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Groups > de.comp.os.unix.linux.misc > #103437 > unrolled thread

Keyboard weirdness

Started byAndreas Hermann <andi.hermann@fantasymail.de>
First post2019-05-13 15:42 +0200
Last post2019-05-18 19:31 +0200
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Contents

  Keyboard weirdness Andreas Hermann <andi.hermann@fantasymail.de> - 2019-05-13 15:42 +0200
    Re: Keyboard weirdness Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net> - 2019-05-13 15:51 -0400
      Re: Keyboard weirdness Andreas Hermann <andi.hermann@fantasymail.de> - 2019-05-18 18:31 +0200
        Re: Keyboard weirdness Kay Martinen <kay@martinen.de> - 2019-05-18 21:22 +0200
          Re: Keyboard weirdness Marc Haber <mh+usenetspam1118@zugschl.us> - 2019-05-19 10:33 +0200
          Re: Keyboard weirdness Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net> - 2019-05-19 15:00 -0400
      Re: Keyboard weirdness Marc Haber <mh+usenetspam1118@zugschl.us> - 2019-05-19 10:32 +0200
        Re: Keyboard weirdness Marcus Jodorf <trap@killfile.de> - 2019-05-19 21:52 +0200
          Re: Keyboard weirdness Kay Martinen <kay@martinen.de> - 2019-05-19 23:15 +0200
    Re: Keyboard weirdness Kay Martinen <kay@martinen.de> - 2019-05-16 00:40 +0200
      Re: Keyboard weirdness Andreas Hermann <andi.hermann@fantasymail.de> - 2019-05-18 18:38 +0200
    Re: Keyboard weirdness Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2019-05-18 19:31 +0200

#103437 — Keyboard weirdness

FromAndreas Hermann <andi.hermann@fantasymail.de>
Date2019-05-13 15:42 +0200
SubjectKeyboard weirdness
Message-ID<gjtaj0F6is7U2@mid.individual.net>
Guten Tag, liebe Lesenden!

Von meinem alten Model M konnte ich mich nie so wirklich lösen. Allerdings hatte ich öfter Probleme mit den USB-Adaptern, weil mein aktuelles MoBo leider keinen PS/2 Anschluss mehr hat. Inzwischen habe ich es mit einem Soarer's converter angeschlossen und *eigentlich* funktioniert es auch ganz gut. Das ganze System ist nicht mehr so ganz taufrisch, weshalb ich eigentlich annehmen würde, dass es unter Linux ganz gut unterstützt wird.

Das Problem:
In unregelmäßigen Abständen (teilweise nach 10 Minuten, auch schonmal nach 2, aber zu anderen Zeiten erst nach Stunden), fällt die Tastatur komplett aus. Das heißt, ich kann nichts mehr tippen, es wird kein Tastendruck mehr erkannt. Zwischendurch werden auch mal einzelne Tasten verschluckt (liegt nicht am fehlenden Screw-Mod), es kommt auch vor, dass eine Taste laufend wiederholt wird (als ob ich sie festhalten würde), bis ich eine andere Taste Drücke. Die wiederholende Taste ist nicht zufällig, sondern dann die zuletzt gedrückte. Gerade das Aussetzen einzelner Tasten ist recht zufällig. Derzeit schreibe ich komplett ohne Probleme, aber es gibt Phasen, wo jeder 3. oder 4. Taste verschluckt wird.

Wenn die Tastatur komplett weg ist, ziehe ich das Kabel an der Tastatur ab (meine Model-M ist eine von denen mit gestecktem Kabel) danach wird sie wieder erkannt und funktioniert normal (zumindest eine Zeit lang). Der Converter bleibt dabei die ganze Zeit am USB. Es kam auch vor (wenngleich ich selten darauf gewartet habe), dass die Tastatur nach einer Zeit von alleine wieder da war.

Zwei Anmerkungen noch dazu:

1. Die Tastatur scheint sich öfter zu verabschieden, wenn ich bei Youtube Videos gucke. Das habe ich nicht statistisch ausgewertet, aber es ist mein Eindruck.

