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Groups > de.sci.physik > #154510

Re: Das Messproblem

From Carla Schneider <carla_schn@proton.me>
Newsgroups de.sci.physik
Subject Re: Das Messproblem
Date 2024-04-04 11:37 +0200
Organization Mausgrau
Message-ID <660E74BD.B562E1AD@proton.me> (permalink)
References <Messproblem-20240329204812@ram.dialup.fu-berlin.de> <6609FB99.FB10F3C1@proton.me> <Mathematik-20240402200856@ram.dialup.fu-berlin.de>

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Stefan Ram wrote:
> 
> Carla Schneider <carla_schn@proton.me> schrieb oder zitierte:
> >Der Quantemechanische Messprozess konnte mit der Mathematik
> >der Quantenmechanik lange nicht beschrieben werden. Keine
> >Ahnung ob das inzwischen geht.
> 
>   Ob man das nun "Mathematik" nennt oder nicht:
> 
>   Es gibt in der Quantenmechanik zwei mögliche Zeitentwicklungen:
> 
>   1.) |psi(t)> = U(t) |psi(0)> = exp(-iHt/h) |psi(0)>,

Wenn H sich mit der Zeit nicht aendert ist das die richtige Beschreibung,
wenn H sich aendert steht da ein Integral ueber die Zeit.


> 
>   , wobei oben "h" für "h quer" steht, sowie
> 
>   2.) |psi(t)> = ...,
> 
>   , wobei "..." einer der nach einer Messung möglichen Zustände ist
>   (Möglichkeit "2A") oder ein Auflistung aller nach einer Messung
>   möglichen Zustände mit ihren Wahrscheinlichkeiten (die man
>   durch Quadrieren der Wellenfunktion erhält) (Möglichkeit "2B").
> 
>   "1.)" gilt, wenn ein Quantensystem sich ungestört entwickelt,
>   "2.)", wenn das Quantensystem gemessen wird.
> 
>   Für "..." gibt es keine übliche mathematische Notation, aber man
>   könnte eine einführen.

Die Annahme waere, dass es das gleiche sein soll wie 1.we H 
richtig waehlen, das konnte man aber nicht zeigen.
Keine Ahnung ob sich da in den letzten 40 Jahren was geaendert hat.

> 
>   Ein Problem ist, daß man den Zustand der Möglichkeit "2A" nicht
>   spezifisch angeben kann, ohne die Messung tatsächlich ausgeführt zu
>   haben. Die Messung muß dazu also in der Vergangenheit liegen.
>   "2B" paßt eher, wenn die Messung noch in der Zukunft liegt.
> 
>   Die Ergebnisse quantenmechanischer Meßergebnisse sind in der
>   Regel nicht vorhersehbar oder vorherberechenbar.
Nur die Wahrscheinlichkeiten.

> 
>   Das Meßproblem besteht darin, daß man einen Meßvorgang
>   normalerweise mit "2.)" beschreibt, aber derselbe Vorgang
>   "ungestört" wäre, wenn man Meßapparat und Meßobjekt von Anfang
>   an als ein geschlossenes System ansieht. Dann müßte man aber
>   "1.)" nehmen. Dann wäre aber die Zukunft des Systems prinzipiell
>   vorherberechenbar, im Widerspruch dazu, daß das Meßergebnis
>   nicht vorhergesagt oder vorherberechnet werden kann.


Wenn man z.B. ein Photon in einen Doppelbrechenden Kristall schickt,
dann wird es je nach Polarisation diesen Kristall ueber zwei 
verschiedene Ausgaenge verlassen.
Der Quantenmechanische Messprozess findet  aber nicht im Kristall sondern
bei der Detektion des Photons statt.

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Re: Das Messproblem Carla Schneider <carla_schn@proton.me> - 2024-04-01 02:11 +0200
  Re: Das Messproblem Carla Schneider <carla_schn@proton.me> - 2024-04-04 11:37 +0200
  Re: Das Messproblem Carla Schneider <carla_schn@proton.me> - 2024-04-04 11:37 +0200

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