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Groups > de.comp.os.unix.linux.misc > #90950 > unrolled thread
| Started by | Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net> |
|---|---|
| First post | 2017-06-17 13:55 -0400 |
| Last post | 2017-06-18 14:08 -0400 |
| Articles | 7 — 5 participants |
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[core utils] Design Flaw oder Bug bei Abfragen in anderen Sprachen als Englisch? Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net> - 2017-06-17 13:55 -0400
Re: [core utils] Design Flaw oder Bug bei Abfragen in anderen Sprachen als Englisch? Tim Ritberg <tim@server.invalid> - 2017-06-17 20:54 +0200
Re: [core utils] Design Flaw oder Bug bei Abfragen in anderen Sprachen als Englisch? Jochen Hein <jochen@jochen.org> - 2017-06-17 21:17 +0200
Re: [core utils] Design Flaw oder Bug bei Abfragen in anderen Sprachen als Englisch? Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net> - 2017-06-18 15:33 -0400
Re: [core utils] Design Flaw oder Bug bei Abfragen in anderen Sprachen als Englisch? Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2017-06-17 23:32 +0200
Re: [core utils] Design Flaw oder Bug bei Abfragen in anderen Sprachen als Englisch? Helmut Waitzmann <nn.throttle@xoxy.net> - 2017-06-17 23:44 +0200
Re: [core utils] Design Flaw oder Bug bei Abfragen in anderen Sprachen als Englisch? Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net> - 2017-06-18 14:08 -0400
| From | Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net> |
|---|---|
| Date | 2017-06-17 13:55 -0400 |
| Subject | [core utils] Design Flaw oder Bug bei Abfragen in anderen Sprachen als Englisch? |
| Message-ID | <877f0a33dz.fsf@usenet.ankman.de> |
Viele von euch (alle?) werden Linux (auch) in einer anderen Sprache als Englisch nutzen. Ich hatte neulich mit einer spanischen Installation zu tun, wollte eine Datei im Verzeichnis des Hauptusers löschen, die er selbst nicht angelegt hat. Auch wenn er sie löschen darf, kommt die Abfrage | protegido contra escritura? (s/n) wobei "s" für "si" und "n" für "no" steht. Auf Englisch wäre das | remove write-protected regular file wo interessanterweise hier aber kein "(y/n)" dabei ist. Weil ich Linux hier auf Englisch habe, habe ich der Gewohnheit halber "y" gedrückt, und die Datei wurde gelöscht. Ich halte das für einen Bug, zumindest aber Design Flaw. Für mein Dafürhalten müsste, wenn der Account spanisch spricht, alles außer "s" ein "False" erzeugen. Auf einem deutschen Linux wird dann wohl auch sowohl "j" wie "y" als "True" gewertet? Ich würde vermuten, auch andere Abfragen als nach "rm" würden sich identisch verhalten. Wie steht ihr dazu? Wenn das ein Problem ist, dürfte es aus lib/yesno.c her rühren. -- Andreas You know you are a redneck if your boat has not left the driveway in 15 years.
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| From | Tim Ritberg <tim@server.invalid> |
|---|---|
| Date | 2017-06-17 20:54 +0200 |
| Message-ID | <oi3tse$lfa$1@tota-refugium.de> |
| In reply to | #90950 |
Am 17.06.2017 um 19:55 schrieb Andreas Kohlbach: > Viele von euch (alle?) werden Linux (auch) in einer anderen Sprache als > Englisch nutzen. > > Ich hatte neulich mit einer spanischen Installation zu tun, wollte eine > Datei im Verzeichnis des Hauptusers löschen, die er selbst nicht angelegt > hat. Auch wenn er sie löschen darf, kommt die Abfrage > > | protegido contra escritura? (s/n) > > wobei "s" für "si" und "n" für "no" steht. Auf Englisch wäre das > > | remove write-protected regular file > > wo interessanterweise hier aber kein "(y/n)" dabei ist. > > Weil ich Linux hier auf Englisch habe, habe ich der Gewohnheit