2. Die Lock-Lämpchen haben mit dem Converter noch nie so wirklich funktioniert. Sie leuchten zwar auf beim Einschalten und wenn ich die Tastatur wieder anstecke, bleiben dann aber aus - obwohl die Lock-Tasten selbst durchaus funktionieren. Das ist unabhängig vom OS.

Hardware (wie geschrieben, nicht ganz taufrisch):

- Supermicro X10SAT (mit neuestem BIOS)
- 32GB RAM
- Intel Xeon E3-1246 v3
Graka und Co. sind wohl nicht so relevant. :-)

OS: Manjaro 18.0.4 Illyria mit Xfce
Kernel: x86_64 Linux 4.19.36-1-MANJARO

Warum sollte das ein Linux-Problem und kein Hardware-Problem sein? Glad you asked! :-)

Auf der Hardware lief lange Zeit ein Windows 7. Damit hatte ich das Problem praktisch nicht. Nur wenn der Rechner im Sleep-Modus war, kam es hin und wieder (aber deutlich seltener als das oben beschriebene) vor, dass, die Tastatur nach dem Aufwecken nicht da war. Vor knapp 2 Monaten habe ich eine 2. SSD verbaut. Danach Windows 10 installiert (was ich allerdings praktisch nur zum Zocken nehme) und halt eben Manjaro, welches ich mit den Architect Installer (der IMHO um Längen besser ist als der grafische) aufgesetzt habe. Bei Win10 habe ich das Problem mit der Tastatur beim Zocken nicht - und ich habe etliche Stunden :-) damit verbracht, bei Youtube auch nicht und es ist auch noch nicht nach einem Sleep aufgetreten.

Kennt jemand dieses Problem und hat vielleicht sogar eine Lösung dafür parat?

Schöne Grüße!
Andi

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#103444

FromAndreas Kohlbach <ank@spamfence.net>
Date2019-05-13 15:51 -0400
Message-ID<87woiugmjv.fsf@usenet.ankman.de>
In reply to#103437
On Mon, 13 May 2019 15:42:56 +0200, Andreas Hermann wrote:
>
> Von meinem alten Model M konnte ich mich nie so wirklich
> lösen. Allerdings hatte ich öfter Probleme mit den USB-Adaptern, weil
> mein aktuelles MoBo leider keinen PS/2 Anschluss mehr hat. Inzwischen
> habe ich es mit einem Soarer's converter angeschlossen und
> *eigentlich* funktioniert es auch ganz gut. Das ganze System ist nicht
> mehr so ganz taufrisch, weshalb ich eigentlich annehmen würde, dass es
> unter Linux ganz gut unterstützt wird.

Zum Problem selbst kann ich nichts beitragen. Aber auch wenn ein Board
scheinbar keinen PS/2 Anschluss, ist der vielleicht nur nicht
ausgeführt. Ein Stecksockel aber auf dem Board zu finden.Man müsste halte
etwas besteln.

Ohne Aufschreiben weiß ich nicht, wie man das herausfinden kann.Ich hatte
gehofft, inxi kann das, finde in seiner Man Page nicht zum Keyboard
oder"PS/2".
-- 
Andreas
You know you are a redneck if
you've ever bathed with flea and tick soap.

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#103465

FromAndreas Hermann <andi.hermann@fantasymail.de>
Date2019-05-18 18:31 +0200
Message-ID<gkaso9Fom7aU1@mid.individual.net>
In reply to#103444
On Mon, 13 May 2019 15:51:48 -0400
Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net> wrote:

> Zum Problem selbst kann ich nichts beitragen. Aber auch wenn ein Board
> scheinbar keinen PS/2 Anschluss, ist der vielleicht nur nicht
> ausgeführt. Ein Stecksockel aber auf dem Board zu finden.Man müsste halte
> etwas besteln.

Danke für die Idee - auf die ich nichtmal ansatzweise gekommen bin! :-) Ich werde mal sehen, ob sich da irgendwo ein solcher Anschluss versteckt. Ganz wohl ist mir bei dem Gedanken allerdings nicht, auf dem Board rumzulöten.

