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Groups > de.sci.electronics > #365526 > unrolled thread

Dampfphasenlöten mit Imdes Mini Condens It

Started byR.Kiefer.SPAEM@gmx.de (Ralf Kiefer)
First post2025-12-20 22:23 +0100
Last post2025-12-31 11:14 +0100
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Contents

  Dampfphasenlöten mit Imdes Mini Condens It R.Kiefer.SPAEM@gmx.de (Ralf Kiefer) - 2025-12-20 22:23 +0100
    Re: Dampfphasenlöten mit Imdes Mini Condens It Gerhard Hoffmann <dk4xp@arcor.de> - 2025-12-21 00:06 +0100
      Re: Dampfphasenlöten mit Imdes Mini Condens It R.Kiefer.SPAEM@gmx.de (Ralf Kiefer) - 2025-12-21 01:37 +0100
        Re: Dampfphasenlöten mit Imdes Mini Condens It Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> - 2025-12-21 07:54 +0100
          Re: Dampfphasenlöten mit Imdes Mini Condens It R.Kiefer.SPAEM@gmx.de (Ralf Kiefer) - 2025-12-21 12:35 +0100
            Re: Dampfphasenlöten mit Imdes Mini Condens It Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> - 2025-12-21 15:06 +0100
              Re: Dampfphasenlöten mit Imdes Mini Condens It R.Kiefer.SPAEM@gmx.de (Ralf Kiefer) - 2025-12-21 16:17 +0100
              Re: Dampfphasenlöten mit Imdes Mini Condens It Kai-Martin Knaak <kaimartin@invalid.invalid> - 2025-12-22 00:16 +0000
              Re: Dampfphasenlöten mit Imdes Mini Condens It Frank Scheffski <usenet@alles-moppelkotze.de> - 2025-12-28 19:06 +0100
                Re: Dampfphasenlöten mit Imdes Mini Condens It Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> - 2025-12-29 09:08 +0100
                  Re: Dampfphasenlöten mit Imdes Mini Condens It Frank Scheffski <usenet@alles-moppelkotze.de> - 2025-12-29 12:53 +0100
                Re: Dampfphasenlöten mit Imdes Mini Condens It Volker Bartheld <news2025@bartheld.net> - 2025-12-29 11:55 +0100
                  Re: Dampfphasenlöten mit Imdes Mini Condens It Frank Scheffski <usenet@alles-moppelkotze.de> - 2025-12-29 12:44 +0100
                    Re: Dampfphasenlöten mit Imdes Mini Condens It Volker Bartheld <news2025@bartheld.net> - 2025-12-29 14:02 +0100
                      Re: Dampfphasenlöten mit Imdes Mini Condens It Frank Scheffski <usenet@alles-moppelkotze.de> - 2025-12-29 18:21 +0100
                        Re: Dampfphasenlöten mit Imdes Mini Condens It Volker Bartheld <news2025@bartheld.net> - 2025-12-30 10:55 +0100
          Re: Dampfphasenlöten mit Imdes Mini Condens It Kai-Martin Knaak <kaimartin@invalid.invalid> - 2025-12-22 00:02 +0000
            Re: Dampfphasenlöten mit Imdes Mini Condens It Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> - 2025-12-22 11:13 +0100
        Re: Dampfphasenlöten mit Imdes Mini Condens It Axel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De> - 2025-12-21 11:06 +0100
        Re: Dampfphasenlöten mit Imdes Mini Condens It Kai-Martin Knaak <kaimartin@invalid.invalid> - 2025-12-21 23:42 +0000
    Re: Dampfphasenlöten mit Imdes Mini Condens It "Wolfgang Allinger" <all2001@spambog.com> - 2025-12-21 03:39 -0300
      Re: Dampfphasenlöten mit Imdes Mini Condens It R.Kiefer.SPAEM@gmx.de (Ralf Kiefer) - 2025-12-21 12:35 +0100
    Re: Dampfphasenlöten mit Imdes Mini Condens It Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> - 2025-12-31 11:14 +0100

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#365526 — Dampfphasenlöten mit Imdes Mini Condens It

FromR.Kiefer.SPAEM@gmx.de (Ralf Kiefer)
Date2025-12-20 22:23 +0100
SubjectDampfphasenlöten mit Imdes Mini Condens It
Message-ID<1rnnrjn.19i92sv1vd9wozN%R.Kiefer.SPAEM@gmx.de>
Hallo,

aus einem Nachlaß schlug bei mir dieses Gerät auf: Imdes Mini Condens 
It, dabei eine unbeschriftete Flasche vermutlich Galden, keine 
Gebrauchsanweisung oder weiterer Papierkram. Die erste Betrachtung des 
Geräts ließ mich an eine Hobbybastlerlösung denken, weswegen ich 
zunächst nicht nach einem kommerziellen Gerät im Web suchte. Doch ich 
fand es, nachdem Rafael dieser Tage was Bebildertes dazu schrieb
("Fertigungslauf PCBs" in Message-ID: <10i12fl$bmkk$1@dont-email.me>.

Den Thread T937 (Message-ID: <5885138b5b.assel@nuconverter.de>)
hierzugroup fand ich dann ebenfalls, daher weiß ich aus dem 
Beitrag von Rafael, daß mein Imdes-Gerät die ältere, funktionierende 
Steuerung hat. BTW kein Wunder bei einer offensichtlichen Seriennummer 
17 :-)

Mein Interesse am SMD-Löten ist vorhanden. Ich ließ bereits bei JLCPCB 
was bestücken und habe Pläne, die bei JLCPCB scheitern, weil sie die ICs
nicht lagernd führen. Desweiteren habe ich selbst ein paar Stangen 
Material, die ich in eigenen Projekten verwenden möchte (Retrogedöns :-)
).

Meine Ahnung vom SMD-Löten habe ich vom "Zuschauen" bei einem meiner 
früheren Arbeitgeber, der mehrere Bestücklinien als Fertigung hatte. 
Allerdings hatte ich mit den technischen Details dieser Fertigung wenig
zu tun. Also Grundlagen sind klar, die technischen Details z.B. vom 
Dampfphasenlöten nicht.

