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Groups > de.comp.os.unix.linux.misc > #136178 > unrolled thread
| Started by | Patrick Rudin <taxi_bs@gmx.ch> |
|---|---|
| First post | 2023-12-16 18:53 +0100 |
| Last post | 2023-12-17 12:55 +0000 |
| Articles | 20 on this page of 21 — 10 participants |
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Alle Pakete mit apt show Patrick Rudin <taxi_bs@gmx.ch> - 2023-12-16 18:53 +0100
Re: Alle Pakete mit apt show Christian Garbs <mitch@cgarbs.de> - 2023-12-16 20:27 +0000
Re: Alle Pakete mit apt show Patrick Rudin <taxi_bs@gmx.ch> - 2023-12-17 11:12 +0100
Re: Alle Pakete mit apt show Stefan Möding <Dec2023.5.kill-9@spamgourmet.com> - 2023-12-17 12:35 +0100
Re: Alle Pakete mit apt show Patrick Rudin <taxi_bs@gmx.ch> - 2023-12-21 12:55 +0100
Re: Alle Pakete mit apt show Ulli Horlacher <framstag@rus.uni-stuttgart.de> - 2023-12-21 14:26 +0000
Re: Alle Pakete mit apt show Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-12-21 16:21 +0000
Re: Alle Pakete mit apt show Stefan Möding <Dec2023.5.kill-9@spamgourmet.com> - 2023-12-21 17:30 +0100
Re: Alle Pakete mit apt show Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-12-21 16:40 +0000
Re: Alle Pakete mit apt show "Peter J. Holzer" <hjp-usenet4@hjp.at> - 2023-12-22 12:59 +0100
Re: Alle Pakete mit apt show Claus Reibenstein <creibens@gmail.com> - 2023-12-22 16:06 +0100
Re: Alle Pakete mit apt show Sieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de> - 2023-12-21 21:29 +0100
Re: Alle Pakete mit apt show Ulli Horlacher <framstag@rus.uni-stuttgart.de> - 2023-12-22 09:54 +0000
Re: Alle Pakete mit apt show Claus Reibenstein <creibens@gmail.com> - 2023-12-22 16:12 +0100
Re: Alle Pakete mit apt show "Peter J. Holzer" <hjp-usenet4@hjp.at> - 2023-12-22 12:51 +0100
Re: Alle Pakete mit apt show Marc Haber <mh+usenetspam1118@zugschl.us> - 2023-12-23 09:15 +0100
Re: Alle Pakete mit apt show Stefan Möding <Dec2023.5.kill-9@spamgourmet.com> - 2023-12-23 09:29 +0100
Re: Alle Pakete mit apt show Patrick Rudin <taxi_bs@gmx.ch> - 2023-12-31 17:53 +0100
Re: Alle Pakete mit apt show Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) - 2023-12-23 09:56 +0000
Re: Alle Pakete mit apt show Patrick Rudin <taxi_bs@gmx.ch> - 2023-12-31 17:37 +0100
Re: Alle Pakete mit apt show Thomas Noll <-_tn_-@web.de> - 2023-12-17 12:55 +0000
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| From | Patrick Rudin <taxi_bs@gmx.ch> |
|---|---|
| Date | 2023-12-16 18:53 +0100 |
| Subject | Alle Pakete mit apt show |
| Message-ID | <ku66fvFiu10U1@mid.individual.net> |
Ich hätte gerne den Output von apt show (im dcf-Format, das sind maschinenlesbare debian control files) für sämtliche Pakete. Also sowas wie: apt show gnome* > pakete.txt Aber eben für alle Pakete. Alles auswählen mit * alleine geht nicht, kann man das irgendwie überlisten? apt list kann ich hier nicht verwenden, weil ich gerne auch alle Abhängigkeiten drinhaben möchte... Grüsse Patrick
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| From | Christian Garbs <mitch@cgarbs.de> |
|---|---|
| Date | 2023-12-16 20:27 +0000 |
| Message-ID | <ull17c$tuet$1@yggdrasil.dn.cgarbs.de> |
| In reply to | #136178 |
Mahlzeit! Patrick Rudin <taxi_bs@gmx.ch> wrote: > Ich hätte gerne den Output von apt show (im dcf-Format, das sind > maschinenlesbare debian control files) für sämtliche Pakete. > > Also sowas wie: > apt show gnome* > pakete.txt > > Aber eben für alle Pakete. Alles auswählen mit * alleine geht nicht, > kann man das irgendwie überlisten? apt show ruft intern apt-cache show auf (bzw. tut das gleiche wie apt-cache show). Folgendes gibt hier eine seeeeehr lange Liste aus (deren Inhalt ich nicht manuell überprüft habe): $ apt-cache show '*' Ähem: $ apt show '*' macht das gleiche. Vermutlich hattest Du ein Quoting-Problem. Das * wird von Deiner Shell auf Dateinamen gematched. Damit es unbeeinflusst bei apt oder apt-cache ankommt, musst Du es quoten: '*' oder "*" oder \* Gruß Christian -- ....Christian.Garbs....................................https://www.cgarbs.de Q: Why do firemen wear red suspenders? A: To conform with departmental regulations concerning uniform dress.
