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Oktalsockel Spannungsfestigkeit

Started byMartin Klaiber <usenet.martinkl@gmx.de>
First post2020-04-30 20:24 +0200
Last post2020-05-04 09:32 +0200
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Contents

  Oktalsockel Spannungsfestigkeit Martin Klaiber <usenet.martinkl@gmx.de> - 2020-04-30 20:24 +0200
    Re: Oktalsockel Spannungsfestigkeit Joerg <news@analogconsultants.com> - 2020-04-30 12:01 -0700
      Re: Oktalsockel Spannungsfestigkeit Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2020-05-01 17:54 +0200
        Re: Oktalsockel Spannungsfestigkeit Joerg <news@analogconsultants.com> - 2020-05-02 14:49 -0700
          Re: Oktalsockel Spannungsfestigkeit Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2020-05-08 23:15 +0200
            Re: Oktalsockel Spannungsfestigkeit Joerg <news@analogconsultants.com> - 2020-05-08 14:39 -0700
              Re: Oktalsockel Spannungsfestigkeit Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2020-05-09 18:23 +0200
    Re: Oktalsockel Spannungsfestigkeit Helmut Schellong <rip@schellong.biz> - 2020-04-30 21:08 +0200
      Re: Oktalsockel Spannungsfestigkeit Joerg <news@analogconsultants.com> - 2020-04-30 12:17 -0700
        Re: Oktalsockel Spannungsfestigkeit Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2020-05-01 17:50 +0200
          Re: Oktalsockel Spannungsfestigkeit Joerg <news@analogconsultants.com> - 2020-05-02 14:53 -0700
      Re: Oktalsockel Spannungsfestigkeit Helmut Schellong <rip@schellong.biz> - 2020-04-30 21:22 +0200
    Re: Oktalsockel Spannungsfestigkeit "horst-d.winzler" <horst.d.winzler@web.de> - 2020-05-01 06:58 +0200
    Re: Oktalsockel Spannungsfestigkeit Martin Klaiber <usenet.martinkl@gmx.de> - 2020-05-01 13:37 +0200
      Re: Oktalsockel Spannungsfestigkeit Sebastian Wolf <invalid@invalid.net> - 2020-05-01 13:41 +0200
        Re: Oktalsockel Spannungsfestigkeit Martin Klaiber <usenet.martinkl@gmx.de> - 2020-05-01 16:03 +0200
      Re: Oktalsockel Spannungsfestigkeit Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2020-05-01 17:39 +0200
    Re: Oktalsockel Spannungsfestigkeit Fritz <mogined@nurfuerspam.de> - 2020-05-03 19:02 +0200
      Re: Oktalsockel Spannungsfestigkeit Klaus Butzmann <kb.usenet@butzomail.de> - 2020-05-03 19:18 +0200
        Re: Oktalsockel Spannungsfestigkeit Sebastian Wolf <invalid@invalid.net> - 2020-05-03 19:21 +0200
        Re: Oktalsockel Spannungsfestigkeit Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2020-05-03 20:12 +0200
          Re: Oktalsockel Spannungsfestigkeit Andreas Bockelmann <xotzil@gmx.de> - 2020-05-04 09:32 +0200

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#279792 — Oktalsockel Spannungsfestigkeit

FromMartin Klaiber <usenet.martinkl@gmx.de>
Date2020-04-30 20:24 +0200
SubjectOktalsockel Spannungsfestigkeit
Message-ID<unhrng-5nl.ln1@tempo.martinkl.dialup.fu-berlin.de>
Hallo,

ich bin gerade auf der Suche nach Oktalsockeln für Röhren und dabei
über folgendes Angebot gestolpert:

   https://shop.griederbauteile.ch/product_info.php?products_id=15420
   https://shop.griederbauteile.ch/product_info.php?products_id=15419

Spannungsfestigkeit 380 V AC. Offenbar sind das Sockel für Relais.

Nun bin ich etwas verunsichert. Woran erkenne ich, ob ein Oktal-Sockel
für Röhren geeignet ist? Meist steht ja keine Spannungsfestigkeit dabei
und auch kein Verwendungszweck.

Bisher hatte ich darauf auch nie geachtet, weil ich dachte, Oktalsockel
seien immer auch für Röhren und die dabei üblichen Spannungen geeignet.

Oder kann ich davon ausgehen, wenn nichts dabei steht, ist der Sockel
auch für Röhren geeignet, ansonsten steht so etwas dabei wie oben?

Ich bräuchte 450 V Spannungsfestigkeit, besser 600 V.

