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Groups > de.talk.tagesgeschehen > #833962
| From | Thomas Heger <ttt_heg@web.de> |
|---|---|
| Newsgroups | de.talk.tagesgeschehen, de.soc.umwelt, de.sci.physik |
| Subject | Re: Verbilligung der Produktion. |
| Date | 2022-11-21 09:33 +0100 |
| Message-ID | <ju0reoFgqtqU1@mid.individual.net> (permalink) |
| References | (27 earlier) <636B987F.422CE72@yahoo.com> <tkh6lm$at4t$3@dont-email.me> <636F8CE9.82D0311E@yahoo.com> <tkt1gt$1nng7$1@dont-email.me> <637B3279.62C38889@yahoo.com> |
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Am 21.11.2022 um 09:10 schrieb Carla Schneider: > Christoph Müller wrote: >> >> Am 12.11.2022 um 13:09 schrieb Carla Schneider: >>> Christoph Müller wrote: >>>> Am 09.11.2022 um 13:09 schrieb Carla Schneider: >>>>> Christoph Müller wrote: >>>>>> Am 07.11.2022 um 01:50 schrieb Carla Schneider: >>>>>>> Christoph Müller wrote: >>>>>>>> Am 05.11.2022 um 13:37 schrieb Carla Schneider: >>>>>>>>> Christoph Müller wrote: >>>>>>>>>> Am 03.11.2022 um 17:03 schrieb Carla Schneider: >>>>>>>>>>> Christoph Müller wrote: >>>>>>>>>>>> Am 03.11.2022 um 01:01 schrieb Carla Schneider: >>>>>>>>>>>>> Christoph Müller wrote: >>>>>>>>>>>>>> Am 02.11.2022 um 11:21 schrieb Carla >>>>>>>>>>>>>> Schneider: >>>>>>>>>>>>>>> Christoph Müller wrote: >> > > [...] > >>>>> Das EEG hat uns Wind und Sonnenkraftwerke gebracht, dazu waere es >>>>> bei deinem System nie gekommen. >>>> >>>> Das wage ich sehr zu bezweifeln. Sobald nämlich die breite Masse >>>> betroffen ist, werden auch entsprechende Produktionsmethoden >>>> Einzug halten. Dann kostet die Einheit nicht mehr 100%, sondern nur >>>> noch 10%. >>> >>> Nur wirst du da nicht hinkommen mit deiner Methode. Denn wenn niemand >>> die Dinger fuer 100% kauft werden sie auch nicht billiger. >> >> Eine nicht ungewöhnliche Einführungsstrategie ist, dass die >> Produktpreise bestehen aus Herstellkosen + X, wobei X das ist, was der >> Laie unter "Gewinn" versteht. Tatsächlich ist es so, dass von X noch die >> ganze Entwicklungs-, Verwaltungs-, Vertriebs und Werkzeugkosten anteilig >> abgezogen werden müssen. Man kann sich nun hinstellen und sagen, dass >> nach 100 Einheiten all diese Kosten wieder eingespielt sein müssen. So >> wird man rechnen, wenn man davon aus geht, dass man nur wenige Einheiten >> (z.b. wenige hundert) verkaufen kann. Das ergibt ziemlich hohe Stückpreise. >> >> Man kann aber auch sagen, dass diese Kosten erst nach 10.000 Einheiten >> wieder eingespielt sein müssen. Das wird man dann machen, wenn man von >> 100.000 und mehr produzierten Einheiten aus geht. Das senkt die >> Stückkosten ganz beträchtlich. > > Man kann auch erst mal berechnen was es kosten wuerde wenn man die Entwicklungskosten > ueberhaupt nicht wieder hereinbringen will, man also nur die reinen Produktionskosten hat. > Und wenn das dann immer noch viel zu teuer ist um konkurrenzfaehig zu sein > wird man davon absehen das ueberhaupt zu entwickeln. Ich empfehle, nach dem Begriff 'Deckungsbeitragsrechnung' zu googln. > Trotzdem kann auch das mit der Zeit billiger werden, weil man die Produktion billiger > macht. Das geschah z.B. mit den Solarzellen, ueber 20 Jahre Solarzellenproduktion hinweg > Das waere nicht passiert wenn ueber diese Zeitspanne hinweg nicht Massen an Solarzellen > verkauft worden waeren dankt der Subvention. Ich hatte mal, vor einer schieren Ewigkeit, eine Idee, die ich damals 'Quarzuhr-Effekt' genannt hatte. Meine Beobachtung war, dass sich bestimmte damals neuartige Produkte in kurzer Zeit stark verbilligt und verbessert haben. Meine Überlegung für den Grund dafür war etwas, dass ich 'Quartzuhr-Effekt' genannt hatte. Das ging so: Eine neue Technologie ermöglicht neue Produkte, welche in einzelnen Merkmalen bisherigen Produkten überlegen sind und viel günstiger zu produzieren sind. Ihr Nachteil sind die hohen Entwicklungskosten. Diese hohen Entwicklungskosten fallen aber nur beim ersten mal an, da Nachmachen viel billiger ist als selber erfinden. Jetzt kann der erste Erfinder-Produzent für sein neuartiges Produkt nehmen was er möchte, solange er unter dem