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| From | Patrick Rudin <taxi_bs@gmx.ch> |
|---|---|
| Date | 2023-12-17 11:12 +0100 |
| Message-ID | <ku7vs0Fa86U1@mid.individual.net> |
| In reply to | #136183 |
Christian Garbs wrote: > $ apt show '*' Ah, vielen Dank, das funktioniert. Diese Shell bringt mich irgendwann noch ins Grab... Grüsse Patrick
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| From | Stefan Möding <Dec2023.5.kill-9@spamgourmet.com> |
|---|---|
| Date | 2023-12-17 12:35 +0100 |
| Message-ID | <m2edflgiyb.fsf@athena.moeding.net> |
| In reply to | #136194 |
Patrick Rudin <taxi_bs@gmx.ch> writes: > Christian Garbs wrote: >> $ apt show '*' > Ah, vielen Dank, das funktioniert. > Diese Shell bringt mich irgendwann noch ins Grab... Man muss sich nur verinnerlichen, dass die Wildcards * und ? von der Shell ausgewertet werden. Die Shell fügt an der Stelle dann die entsprechenden Dateinamen ein. Das Kommando sieht daher nur die Liste der resultierenden Dateinamen und nicht die Wildcards. Dein ursprüngliches Beispiel mit "gnome*" hat eher zufällig funktioniert, weil da im Verzeichnis keine Datei vorhanden war, deren Name mit gnome anfängt. Nur in diesem Fall bekommt der Befehl dann nämlich doch den Text mit der Wildcard als Parameter. Also eigentlich ganz einfach. Wenn man die auf das Muster passenden Dateinamen(!) meint, dann die Wildcards ohne Quoting nutzen. Wenn man aber das Zeichen * oder ? an den Befehl übergeben möchte und es nicht um vorhandene Dateien geht, dann mit Quoting (wie im Posting von Christian gezeigt). -- Stefan
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| From | Patrick Rudin <taxi_bs@gmx.ch> |
|---|---|
| Date | 2023-12-21 12:55 +0100 |
| Message-ID | <kuine0FbqiiU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #136196 |
Stefan Möding wrote: > Dein ursprüngliches Beispiel mit "gnome*" hat eher zufällig funktioniert, > weil da im Verzeichnis keine Datei vorhanden war, deren Name mit gnome > anfängt. Nur in diesem Fall bekommt der Befehl dann nämlich doch den Text > mit der Wildcard als Parameter. Genau solche Inkonsistenzen verwirren mich halt immer wieder grandios. Lustigerweise habe ich neulich einen rant von jemandem gelesen, der offenbar schon über 15 Jahre R benutzt, und er beschwert sich, dass heute an Statistik-Seminaren der Unis kaum mehr "base-r" unterrichtet wird, sondern nur noch die darauf aufpfropfenden Erweiterungspakete wie etwa das tidyverse. Ich hab mir dann nur gedacht: Kunststück. Ich meide base-r auch. Das neumodische Zeugs hingegen hat halt eine konsistente Syntax, teilweise kommen sogar hilfreiche Fehlermeldungen, alles lässt sich prima mit der Pipe kombinieren und erzeugt lesbaren Code. Allerdings sind jetzt meine Monitore zu klein, um die Abhängigkeiten der Debian-Pakete in einem hübschen Netzwerk-Graphen darstellen zu können... Grüsse Patrick