Und wech!
Andi

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#103471

FromKay Martinen <kay@martinen.de>
Date2019-05-18 21:22 +0200
Message-ID<69af.5ce05b7d.c3e6a@mailnews.martinen.de>
In reply to#103465
Am 18.05.2019 um 18:31 schrieb Andreas Hermann:
> On Mon, 13 May 2019 15:51:48 -0400
> Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net> wrote:
> 
>> Zum Problem selbst kann ich nichts beitragen. Aber auch wenn ein Board
>> scheinbar keinen PS/2 Anschluss, ist der vielleicht nur nicht
>> ausgeführt. Ein Stecksockel aber auf dem Board zu finden.Man müsste halte
>> etwas besteln.
> 
> Danke für die Idee - auf die ich nichtmal ansatzweise gekommen bin! :-) Ich werde mal sehen, ob sich da irgendwo ein solcher Anschluss versteckt. Ganz wohl ist mir bei dem Gedanken allerdings nicht, auf dem Board rumzulöten.

Von Löten hat er auch nichts geschrieben, sondern von Stecksockel. Wenn
so was da ist dann dürfte es eine evtl. nur 5polige Stiftleiste sein die
aber hoffentlich möglichst eindeutig beschriftet ist. Schon um sie von
Seriellen Ports, Jumperleisten, IrDA oder ähnlichen Spezialitäten
unterscheiden zu können. Im Manual zum Board sollte ein Übersichtsplan
der Platine sein mit der Lage aller größeren Bauteile, stecker und
Jumper. Und mit einer Liste welcher Anschluß für was ist.
Wenn da nix drin ist dann wird wohl auch nichts da sein.

Aber wenn ein PS/2 Steckanschluß da ist, dann besteht die Bastelei
daraus eine Passende Buchse (in einem Slotblech) mit einem Kabel zu
bekommen und dessen anderes Ende korrekt auf die Pins zu verteilen. Gut
wenn es einzelkontakte sind, schlechter wenn es eine Leiste ist und wenn
nur offene Drähte da sind müßten Stecker dran gecrimpt werden = Höherer
Schwierigkeitsgrad (für nicht-bastler). Oder mit einem passenden Anderen
Kabel verlötet werden...

Schau erst mal ob überhaupt ein Port da ist. Oder gleich die
Modifikationen der Tastatur die Marcel vorschlug.

N.B. Man kann die M-Type Tastaturen inzwischen wieder bekommen, IMHO
auch mit USB. Die kosten aber und ob die auch so Rocksolid sind weiß ich
nicht.

Kay

-- 
Sent via SN (Eisfair-1)

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#103485

FromMarc Haber <mh+usenetspam1118@zugschl.us>
Date2019-05-19 10:33 +0200
Message-ID<qbr4d6$nc9$1@news1.tnib.de>
In reply to#103471
Kay Martinen <kay@martinen.de> wrote:
>N.B. Man kann die M-Type Tastaturen inzwischen wieder bekommen, IMHO
>auch mit USB. Die kosten aber und ob die auch so Rocksolid sind weiß ich
>nicht.

In der aktuellen c't ist ein Test vergleichbarer Produkte.

Grüße
Marc
-- 
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber         |   " Questions are the         | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany  |     Beginning of Wisdom "     | 
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

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#103508

FromAndreas Kohlbach <ank@spamfence.net>
Date2019-05-19 15:00 -0400
Message-ID<87blzygth9.fsf@usenet.ankman.de>
In reply to#103471
On Sat, 18 May 2019 21:22:49 +0200, Kay Martinen wrote:
>
> Am 18.05.2019 um 18:31 schrieb Andreas Hermann:
>> On Mon, 13 May 2019 15:51:48 -0400
>> Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net> wrote:
>> 
>>> Zum Problem selbst kann ich nichts beitragen. Aber auch wenn ein Board
>>> scheinbar keinen PS/2 Anschluss, ist der vielleicht nur nicht
>>> ausgeführt. Ein Stecksockel aber auf dem Board zu finden.Man müsste halte
>>> etwas besteln.
>> 
>> Danke für die Idee - auf die ich nichtmal ansatzweise gekommen bin!
>> :-) Ich werde mal sehen, ob sich da irgendwo ein solcher Anschluss
>> versteckt. Ganz wohl ist mir bei dem Gedanken allerdings nicht, auf
>> dem Board rumzulöten.
>
> Von Löten hat er auch nichts geschrieben, sondern von Stecksockel.

