to#368222
Marcel Mueller wrote on 13.06.2026 11:25:
> Am 13.06.26 um 00:41 schrieb Helmut Schellong:
>> Marcel Mueller wrote on 12.06.2026 21:38:
>>> Am 12.06.26 um 20:22 schrieb Chr. Maercker:
>>>> Müssen die alten Elkos unbedingt ausgelötet werden? Meine ehem. Kollegen
>>>> haben sie abgezwickt und an die Stümpfe von deren Anschlussdrähten die
>>>> neuen Elkos angelötet.
>>>
>>> Gute Idee, wenn man weiß, wie man einen plan anliegenden Elko abzwickt.
>>> Es gibt auch Leute, die sie abreißen und dann an die Stummel anlöten. Die Gefahr, dabei die Platine zu beschädigen ist aber 
>>> erheblich.
>>> Und die zusätzlichen Millimeter geben nur störende parasitäre Induktivität.
>>
>> Die Wirkung wird vernachlässigbar sein.
>> Solche Elkos können viele MHz nicht verarbeiten, trotz ESR.
> 
> Jein. Der ESR von Elkos /sinkt/ mit der Frequenz. Es tragen bei höheren Frequenzen nur noch die Teile der Kapazität bei, die direkt 
> an der Oberfläche und nahe der Anschlüsse liegen. Aber irgendwann kommt natürlich ESL ins Spiel, und dann geht die Impedanz hoch. 
> Und da zählt zuweilen jeder Millimeter.

Meine Einordnung, daß Vernachlässigbarkeit vorliegt, dürfte dennoch stimmen.
Ich habe für 3mm Draht einen Xl von 19 mΩ bei 1 MHz errechnet.
Schaltnetzteile für hohe Lasten arbeiten mit _wesentlich_ weniger als 1 MHz.



-- 
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Schellong

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#368231

FromMarcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org>
Date2026-06-14 17:00 +0200
Message-ID<110mfmo$1g2ea$6@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#368229
Am 13.06.26 um 22:36 schrieb Helmut Schellong:
> Marcel Mueller wrote on 13.06.2026 11:25:
>> Jein. Der ESR von Elkos /sinkt/ mit der Frequenz. Es tragen bei 
>> höheren Frequenzen nur noch die Teile der Kapazität bei, die direkt an 
>> der Oberfläche und nahe der Anschlüsse liegen. Aber irgendwann kommt 
>> natürlich ESL ins Spiel, und dann geht die Impedanz hoch. Und da zählt 
>> zuweilen jeder Millimeter.
> 
> Meine Einordnung, daß Vernachlässigbarkeit vorliegt, dürfte dennoch 
> stimmen.
> Ich habe für 3mm Draht einen Xl von 19 mΩ bei 1 MHz errechnet.

War das schon inklusive Rückleitung? Und welchen Leiterabstand hattest 
du genommen?

> Schaltnetzteile für hohe Lasten arbeiten mit _wesentlich_ weniger als 1 
> MHz.

Kommt darauf an, was du unter hohen Lasten verstehst. Für kW stimmt das 
sicherlich. Aber der Trend geht zu immer höheren Schaltfrequenzen.

Aber du musste das alles auch den Oberwellen der Schaltfrequenz 
erklären. ;-) Die gehen durchaus schon bei 100 kHz bis in dem MHz Bereich.


Marcel

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#368234

FromHelmut Schellong <var@schellong.biz>
Date2026-06-14 22:39 +0200
Message-ID<110n3hg$tvv3$1@solani.org>
In reply to#368231
Marcel Mueller wrote on 14.06.2026 17:00:
> Am 13.06.26 um 22:36 schrieb Helmut Schellong:
>> Marcel Mueller wrote on 13.06.2026 11:25:
>>> Jein. Der ESR von Elkos /sinkt/ mit der Frequenz. Es tragen bei höheren Frequenzen nur noch die Teile der Kapazität bei, die 
>>> direkt an der Oberfläche und nahe der Anschlüsse liegen. Aber irgendwann kommt natürlich ESL ins Spiel, und dann geht die 
>>> Impedanz hoch. Und da zählt zuweilen jeder Millimeter.
>>
>> Meine Einordnung, daß Vernachlässigbarkeit vorliegt, dürfte dennoch stimmen.
>> Ich habe für 3mm Draht einen Xl von 19 mΩ bei 1 MHz errechnet.
> 
> War das schon inklusive Rückleitung? Und welchen Leiterabstand hattest du genommen?

Undefiniert. Ich schrieb von 3mm Draht.