halber "y" > gedrückt, und die Datei wurde gelöscht. > > Ich halte das für einen Bug, zumindest aber Design Flaw. Für mein > Dafürhalten müsste, wenn der Account spanisch spricht, alles außer "s" > ein "False" erzeugen. Auf einem deutschen Linux wird dann wohl auch > sowohl "j" wie "y" als "True" gewertet? Ich würde vermuten, auch andere > Abfragen als nach "rm" würden sich identisch verhalten. > > Wie steht ihr dazu? > > Wenn das ein Problem ist, dürfte es aus lib/yesno.c her rühren. > Ist mir auch schon aufgefallen. Könnte man vielleicht mal fixen. Tim
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| From | Jochen Hein <jochen@jochen.org> |
|---|---|
| Date | 2017-06-17 21:17 +0200 |
| Message-ID | <83o9tms9th.fsf@jochen.org> |
| In reply to | #90950 |
Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net> writes: > Viele von euch (alle?) werden Linux (auch) in einer anderen Sprache als > Englisch nutzen. Ja :-) > Ich hatte neulich mit einer spanischen Installation zu tun, wollte eine > Datei im Verzeichnis des Hauptusers löschen, die er selbst nicht angelegt > hat. Auch wenn er sie löschen darf, kommt die Abfrage > > | protegido contra escritura? (s/n) > > wobei "s" für "si" und "n" für "no" steht. Auf Englisch wäre das > > | remove write-protected regular file > > wo interessanterweise hier aber kein "(y/n)" dabei ist. > > Weil ich Linux hier auf Englisch habe, habe ich der Gewohnheit halber "y" > gedrückt, und die Datei wurde gelöscht. > > Ich halte das für einen Bug, zumindest aber Design Flaw. Wenn denn die Software die Einstellungen der Locale nimmt, dann ist das vom Entwickler der Locale so gewollt. Und das sieht so aus: jochen:~$ LANG=de_DE.utf8 locale -ck LC_MESSAGES LC_MESSAGES yesexpr="^[+1jJyY]" noexpr="^[-0nN]" yesstr="ja" nostr="nein" messages-codeset="UTF-8" jochen:~$ LANG=es_ES.utf8 locale -ck LC_MESSAGES LC_MESSAGES yesexpr="^[+1sSyY]" noexpr="^[-0nN]" yesstr="sí" nostr="no" messages-codeset="UTF-8" Jochen -- This space is intentionally left blank.
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| From | Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net> |
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| Date | 2017-06-18 15:33 -0400 |
| Message-ID | <871sqhoztw.fsf@usenet.ankman.de> |
| In reply to | #90952 |
On Sat, 17 Jun 2017 21:17:30 +0200, Jochen Hein wrote: > > Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net> writes: > >> Ich hatte neulich mit einer spanischen Installation zu tun, wollte eine >> Datei im Verzeichnis des Hauptusers löschen, die er selbst nicht angelegt >> hat. Auch wenn er sie löschen darf, kommt die Abfrage >> >> | protegido contra escritura? (s/n) >> >> wobei "s" für "si" und "n" für "no" steht. Auf Englisch wäre das >> >> | remove write-protected regular file >> >> wo interessanterweise hier aber kein "(y/n)" dabei ist. >> >> Weil ich Linux hier auf Englisch habe, habe ich der Gewohnheit halber "y" >> gedrückt, und die Datei wurde gelöscht. >> >> Ich halte das für einen Bug, zumindest aber Design Flaw. > > Wenn denn die Software die Einstellungen der Locale nimmt, dann ist das > vom Entwickler der Locale so gewollt. Mir fällt gerade ein, dass die erwähnte Lib auch immer "Y/y" drin hat. Hat eine locale eine höhere Priorität als die Lib? Hoffentlich, denn sonst, was ist dann z.B. mit Azerbaijan, wo "yox" "nein" heißt <https://en.wikipedia.org/wiki/Azerbaijani_language#Formal_and_informal>? Das hieße, wenn "y" omnipräsent wäre, dass die "nein" wählen können, so lange sie wollten, es wird doch immer ausgeführt. -- Andreas You know you are a redneck if you ever been getting gas and another customer asks you to check his oil.