Zum aufgeschlagenen Gerät: es wurde schon mal benutzt. Social 
Engineering ergab, daß das vermutlich vor über 6Jahren war. Ob das Gerät
funktioniert, ist nicht bekannt. Sollte ich Ersatzteile benötigen, 
sieht's vermutlich schlecht aus, denn die Web-Seite imdes.de existiert 
nicht mehr. Frei nach Dr. Habeck: diese Firma ist nicht tot, sie 
verkauft nur ihre Domain ;-)  Weiß da jemand mehr?

Daher der Link zum Gerät aus dem Archiv:
<https://web.archive.org/web/20241006075022/https://www.imdes.de/portfol
io/mini-condens-it/>

Ich stehe vor der grundlegenden Frage, ob ich mich damit beschäftige, 
was mich durchaus interessieren würde. Oder eben, ob das zu aufwendig 
und teuer wird. Dieser Gedanke kam spontan auf, nachdem ich den Preis 
für Galden gesehen hatte, zuletzt bei Imdes 215EUR für 0,5l. Die 
alternative Idee war SMD-Löten im Fablab zu praktizieren. Ok, auch dort
wäre Forschung angesagt, weil's derzeit offensichtlich keinen 
Gerätekenner gibt. Und es ist kein Dampfphasenlötgerät.

Zuerst ein paar Fragen zu Galden:
- Wie hoch ist der typische Verbrauch bei Lötprojekten? Ein Teil 
verschwindet in Dampfform durch Undichtigkeiten vom Behälter. Ein 
weiterer Teil kann nicht aufgefangen und nach der Aktion gerettet 
werden.
- Dann kommen die Fragen nach dem "Verschleiß" dieser Flüssigkeit. Sie 
verliert ihre Eigenschaften, weil leicht flüchtige Anteile leichter 
"verschwinden". Die Frage, ob diese Flüssigkeit durch Lagerung ihre 
Eigenschaften verliert oder verändert. Und zuletzt die Frage nach dem 
Fremdstoffeintrag im Prozeß.
- Die vorhandene Flasche ist unbeschriftet. Es gibt verschiedene Sorten
von Galden. Soll ich einfach annehmen es sei LS230, also das übliche für
bleihaltiges Löten? Oder kann ich das erst im laufenden Prozeß erkennen,
bei welcher Temperatur der Übergang in Gasform stattfindet? Fußnote: da
ich diesen Prozeß noch nie beobachtet habe, könnte es ohne jegliche 
Erfahrung schwierig werden.

Weitere Fragen:
- Lötzinn bzw. -paste ist keine dabei. Ich muß welche kaufen und habe 
mich noch nie mit diesen Pasten beschäftigt. Daher: welche kaufen? In 
welchen Mengen? Ich weiß noch, daß diese Pasten nicht unbegrenzt 
lagerfähig sind, daher keine zu großen Gebinde hinstellen bzw. 
anbrechen. Daneben: gibt's bleihaltige Pasten überhaupt noch frei 
verkäuflich? Vermutlich nicht für einen Kleinverbraucher wie mich. Paste
und Galden müssen zusammenpassen. Eine Herausforderung.

- Meine Vorstellung, wie das ablaufen könnte: ich trage die Lötpaste bei
Zimmertemperatur (20-28Grad je nach Jahreszeit, in der kommerziellen 
Fertigung war das Temperaturfenster wg. der Lötpaste zwischen 18 und 
24Grad, AFAIR) auf, betreibe das Lötgerät allerdings draußen im Freien.
Gibt's Temperaturbereiche, in denen dieses Gerät nicht zuverlässig 
läuft? Z.B. sommers über 30Grad, winters unter 10Grad. Zur Lötpaste im 
Prozeß: sie zieht Feuchtigkeit an (hydrophil). Wenn die Paste im Prozeß
ziemlich schnell aufgeheizt wird, kann die eingelagerte Feuchtigkeit 
nicht schnell genug kollisionsfrei entweichen, es bilden sich kleine 
"Explosionen" im Inneren der Paste, dadurch fliegen kleine Pastenbrocken
weg. Unschön, wenn die an Stellen landen, wo sie nicht sein sollen. Also
nur bei geringer Luftfeuchtigkeit löten und die Paste nicht lange offen
lagern. Wie empfindlich ist diese Hobbyisten-Paste?

- Bauteilvorbereitung: die Feuchtigkeit im Gehäusematerial darf nicht zu
hoch sein. Bauteile haben eine geringe Lagerzeit außerhalb ihrer 
üblichen, luftdichten Verpackung. Kommerziell standen Trocknungsgeräte 
bereit. Wie mache ich das mit Haushaltsmitteln? Bei 80Grad 30min (Werte
bitte korrigieren :-) ) im Backofen trocknen?

- Gibt's irgendwo Erfahrungswerte zu Temperaturprofilen speziell mit 
diesem Imdes-Gerät? Den Hersteller kann man offensichtlich nicht mehr 
fragen.

Weitere Fragen folgen sicherlich. Möglicherweise bleibt als einzige
Frage auf Antworten zu obigen Fragen die nach einem fairen Preis zum
Verkauf.

Gruß, Ralf

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#365529

FromGerhard Hoffmann <dk4xp@arcor.de>
Date2025-12-21 00:06 +0100
Message-ID<10i7a4o$1vm30$1@solani.org>
In reply to#365526
Am 20.12.25 um 22:23 schrieb Ralf Kiefer:

....

Ich hab' auch so ein Teil. Hab's neu gekauft aber nicht mal
ausprobiert weil ich mit 0,25 mm Lötdraht, Metcal, hot plate und
Heißluft erstaunlich weit gekommen bin. Ja, der Nektar in der
Bierflasche ist Galden 230.

Die mitgelieferte Lötpampe ist Germanium-dotiert, ich erinnere
mich aber nicht mehr dran, warum. Ich habe sie im BioFresh-Fach
des Kühlschranks aufgehoben, ist aber ziemlich sicher trotzdem
abgelaufen.

Ein realistischer Verkaufspreis würde mich auch interessieren.

Dampfverlust: Dürfte nicht sehr schlimm sein weil die obere Hälfte
des Topfes zwangsgekühlt wird. Der Boden muss IMMER mit flüssigem
Galden bedeckt sein. Das erzwingt konstante 230°.
Wenn man hemmungslos weiterheizt, zersetzt sich der Galdendampf
in Fluor und andere unangenehme Bestandteile. Unter der Zersetzungs-
Temperatur ist der Dampf völlig innert und harmlos.

