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Groups > de.comm.software.mailreader > #608 > unrolled thread

Re: Church of Emacs

Started byAndreas Kohlbach <ank@spamfence.net>
First post2019-05-19 15:21 -0400
Last post2019-05-21 20:36 +0200
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  Re: Church of Emacs Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net> - 2019-05-19 15:21 -0400
    Re: Church of Emacs Helmut Waitzmann <nn.throttle@xoxy.net> - 2019-05-21 20:36 +0200

#608 — Re: Church of Emacs

FromAndreas Kohlbach <ank@spamfence.net>
Date2019-05-19 15:21 -0400
SubjectRe: Church of Emacs
Message-ID<878sv2gshp.fsf@usenet.ankman.de>
On Sun, 19 May 2019 00:43:46 +0200, Andreas Hermann wrote:
>
> On Sat, 18 May 2019 21:01:58 +0200
> Christian Schneider <strcat@gmx.net> wrote:
>
>> > Naja, sooo schlecht ist Emacs nun auch nicht. [...]  
>> 
>> Immerhin kann man mit GNU Emacs den Zeilenumbruch auf 72 Zeichen
>> einstellen.
>
> Ich muss gestehen, ich habe mir meine eigenen Posts nicht mehr
> angesehen, nachdem ich sie abgeschickt habe und bin jetzt etwas
> erschüttert, dass ich offenbar lange Zeilen verschickt habe.

Du hast quoted-printble benutzt. Die Zeilen hören aber mit "=" statt
"=20" auf. <https://de.wikipedia.org/wiki/Quoted-Printable-Kodierung>
sagt aber:

|   Um die Länge der Zeilen auf 76 Zeichen zu begrenzen, wird bei
|   längeren Zeilen nach meist 75 Zeichen ein = an das Zeilenende gesetzt
|   und der Text in der nächsten Zeile fortgesetzt. Der auf diese Weise
|   erzwungene Zeilenumbruch wird beim Dekodieren wieder entfernt.

Das "=" wird "soft line break" bezeichnet. Ist mir bisher nie
untergekommen, scheint aber doch valide zu sein. Wenn, hat Christians
Reader einen Bug. Was mich wundern würde, weil er slrn laut Header
benutzt, den ich als sehr gut in Erinnerung hatte, als ich ihn benutzte.

Das mit dem "=" erinnert mich an "format flowed" (Zeilen hören dort mit
einem " " auf und es wird im Header deklariert).

X'post de.comp.os.unix.linux.misc F'up2 de.comm.software.mailreader
-- 
Andreas
You know you are a redneck if
the fifth grade is referred to as "your senior year."

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#610

FromHelmut Waitzmann <nn.throttle@xoxy.net>
Date2019-05-21 20:36 +0200
Message-ID<87lfyzzmbf.fsf@helmutwaitzmann.news.arcor.de>
In reply to#608
 Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net>:
> On Sun, 19 May 2019 00:43:46 +0200, Andreas Hermann wrote:
>>  On Sat, 18 May 2019 21:01:58 +0200
>>  Christian Schneider <strcat@gmx.net> wrote:
>>
>>>>  Naja, sooo schlecht ist Emacs nun auch nicht. [...] 
>>>
>>>  Immerhin kann man mit GNU Emacs den Zeilenumbruch auf 72 Zeichen 
>>>  einstellen. 
>>
>>  Ich muss gestehen, ich habe mir meine eigenen Posts nicht mehr 
>>  angesehen, nachdem ich sie abgeschickt habe und bin jetzt etwas 
>>  erschüttert, dass ich offenbar lange Zeilen verschickt habe. 
>
> Du hast quoted-printble benutzt. Die Zeilen hören aber mit "=" statt 
> "=20" auf. 

 Und das ist auch vollkommen korrekt so, und Dein Zitat bestätigt 
 das: 

> <https://de.wikipedia.org/wiki/Quoted-Printable-Kodierung> 
> sagt aber: 
>
> |   Um die Länge der Zeilen auf 76 Zeichen zu begrenzen, wird bei
> |   längeren Zeilen nach meist 75 Zeichen ein = an das Zeilenende gesetzt
> |   und der Text in der nächsten Zeile fortgesetzt. Der auf diese Weise
> |   erzwungene Zeilenumbruch wird beim Dekodieren wieder entfernt.
>
> Das "=" wird "soft line break" bezeichnet. Ist mir bisher nie 
> untergekommen, scheint aber doch valide zu sein. Wenn, hat Christians 
> Reader einen Bug. Was mich wundern würde, weil er slrn laut Header 
> benutzt, den ich als sehr gut in Erinnerung hatte, als ich ihn benutzte. 
>

 Slrn macht da in der Tat nichts falsch.  Zur Diagnose gebe ich 
 hier in Rohform wieder, was Andreas Hermanns Newsreader erzeugt 
 hatte: 

 Naja, sooo schlecht ist Emacs nun auch nicht. Zugegeben, es ist einen Betri=
 ebssystem n=C3=A4her als einem Editor, aber daf=C3=BCr gibt es ein paar zie=
 mlich coole Funktionen, wie z.B. dem Org-Mode. Leider hakt es da mit der   =
   Vernetzung noch erhelich...

 Nimm den Text mal auseinander: 

 Die erste, zweite und dritte Zeile endet jeweils mit einem »=«. 

 Im von Dir angegebenen Wikipedia‐Artikel steht dazu, dass 
 Gleichheitszeichen, denen ein Zeilenwechsel folgt, beim Dekodieren 
 mitsamt dem Zeilenwechsel entfernt werden.  Das bedeutet, dass 
 beim Dekodieren dieser vier Zeilen die drei ersten Zeilenwechsel 
 entfernt werden. 

 => Nach der Dekodierung ist aus den vier Zeilen eine lange 
 Bandwurmzeile geworden, der nur der Zeilenwechsel der vierten 
 Zeile geblieben ist.  Das ist genau das, was Christians 
 Newsreader (meiner übrigens auch) aus dem kodierten Text gemacht 
 hat. 

> Das mit dem "=" erinnert mich an "format flowed" (Zeilen hören dort mit 
> einem " " auf und es wird im Header deklariert). 
>

 Quoted‐Printable hat mit dem Fließtextformat nichts zu tun.  Beide 
 haben von einander unabhängige Aufgaben und können deswegen auch 
 gleichzeitig auftreten (wie bei meinem Artikel). 

> X'post de.comp.os.unix.linux.misc F'up2 de.comm.software.mailreader 

 Ich schlage statt dessen ein Crosspost und Followup‐To 
 de.comm.software.newsreader vor. 

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