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Groups > de.comp.editoren > #289 > unrolled thread

Re: Problem mit http:// Url

Started byHelmut Waitzmann <nn.throttle@xoxy.net>
First post2021-04-27 01:32 +0200
Last post2021-04-27 14:25 +0200
Articles 4 — 3 participants

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Contents

  Re: Problem mit http:// Url Helmut Waitzmann <nn.throttle@xoxy.net> - 2021-04-27 01:32 +0200
    Re: Problem mit http:// Url Wolfgang Bauer <wolfgang-bauer@gmx.eu> - 2021-04-27 10:27 +0200
      Re: Problem mit http:// Url Helmut Waitzmann <nn.throttle@xoxy.net> - 2021-04-27 12:02 +0200
        Re: Problem mit http:// Url Stefan Wiens <s.wi@gmx.net> - 2021-04-27 14:25 +0200

#289 — Re: Problem mit http:// Url

FromHelmut Waitzmann <nn.throttle@xoxy.net>
Date2021-04-27 01:32 +0200
SubjectRe: Problem mit http:// Url
Message-ID<837dkobp0i.fsf@helmutwaitzmann.news.arcor.de>
Wolfgang Bauer <wolfgang-bauer@gmx.eu>:

>Wenn ich in einem Artikel eine Url, http:// oder https://, 
>anklicke öffnet der Konqueror. In der Kontrollleiste ist 
>das Symbol mit einem sich drehenden Kreis zu sehen was 
>nicht mehr aufhört. Die Webseite wird nicht angezeigt. 
>http://wolfgang-bauer.at/bilder/konqueror.png
>
>In KSysGuard finde ich auch den zugehörigen Prozess nicht. 
>Ich muß ein Reset machen um das zu beenden.
>
>Als Standardbrowser ist Firefox eingestellt. Der gleiche 
>Link in Thunderbird angeklickt öffnet im Firefox.

Ich gehe beim Wunsch, einen URL mit einem Browser anzufassen, anders 
vor: 

Ich setze point (die Schreibmarke) und mark (die Zweitmarke) im 
Emacs auf das erste und hinter das letzte Zeichen des URLs.  Das 
spannt mir ein region auf, das genau den URL umfasst.  Dann 
rufe ich die Emacs‐Funktion «clipboard-kill-ring-save» auf, indem ich 
«M-x clipboard-kill-ring-save», «<copy>» oder «<f16>» tippe.  
Dadurch kommt der URL ins X‐Clipboard. 

Alternativ kann man auch die Variable «x-select-enable-clipboard» 
(beispielsweise in der Emacs‐Startup‐Datei) auf «t» gesetzt haben: 

   (setq-default x-select-enable-clipboard t)

Dann bedienen alle Emacs‐Kommandos, die mit dem region arbeiten, 
auch das X‐Clipboard.  Wenn man das so eingestellt hat, genügt es, 
nach dem Setzen von point und mark (wie oben) einfach «M-w» zu 
tippen, um den URL sowohl ins primary X‐Selection als auch ins 
X‐Clipboard zu bekommen. 

In beiden Fällen öffne ich anschließend im gewünschten Browser einen 
neuen Tab oder ein neues Fenster (oder entscheide mich, einen 
bereits geöffneten oder ein bereits geöffnetes wiederzuverwenden), 
bringe die Schreibmarke in die Adresszeile des gewählten Tabs 
bzw. Fensters, indem ich dort «C-l» tippe, und tippe danach «C-v 
<Return>», um den Inhalt des X‐Clipboards in die Adresszeile zu 
kopieren. 

Das hat den Vorteil, dass ich mich nicht generell festlegen muss, 
welchen Browser ich nehmen will, sondern von Fall zu Fall 
entscheiden kann.  Außerdem bin ich weder darauf angewiesen, dass 
Emacs den Anfang und das Ende des URLs im Text richtig rät, weil ich 
beide mit Hilfe des regions selber festlege, noch bin ich darauf 
angewiesen, dass der richtige Browser verwendet wird und auch 
seinerseits den richtigen Tab und das richtige Fenster benutzt. 