Eine kurze Suche bei Tante G**gle ergab
< 
https://farr-elektronik.de/produkt-kategorie/neumaschinen/dampfphasenloeten/dampfphasenloeten-imdes/ 
            >

Dafür könnte es eine medizinische Begründung geben, ganz ohne Habek;
unser Telefonat ist damals ins Private abgeglitten. Wir sind ja alle
alte Säcke hier: Lasst das mit der Früherkennung nicht schleifen.
Bei mir war's diesen Sommer noch früh genug, Holz-klopf.


Gerhard

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#365532

FromR.Kiefer.SPAEM@gmx.de (Ralf Kiefer)
Date2025-12-21 01:37 +0100
Message-ID<1rno3jc.81ka461yzgfb0N%R.Kiefer.SPAEM@gmx.de>
In reply to#365529
Gerhard Hoffmann wrote:

> Ich hab' auch so ein Teil.

Jetzt sind wir schon 3. Allerdings sind wir zwei absolute Anfänger ohne
Praxis mit diesem Gerät. Das sollte sich ändern :-)


> Ja, der Nektar in der
> Bierflasche ist Galden 230.

Ich habe einen Karton mit Hinterlassenschaften unkommentiert und
undokumentiert übernommen. Meine Plastikflasche hat weder Etikett noch
Aufschrift. Es dürften etwas mehr als 0,5l sein. Was es ist, werde ich
*IRGENDWIE* bestimmen müssen. Aber ich kenne nicht mal den Geruch vom
originalen Galden LS230. 


> Die mitgelieferte Lötpampe ist Germanium-dotiert

Bei meinem Gebrauchtsammelsurium gibt's keine Lotpaste. Daher meine
Frage, welche ich (passend zum Galden LS230) kaufen sollte, um einen
Test meiner Flüssigkeit zu starten.


> Dampfverlust: Dürfte nicht sehr schlimm sein weil die obere Hälfte
> des Topfes zwangsgekühlt wird. 

Ab 210Grad kommt eine Dampfwolke raus. Die sieht natürlich nach mehr aus
als es letztendlich ist. Aber es ist ein Verlust von meinem Vorrat, der
sich aufsummiert.

Ich hätte gerne eine Abschätzung, wieviel Geld ein Durchgang kostet.
Beim Literpreis von rund 450EUR spielt jeder ml eine Rolle. 


> Der Boden muss IMMER mit flüssigem
> Galden bedeckt sein. 

Bei Youtube fand ich eine Gebrauchsanleitung in Filmchenform. Wichtig,
da ich kein Handbuch habe. 


> https://farr-elektronik.de/

Der Laden ist nicht allzu weit weg von mir. Ein unverbindlicher Besuch
ist eingeplant irgendwann im Januar.


Gruß, Ralf

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#365534

FromRafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de>
Date2025-12-21 07:54 +0100
Message-ID<10i85id$2i7tc$1@dont-email.me>
In reply to#365532
 > Imdes Mini Condens it

Wie andernorts schon geschrieben: van Stralen
https://www.youtube.com/watch?v=Ni9Ii-CIRBw
hat wohl mit auch aus Altersgründen den Laden dichtgemacht.

> Bei meinem Gebrauchtsammelsurium gibt's keine Lotpaste. Daher meine
> Frage, welche ich (passend zum Galden LS230) kaufen sollte, um einen
> Test meiner Flüssigkeit zu starten.

Das Bismut-Lot 138°C ist eher nicht von Interesse.
Es gibt also Lötpaste 180 °C "klassisch"/nicht-ROHS und 220 °C ROHS.
LS230 macht 180 °C.
Es gäbe natürlich HS240, aber der Controller von Imdes
hat da Probleme.

> Ich hätte gerne eine Abschätzung, wieviel Geld ein Durchgang kostet.

Der Vaporflow 275 gibt im Datenblatt 2g/cycle an.

Es gibt den Gasverlust durch den Deckel.
Wenn man den abgekühlen Deckel dann nicht vorsichtig hantiert
hat man einige Tropfen Kondensat auf dem Boden.
Nach 10 ..20 Durchläufen ist Reinigung mit Papier-Kaffeefilter
nötig. Da verliert man auch.
Für Hobbyanwender, wenn das Ding nicht 5 Tage die Woche
läuft, ist der Galden-Verbrauch kaum relevant.

> Beim Literpreis von rund 450EUR spielt jeder ml eine Rolle.

Bienert hatte zeitweise auch gebrauchtes Galden:
https://www.just-solder.de/shop
Galden ist auch sporadisch bei ebay zu finden.

> Bei Youtube fand ich eine Gebrauchsanleitung in Filmchenform. Wichtig,
> da ich kein Handbuch habe.

Kann das pdf bei Bedarf raussuchen, gab allerdings bezüglich
Controller mehrere Generationen des Geräts.

Es sollte ein Alurohr mit unten roter Markierung vorhanden sein
für Prüfung Füllstand.
Imdes lieferte auch grosse Plastikspritze zum Umfüllen. Funktioniert 
leidlich gut.
Sowie Handschuhe, die ich aber nie verwendet habe.

MfG  JRD

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#365545

FromR.Kiefer.SPAEM@gmx.de (Ralf Kiefer)
Date2025-12-21 12:35 +0100
Message-ID<1rnowup.1fhqb72bgvmo9N%R.Kiefer.SPAEM@gmx.de>
In reply to#365534
Rafael Deliano wrote:

> Wie andernorts schon geschrieben: van Stralen
> hat wohl mit auch aus Altersgründen den Laden dichtgemacht.

Dieses Filmchen hatte ich bereits angeschaut. Allerdings hatte ich das
so nicht direkt daraus abgeleitet.


> Es gäbe natürlich HS240, aber der Controller von Imdes
> hat da Probleme.

Ok, also traditionelles, bleihaltiges Löten. BTW, mein Controller:
<http://www.ralf-kiefer.de/TEMP/Mini_Condens_It_Steuerung.JPG>


> Der Vaporflow 275 gibt im Datenblatt 2g/cycle an.

Überschaubar :-)


> Bienert hatte zeitweise auch gebrauchtes Galden:

Das hatte ich auch schon entdeckt. D.h. Du empfiehlst gebrauchtes,
gefiltertes Galden, also für uns Hobbyanwender?