Preis der konventionellen Produkte bleibt und er einen zusätzlichen Nutzen bietet. Das spornt natürlich die Konkurrenz an, sich auch mit der Thematik zu beschäftigen. Und da nachmachen viel billiger ist, sind auch die Entwicklungskosten bei der 2ten Welle viel niedriger. Bei neuartigen Produkten liegt meist auch atomatisierte Fertigung vor und damit niedrige variable Stückkosten. Da aber die zweiten Nachahmer viel weniger bezahlt hatten für die Entwicklung, wäre deren Gewinn bei gleichen Preise viel höher als bei denen der ersten Welle. Daher können sie ihre Produkte günstiger anbieten und trotzdem gleichzeit mehr Gewinn machen. Das bringt dann die nächsten Wettbewerber an den Start, welche die Masche der 2ten Welle nachmachen wollen. Man erkennt ein Muster und auch, dass dabei die erzielbaren Preise am Ende in Richtung der variablen Stückkosten fallen, welche aber bei solchen Produkten mit geringem Materialbedarf und vollautomatischer Produktion gegen Null tendieren. Die neuartigen Produkte werden am Ende der Entwicklung in großer Stückzahl verkauft, aber so billig, dass man die zu einem Pfund Kaffee dazu bekommen könnte. Nun gibt es noch einen weiteren Kreislauf, der ähnlich funktioniert: die Produkte werden immer besser und können immer mehr, werden aber zu einem geringeren Preis verkauft. Die 'featuritis' führt nun dazu, dass sich der obige Effekt auf andere Bereiche ausdehnt, wo bisher noch konventionelle Produkte hergestellt und verkauft wurden. Das ist quasi eine andere Dimension als der Preis, da andere Produktgattungen betroffen sind. Jedenfalls war meine Prognose damals (etwa Ende der 70er Jahre) dass dereinst Computer so klein wären wie eine Zigarettenschachtel, so leistungsfähig wie ein Rechenzentrum und so billig, dass man sie zum Pfund Kaffee dazu kriegt (wie damals WM-Münzen beim Tanken). TH
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Verbilligung der Produktion. Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com> - 2022-11-21 09:10 +0100
Re: Verbilligung der Produktion. Arne Luft <invalid@invalid.invalid> - 2022-11-21 09:25 +0100
Re: Verbilligung der Produktion. Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com> - 2022-11-21 12:11 +0100
Re: Verbilligung der Produktion. Arne Luft <invalid@invalid.invalid> - 2022-11-21 12:47 +0100
Re: Verbilligung der Produktion. Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2022-11-25 08:08 +0100
Re: Verbilligung der Produktion. Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2022-11-21 09:33 +0100
Re: Verbilligung der Produktion. Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2022-11-23 21:47 +0100
Re: Verbilligung der Produktion. Hans <Hans@enosta.at> - 2022-11-23 23:47 +0100
Re: Verbilligung der Produktion. Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2022-11-24 09:21 +0100
Re: Verbilligung der Produktion. Ole Jansen <remove.this.kaspernasebaer@gmx.de> - 2022-11-24 10:17 +0100
Re: Verbilligung der Produktion. Christoph Müller <chrnewsgroup@astrail.de> - 2022-11-21 16:31 +0100
Re: Verbilligung der Produktion. stefan <adresse@ist.invalid> - 2022-11-21 16:55 +0100
Re: Verbilligung der Produktion. Christoph Müller <chrnewsgroup@astrail.de> - 2022-11-22 09:09 +0100
Re: Verbilligung der Produktion. stefan <adresse@ist.invalid> - 2022-11-22 13:23 +0100
Re: Verbilligung der Produktion. Christoph Müller <chrnewsgroup@astrail.de> - 2022-11-22 18:07 +0100
Re: Verbilligung der Produktion. stefan <adresse@ist.invalid> - 2022-11-22 18:24 +0100
Re: Verbilligung der Produktion. Christoph Müller <chrnewsgroup@astrail.de> - 2022-11-22 21:49 +0100
Re: Verbilligung der Produktion. stefan <adresse@ist.invalid> - 2022-11-22 22:10 +0100
Re: Verbilligung der Produktion. Carla Schneider <carla_sch@yahoo.com> - 2022-11-23 12:39 +0100
Re: Verbilligung der Produktion. Christoph Müller <chrnewsgroup@astrail.de> - 2022-11-23 20:12 +0100
Re: Verbilligung der Produktion. Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2022-11-23 22:05 +0100
Re: Verbilligung der Produktion. Christoph Müller <chrnewsgroup@astrail.de> - 2022-11-24 11:08 +0100
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