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| From | Ulli Horlacher <framstag@rus.uni-stuttgart.de> |
|---|---|
| Date | 2023-12-21 14:26 +0000 |
| Message-ID | <um1htt$cb5$1@news2.informatik.uni-stuttgart.de> |
| In reply to | #136353 |
Patrick Rudin <taxi_bs@gmx.ch> wrote:
> Stefan Möding wrote:
>> Dein ursprüngliches Beispiel mit "gnome*" hat eher zufällig funktioniert,
>> weil da im Verzeichnis keine Datei vorhanden war, deren Name mit gnome
>> anfängt. Nur in diesem Fall bekommt der Befehl dann nämlich doch den Text
>> mit der Wildcard als Parameter.
>
> Genau solche Inkonsistenzen verwirren mich halt immer wieder grandios.
Inkonsist ist das nur fuer denjenigen, der das Konzept der command line
exapansion der UNIX Shell nicht verstanden hat:
Nach einem ENTER expandiert bzw interpretiert die Shell Metazeichen
* ? ( ) [ ] { } < > | ; $ & ` ' " ! ~ # \ SPACE TAB
bevor es das Kommando aufruft.
Das lernen meine Studenten bei mir in der zweiten Stunde :-)
Man sollte unbedingt wissen, was diese Zeichen bedeuten bzw bewirken.
--
Ullrich Horlacher Server und Virtualisierung
Rechenzentrum TIK
Universitaet Stuttgart E-Mail: horlacher@tik.uni-stuttgart.de
Allmandring 30a Tel: ++49-711-68565868
70569 Stuttgart (Germany) WWW: https://www.tik.uni-stuttgart.de/
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| From | Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) |
|---|---|
| Date | 2023-12-21 16:21 +0000 |
| Message-ID | <1t6584656ai12be0en3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at> |
| In reply to | #136354 |
On Thu, 21 Dec 2023 15:26:05 Ulli Horlacher wrote:
> Patrick Rudin <taxi_bs@gmx.ch> wrote:
>> Stefan Möding wrote:
>>> Dein ursprüngliches Beispiel mit "gnome*" hat eher zufällig
>>> funktioniert, weil da im Verzeichnis keine Datei vorhanden war,
>>> deren Name mit gnome anfängt. Nur in diesem Fall bekommt der
>>> Befehl dann nämlich doch den Text mit der Wildcard als
>>> Parameter.
>> Genau solche Inkonsistenzen verwirren mich halt immer wieder grandios.
> Inkonsist ist das nur fuer denjenigen, der das Konzept der command
> line exapansion der UNIX Shell nicht verstanden hat: [...]
Es ist konform zur Spezifikation, aber *konsistent* ist es nicht.
Konsistent wäre, wenn Wildcards ohne Quote nie bis zur Applikation
durchdringen würden, sondern immer von der Shell (ggf. halt in
"nichts") aufgelöst würden.
> Nach einem ENTER expandiert bzw interpretiert die Shell
> Metazeichen
> * ? ( ) [ ] { } < > | ; $ & ` ' " ! ~ # \ SPACE TAB
> bevor es das Kommando aufruft.
Aber halt nicht immer.
Weiss man, aber lästig ist es dennoch. Verwendest Du denn immer
Quotes, weil sich ein passendes File im aktuellen Verzeichnis
befinden *könnte*? Ich nicht, Faulheit siegt (meistens).
Servus,
Stefan
--
http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich
Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike
Mehr als man erwartet. Stefan - prall und begehrlich.