Schaunmermal. Meine Flasche aus diesem Karton hat rund 1l Inhalt und
rund 1,8kg. Wenn's LS230 sein sollte, wird mir das ein Weilchen reichen.
Wenn nicht, dann stehen Ausgaben an. 


> Kann das pdf bei Bedarf raussuchen, gab allerdings bezüglich
> Controller mehrere Generationen des Geräts.

Bitte. Die Mail-Adresse funktioniert genau so. Vielleicht hast Du auch
noch eine andere von mir von "damals" mit der Aktion mit dem
Analogprozessor mit Guckloch. Die geht auch.


> Es sollte ein Alurohr mit unten roter Markierung vorhanden sein
> für Prüfung Füllstand.

So was ist nicht dabei. Alurohr ist kein Problem, so was ist fast
griffbereit vorhanden. Wie hoch ist denn die Füllstandsmarkierung?

> Imdes lieferte auch grosse Plastikspritze zum Umfüllen. Funktioniert 
> leidlich gut.

Liegt im Karton, hat praxistaugliche 100ml zum Absaugen inkl. einem
offensichtlich wärmebeständigem Schlauchstück. Ich erkenne darauf nur
einen Aufdruck von "Festo".


> Sowie Handschuhe, die ich aber nie verwendet habe.

Fehlt hier. Das sollen Baumwollhandschuhe sein, las ich irgendwo. Also
kein Schutz gegen "Chemie", sondern nur Temperatur und vor fettigen
Fingern.

Kann ich das Gerät bei aktuellen 5Grad draußen benutzen?

Gruß, Ralf

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#365550

FromRafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de>
Date2025-12-21 15:06 +0100
Message-ID<10i8utu$2pfgh$1@dont-email.me>
In reply to#365545
> Ok, also traditionelles, bleihaltiges Löten. 

Bei ebay.de suchen mit:
"Mechanic XG-50 XG50 Lötpaste Löten Flux Solder
Soldering Paste PCB BGA PGA 35g"
und immer Kleingedrucktes auf dem Foto lesen.

Das Flux einiger Pasten verschmutzt das Galden
mehr als nötig. Mechanic ist recht ok.

Wenn man sich unsicher ist: Klecks Lötpaste
auf Streifen blankes Kupfer FR4 machen und
Testlauf obs dann flach glänzend aufgeschmolzen
ist.

Betriebskosten Lötpaste sind sicherlich höher
als durch Galden. Vorausgesetzt man kann sich
Schablone Mylar selber schneiden.

> BTW, mein Controller:
> <http://www.ralf-kiefer.de/TEMP/Mini_Condens_It_Steuerung.JPG>

Mein Handbuch von 2019 hat anderen Controller.
Das könnte ein PT100 statt NiCrNi als Sensor sein.

> D.h. Du empfiehlst gebrauchtes,
> gefiltertes Galden, also für uns Hobbyanwender?

Es ist wenn neu farblos. Meines ist jetzt weisslich eventuell
durch das Kaffeefilter. Funktioniert aber immer noch.

> So was ist nicht dabei. Alurohr ist kein Problem, so was ist fast
> griffbereit vorhanden. Wie hoch ist denn die Füllstandsmarkierung?

Es ist ein Rohr 24cm das unten 5mm rot gefärbt ist. Das ist der
Mindest/Idealfüllstand. Wird mit mehr nicht besser.

> Baumwollhandschuhe 

Real wartet man immer bis Gerät beim Runterlaufen bei 50°C abschaltet
weil sonst Galden-Verlust höher wäre. Die Leiterplatten sind
dann nur noch lauwarm.

> Kann ich das Gerät bei aktuellen 5Grad draußen benutzen?
  Es gibt im Handbuch eine Angabe 15...40°C.
Aber mir sind kühle, trockene Tage lieber. Die meiste
Zeit erfordert das Abkühlen auf 50°C und das geht schneller
wenn die Luft kühler ist.

MfG   JRD

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#365552

FromR.Kiefer.SPAEM@gmx.de (Ralf Kiefer)
Date2025-12-21 16:17 +0100
Message-ID<1rnp8zc.1fximpi1a7foc2N%R.Kiefer.SPAEM@gmx.de>
In reply to#365550
Rafael Deliano wrote:

> Aber mir sind kühle, trockene Tage lieber.

:-)

Vielen Dank für Deine wertvollen Tips.

Gruß, Ralf

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#365574

FromKai-Martin Knaak <kaimartin@invalid.invalid>
Date2025-12-22 00:16 +0000
Message-ID<10ia2kt$evch$3@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#365550
On Sun, 21 Dec 2025 15:06:52 +0100, Rafael Deliano wrote:


> Das Flux einiger Pasten verschmutzt das Galden mehr als nötig.

Das Flussmittel in der von uns verwendeten Lötpaste (Felder EL5510) setzt 
sich in dunkelbraunen Streifen am Edelstahlbecken ab. Aus eher 
ästethischen Gründen habe ich es von dort alle hundert oder so 
Lötdurchgänge mit Stahlwolle abgekratzt. Das Galden selbst bleibt 
durchsichtig und ich sah bisher keinen Anlass, es zu filtern. 


> Real wartet man immer bis Gerät beim Runterlaufen bei 50°C abschaltet
> weil sonst Galden-Verlust höher wäre.

Vor allem besteht die Gefahr, dass man mit bloßer Hand in Kontakt mit 
gasförmigem Galden kommt. Das wird mit großer Rate auf der vergleichsweise 
kalten Haut kondensieren. Der Effekt dürfte ähnlich sein, wie wenn man 
seine Hand in betriebsbereites Fritieröl taucht...


> Die Leiterplatten sind dann nur noch lauwarm.

Jupp.
Ich sage meinen Anwendern, sie sollen anch dem Einschalten eine Stunde 
warten. Dann ist das Gerät sicher weit genug abgekühlt, dass man 
bedenkenlos in die Wanne greifen kann.

---<)kaimartin(>---

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#365679

FromFrank Scheffski <usenet@alles-moppelkotze.de>
Date2025-12-28 19:06 +0100
Message-ID<99s2lkdp1n8mlfg3gmipl6u3nd099h8les@4ax.com>
In reply to#365550
Rafael Deliano schrieb am Sun, 21 Dec 2025 15:06:52 +0100:

>Bei ebay.de suchen mit:
>"Mechanic XG-50 XG50 Lötpaste Löten Flux Solder
>Soldering Paste PCB BGA PGA 35g"

Dort habe ich es auch im Warenkorb liegen.
Das ist meine Lieblingslötpaste.
Ali verkauft sie aber nicht mehr nach DE/EU. Kein Sn/Pb überhaupt.
Nur noch Wismutplörre oder "echtes" RoHS.