Ja. Er hat vielleicht bei...

> Aber wenn ein PS/2 Steckanschluß da ist, dann besteht die Bastelei
                                                            ^^^^^^^^
> daraus eine Passende Buchse (in einem Slotblech) mit einem Kabel zu
> bekommen und dessen anderes Ende korrekt auf die Pins zu verteilen.

ans Löten gedacht. Ich meinte aber, sich ein Kabel basteln zu müssen,
falls der Fachhandel um die Ecke oder China es nicht haben.
-- 
Andreas
You know you are a redneck if
the fifth grade is referred to as "your senior year."

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#103484

FromMarc Haber <mh+usenetspam1118@zugschl.us>
Date2019-05-19 10:32 +0200
Message-ID<qbr4c0$nbc$1@news1.tnib.de>
In reply to#103444
Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net> wrote:
>Zum Problem selbst kann ich nichts beitragen. Aber auch wenn ein Board
>scheinbar keinen PS/2 Anschluss, ist der vielleicht nur nicht
>ausgeführt. Ein Stecksockel aber auf dem Board zu finden.Man müsste halte
>etwas besteln.

Mich würde sehr wundern, wenn in den letzten zwei jahren designte
Boards die Hardware für einen PS/2 Port haben, und dieser dann nicht
herausgeführt ist. Ich gehe davon aus, dass derartige
Legacy-Schnittstellen inzwischen nicht mehr standardmäßig in den
Chipsätzen enthalten sind, sondern dass man diese extra bestücken
muss. Und das wird man sicher nicht tun, wenn man nicht vorhat, den
Port rauszuführen.

Meine IBM MF II ist auch noch per PS/2 an meinen 2011er Rechner
angeschlossen; der PS/2-to-USB-Adapter, mit dem diese Tastatur
funktioniert[1] liegt aber seit zehn Jahren in der Schublade.

Grüße
Marc

[1] seltsamerweise funktioniert diese Tastatur (von 1988) nicht mit
jedem Adapter. Vermutlich braucht sie so abartig viel Strom, dass
nicht alle Adapter so viel liefern können
-- 
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Marc Haber         |   " Questions are the         | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany  |     Beginning of Wisdom "     | 
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#103512

FromMarcus Jodorf <trap@killfile.de>
Date2019-05-19 21:52 +0200
Message-ID<875zq6xlvf.fsf-bofh@killfile.de>
In reply to#103484
> Mich würde sehr wundern, wenn in den letzten zwei jahren designte
> Boards die Hardware für einen PS/2 Port haben, und dieser dann nicht
> herausgeführt ist. Ich gehe davon aus, dass derartige
> Legacy-Schnittstellen inzwischen nicht mehr standardmäßig in den
> Chipsätzen enthalten sind, sondern dass man diese extra bestücken
> muss. Und das wird man sicher nicht tun, wenn man nicht vorhat, den
> Port rauszuführen.

Wobei mir ehrlich gesagt auch bei aktuellen Rechnern noch nichts
untergekommen ist, wo PS/2 nicht vorhanden war. Dürfte schon unter
reichlich exotisch fallen, wenn es mal nicht vorhanden ist.
Die Rechner der großen Üblichen Verdächtigen haben auch praktisch immer
PS/2.

Was mir allerdings schon untergekommen ist, sind PS/2 Ports, die mit
einer echten alten PS/2 Tastatur etwas rumzicken, was aber ein
Firmwareproblem sein dürfte.
An meinen Dell Precision funktionieren Model M z.B. erst nach Reboot aus
X11 raus und nicht nach Kaltstart. Sobald man einmal aus xdm et
al. restartet, funktionieren sie dann auch in der Dell Firmware.
Der Bug tritt mit allen drei meiner Model M auf.