(Sloganizer)
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| From | Stefan Möding <Dec2023.5.kill-9@spamgourmet.com> |
|---|---|
| Date | 2023-12-21 17:30 +0100 |
| Message-ID | <m2wmt71prz.fsf@athena.moeding.net> |
| In reply to | #136355 |
Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) writes: > Konsistent wäre, wenn Wildcards ohne Quote nie bis zur Applikation > durchdringen würden, sondern immer von der Shell (ggf. halt in > "nichts") aufgelöst würden. Das muss man dann der Bash anlasten. Die ZSH hat eine Option, um bei einer nicht funktionierenden Expansion einen Fehler zu werfen: % echo foo* zsh: no matches found: foo* % unsetopt NOMATCH % echo foo* foo* -- Stefan
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| From | Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) |
|---|---|
| Date | 2023-12-21 16:40 +0000 |
| Message-ID | <7t658469ddi12be0en3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at> |
| In reply to | #136356 |
On Thu, 21 Dec 2023 17:30:56 Stefan Möding wrote: > Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) writes: >> Konsistent wäre, wenn Wildcards ohne Quote nie bis zur Applikation >> durchdringen würden, sondern immer von der Shell (ggf. halt in >> "nichts") aufgelöst würden. > Das muss man dann der Bash anlasten. Die ZSH hat eine Option, um bei > einer nicht funktionierenden Expansion einen Fehler zu werfen: > % echo foo* > zsh: no matches found: foo* Das geht mit der bash schon auch: #v+ ~$ echo foo* foo* ~$ shopt -s failglob ~$ echo foo* bash: no match: foo* #v- Nur: Wer kennt das schon, wer merkt sich all die nützlichen Optionen für den Fall des Falles - und wer setzt sie dann auch? Das Problem ist vermutlich, dass das Default-Verhalten *meistens* sehr praktisch (für Dinge wie apt) ist, weil so gut wie nie matchende Dateien im Verzeichnis sind und man daher zwei Zeichen weniger tippen muss. Bis dann... Servus, Stefan -- http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike Erregt bleibt erregt: Stefan für alle Fälle! (Sloganizer)
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| From | "Peter J. Holzer" <hjp-usenet4@hjp.at> |
|---|---|
| Date | 2023-12-22 12:59 +0100 |
| Message-ID | <slrnuoauhr.8pa.hjp-usenet4@trintignant.hjp.at> |
| In reply to | #136358 |
On 2023-12-21 16:40, Stefan Froehlich <Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at> wrote:
> On Thu, 21 Dec 2023 17:30:56 Stefan Möding wrote:
>> Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) writes:
>>> Konsistent wäre, wenn Wildcards ohne Quote nie bis zur Applikation
>>> durchdringen würden, sondern immer von der Shell (ggf. halt in
>>> "nichts") aufgelöst würden.
>
>> Das muss man dann der Bash anlasten. Die ZSH hat eine Option, um bei
>> einer nicht funktionierenden Expansion einen Fehler zu werfen:
>
>> % echo foo*
>> zsh: no matches found: foo*
>
> Das geht mit der bash schon auch:
>
> #v+
> ~$ echo foo*
> foo*
> ~$ shopt -s failglob
> ~$ echo foo*
> bash: no match: foo*
> #v-
>
> Nur: Wer kennt das schon, wer merkt sich all die nützlichen Optionen
> für den Fall des Falles - und wer setzt sie dann auch?
Die muss man sich nicht merken. Die schreibt man einmal in die .zshrc,
.bashrc, etc. und denkt dann die nächsten 30 Jahre nicht mehr daran.
> Das Problem ist vermutlich, dass das Default-Verhalten *meistens*
> sehr praktisch (für Dinge wie apt) ist, weil so gut wie nie
> matchende Dateien im Verzeichnis sind und man daher zwei Zeichen
> weniger tippen muss.