Wir sollten dort nochmal zuschlagen, bevor die letzte Quelle
versiegt...

MfG

Frank

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#365681

FromRafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de>
Date2025-12-29 09:08 +0100
Message-ID<10itct6$rg5q$1@dont-email.me>
In reply to#365679
> Ali verkauft sie aber nicht mehr nach DE/EU. Kein Sn/Pb überhaupt.

Die Erfahrung mit 60/40 klassisch habe ich mit ebay.com leider auch gemacht.

Bei ebay.de geliefert aus Deutschland dann mehrere Rollen
63/37 1mm Lot "JINHU CF-10 Model B-1 Flux 2,0%" gekauft

https://www.ebay.de/itm/227125120927?_skw=300g+L%C3%B6tzinn+L%C3%B6tdraht&itmmeta=01KDMHW44MR1EWA26FWVD4D1ZG&hash=item34e1b64f9f:g:QJ8AAeSwRsFoYlqw&itmprp=enc%3AAQAKAAAA8FkggFvd1GGDu0w3yXCmi1er4hy3CPEuehwtQSTsJX75yAEGSNzC2hyeaWLxilJoxgRoUQI8HhrSzVQ22oxSv7hEf9tK46%2FQXii8IEBc0vq0HnEKO%2BVYoO%2FvKe1P23I4xhiXnWB1u2mvkLItZ6byWZwjO3ZJlEKAOoE39oaglUdbiwcDqaFygaZ%2FkqxZ9BjF7YRGOYJ7uS1zCQ7nTjSPPLeo7CYtldHN5nKEJXwcIdT9i8uxNpepJSy9MpFczK6xgq1EXJGxG--%2BF0Ob7BwXNNm9jjyC0bMNTLmPSamlZyMkK9Zmy%2BH8BKMi5mlfIimBGQ%3D%3D%7Ctkp%3ABk9SR-jC8JHtZg

Das Zeug ist vom ungünstigen Schmelzpunkt der Legierung
fast nicht verwendbar. Schlechter als europäischer ROHS-Lötdraht.
Flußmittel ist kaum vorhanden,  allerdings deshalb auch
keine Rückstände.

MfG JRD

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#365688

FromFrank Scheffski <usenet@alles-moppelkotze.de>
Date2025-12-29 12:53 +0100
Message-ID<dhq4lkhmdoa91bf5gouvniipcr2hak2t9o@4ax.com>
In reply to#365681
Rafael Deliano schrieb am Mon, 29 Dec 2025 09:08:04 +0100:

>Die Erfahrung mit 60/40 klassisch habe ich mit ebay.com leider auch gemacht.

Zum Glück habe ich noch einen überschaubaren Bestand an Fluitin in
0.5, 0.7 und 1.0. Das Zeug wird mittlerweile zu astronomischen Preisen
gehandelt

>Das Zeug ist vom ungünstigen Schmelzpunkt der Legierung
>fast nicht verwendbar. Schlechter als europäischer ROHS-Lötdraht.

Bei einigen Arbeiten an Jubelelektronik kam mir Lot unter, bei dem ich
mich ernsthaft frage, wie das je geflossen ist, bzw. die Bauteile
benetzt hat. Der blanke Papp, förmlich fädenziehend...

>Flußmittel ist kaum vorhanden,  allerdings deshalb auch
>keine Rückstände.

Ich habe noch 3 Ampullen Alpha OM-338, das gabs mal als Restposten bei
Pollin. War damals schon "überlagert", ist es jetzt erst recht,
verschwindet aber, trotz vaselineartiger Konsistenz beim Auftragen,
quasi spurlos. Erstaunlich. Und so ergiebig, daß es mich vermutlich
überleben wird.

Ich sehe gerade, obwohl es Kolophoniumhaltig ist, folgenden Hinweis
bei TME: "Dieses Produkt ist in Ihrem Land nicht erhältlich."
Ja, dann halt nicht.

MfG

Frank

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#365684

FromVolker Bartheld <news2025@bartheld.net>
Date2025-12-29 11:55 +0100
Message-ID<0895c291cfcb4105330b3a19841815cfe7d2e151.camel@bartheld.net>
In reply to#365679
On Sun, 2025-12-28 at 19:06 +0100, Frank Scheffski wrote:
> Ali verkauft sie aber nicht mehr nach DE/EU. Kein Sn/Pb überhaupt.
> Nur noch Wismutplörre oder "echtes" RoHS.
> Wir sollten dort nochmal zuschlagen, bevor die letzte Quelle
> versiegt...

Warum? Was taugt Dir an der Felder-Isocream-Serie...

https://www.felder.de/produkte/elektronikanwendungen/reflowloeten/smd-lotpaste/smd-weichlotpaste-iso-cream-clear-238452008955.html
https://www.felder.de/produkte/elektronikanwendungen/reflowloeten/smd-lotpaste/smd-weichlotpaste-iso-cream-clear-238552008955.html
https://www.felder.de/produkte/elektronikanwendungen/reflowloeten/smd-lotpaste/smd-weichlotpaste-iso-cream-el-3202-2384320288555.html

... nicht?

Ich würds einfach mal mit SAC387 versuchen, wenn die Bauteile nicht allzu
temperaturempfindlich sind. Disclaimer: Ich mach so gut wie nichts mit dem
Zeugs, daher keine detaillierten Praxiserfahrungen.

Datenblatt gibts hier:
https://www.felder.de/files/felder/pdf/DE_23-Clear.pdf
, Bezug z. B. über Bürklin.

Volker

P.S.: Felder hat natürlich auch bleihaltige Lote im Angebot. Wie sollte man
Geräte, für die - aus gutem Grund - eine Ausnahme von der RoHS-Richtlinie gilt,
denn auch sonst reparieren?