>> Schaltnetzteile für hohe Lasten arbeiten mit _wesentlich_ weniger als 1 MHz.
> 
> Kommt darauf an, was du unter hohen Lasten verstehst. Für kW stimmt das sicherlich. Aber der Trend geht zu immer höheren 
> Schaltfrequenzen.

Überwiegend war das 2..3 kW, als ich da noch arbeitete, der kleinste Wert war 500 W.
Frequenzen bis ungefähr 250 kHz.

> Aber du musste das alles auch den Oberwellen der Schaltfrequenz erklären. ;-) Die gehen durchaus schon bei 100 kHz bis in dem MHz 
> Bereich.

Die Leistung der Oberwellen ist aber vergleichsweise sehr gering - vernachlässigbar.
Was zählt, ist, daß bei 150 kHz weniger als 3 mΩ für den Draht vorliegen.



-- 
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Schellong

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#368235

FromMarte Schwarz <marte.schwarz@gmx.de>
Date2026-06-15 07:11 +0200
Message-ID<110o1hk$1lsil$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#368234
Hi Helmut & Marcel,
> Marcel Mueller wrote on 14.06.2026 17:00:
>> Am 13.06.26 um 22:36 schrieb Helmut Schellong:
>>> Marcel Mueller wrote on 13.06.2026 11:25:
>>> Ich habe für 3mm Draht einen Xl von 19 mΩ bei 1 MHz errechnet.
> Die Leistung der Oberwellen ist aber vergleichsweise sehr gering - 
> vernachlässigbar.

Die Leistung, die an Blindwiderständen in Wärme umgesetzt wird, ist Euch 
aber schon im Klaren?

Marte

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#368239

FromHelmut Schellong <var@schellong.biz>
Date2026-06-15 15:43 +0200
Message-ID<110ovib$v5ci$1@solani.org>
In reply to#368235
Marte Schwarz wrote on 15.06.2026 07:11:
> Hi Helmut & Marcel,
>> Marcel Mueller wrote on 14.06.2026 17:00:
>>> Am 13.06.26 um 22:36 schrieb Helmut Schellong:
>>>> Marcel Mueller wrote on 13.06.2026 11:25:
>>>> Ich habe für 3mm Draht einen Xl von 19 mΩ bei 1 MHz errechnet.
>> Die Leistung der Oberwellen ist aber vergleichsweise sehr gering - vernachlässigbar.
> 
> Die Leistung, die an Blindwiderständen in Wärme umgesetzt wird, ist Euch aber schon im Klaren?

Ich weiß, daß in der Industrie Kondensatoren parallel geschaltet werden, um die Phase zu verschieben.
Weil in der Industrie auch Blindleistung erhoben und berechnet wird.


-- 
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Schellong

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#368236

FromJürgen Hüser <dg7gj@gmx.de>
Date2026-06-15 10:17 +0200
Message-ID<110ocfi$1m8ea$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#368234
Hallo!

Am 14.06.2026 um 22:39 schrieb Helmut Schellong:

> Die Leistung der Oberwellen ist aber vergleichsweise sehr gering - 
> vernachlässigbar.
> Was zählt, ist, daß bei 150 kHz weniger als 3 mΩ für den Draht vorliegen.

Oh ja, das scheint vorherrschende Meinung zu sein, die dann nicht selten 
zum EMV-Super-GAU wird.
So wie seit wenigen Wochen irgend ein Gerät in meiner Nachbarschaft, das 
Oberwellen seiner charakteristischen PWM munter über seine Leiterbahnen 
und Kabel als Antennen missbraucht und von 40MHz bis mindestens 469MHz 
hier weiträumig im Funkbereich rumspuckt.
Aber klar - das ist eher kein Thema mehr für LowESR-Elkos, sondern viel 
mehr dem Tütchen Kerkos den die Entwickler bei solchen 
EMV-Dreckschleudern vergessen.
Wozu auch, die Oberwellen sind ja "vernachlässigbar"...

Jürgen Hüser

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#368237

FromAxel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De>
Date2026-06-15 10:41 +0200
Message-ID<6A2FBACD.9D27C2C8@Berger-Odenthal.De>
In reply to#368236
Jürgen Hüser wrote:
> Wozu auch, die Oberwellen sind ja "vernachlässigbar"...

Wir sprechen hier aber nicht über Design sondern ausschließlich den
Austausch eines defekten Elko. Ich verstehe davon zugegeben sehr wenig,
mir scheint aber als Fazit des bisher gesagten, wenn der Rest der
Platine in Ordnung ist, machen die kurzen Stummel am Elko keine
Probleme.