Oder nur eines. Gut, wenn man jetzt die Zehntelsekunden, die mir das
über die Jahrzehnte gespart hätte, zusammenzählt, kommt vielleicht eine
erschreckend hohe Zahl heraus. Aber wenn das erst mal ins
Muskelgedächtnis übergegangen ist, ist das nicht spürbar langsamer. Und
es erspart das Nachdenken darüber, ob man escapen muss oder nicht
(kostet auch wertvolle Zehntelsekunden ;-)) und im Zweifelsfall
unangenehme Überraschungen.
hp
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| From | Claus Reibenstein <creibens@gmail.com> |
|---|---|
| Date | 2023-12-22 16:06 +0100 |
| Message-ID | <kuln0iFggbU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #136355 |
Stefan Froehlich schrieb am 21.12.2023 um 17:21: > On Thu, 21 Dec 2023 15:26:05 Ulli Horlacher wrote: > >> Inkonsist ist das nur fuer denjenigen, der das Konzept der command >> line exapansion der UNIX Shell nicht verstanden hat: [...] > > Es ist konform zur Spezifikation, aber *konsistent* ist es nicht. Was ist daran inkonsistent? Wenn es keine passende Datei gibt, wird einfach der Wildcard unverändert weitergegeben. Es ist dann Sache des aufgerufenen Befehls, damit umzugehen. Beispielsweise würden Befehle wie "rm", "cp", "ls", "cat" sich darüber beschweren, dass keine solche Datei existiert, was durchaus im Sinne des Erfinders ist. > Konsistent wäre, wenn Wildcards ohne Quote nie bis zur Applikation > durchdringen würden, sondern immer von der Shell (ggf. halt in > "nichts") aufgelöst würden. Mit "nichts" würdest Du jegliche mögliche Fehlerbehandlung aushebeln. > Verwendest Du denn immer > Quotes, weil sich ein passendes File im aktuellen Verzeichnis > befinden *könnte*? Aber natürlich. Habe ich schließlich so gelernt und Jahrzehnte lang praktiziert. > Ich nicht, Faulheit siegt (meistens). Du bist eben kein Entwickler :-) Gruß Claus
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| From | Sieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de> |
|---|---|
| Date | 2023-12-21 21:29 +0100 |
| Message-ID | <20231221212929.6c65ad04@Achmuehle.WOR> |
| In reply to | #136354 |
Hallo Ulli,
Du schriebst am Thu, 21 Dec 2023 14:26:05 +0000 (UTC):
> Nach einem ENTER expandiert bzw interpretiert die Shell Metazeichen
> * ? ( ) [ ] { } < > | ; $ & ` ' " ! ~ # \ SPACE TAB
> bevor es das Kommando aufruft.
Da fehlt aber noch der ":" (Doppelpunkt, engl. "colon").
--
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
-----------------------------------------------------------
Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
-----------------------------------------------------------
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| From | Ulli Horlacher <framstag@rus.uni-stuttgart.de> |
|---|---|
| Date | 2023-12-22 09:54 +0000 |
| Message-ID | <um3mc7$tli$1@news2.informatik.uni-stuttgart.de> |
| In reply to | #136361 |
Sieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@schs.de> wrote:
> Hallo Ulli,
>
> Du schriebst am Thu, 21 Dec 2023 14:26:05 +0000 (UTC):
>
>> Nach einem ENTER expandiert bzw interpretiert die Shell Metazeichen
>> * ? ( ) [ ] { } < > | ; $ & ` ' " ! ~ # \ SPACE TAB
>> bevor es das Kommando aufruft.
>
> Da fehlt aber noch der ":" (Doppelpunkt, engl. "colon").
Nein.
framstag@fex:~: echo :
:
--
Ullrich Horlacher Server und Virtualisierung
Rechenzentrum TIK
Universitaet Stuttgart E-Mail: horlacher@tik.uni-stuttgart.de
Allmandring 30a Tel: ++49-711-68565868
70569 Stuttgart (Germany) WWW: https://www.tik.uni-stuttgart.de/
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| From | Claus Reibenstein <creibens@gmail.com> |
|---|---|
| Date | 2023-12-22 16:12 +0100 |
| Message-ID | <kulnakFib9U1@mid.individual.net> |
| In reply to | #136361 |
Sieghard Schicktanz schrieb am 21.12.2023 um 21:29:
> Hallo Ulli,
>
> Du schriebst am Thu, 21 Dec 2023 14:26:05 +0000 (UTC):
Mach da mal _eine_ Einleitungszeile draus.