Volker

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#365687

FromFrank Scheffski <usenet@alles-moppelkotze.de>
Date2025-12-29 12:44 +0100
Message-ID<74q4lktucego97b7bs21ksj154ftgde0ml@4ax.com>
In reply to#365684
Volker Bartheld schrieb am Mon, 29 Dec 2025 11:55:40 +0100:

>Warum? Was taugt Dir an der Felder-Isocream-Serie...
>
>https://www.felder.de/produkte/elektronikanwendungen/reflowloeten/smd-lotpaste/smd-weichlotpaste-iso-cream-clear-238452008955.html
>https://www.felder.de/produkte/elektronikanwendungen/reflowloeten/smd-lotpaste/smd-weichlotpaste-iso-cream-clear-238552008955.html
>https://www.felder.de/produkte/elektronikanwendungen/reflowloeten/smd-lotpaste/smd-weichlotpaste-iso-cream-el-3202-2384320288555.html
>
>... nicht?

Die Verpackungsgröße.
Die paar Gramm, die ich im Jahr brauche, mache ich ruhigen Gewissens
in 60/40 und bekomme dann auch keine braunen LEDs.

>P.S.: Felder hat natürlich auch bleihaltige Lote im Angebot. Wie sollte man
>Geräte, für die - aus gutem Grund - eine Ausnahme von der RoHS-Richtlinie gilt,
>denn auch sonst reparieren?

Man muß dem Bleifrei zugute halten, daß es unterdessen angenehmes Zeug
gibt, das auch recht gut fließt. Kein Vergleich mit dem Kleister aus
den Anfangszeiten. Daß die BGAs nicht mehr zusätzlich geklebt werden
müssen, ist ja auch ein Zeichen...

MfG

Frank

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#365692

FromVolker Bartheld <news2025@bartheld.net>
Date2025-12-29 14:02 +0100
Message-ID<a879a479f0bd15e8b89eec7b71e426bc59394d13.camel@bartheld.net>
In reply to#365687
On Mon, 2025-12-29 at 12:44 +0100, Frank Scheffski wrote:
> Volker Bartheld schrieb am Mon, 29 Dec 2025 11:55:40 +0100:
> > Warum? Was taugt Dir an der Felder-Isocream-Serie...
> > https://www.felder.de/produkte/elektronikanwendungen/reflowloeten/smd-lotpaste/smd-weichlotpaste-iso-cream-clear-238452008955.html
> > https://www.felder.de/produkte/elektronikanwendungen/reflowloeten/smd-lotpaste/smd-weichlotpaste-iso-cream-clear-238552008955.html
> > https://www.felder.de/produkte/elektronikanwendungen/reflowloeten/smd-lotpaste/smd-weichlotpaste-iso-cream-el-3202-2384320288555.html
> > ... nicht?
> Die Verpackungsgröße.

Gibts m. E. n. auch in diesen typischen Spritzen mit ~10ml.

> Die paar Gramm, die ich im Jahr brauche, mache ich ruhigen Gewissens
> in 60/40 und bekomme dann auch keine braunen LEDs.

-v?

Braun wurden LEDs bei mir nur, als der bekannte Ekeltrickser versuchte, das
mangels ausreichender Oberflächenvorbereitung sich wieder ablösende LED-Band mit
Sekundenkleber (ganz recht: Cyanoacrylat!) wieder anzutüddeln. Der macht jetzt
mehr im Bereich PV, keine Ahnung, ob da die Systeme so idiotensicher sind, dass
auch ein vollkommen mekrbefreiter, frecher, arroganter, inkompetenter,
geldgieriger, bauernschlauer Schandfleck des kompletten Handwerks nichts mehr
verkacken kann. Ich würde es nicht ausprobieren wollen, lieber trage ich die
Elektronen im Eimer zur E-Dose oder WP.

> > P.S.: Felder hat natürlich auch bleihaltige Lote im Angebot. Wie sollte man
> > Geräte, für die - aus gutem Grund - eine Ausnahme von der RoHS-Richtlinie
> > gilt, denn auch sonst reparieren?
> Man muß dem Bleifrei zugute halten, daß es unterdessen angenehmes Zeug
> gibt, das auch recht gut fließt.

Genau. Deswegen fragte ich. Habe mir beim Bürklin 100g FELDER 5520810510
Lötdraht (bleifrei, Sn99Ag0,3Cu0,7NiGe) besorgt, der lötet sich nicht schlecht.
Glnänz abgekühlt nicht ganz so sehr wie SnPb und braucht etwas höhere
Temperaturen, vom Ergebnis her kann ich nicht klagen. Hat immerhin die weißen
QUADRIOS 2111O182 LEDs überlebt *), die an meiner DIY-Lichterkette nach sehr
viel weniger als 1.000h statt mit 15.000mcd jetzt nur noch funzeln.

Dachte, Quadrios wäre irgendwie namhaft (Cree, Luxeon, usw. zu teuer), ist aber
wohl doch nur Chinabilligdreck. Die farbigen LED vom Völkner tun alle noch
(ebenfalls 20mA Nennstrom), falls die Frage mit den Vorwiderständen und der
Stromregelung (keine) aufkommen sollte.

Volker

*) https://www.buerklin.com/de/p/quadrios/leuchtdioden-led/2111o182/67S4392/

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#365694

FromFrank Scheffski <usenet@alles-moppelkotze.de>
Date2025-12-29 18:21 +0100
Message-ID<5dd5lktlr3puci1h8hkv9a5jsu7oggkh3e@4ax.com>
In reply to#365692
Volker Bartheld schrieb am Mon, 29 Dec 2025 14:02:00 +0100:

>> Die paar Gramm, die ich im Jahr brauche, mache ich ruhigen Gewissens
>> in 60/40 und bekomme dann auch keine braunen LEDs.
>
>-v?

Mein Puhui T-962 ist halt ein Einsteigergerät. Da wurden schon mit der
Kurve für 183°C die 1206 LEDs leicht braun.
Ich habe ihn unterdessen mit der alternativen Firmware gepimpt,
brauche brav meine verbleiten Reste auf und die LEDs sehen nach dem
Löten aus wie davor. Und die Lötstellen sind 1A!
Wenn ich die Temperatur hochnehme, geht das mit der Bräunung bestimmt
wieder los.

Und weil das alles nur Einzelstücke oder Kleinstserien 10-20Stck sind,
will ich mich mit dem Thema garnicht unnötig beschäftigen.

Ich sehe gerade, Reichelt liefert ISO-Cream Clear, für bescheidene
1100€/kg, auch in 30g-Ampullen (33€).
Ganz ehrlich?
Nö!
Wirklich nicht!
Ja, es hält ewig.
Nein!

