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Groups > de.sci.geschichte > #8365
| From | Herbert Albrecht <albrechth99@outlook.com> |
|---|---|
| Newsgroups | de.sci.geschichte |
| Subject | Re: Hamburg im 30-jährigen Krieg |
| Date | 2025-10-20 10:54 +0200 |
| Message-ID | <mlmbmcFb450U1@mid.individual.net> (permalink) |
| References | <mlbvfqFim91U1@mid.individual.net> <46r1fkd2l1jlmqpl9lh2bvpoqtleahu2v9@joergwalther.my-fqdn.de> <mleabsF5qbU1@mid.individual.net> <6p34fktgedmaeq5h1tk95j9ft9vbpb52an@joergwalther.my-fqdn.de> <mlgsdbFdca6U1@mid.individual.net> |
Am 18.10.2025 um 09:03 schrieb Herbert Albrecht: > Am 17.10.2025 um 11:43 schrieb Joerg Walther: >> Herbert Albrecht wrote: >> > [...] > Dennoch sind die Texte sehr interessant und aufschlußreich. Ich bin ja > gerade dabei, das Buch 'Hamburg, die uneinnehmbare Stadt' zu lesen und > habe schon einiges gelernt. Wenn ich durch bin, werde ich mich noch mal > melden. Johan von Valckenburgh war ein militärtechnischer Ingenieur für Anlagen zur Abwehr von Angriffen. Er lernte bei Johan van Rijswijck, der im gerade siegreich beendeten Krieg der Niederlande gegen Spanien know how gesammelt und das an seinen jüngeren Kollegen Valckenburgh weitergegeben hatte. Die beiden waren anerkannte Fachleute und es war eine gute Idee, dass die Hanse so etwas wie einen Beratervertrag mit Valckenburgh schloß. Die Beauftragung Valckenburghs und die spätere Realisation seiner Pläne war jedoch vollständig in der Hand der einzelnen Städte. Die ginge damit recht unterschiedlich um, die einen legten sie ad acta, damit man was hat, wenn man es später mal brauchen sollte. Die anderen bauten einen Teil der vorgeschlagenen Anlagen. Hamburg baute fast alles. Hamburg hatte dafür einen konkreten Anlass: Dänemark unter Christian IV wollte größer und mächtiger werden und braucht Geld, viel Geld. Das wirtschaftlich florierende Hamburg sollte zahlen. Die Hamburger wollte natürlich nicht. Um das zu begründen, versuchte Hamburg seine Reichsunmittelbarkeit zu erhalten. Ob dieser Anspruch wirklich bestand oder nur ein Vorwand war, weiss man immer noch nicht so genau - das vorgelegte Dokument könnte auch eine Fälschung gewesen sein. Dänemark übte Druck aus auf Hamburg, indem man eine zweite Hafenstadt nördlich von Hamburg an der Elbe gründete (Glückstadt) und versuchte, Zölle zu kassieren (so wie heute die USA) und, indem man vor dem Reichskammergericht klagte. Über diese Klage wurde jahrzehntelang nicht entschieden. Hintergrund war wohl die schwindende Macht des Kaisers im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Die jeweils gewählte Person hatte kein Militär, mit dem sie sich im Reich durchsetzen konnte. Herbert
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Hamburg im 30-jährigen Krieg Herbert Albrecht <albrechth99@outlook.com> - 2025-10-16 12:24 +0200
Re: Hamburg im 30-jährigen Krieg Joerg Walther <joerg.walther@magenta.de> - 2025-10-16 15:02 +0200
Re: Hamburg im 30-jährigen Krieg Herbert Albrecht <albrechth99@outlook.com> - 2025-10-17 09:42 +0200
Re: Hamburg im 30-jährigen Krieg Joerg Walther <joerg.walther@magenta.de> - 2025-10-17 11:43 +0200
Re: Hamburg im 30-jährigen Krieg Herbert Albrecht <albrechth99@outlook.com> - 2025-10-18 09:03 +0200
Re: Hamburg im 30-jährigen Krieg Herbert Albrecht <albrechth99@outlook.com> - 2025-10-20 10:54 +0200
Re: Hamburg im 30-jährigen Krieg Herbert Albrecht <albrechth99@outlook.com> - 2025-10-23 11:45 +0200
Re: Hamburg im 30-jährigen Krieg Herbert Albrecht <albrechth99@outlook.com> - 2025-10-25 12:36 +0200
Re: Hamburg im 30-jährigen Krieg Herbert Albrecht <albrechth99@outlook.com> - 2025-11-04 17:33 +0100
Re: Hamburg im 30-jährigen Krieg Herbert Albrecht <albrechth99@outlook.com> - 2025-11-18 18:58 +0100
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