>> Nach einem ENTER expandiert bzw interpretiert die Shell Metazeichen
>> * ? ( ) [ ] { } < > | ; $ & ` ' " ! ~ # \ SPACE TAB
>> bevor es das Kommando aufruft.
>
> Da fehlt aber noch der ":" (Doppelpunkt, engl. "colon").
Seit wann ist ":" ein Metazeichen? Welche Bedeutung hat er für die Shell?
Gruß
Claus
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| From | "Peter J. Holzer" <hjp-usenet4@hjp.at> |
|---|---|
| Date | 2023-12-22 12:51 +0100 |
| Message-ID | <slrnuoau27.8pa.hjp-usenet4@trintignant.hjp.at> |
| In reply to | #136353 |
On 2023-12-21 11:55, Patrick Rudin <taxi_bs@gmx.ch> wrote:
> Stefan Möding wrote:
>> Dein ursprüngliches Beispiel mit "gnome*" hat eher zufällig funktioniert,
>> weil da im Verzeichnis keine Datei vorhanden war, deren Name mit gnome
>> anfängt. Nur in diesem Fall bekommt der Befehl dann nämlich doch den Text
>> mit der Wildcard als Parameter.
>
> Genau solche Inkonsistenzen verwirren mich halt immer wieder grandios.
In der zsh (und ich glaube auch in der bash) kann man einstellen, dass
Wildcards, die keine Files matchen, als Fehler behandelt werden und
nicht kommentarlos an die Applikation weitergereicht werden. Das hat den
Vorteil, dass man sich sehr schnell angewöhnt, Wildcards, die nicht von
der Shell aufgelöst werden sollen, immer zu escapen.
hp
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| From | Marc Haber <mh+usenetspam1118@zugschl.us> |
|---|---|
| Date | 2023-12-23 09:15 +0100 |
| Message-ID | <um64ui$17du5$1@news1.tnib.de> |
| In reply to | #136353 |
Patrick Rudin <taxi_bs@gmx.ch> wrote: >Lustigerweise habe ich neulich einen rant von jemandem gelesen, der >offenbar schon über 15 Jahre R benutzt, und er beschwert sich, dass >heute an Statistik-Seminaren der Unis kaum mehr "base-r" unterrichtet >wird, sondern nur noch die darauf aufpfropfenden Erweiterungspakete wie >etwa das tidyverse. > >Ich hab mir dann nur gedacht: Kunststück. Ich meide base-r auch. Das >neumodische Zeugs hingegen hat halt eine konsistente Syntax, teilweise >kommen sogar hilfreiche Fehlermeldungen, alles lässt sich prima mit der >Pipe kombinieren und erzeugt lesbaren Code. Warum erinnert mich das an TeX und LaTeX? Grüße Marc -- -------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! ----- Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834
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| From | Stefan Möding <Dec2023.5.kill-9@spamgourmet.com> |
|---|---|
| Date | 2023-12-23 09:29 +0100 |
| Message-ID | <m2h6k9nwye.fsf@athena.moeding.net> |
| In reply to | #136391 |
Marc Haber <mh+usenetspam1118@zugschl.us> writes: > Warum erinnert mich das an TeX und LaTeX? Ich sehe das aus einem anderen Blickwinkel. Hin und wieder schafft es jemand, ein persönliches Problem so umfassend zu lösen, dass auch andere Leute die Anstrengung auf sich nehmen, um damit arbeiten zu können. Und dann ist da soviel Weitsicht im Spiel, dass beispielsweise durch eine Macro-Sprache eine Erweiterbarkeit gegeben ist, so dass das Ganze auch Jahrzehnte später noch nützlich ist. So was beeindruckt mich. Standing on the shoulders of giants. -- Stefan
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| From | Patrick Rudin <taxi_bs@gmx.ch> |
