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Groups > de.soc.politik.misc > #1218234
| From | Thomas Heger <ttt_heg@web.de> |
|---|---|
| Newsgroups | de.soc.politik.misc, de.sci.electronics, de.soc.recht.misc |
| Subject | Re: Neue Weltordnung: Erdgas gegen Rubel oder Gold - PutinsSchachzuggegen den Westen |
| Date | 2022-07-30 09:41 +0200 |
| Message-ID | <jkk5m1F3l6gU1@mid.individual.net> (permalink) |
| References | (23 earlier) <jk6scbFtgbbU1@mid.individual.net> <jk6u4gFtoe6U1@mid.individual.net> <62DE52D5.DFE5FDC6@Berger-Odenthal.De> <jkhc6bFkfj2U1@mid.individual.net> <jkhglkFl5vqU1@mid.individual.net> |
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Am 29.07.2022 um 09:31 schrieb Ole Jansen: > Am 29.07.22 um 08:14 schrieb Thomas Heger: >> Am 25.07.2022 um 10:22 schrieb Axel Berger: >>> Ole Jansen wrote: >>>> Reichsbahn: Deren Schlüsselnetzwerk >>> >>> Wie haben die eigentlich übermittelt, welche Walzenposition an jedem Tag >>> einzustellen war? > > Man hat den Schlüssel in mehrere Teile unterteilt, z.B. in > Tagesschlüssel (welche wiedrrum mehrere Teile haben konnten) > und Spruchschlüssel. > >> One time pads? > > Nicht felddtauglich. > >> Ich könnte mir mehrere Möglichkeiten vorstellen: >> >> im Chiffrat von heute kömmt auch der Schlüssel für morgen mit >> (vielleicht etwas zu unsicher, da ein einziger 'Durchbruch' alle >> folgenden Schlüssel kompromitiert) > > Das wäre a) nicht sicher und würde b) Teilnehmer aussperren die > eine Nachricht verpasst haben. Es kombiniert also zwei denkbare > Nachteile ohne Vorteile zu erzeugen. > > So dämlich waren (damals) nicht mal die Deutschen. > > Es gab bei Fernschreibern z.B. Klartextfunktionen. Auch diese > wurden selten verwendet weil jeder Übertragungsfehler den Rest > der Nachricht unleserlich macht. > >> ein Schlüsselbuch wird den U-Boot-Kommandanten mitgegeben > > Richtig. Die Tagesschlüssel "Grundeinstellungen" wurden im Vorraus > als geheime Kommandosache verteilt. Der Spruchschlüssel wurde > mit der Grundeinstellung in einer Schlüsselprozedur für > den jeweiligen Spruch übertragen. > >> ein Kurier bringt täglich (wöchentlich/monatlich) neue Schlüssel. > > Auch das ist nicht Feld/U-Boot tauglich. > >> Das Problem beim Entschlüsseln ist nun, dass auch bekannte >> Textfragmente die Aufgabe der Entschlüsselung nur geringfügig >> erleichtern, aber nicht trivial machen. > > Die "geringfügige" Erleichterung bestand aber in der Einschränkung des > Suchraums. > >> Die 4-Walzen-Enigma hatte einen Schlüsselraum, den auch ein moderner >> Supercomputer nur in Jahrmillionen vollständig durchsuchen könnte. > > Der Schlüsselraum einer Enigma M4 (drei aus einem Vorrat von 8 > ausgewählten Walzen, Umkehrwalzen, Steckbrett) entspricht etwa > 86bit. Das erscheint viel, allerdings ist ein großer Schlüsselraum > nur eine notwendige und keine hinreichende Bedingung für die Sicherheit > eines Verfahren. > > Auch z.B. einfache Buchstabensubstitution hat einen Schlüsselraum > von 26! (etwa 88bit) kann aber trotzdem leicht gebrochen > werden. 2^86= 77371252455336267181195264 Das wäre die Anzahl der Schlüssel, die man für einen 'brute force' Ansatz durchpropbieren müßte. Der Unterschied zu einer Buchstabensubstitution besteht natürlich darin, dass man bei einem gefundenen match diesen Wert behalten kann, während bei der Enigma der gesamte Schlüssel komplett stimmen muß. Die Buchstabenvertauschung entspricht daher sowas wie der Situation beim 'lock picking', wo man eine 'gepickte' Sperre behält und dann die übrigen ermittelt (was natürlich viel einfacher ist). >> Ein 'know plan text' von vielleicht zehn Zeichen sollte das Problem >> nicht sonderlich vereinfachen, da auch drei Walzen noch ein >> formidables Hindernis darstellen. > > Da die Enigma keine Buchstaben mit sich selbst verschlüsselt > ermöglicht ein know plan text aber eine deutliche Verkleinerung des > Suchraums! na gut... wie wäre es mit 64 bit statt 86? 2^64 =18446744073709551616 oder wie wäre es mit der hälfe von 86? 2^43=8796093022208 Die Vorstellung, dass Turings 'Bombe' so viele Schlüssel an einem Tag durchprobieren konnte, die ist komplett absurd. Die Maschine hat sich so etwa im zwei-Sekunden-Takt auf eine neue Position eingestellt, womit man die 'power' dieser Maschine nicht mit MegaFlops bemessen konnte, sondern milliFlops benutzen mußte. ... TH
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Re: Neue Weltordnung: Erdgas gegen Rubel oder Gold - PutinsSchachzuggegen den Westen Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2022-07-29 08:14 +0200
Re: Neue Weltordnung: Erdgas gegen Rubel oder Gold - PutinsSchachzuggegen den Westen Ole Jansen <remove.this.kaspernasebaer@gmx.de> - 2022-07-29 09:31 +0200
Re: Neue Weltordnung: Erdgas gegen Rubel oder Gold - PutinsSchachzuggegen den Westen Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2022-07-30 09:41 +0200
Re: Neue Weltordnung: Erdgas gegen Rubel oder Gold - PutinsSchachzuggegen den Westen Ole Jansen <remove.this.kaspernasebaer@gmx.de> - 2022-08-01 15:49 +0200
Re: Neue Weltordnung: Erdgas gegen Rubel oder Gold - PutinsSchachzuggegen den Westen Arno Welzel <usenet@arnowelzel.de> - 2022-07-29 11:01 +0200
Re: Neue Weltordnung: Erdgas gegen Rubel oder Gold - PutinsSchachzuggegen den Westen Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2022-07-29 12:25 +0200
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