Da ich maximal nur alle paar Monate einen Kaltstart mache (sonst läuft
es entweder durch oder suspend to RAM), ist das allerdings leicht zu
verschmerzen.

> [1] seltsamerweise funktioniert diese Tastatur (von 1988) nicht mit
> jedem Adapter. Vermutlich braucht sie so abartig viel Strom, dass
> nicht alle Adapter so viel liefern können

Ich würde jedenfalls nicht wie Andreas Herman beschreibt, da irgendwas
im laufenden Betrieb an- oder abstöpseln. Das kann immer noch Adapter
und/oder Tastatur zerlegen.
PS/2 war noch nie hot-plug und ich kann mich noch an Zeiten erinnern,
als Leute sich bei sowas tatsächlich die Hardware geschrottet haben und
mit zerschossenen Mainboards dastanden.
Irgendwann wurden die Ports dann zwar i.d.R. auch widerstandsfähiger
gebaut - aber wetten würde ich darauf immer noch nicht.


Gruß,

Marcus
⚂⚃

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#103514

FromKay Martinen <kay@martinen.de>
Date2019-05-19 23:15 +0200
Message-ID<4bff.5ce1c750.e4f20@mailnews.martinen.de>
In reply to#103512
Am 19.05.2019 um 21:52 schrieb Marcus Jodorf:
> 
> Wobei mir ehrlich gesagt auch bei aktuellen Rechnern noch nichts
> untergekommen ist, wo PS/2 nicht vorhanden war. Dürfte schon unter
> reichlich exotisch fallen, wenn es mal nicht vorhanden ist.
> Die Rechner der großen Üblichen Verdächtigen haben auch praktisch immer
> PS/2.

Hmm, dank APIC herrscht ja auch kein IRQ-Mangel und zur not kann man den
IRQ12 im BIOS abschalten insofern frißt das kaum was ist aber ein
Praktischer Fall-back wenn USB mal nicht will.

Vielleicht gibt es neue legacy-freie UEFI Boards die den Port nicht mehr
raus führen. Aber das Tastatur-interface muß dennoch in irgend einer
Form im Chipsatz drin stecken um beim Booten und im BIOS-Setup hantieren
zu können. Ob das nun ein USB-Legacy-support oder eine Umleitung von USB
auf den integrierten Legacy-port ist... ob das wirklich einen
Unterschied macht weiß ich nicht, glaube es aber nicht.


>> [1] seltsamerweise funktioniert diese Tastatur (von 1988) nicht mit
>> jedem Adapter. Vermutlich braucht sie so abartig viel Strom, dass
>> nicht alle Adapter so viel liefern können

Hier würde mich noch mal interessieren ob der Adapter eine Eigene
Stromversorgungs-möglichkeit hätte - und sich nach deren Anschluß was
änderte.

> PS/2 war noch nie hot-plug und ich kann mich noch an Zeiten erinnern,
> als Leute sich bei sowas tatsächlich die Hardware geschrottet haben und
> mit zerschossenen Mainboards dastanden.

Tastaturen eher seltener, nach meiner Erfahrung. Aber ich hab bei einem
Kunden mal ein gutes Athlon Board ausgebaut das ab Einschalten nur noch
Dauer-piepte und ausdauernd wilde Tastendrücke lieferte. Tastatur im
Betrieb raus gerissen und das war's für das Board!



Kay

-- 
Sent via SN (Eisfair-1)

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#103452

FromKay Martinen <kay@martinen.de>
Date2019-05-16 00:40 +0200
Message-ID<26cd.5cdc956d.ccd8f@mailnews.martinen.de>
In reply to#103437
Am 13.05.2019 um 15:42 schrieb Andreas Hermann:
> Guten Tag, liebe Lesenden!
> 
> Von meinem alten Model M konnte ich mich nie so wirklich lösen. Allerdings hatte ich öfter Probleme mit den USB-Adaptern, weil mein aktuelles MoBo leider keinen PS/2 Anschluss mehr hat. Inzwischen habe ich es mit einem Soarer's converter angeschlossen und *eigentlich* funktioniert es auch ganz gut. 