|---|---|
| Date | 2023-12-31 17:53 +0100 |
| Message-ID | <kvdkjjFddh4U1@mid.individual.net> |
| In reply to | #136395 |
Stefan Möding wrote: > Hin und wieder schafft es jemand, ein persönliches Problem so umfassend zu > lösen, dass auch andere Leute die Anstrengung auf sich nehmen, um damit > arbeiten zu können. Und dann ist da soviel Weitsicht im Spiel, dass > beispielsweise durch eine Macro-Sprache eine Erweiterbarkeit gegeben ist, > so dass das Ganze auch Jahrzehnte später noch nützlich ist. So was > beeindruckt mich. Zweifellos. Ich würde mir ab und an halt nur wünschen, dass von den Genies bei der Gestaltung der Syntax auch daran gedacht würde, dass auch Normalsterbliche die Tools benützen können... Grüsse Patrick
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| From | Stefan+Usenet@Froehlich.Priv.at (Stefan Froehlich) |
|---|---|
| Date | 2023-12-23 09:56 +0000 |
| Message-ID | <1t6586ae57i180d94n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at> |
| In reply to | #136391 |
On Sat, 23 Dec 2023 09:15:14 Marc Haber wrote: > Patrick Rudin <taxi_bs@gmx.ch> wrote: >>Kunststück. Ich meide base-r auch. Das neumodische Zeugs hingegen >>hat halt eine konsistente Syntax, teilweise kommen sogar >>hilfreiche Fehlermeldungen, alles lässt sich prima mit der Pipe >>kombinieren und erzeugt lesbaren Code. > Warum erinnert mich das an TeX und LaTeX? Was ist LaTeX? Ich kenne nur Koma-Script :-) Servus, Stefan -- http://kontaktinser.at/ - die kostenlose Kontaktboerse fuer Oesterreich Offizieller Erstbesucher(TM) von mmeike Mit der Sympathie des Verführers! Stefan, so hydriert... (Sloganizer)
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| From | Patrick Rudin <taxi_bs@gmx.ch> |
|---|---|
| Date | 2023-12-31 17:37 +0100 |
| Message-ID | <kvdjm3Fd8e7U1@mid.individual.net> |
| In reply to | #136391 |
Marc Haber wrote:
> Patrick Rudin <taxi_bs@gmx.ch> wrote:
>> Ich hab mir dann nur gedacht: Kunststück. Ich meide base-r auch. Das
>> neumodische Zeugs hingegen hat halt eine konsistente Syntax, teilweise
>> kommen sogar hilfreiche Fehlermeldungen, alles lässt sich prima mit der
>> Pipe kombinieren und erzeugt lesbaren Code.
>
> Warum erinnert mich das an TeX und LaTeX?
Ich hab _ein_ Latex-Template, das ich für meine Briefe benutze. Daran
schraube ich nicht rum, weil ich sofort die Übersicht verlieren würde.
Wobei Lubridate (aus dem Tidyverse) auch nicht so wirklich konsistent ist:
test <- tibble(datum=ymd_hms("2023-12-31-17:29:33")
test %>% mutate(jahr=year(datum), monat=month(datum), tag=day(datum),
stunde=hour(datum), minute=minute(datum), sekunde=second(datum),
wotag=wday(datum), wochentag=wday(datum, label=T, abbr=T))
# A tibble: 1 × 9
datum jahr monat tag stunde minute sekunde wotag
wochentag
<dttm> <dbl> <dbl> <int> <int> <int> <dbl> <dbl>
<ord>
1 2023-12-31 17:29:33 2023 12 31 17 29 33 1 So
Also: Das Jahr ist ein double, der Monat auch, der Tag ein Integer, die
Minute ebenso, die Sekunde ein Double und der Wochentag als Nummer ein
Double. Dass in einem Statistikpaket der abgekürzte Wochentag ein Factor
ist, verstehe ich ja noch halbwegs, aber der Rest ist schon schräg...
Grüsse
Patrick
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