>Der macht jetzt
>mehr im Bereich PV, keine Ahnung, ob da die Systeme so idiotensicher sind, dass
>auch ein vollkommen mekrbefreiter, frecher, arroganter, inkompetenter,
>geldgieriger, bauernschlauer Schandfleck des kompletten Handwerks nichts mehr
>verkacken kann. Ich würde es nicht ausprobieren wollen, lieber trage ich die
>Elektronen im Eimer zur E-Dose oder WP.

Das ist ein gesondertes Thema, unter anderem geeignet für Comics,
Comedy, Dissertationen, Zwangseinweisungen, Betriebsschließungen und
Todesurteile.
Ich habe auch schon viele Dinge gesehen, die mich an meinen
Berufskollegen verzweifeln lassen und frage mich jedesmal wieder, wie
man für (teilweise) 3-stellige Stundenlöhne derart drauf sein kann.

MfG

Fr'komm, laß' fertig werden mit der Kacke'ank

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#365697

FromVolker Bartheld <news2025@bartheld.net>
Date2025-12-30 10:55 +0100
Message-ID<909d1e427049fb44e09fa4a552d6ab1e07d639d0.camel@bartheld.net>
In reply to#365694
On Mon, 2025-12-29 at 18:21 +0100, Frank Scheffski wrote:
> Volker Bartheld schrieb am Mon, 29 Dec 2025 14:02:00 +0100:
> > > Die paar Gramm, die ich im Jahr brauche, mache ich ruhigen Gewissens
> > > in 60/40 und bekomme dann auch keine braunen LEDs.
> > -v?
> Mein Puhui T-962 ist halt ein Einsteigergerät. Da wurden schon mit der
> Kurve für 183°C die 1206 LEDs leicht braun.
> Ich habe ihn unterdessen mit der alternativen Firmware gepimpt,
> brauche brav meine verbleiten Reste auf und die LEDs sehen nach dem
> Löten aus wie davor.

OK, klar. Da hätte ich auch keinen Bock auf Experimente. Meine SMD-Erfahrungen
sind auch mehr im - wie es neudeutsch so schön heißt: "Rework-Bereich", d. h.
ich repariere irgendwelchen defekten Kram, wo ein MLC Rauchzeichen gab oder
irgendwelche Chips die Beinchen hochrissen. Wenn ich eine fertige Platine
brauchte, würde ich mich wohl an PCBWay wenden und hoffen, dass aus ökologischer
Sicht nicht alles schlecht ist, was auch China kommt.

> > [Ekeltrickser] macht jetzt mehr im Bereich PV, keine Ahnung, ob da die
> > Systeme so idiotensicher sind, dass auch ein vollkommen mekrbefreiter,
> > frecher, arroganter, inkompetenter, geldgieriger, bauernschlauer Schandfleck
> > des kompletten Handwerks nichts mehr verkacken kann. Ich würde es nicht
> > ausprobieren wollen, lieber trage ich die Elektronen im Eimer zur E-Dose
> > oder WP.
> Das ist ein gesondertes Thema, unter anderem geeignet für Comics,
> Comedy, Dissertationen, Zwangseinweisungen, Betriebsschließungen und
> Todesurteile.

I. d. T.

> Ich habe auch schon viele Dinge gesehen, die mich an meinen
> Berufskollegen verzweifeln lassen und frage mich jedesmal wieder, wie
> man für (teilweise) 3-stellige Stundenlöhne derart drauf sein kann.

Tscha. O. g. Elektromeisterbetrieb such jetzt wieder Mitarbeiter. "Komm ins
Team" werben sie auf Instagram, Facebook und Bannern. Von Elektroinstallation
nicht den blassesten Dunst, aber auf allen sozialen Medien unterwegs. Genau mein
Humor.

Je nun. Ersatzvornahme (d. h. Reparatur/Fertigstellung durch Dritte) läuft, nach
dem x-ten gescheiterten Nachbesserungsversuch. Höffen wir, dass im königlich
bayrischen Amtsgericht jemand sitzt, der aus meiner Galerie des Schreckens
schlau wird.

Guten Rutsch!

Volker

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#365573

FromKai-Martin Knaak <kaimartin@invalid.invalid>
Date2025-12-22 00:02 +0000
Message-ID<10ia1qu$evch$2@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#365534
On Sun, 21 Dec 2025 07:54:02 +0100, Rafael Deliano wrote:


> Das Bismut-Lot 138°C ist eher nicht von Interesse.
> Es gibt also Lötpaste 180 °C "klassisch"/nicht-ROHS und 220 °C ROHS.
> LS230 macht 180 °C.

Der Siedepunkt von Galden-230 ist 230 °C :-)
Das heißt, es eignet sich für die üblichen Bleifrei-Legierungen - SAC, 
SN100C, ...
Verbleit geht auch. Das Lötgut wird dann nur etwas heißer als nötig. Aber 
wer in 2025 Bleilot für SMD verwendet, sollte schon sehr gute Gründe dafür 
haben.


> Es gäbe natürlich HS240, aber der Controller von Imdes hat da Probleme.

Die Elektronik des Mini CondensIT ist ziemlich minimalistisch aufgebaut. 
Sie ist nutzt ein zugekauftes digitales Thermometer für die Anzeige und 
zur Detektion, dass eine Temperaturschwelle überschritten wurde. Der 
zugehörige Temperatursensor sitzt etwas oberhalb der zu lötenden 
Komponenten. Der Rest ist Relais-Logik.

Es gibt also keinen klassischen Microcontroller, den man umprogrammieren 
könnte.

Einen komplizierten Heizzyklus mit einstellbarer Anstiegskurve oder so 
gibt es nicht. Das Gerät heizt schlicht mit voller Kraft, bis der Spiegel 
des Sees mit gasförmigem Galden den Temperatursensor erreicht. Dann wird 
die Heizung abgeschaltet und die Lüfter angeschaltet.

---<)kaimartin(>---

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#365578

FromRafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de>
Date2025-12-22 11:13 +0100
Message-ID<10ib5l2$3e2bp$1@dont-email.me>
In reply to#365573
> wer in 2025 Bleilot für SMD verwendet, sollte schon sehr gute Gründe dafür
> haben.

Es funktioniert problemlos. Ideal für Hobby und Anfänger.