> Kennt jemand dieses Problem und hat vielleicht sogar eine Lösung dafür parat?

Ich weiß jetzt nicht was ein Soarer's Converter ist, aber das klingt
nach einer Microcontroller getriebenen USB-PS/2 Konvertierungs-kiste die
vielleicht einfach nur von linux anders angesprochen werden will als es
derzeit der Fall ist. Und die offensichtlich Windows-zentriert
produziert ist.

Ich hab auch eine Modell M lange an PCs mit Windows und Linux (aber
direkt an deren echten PS/2 Port) gehabt, teilweise sogar parallel mit
einer USB-Tastatur zusammen und diese Probleme nie gehabt. Da du selbst
schreibst das sie "eigentlich" funktioniert aber mit den Lock-Lampen
schon was nicht stimmt, sie unter Windows läuft aber unter Linux nicht
so gut ist es m.E. naheliegend das Problem in Richtung Firmware dieses
Adapters zu suchen. Was kann der noch, ist der nur für Windows
spezifiziert/zertifiziert, gibt es keine Updates oder Tips wie man den
unter linux evtl. noch einrichten muß (oder gar firmware dafür laden muß)?

Das sind dinge die ich dir vorschlagen würde zuerst zu prüfen. Evtl.
reicht es auch in der Paketverwaltung nach firmware zu suchen, diese zu
installieren und neu zu booten.


Kay

-- 
Sent via SN (Eisfair-1)

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#103464

FromAndreas Hermann <andi.hermann@fantasymail.de>
Date2019-05-18 18:38 +0200
Message-ID<gkaso9Fom7aU2@mid.individual.net>
In reply to#103452
On Thu, 16 May 2019 00:40:56 +0200
Kay Martinen <kay@martinen.de> wrote:

> Ich weiß jetzt nicht was ein Soarer's Converter ist, aber das klingt
> nach einer Microcontroller getriebenen USB-PS/2 Konvertierungs-kiste die
> vielleicht einfach nur von linux anders angesprochen werden will als es
> derzeit der Fall ist. Und die offensichtlich Windows-zentriert
> produziert ist.

Ich habe noch *nie* davon gehört, dass es Tastaturen gibt - oder halt µController, die nur für Windows spezifiziert waren. Du hast recht mit dem, was dieser Converter ist und tut. Dass er nur für Windows spezifiziert ist, glaube ich übrigens auch deshalb nicht so ganz, weil er z.B. unter Free und NetBSD recht gut funkioniert hat. Ich hatte vermutet, dass Linux irgendwie anders reagiert (also z.B. eine komplett abstruse Pollrate will) und ich das vielleicht verstellen kann. Ich bin aber leider kein so riesiger Hardware-Geek, als dass ich mich genug damit auskennen würde.
 
> Das sind dinge die ich dir vorschlagen würde zuerst zu prüfen. Evtl.
> reicht es auch in der Paketverwaltung nach firmware zu suchen, diese zu
> installieren und neu zu booten.

Ok, ich werde mich mal bei Deskthority und Geekhack umsehen. Da kann man mir zum Thema Firmware bestimmt etwas erzählen. ;-)

Gruß
Andi

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#103469

FromMarcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org>
Date2019-05-18 19:31 +0200
Message-ID<qbpfgn$hkf$1@news4.open-news-network.org>
In reply to#103437
[X-Post, f'up]

Am 13.05.19 um 15:42 schrieb Andreas Hermann:
> Von meinem alten Model M konnte ich mich nie so wirklich lösen. Allerdings hatte ich öfter Probleme mit den USB-Adaptern, weil mein aktuelles MoBo leider keinen PS/2 Anschluss mehr hat. Inzwischen habe ich es mit einem Soarer's converter angeschlossen und *eigentlich* funktioniert es auch ganz gut. Das ganze System ist nicht mehr so ganz taufrisch, weshalb ich eigentlich annehmen würde, dass es unter Linux ganz gut unterstützt wird.

Wird es.

> Das Problem:
> In unregelmäßigen Abständen (teilweise nach 10 Minuten, auch schonmal nach 2, aber zu anderen Zeiten erst nach Stunden), fällt die Tastatur komplett aus. Das heißt, ich kann nichts mehr tippen, es wird kein Tastendruck mehr erkannt.