Das sind zugegebenermaßen ein paar Tastendrücke mehr.  Dafür 
habe ich die vollständige Kontrolle darüber, welcher Browser in 
welchem Tab und welchem Fenster dem URL folgt. 

Wenn man dann noch einen Window‐Manager verwendet, bei dem man den 
Wechsel von einem (hier: Emacs‐) zu einem anderen (hier: Browser‐) 
Fenster mit der Tastatur bewerkstelligen kann, kriegt man das Anzeigen 
des URLs hin, ohne die Finger von der Tastatur nehmen und zur Maus 
bringen zu müssen.  Das ist zumindest für mich die effektivste 
Methode. 

Ich schließe mich Holger Schauer an:  Das hat mit Gnus nichts, 
jedoch mit Emacs zu tun, deshalb Crosspost & Followup-To 
«de.comp.editoren». 

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#290

FromWolfgang Bauer <wolfgang-bauer@gmx.eu>
Date2021-04-27 10:27 +0200
Message-ID<87mttkt9n1.fsf@wolfgang-bauer.at>
In reply to#289
Helmut Waitzmann schrieb:
> Wolfgang Bauer <wolfgang-bauer@gmx.eu>:

>> Als Standardbrowser ist Firefox eingestellt. Der gleiche Link in
>> Thunderbird angeklickt öffnet im Firefox.
>
> Ich gehe beim Wunsch, einen URL mit einem Browser anzufassen, anders
> vor: 
>
> Ich setze point (die Schreibmarke) und mark (die Zweitmarke) im Emacs
> auf das erste und hinter das letzte Zeichen des URLs.  Das spannt mir
> ein region auf, das genau den URL umfasst.  Dann rufe ich die
> Emacs‐Funktion «clipboard-kill-ring-save» auf, indem ich «M-x
> clipboard-kill-ring-save», «<copy>» oder «<f16>» tippe.  Dadurch kommt
> der URL ins X‐Clipboard. 

Umständlicher geht es nicht. Mit dem Eintrag in der ~/.emacs
              (setq browse-url-browser-function 'browse-url-firefox)
funktioniert es mit einem linken Mausklick.

-- 
Ohne Vergangenheit und ohne Gegenwart gäbe es auch keine Zukunft.
Deshalb gilt es, die Vergangenheit zu bewahren, die Gegenwart zu leben
und die Zukunft zu gestalten.
Wolfgang Kownatka

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#291

FromHelmut Waitzmann <nn.throttle@xoxy.net>
Date2021-04-27 12:02 +0200
Message-ID<83y2d49ha4.fsf@helmutwaitzmann.news.arcor.de>
In reply to#290
Wolfgang Bauer <wolfgang-bauer@gmx.eu>:
>Helmut Waitzmann schrieb:
>> Wolfgang Bauer <wolfgang-bauer@gmx.eu>:
>
>>> Als Standardbrowser ist Firefox eingestellt. Der gleiche Link in 
>>> Thunderbird angeklickt öffnet im Firefox.
>>
>> Ich gehe beim Wunsch, einen URL mit einem Browser anzufassen, 
>> anders vor: 
>>
>> Ich setze point (die Schreibmarke) und mark (die Zweitmarke) im 
>> Emacs auf das erste und hinter das letzte Zeichen des URLs.  Das 
>> spannt mir ein region auf, das genau den URL umfasst.  Dann rufe 
>> ich die Emacs‐Funktion «clipboard-kill-ring-save» auf, indem ich 
>> «M-x clipboard-kill-ring-save», «<copy>» oder «<f16>» tippe.  
>> Dadurch kommt der URL ins X‐Clipboard. 
>
>Umständlicher geht es nicht. 
>

Es liest sich langwieriger, als es ist.  Wenn man die Tastenfolgen 
erst einmal im Griffgedächtnis hat, geht das ruck‐zuck, zumindest, 
wenn man die acht Finger und den oder die Daumen zu benutzen weiß. 

>Mit dem Eintrag in der ~/.emacs
>              (setq browse-url-browser-function 'browse-url-firefox)
>funktioniert es mit einem linken Mausklick.