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| From | Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> |
|---|---|
| Date | 2017-06-17 23:32 +0200 |
| Message-ID | <oi474v$8m6$1@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #90950 |
On 17.06.17 19.55, Andreas Kohlbach wrote: > Ich hatte neulich mit einer spanischen Installation zu tun, wollte eine > Datei im Verzeichnis des Hauptusers löschen, die er selbst nicht angelegt > hat. Auch wenn er sie löschen darf, kommt die Abfrage > > | protegido contra escritura? (s/n) > > wobei "s" für "si" und "n" für "no" steht. Auf Englisch wäre das > > | remove write-protected regular file > > wo interessanterweise hier aber kein "(y/n)" dabei ist. > > Weil ich Linux hier auf Englisch habe, habe ich der Gewohnheit halber "y" > gedrückt, und die Datei wurde gelöscht. Ja, funktioniert meistens. Letztlich obliegt es natürlich jedem einzelnen Programm. Und ehrlich gesagt ist das auch gut so. Das nervt nämlich total, dass die Tasten ständig andere Funktionen haben. > Ich halte das für einen Bug, zumindest aber Design Flaw. Für mein > Dafürhalten müsste, wenn der Account spanisch spricht, alles außer "s" > ein "False" erzeugen. Auf einem deutschen Linux wird dann wohl auch > sowohl "j" wie "y" als "True" gewertet? Meistens schon. Marcel
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| From | Helmut Waitzmann <nn.throttle@xoxy.net> |
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| Date | 2017-06-17 23:44 +0200 |
| Message-ID | <87lgoquw4b.fsf@helmutwaitzmann.news.arcor.de> |
| In reply to | #90950 |
Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net>: > Ich hatte neulich mit einer spanischen Installation zu tun, wollte eine > Datei im Verzeichnis des Hauptusers löschen, die er selbst nicht angelegt > hat. Auch wenn er sie löschen darf, kommt die Abfrage > > | protegido contra escritura? (s/n) > > wobei "s" für "si" und "n" für "no" steht. Auf Englisch wäre das > > | remove write-protected regular file > > wo interessanterweise hier aber kein "(y/n)" dabei ist. > > Weil ich Linux hier auf Englisch habe, habe ich der Gewohnheit halber "y" > gedrückt, und die Datei wurde gelöscht. > > Ich halte das für einen Bug, zumindest aber Design Flaw. Für mein > Dafürhalten müsste, wenn der Account spanisch spricht, alles außer "s" > ein "False" erzeugen. Auf einem deutschen Linux wird dann wohl auch > sowohl "j" wie "y" als "True" gewertet? Ja. Jedenfalls auf meinem. Und das liegt an den Locale-Daten. Wenn ich mir ein eigenes Locale erstellen würde, könnte ich das große und kleine Y in den möglichen Antworten auch weglassen. > Ich würde vermuten, auch andere Abfragen als nach "rm" würden > sich identisch verhalten. Das hoffe ich doch. Lass in dem betreffenden Locale das Kommando »locale -k -- yesexpr noexpr« laufen. Im Locale »de_DE.UTF-8« erhalte ich da beispielsweise LC_MESSAGES=de_DE.UTF-8 locale -k -- yesexpr noexpr yesexpr="^[jJyY].*" noexpr="^[nN].*" Siehe das Manual-Page locale(1). Folge dort auch den Verweisen auf andere Manual-Pages im Abschnitt »SEE ALSO«. Damit sollte sich finden lassen, wie man sich selbst ein Locale baut, das nur die gewünschten Ja- und Nein-Antworten zulässt.
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| From | Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net> |
|---|---|
| Date | 2017-06-18 14:08 -0400 |
| Message-ID | <8760fti2yg.fsf@usenet.ankman.de> |
| In reply to | #90959 |
On Sat, 17 Jun 2017 23:44:42 +0200, Helmut Waitzmann wrote: > > Andreas Kohlbach <ank@spamfence.net>: > >> Ich hatte neulich mit einer spanischen Installation zu tun, wollte eine >> Datei im Verzeichnis des Hauptusers löschen, die er selbst nicht angelegt >> hat. Auch wenn er sie löschen darf, kommt die Abfrage >> >> | protegido contra escritura? (s/n) >> >> wobei "s" für "si" und "n" für "no" steht. Auf Englisch wäre das >> >> | remove write-protected regular file >> >> wo interessanterweise hier aber kein "(y/n)" dabei ist. >> >> Weil ich Linux hier auf Englisch habe, habe ich der Gewohnheit halber "y" >> gedrückt, und die Datei wurde gelöscht. >> >> Ich halte das für einen Bug, zumindest aber Design Flaw. Für mein >> Dafürhalten müsste, wenn der Account spanisch spricht, alles außer "s" >> ein "False" erzeugen. Auf einem deutschen Linux wird dann wohl auch >> sowohl "j" wie "y" als "True" gewertet? > > Ja. Jedenfalls auf meinem. Und das liegt an den Locale-Daten. > Wenn ich mir ein eigenes Locale erstellen würde, könnte ich das > große und kleine Y in den möglichen Antworten auch weglassen. > >> Ich würde vermuten, auch andere Abfragen als nach "rm" würden >> sich identisch verhalten. > > Das hoffe ich doch. Lass in dem betreffenden Locale das Kommando > > »locale -k -- yesexpr noexpr« > > laufen. Im Locale »de_DE.UTF-8« erhalte ich da beispielsweise > > LC_MESSAGES=de_DE.UTF-8 locale -k -- yesexpr noexpr > yesexpr="^[jJyY].*" > noexpr="^[nN].*" > > Siehe das Manual-Page locale(1). Folge dort auch den Verweisen > auf andere Manual-Pages im Abschnitt »SEE ALSO«. > > Damit sollte sich finden lassen, wie man sich selbst ein Locale > baut, das nur die gewünschten Ja- und Nein-Antworten zulässt. Danke, auch an die anderen. Dann ist das Vorhandensein des "y" auch in anderen Sprachen also voll beabsichtigt. Dann lag ich damit wohl falsch, dass es aus einer Library kommt. -- Andreas You know you are a redneck if you've ever used lard in bed.
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