-- 
/¯\   No  |    Dipl.-Ing. F. Axel Berger    Tel: +49/ 221/ 7771 8067
\ /  HTML |    Roald-Amundsen-Straße 2a     Fax: +49/ 221/ 7771 8069
 X    in  |    D-50829 Köln-Ossendorf      http://berger-odenthal.de
/ \  Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --

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#368238

FromHelmut Schellong <var@schellong.biz>
Date2026-06-15 15:18 +0200
Message-ID<110ou2l$v49e$1@solani.org>
In reply to#368236
Jürgen Hüser wrote on 15.06.2026 10:17:
> Hallo!
> 
> Am 14.06.2026 um 22:39 schrieb Helmut Schellong:
> 
>> Die Leistung der Oberwellen ist aber vergleichsweise sehr gering - vernachlässigbar.
>> Was zählt, ist, daß bei 150 kHz weniger als 3 mΩ für den Draht vorliegen.
> 
> Oh ja, das scheint vorherrschende Meinung zu sein, die dann nicht selten zum EMV-Super-GAU wird.
> So wie seit wenigen Wochen irgend ein Gerät in meiner Nachbarschaft, das Oberwellen seiner charakteristischen PWM munter über seine 
> Leiterbahnen und Kabel als Antennen missbraucht und von 40MHz bis mindestens 469MHz hier weiträumig im Funkbereich rumspuckt.
> Aber klar - das ist eher kein Thema mehr für LowESR-Elkos, sondern viel mehr dem Tütchen Kerkos den die Entwickler bei solchen 
> EMV-Dreckschleudern vergessen.
> Wozu auch, die Oberwellen sind ja "vernachlässigbar"...

Ich schrieb nicht, daß sie hinsichtlich von EMV vernachlässigbar seien.
Sondern in Bezug auf höheren Xl bei den hohen Frequenzen der Oberwellen.

Die Oberwellen haben eine wesentlich kleinere Amplitude als die Hauptwelle.
Oberwellen sind als quer einsteigender Aspekt hier eingefügt worden - relevant oder auch nicht.


-- 
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Schellong

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#368219

From"Chr. Maercker" <Zweistein@gmx-topmail.de>
Date2026-06-13 00:53 +0200
Message-ID<110i2m4$323o$1@solani.org>
In reply to#368216
Marcel Mueller wrote:
> Gute Idee, wenn man weiß, wie man einen plan anliegenden Elko abzwickt.

Was ich auf Mainboards gesehen habe, sind i.a. stehende Elkos. In
CPU-Nähe werden die ja recht heiß und gingen jahrelang regelmäßig
kaputt. Abgezwickt wurde ca. 1mm über der Platine, etwas mühsam ist das
Beseitigen der verbleibenden Reste zwischen den Anschlüssen.

> Es gibt auch Leute, die sie abreißen und dann an die Stummel anlöten.
> Die Gefahr, dabei die Platine zu beschädigen ist aber erheblich.

Das will ich meinen. Und auch da könnten Reste vom Elko hängenbleiben,
die dann weggefummelt werden müssen.

> Und die zusätzlichen Millimeter geben nur störende parasitäre Induktivität.

Was zum Schutz der Platine am ehesten in Kauf zu nehmen wäre.
-- 


	CU	Chr. Maercker.

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#368221

FromMarco Moock <mm@dorfdsl.de>
Date2026-06-13 10:55 +0200
Message-ID<110j5u1$3naf$4@solani.org>
In reply to#368213
Am 12.06.26 um 20:22 schrieb Chr. Maercker:
> Müssen die alten Elkos unbedingt ausgelötet werden? Meine ehem. Kollegen
> haben sie abgezwickt und an die Stümpfe von deren Anschlussdrähten die
> neuen Elkos angelötet.

Kann man machen, ist meines Erachtens Pfusch und hier nicht notwendig. 
Die werden ausgelötet und gut ist.

-- 
Gruß
Marco

Spam bitte an abfalleimer2001@stinkedores.dorfdsl.de

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#368226

From"Chr. Maercker" <Zweistein@gmx-topmail.de>
Date2026-06-13 21:07 +0200
Message-ID<110k9pn$4fuc$2@solani.org>
In reply to#368221
Marco Moock wrote:
> Kann man machen, ist meines Erachtens Pfusch und hier nicht notwendig.
> Die werden ausgelötet und gut ist.

Wenn das bei Multilayer-Platinen ohne Schaden geht, gern. In der "guten
alten Zeit" hätte ich ausgelötet, da waren die Leiterzüge gröber und das
Lötzinn noch Lötblei mit entsprechend niedrigem Schmelzpunkt.

-- 


	CU	Chr. Maercker.

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