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Re: Wärmepumpe im 70er Jahre-Haus ohne FBH

From Thomas Heger <ttt_heg@web.de>
Newsgroups de.sci.electronics, de.soc.politik.misc
Subject Re: Wärmepumpe im 70er Jahre-Haus ohne FBH
Date 2023-08-01 07:27 +0200
Message-ID <kirjbuFdno0U1@mid.individual.net> (permalink)
References <ua7qbt$29fij$1@gwaiyur.mb-net.net> <d8lfci1h6153ha4m9o3a5u3mqkk54e1re9@4ax.com>

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Am 31.07.2023 um 17:49 schrieb Heinz Schmitz:
> Marte Schwarz  wrote:
>
>> Hallo zusammen,
>>
>> gerade gesehen:
>> https://www.youtube.com/watch?v=wB8rq-D9PAQ
>>
>> Es geht also ganz offensichtlich auch ohne Großumbau.
>> Mich wundert das schon lange, dass das nicht mehr verbaut wird. Mit
>> Luft-Luft-WP hat man einfach kein zusätzlich höheres Temperaturniveau,
>> durch zusätzliche Wasserkreise.
>> Wenn ich jetzt wieder mitbekommen hatte, dass manche diese schrecklich
>> ineffizienten Infrarot-E-Heizungen verbauen, schüttle ich nur noch den Kopf.
>
> In dem Video gibt  es ein paar Dinge, die mir nicht so recht sind:
> 1 - Bei ca 20:32 wird eine Isolierung INNEN gezeigt (beachte die
>      Fenstergriffe.
>      Das würde ich auf keinen Fall machen wollen.
>
> 2 - Anstelle von einer Wärmepumpe benötigt man mehrere, und
>      die mit FCKW-Kältemittel (braucht Monteur mit Kältemittelschein).
>      Das läßt befürchten, dass man die in einigen Jahren alle
>      austauschen muß.
>
> 3 - Die hohe Effizienz trotz kleiner Wärmeübertragungsflächen wird
>      wohl nur durch in die Innenaggregate eingebaute Lüfter erreicht.
>      Das könnte man auch bei zu kleinen vorhandenen Heizkörpern
>      machen.
>      Man hat aber ständig Luftstrom im Raum. Ich habe lange in Räumen
>      mit Klimaanlage gehockt und bin froh, das nicht mehr zu haben.
>
> Ich denke eher an EINE "richtige" Wärmepumpe, und, solange die
> Gasheizung noch geht, diese bei Spitzenlast nachgeschaltet. Das hat
> dann wohl die geringsten Installationskosten und sollte in einigen
> Jahren - wenn die Hysterie nachgelassen hat - erhältlich sein.
>


Eine Luft-Luft-Wärmepumpe kann naturgemäß keine Heizkörper erwäremen, da 
die kein heißes Wasser erzeugt.

Daher kann so eine kleine Wärmepumpe auch nur einen einzelen Raum heizen 
oder ein kleines Appartment, aber keine fünf-Zimmer-Wohnung.

Macht aber nichts, da man ja für jedes Zimmer so ein Aggregat 
installieren könnte.

Das sieht zwar ziemlich schei*** aus, wenn am ganzen Haus überall von 
oben bis unten Wärmetauscher an der Fassade hängen, würde aber gehen.

Nur kann man die Anlagen nicht mit Heizkörpern kombinieren, weil man bei 
einer Luft-Luft-Wärmepumpe nur Luft bekommt und kein warmes Wasser.

Wenn man das nicht will, etwa weil die Lüfter störende Geräusche machen 
(auch inerhalb der Wohnung) oder weil man nicht das ganze haus außen 
voll Wärmetauscher pflastern möchte, dann gehen Wärmepumpenheizungen nur 
im Neubau oder in Form einer Zentralheizung.

Bestehende Gasetagen-Heizungen in der Bauweise als Kombitherme kann man 
fast unmöglich durch Wärmepumpen ersetzen, selbst dann, wenn einem der 
Aufwand egal ist und auch, wenn man bereit sein sollte, die enorm viel 
höheren Stromkosten nach so einem Umbau zu tragen.

Eine Zentralheizung anstatt vieler Kombithermen wäre eine denkbare 
Lösung und u.U. wirtschaftlich betreibar, wenn man Erdwärme nutzen würde 
und nicht die Außenluft.

Aber Wärmepumpen als Luft-Wasser-Wärmepumpen in der Etage sind überhaupt 
nicht wirtschaftlich betreibbar. Das liegt u.a. an deren schlechtem 
Wirkungsgrad und den immensen Investionen, die so eine Anlage inkl. 
Fußbodenheizung und Umbau der Warmwasserversorgung und des Herdes auf 
E-Betrieb erfordern würde.

Aber noch schlimmer wäre, dass diese Investitionen zu keiner Verbessung 
des Wohnwertes führen würden, sondern nur die Heizkosten erhöhen, ohne 
dem Mieter sonstigen Komfortgewinn zu bringen.

Daher wären die Investionen auch keine Modernisierung und daher vom 
Vermieter alleine zu tragen, ohne dass er dafür etwas vom Mieter 
bekommen könnte.

Die Nachteile des Mieters gegenüber der bereits vorhandenen Kombitherme:

SEHR viel höhere Stromkosten als die Ersparniss an Kosten für Gas 
einbringt. Er hat also stark steigende Wohnkosten in Summe.

Nervige Geräusche und sehr kalte Luftströmungen an den Wärmtauschern

Unzuverlässige Heizung an besonders kalten Tagen, wenn man sich 
eigentlich das Gegenteil wünscht.

Raumgreifende Installationen im Haus anstatt der eher kleinen Kombitherme

Zusatzliche Stromkosten beim Warmwasser, da die kWh Strom so etwa 
dreimal teuerer ist als die kWh Gas, weswegen Warmwasser auch dreimal so 
teuer wird, wenn man von Gas auf Elektro-Durchlauferhitzer umsteigt.

Ähnliches gilt fürs Kochen, wo auch Gas-Herde durch E-Herde ersetzt 
werden müssen.

Also bringen Wärmepumpen dem Mieter höhere Kosten, Nervereien und 
Komfortverlust, weswegen der Vermieter das kaum als Modernisierung 
verkaufen kann.

Tatsächlich wird er das auch nicht deswegen tun, weil der Mieter das 
wünscht, sondern weil ein gewisser Herr Habeck das tut.

Der Herr Habeck würde die Heizung ja auch bezahlen (zumindest 
teilweise), aber darf wohl nicht.



TH


>
>

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Wärmepumpe im 70er Jahre-Haus ohne FBH Marte Schwarz <marte.schwarz@gmx.de> - 2023-07-31 10:11 +0200
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