Die Original-Elektronik von Model M eignet sich nicht für USB. Zum einen 
ist sie nicht für Hot-Plug geeignet - der Einschaltstrom ist zu hoch, 
zum anderen belastet sie die Ports zu stark. Das packen die Converter 
nicht zuverlässig, und dann gibt es Übertragungsfehler. Selbst an 
manchen PS/2 Ports kann es zu Problemen kommen.

> Zwischendurch werden auch mal einzelne Tasten verschluckt

Das meine ich.

> (liegt nicht am fehlenden Screw-Mod), es kommt auch vor, dass eine Taste laufend wiederholt wird (als ob ich sie festhalten würde), bis ich eine andere Taste Drücke.

Das ist dasselbe. Tastaturen schicken Key down und Key up Messages 
einzeln. Wenn erstere verloren geht, ist der Anschlag weg, in zweiterem 
Fall bleibt die Taste aus Sicht des Rechners ewig gedrückt. Per 
Konvention unterbricht aber eine andere Taste die Wiederholfunktion.


> Zwei Anmerkungen noch dazu:
> 
> 1. Die Tastatur scheint sich öfter zu verabschieden, wenn ich bei Youtube Videos gucke. Das habe ich nicht statistisch ausgewertet, aber es ist mein Eindruck.

Vermutlich Zufall.

> 2. Die Lock-Lämpchen haben mit dem Converter noch nie so wirklich funktioniert. Sie leuchten zwar auf beim Einschalten und wenn ich die Tastatur wieder anstecke, bleiben dann aber aus - obwohl die Lock-Tasten selbst durchaus funktionieren. Das ist unabhängig vom OS.

Das bedeutet, dass die Übertragungsrichtung vom Converter zur Tastatur 
gar nicht funktioniert - die wird für fast nichts gebraucht.

> Hardware (wie geschrieben, nicht ganz taufrisch):

Dein Problem ist die Tastatur. Die muss modifiziert werden.

Dazu muss man sie öffnen, und sich die Controllerplatine schnappen. 
Darauf ist ein kleiner Elko, 10µF oder so. Das ist viel zu groß. IBM hat 
damals halt nach dem Motto viel hilft viel gehandelt - die Dinger waren 
ja auch teuer genug. Jedenfalls muss der raus und durch etwas kleineres 
ersetzt werden. 1µF wäre angemessen. Vermutlich würde es auch komplett 
ohne laufen, da noch andere Stützkondensatoren auf der Platine sind.

Das zweite Problem sind die Pull-up Widerstände. Die haben AFAIR 1 kOhm. 
Das ist viel zu wenig. Dafür braucht man fast 5mA, um den Port auf 
Low-Level zu ziehen. Das packt der USB-Controller natürlich nicht. 
Jedenfalls kommt er dabei nicht mehr unter die TTL-Schaltschwelle von 
0,8V. Deshalb funktioniert die Transportrichtung zur Tastatur nicht.
Diese Widerstände müssen ebenfalls raus und durch größere ersetzt 
werden. Es sind mehrere. 10k Ohm sind angemessen. Man hat das halt 
damals so gemacht, weil man es konnte, und weil Stromverbrauch sowieso 
egal war.

Mit den Modifikationen laufen die alten Model M auch an USB-Konvertern 
problemlos.

Wenn Du Dich basteln traust, kannst Du das selber machen. Ansonsten 
musst Du Dir jemand suchen, der mal den Lötkolben schwingt. Sonderlich 
fein löten muss man dazu nicht können. Das alte Zeug ist noch 1/10" 
Raster. Die Teile sind jedenfalls Centartikel.


> Warum sollte das ein Linux-Problem und kein Hardware-Problem sein? Glad you asked! :-)

Gute Frage. ;-)

> Kennt jemand dieses Problem und hat vielleicht sogar eine Lösung dafür parat?

Siehe oben.

Ich habe seit Jahrzehnten ein Model M am PC und tippe gerade wieder damit.


Marcel

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