Umgekehrt: ich habe dann mal eine ROHS-Lötpaste
verwendet. Die ist nicht aufgeschmolzen sondern nur verbacken.
Musste ich dann alle Teile mit Heissluft entlöten. Tests mit
weiteren ROHS-Lötpasten waren auf meinem Mini genauso erfolglos.
220°C liegt eben sehr knapp:

https://cordic.org/temperatur.pdf

Kann sein dass der genaue Typ Lötpaste kritisch ist.
Imdes hat Typen "mit Silber" empfohlen, vaporflow empfiehlt
Chipquik TS391SNL.
Oder der Jumbo ist technisch günstiger.
Bienert hat jedenfalls HS240 und HS260 gebraucht lieferbar,
wird wohl für ROHS in Industrie üblicher sein.

>> Es gäbe natürlich HS240, aber der Controller von Imdes hat da Probleme.
> Es gibt also keinen klassischen Microcontroller, den man umprogrammieren
> könnte.

Die letzte Version des Mini hatte Arduino:

https://cordic.org/imdes-neu.pdf

Dort "230" als Schaltschwelle einstellen hilft nicht, weil der NiCrNi 
mit LS230 nicht über 226 °C wegen Bauteiltoleranzen kommt.
Mit HS240 bin ich mit der Imdes-Steuerung auch nicht glücklich geworden, 
Imdes ( und auch vaporflow ) begrenzen ihre Geräte auf 240.

MfG  JRD

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#365542

FromAxel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De>
Date2025-12-21 11:06 +0100
Message-ID<6947C68D.D0C95C63@Berger-Odenthal.De>
In reply to#365532
Ralf Kiefer wrote:
> Aber ich kenne nicht mal den Geruch vom
> originalen Galden LS230.

Es ist hoffentlich zumindest bei Raumtemperatur geruchlos.


-- 
/¯\   No  |    Dipl.-Ing. F. Axel Berger    Tel: +49/ 221/ 7771 8067
\ /  HTML |    Roald-Amundsen-Straße 2a     Fax: +49/ 221/ 7771 8069
 X    in  |    D-50829 Köln-Ossendorf      http://berger-odenthal.de
/ \  Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --

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#365572

FromKai-Martin Knaak <kaimartin@invalid.invalid>
Date2025-12-21 23:42 +0000
Message-ID<10ia0l9$evch$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#365532
On Sun, 21 Dec 2025 01:37:26 +0100, Ralf Kiefer wrote:

> Gerhard Hoffmann wrote:
> 
>> Ich hab' auch so ein Teil.
> 
> Jetzt sind wir schon 3. 

+1
Wir betreiben seit Ewigkeiten das Jumbo-Modell. 

> Allerdings sind wir zwei absolute Anfänger ohne
> Praxis mit diesem Gerät. Das sollte sich ändern :-)
> 
> 
>> Ja, der Nektar in der Bierflasche ist Galden 230.

Das sollte so sein. Soweit ich mich erinnere, wurden die Lötgeräte nur mit 
dieser Flüssigkeit ausgeliefert. Galden-230 ist das Fluid der Wahl für 
bleifreie Lötpaste. 


> Ich habe einen Karton mit Hinterlassenschaften unkommentiert und
> undokumentiert übernommen. Meine Plastikflasche hat weder Etikett noch
> Aufschrift. Es dürften etwas mehr als 0,5l sein. Was es ist, werde ich
> *IRGENDWIE* bestimmen müssen. Aber ich kenne nicht mal den Geruch vom
> originalen Galden LS230.

Das Galden riecht nach nix. Außerdem ist es transparent und einigermaßen 
dünnflüssig (Viskosität irgendwo zwischen 10 und 100 cst).
Ein charakteristisches Merkmal von Galden ist eine hohe Dichte von etwa 
1.8 g/cm³. Das ist deutlich spürbar mehr als Wasser.


>> Die mitgelieferte Lötpampe ist Germanium-dotiert

Das wäre wohl Nihon SN100C, oder eine leichte Abwandlung davon.


> Bei meinem Gebrauchtsammelsurium gibt's keine Lotpaste. Daher meine
> Frage, welche ich (passend zum Galden LS230) kaufen sollte, um einen
> Test meiner Flüssigkeit zu starten.

Wir verwenden Felder 5510, ohne das mir Gründe zum Wechsel aufgefallen 
wären. Das ist ziemlich unauffälliges SAC - Sn 96.5%, Ag 3.5 %, Cu 0.5% 


>> Dampfverlust: Dürfte nicht sehr schlimm sein weil die obere Hälfte des
>> Topfes zwangsgekühlt wird.
> 
> Ab 210Grad kommt eine Dampfwolke raus. Die sieht natürlich nach mehr aus
> als es letztendlich ist. Aber es ist ein Verlust von meinem Vorrat, der
> sich aufsummiert.

Meine Theorie dazu: 

Der Galden-Dampf selbst ist sehr viel schwerer als Luft - Faktor 10 oder 
so. Das bildet einen "See" am Boden der Wanne. An der Schnittstelle zu 
deutlich kälterer Luft kondensiert das Galden aus, bildet kleine Tröpfchen 
und hat die Chance, mit aufsteigender erhitzter Luft mitgerissen zu 
werden. Außerdem betrifft das nur das Volumen, mit dem der Galden-Dampf 
anfänglich die Luft verdrängt. Beim eigentlichen Lötvorgang kondensiert 
das Galden am Lötgut. Das ist im Gegensatz zum kochenden Wassertopf, bei 
dem immer mehr neuer gasförmiger Wasserdampf nachströmt. Galden ist 
biologisch und chemisch inaktiv. Trotzdem war das Grund genug für uns, die 
"Lötsauna" unter einem Abzug zu betreiben.

Den größeren Verlustkanal sehe ich darin, dass die Leiterplatten nach dem 
Lötdurchgang teilweise noch von Galden benetzt sind. 


> Ich hätte gerne eine Abschätzung, wieviel Geld ein Durchgang kostet.
> Beim Literpreis von rund 450EUR spielt jeder ml eine Rolle.

Nach hundert Lötdurchgängen hatten wir etwa 100 ml verloren. Dabei muss 
man berücksichtigen, dass wir die Jumbo-Variante betreiben, mit 
entsprechend mehr Volumen und potentiell mehr Leiterplatten und 
Komponenten.

---<)kaimartin(>---

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