Aber selbstverständlich geht es umständlicher:  Ich nehme die Hand 
von der Tastatur und angle nach der Maus.  Die befindet sich unter 
dem Bildschirmständer, denn neben der Tastatur gibt es keinen 
weiteren Platz.  Der Bewegungsraum, den die Maus auf ihrer Fläche 
hat, ist so klein, dass man damit den Zeiger nicht über den ganzen 
Bildschirm bewegen kann, ohne die Maus zwischendrin hochzunehmen und 
zurückzusetzen.  Es kommt noch dazu, dass die Fläche ziemlich glatt 
ist, denn für ein Mousepad reicht der Platz nicht.  Deshalb rutscht 
die Kugel in der Maus beim Verschieben gerne mal, statt dass sie 
rollt.  Bis ich da den Zeiger endlich auf den URL (bzw. auf das, was 
Emacs für den URL hält) gefummelt habe, hätte ich längst die 
Schreibmarke im Emacs auf den Anfang des URL‐Texts gestellt, «C-SPC» 
getippt, die Schreibmarke hinter das Ende des URL‐Texts gestellt und 
«M-w» getippt.  «Alt-Tab» brächte mich zur Browser‐Adresszeile, 
«Control-V» schriebe den URL rein und «Return» schickte ihn ab.  
Fertig. 

Aber wenn das mit der Maus bei Dir zuverlässig funktioniert, ist es 
gut. 

Jedes darf sich so quälen, wie es möchte: die einen mit der 
Tastatur, die anderen mit der Maus. 

Bei mir kommt noch dazu, dass ich ab und zu mehrere Firefox‐Profile 
gleichzeitig laufen habe.  Da habe ich dann beim ferngesteuerten 
Aufschlagen eines URLs keine Möglichkeit, anzugeben, welches 
Firefox‐Profil den URL aufschlagen soll. 

Wenn ich hingegen den URL übers Clipboard direkt in die gewünschte 
Adresszeile stecke, kann ich natürlich eine Adresszeile des im 
entsprechenden Profil laufenden Firefox' verwenden. 

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#292

FromStefan Wiens <s.wi@gmx.net>
Date2021-04-27 14:25 +0200
Message-ID<87fszc3p32.fsf@eswe.dd-dns.de>
In reply to#291
Helmut Waitzmann <nn.throttle@xoxy.net> writes:

> Wolfgang Bauer <wolfgang-bauer@gmx.eu>:
>>Helmut Waitzmann schrieb:
>>> Wolfgang Bauer <wolfgang-bauer@gmx.eu>:
>>
>>>> Als Standardbrowser ist Firefox eingestellt. Der gleiche Link in
>>>> Thunderbird angeklickt öffnet im Firefox.
>>>
>>> Ich gehe beim Wunsch, einen URL mit einem Browser anzufassen,
>>> anders vor: 
>>>
>>> Ich setze point (die Schreibmarke) und mark (die Zweitmarke) im
>>> Emacs auf das erste und hinter das letzte Zeichen des URLs.  Das
>>> spannt mir ein region auf, das genau den URL umfasst.  Dann rufe
>>> ich die Emacs‐Funktion «clipboard-kill-ring-save» auf, indem ich
>>> «M-x clipboard-kill-ring-save», «<copy>» oder «<f16>» tippe. 
>>> Dadurch kommt der URL ins X‐Clipboard. 
>>
>> Umständlicher geht es nicht. 
>>
>
> Es liest sich langwieriger, als es ist.  Wenn man die Tastenfolgen
> erst einmal im Griffgedächtnis hat, geht das ruck‐zuck, zumindest,
> wenn man die acht Finger und den oder die Daumen zu benutzen weiß. 

Ich benutze den Emacs öfters remote mit ssh und emacsclient. (Geht
das mittlerweile auch mit ssh -X und GTK?) Da mache ich es auch mit
Copy&Paste, denn es wäre wenig sinnvoll, beim Klick auf einen Link
ein Browser-Fenster auf dem Remote-Rechner zu öffnen.

-- 
Stefan

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