Danke
Martin

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#279794

FromJoerg <news@analogconsultants.com>
Date2020-04-30 12:01 -0700
Message-ID<hh0lktFqos8U1@mid.individual.net>
In reply to#279792
On 2020-04-30 11:24, Martin Klaiber wrote:
> Hallo,
>
> ich bin gerade auf der Suche nach Oktalsockeln für Röhren und dabei
> über folgendes Angebot gestolpert:
>
>     https://shop.griederbauteile.ch/product_info.php?products_id=15420
>     https://shop.griederbauteile.ch/product_info.php?products_id=15419
>
> Spannungsfestigkeit 380 V AC. Offenbar sind das Sockel für Relais.
>
> Nun bin ich etwas verunsichert. Woran erkenne ich, ob ein Oktal-Sockel
> für Röhren geeignet ist? Meist steht ja keine Spannungsfestigkeit dabei
> und auch kein Verwendungszweck.
>
> Bisher hatte ich darauf auch nie geachtet, weil ich dachte, Oktalsockel
> seien immer auch für Röhren und die dabei üblichen Spannungen geeignet.
>
> Oder kann ich davon ausgehen, wenn nichts dabei steht, ist der Sockel
> auch für Röhren geeignet, ansonsten steht so etwas dabei wie oben?
>
> Ich bräuchte 450 V Spannungsfestigkeit, besser 600 V.
>

Neben der Spannungsfestigkeit ist die Art des Materials wichtig. Ich 
habe Oktalsockel gesehen, die aus Weichplastic waren und das ist fuer 
Hitze und damit fuer Roehren ungeeignet. Es sollte mindestens Bakelit 
oder Phenolic sein. Ich habe immer Keramik bevorzugt.

https://www.tundtmusic.com/Tube-sockets-retainer/octal-tube-socket/8-pin-tube-socket-ceramic-pc-mount::9.html

https://www.tundtmusic.com/Tube-sockets-retainer/octal-tube-socket/8-pin-tube-socket-ceramic::8.html?MODsid=1cb6a4f0670fd3969b893ac8cf9887a9

-- 
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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#279857

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2020-05-01 17:54 +0200
Message-ID<r8hgn4$j77$1@dont-email.me>
In reply to#279794
Joerg schrieb:
> 
> Neben der Spannungsfestigkeit ist die Art des Materials wichtig. Ich habe Oktalsockel gesehen, die aus Weichplastic waren und das ist fuer Hitze und damit fuer Roehren ungeeignet. Es sollte 
> mindestens Bakelit oder Phenolic sein. Ich habe immer Keramik bevorzugt.

Keramik ist bei hoher Temperatur sicher besser. Bei Oktalsockel ist
das nicht so wichtig, da der Röhrensockel ja auch aus Bakelit besteht.

Bei PMT kann das noch anders aussehen, dort wird nichts heiss und
das Hauptproblem sind Leckströme. Da sind PMT mit Bakelitsockel
meist besser als die mit Pressglas-Stiftsockel, und einfache
Keramik kann bei feuchter Luft ebenfalls mehr Probleme machen
als Bakelit. Da hab ich teures Lehrgeld durch den Steuerzahler
bezahlen lassen :-]

-- 
mfg Rolf Bombach

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#279892

FromJoerg <news@analogconsultants.com>
Date2020-05-02 14:49 -0700
Message-ID<hh6862F1lovU1@mid.individual.net>
In reply to#279857
On 2020-05-01 08:54, Rolf Bombach wrote:
> Joerg schrieb:
>>
>> Neben der Spannungsfestigkeit ist die Art des Materials wichtig. Ich
>> habe Oktalsockel gesehen, die aus Weichplastic waren und das ist fuer
>> Hitze und damit fuer Roehren ungeeignet. Es sollte mindestens Bakelit
>> oder Phenolic sein. Ich habe immer Keramik bevorzugt.
>
> Keramik ist bei hoher Temperatur sicher besser. Bei Oktalsockel ist
> das nicht so wichtig, da der Röhrensockel ja auch aus Bakelit besteht.
>

Ja, aber das war noch das gute alte Bakelit, aus der guten alten Zeit :-)

Im Ernst, ich habe frueher Fernseher gesehen, bei denen in der 
Zeilenendstufe der braune Pertinax-Sockel deutlich angesengt und rissig 
geworden war, waehrend der schwarze Bakelitkragen der PL36 noch frisch 
aussah und auch nicht besonders sproede war. Vielleicht liegt es daran, 
dass die Pins eine weit laengere Strecke hindurchgehen. Besserer 
Fernseher hatte Keramiksockel, aber eben nicht alle.


> Bei PMT kann das noch anders aussehen, dort wird nichts heiss und
> das Hauptproblem sind Leckströme. Da sind PMT mit Bakelitsockel
> meist besser als die mit Pressglas-Stiftsockel, und einfache
> Keramik kann bei feuchter Luft ebenfalls mehr Probleme machen
> als Bakelit. Da hab ich teures Lehrgeld durch den Steuerzahler
> bezahlen lassen :-]
>

Vermutlich wenn die Keramik nicht oder nicht komplett glasiert ist. Mich 
wundert aber, dass Pressglas schlechter ist. PMT kenne ich nur wenig, 
ich habe immer die Elektronik dazu entwickelt, den Rest machten 
Physiker. Fuer die stand ganz fett drauf "Peligro - Alto Voltaje!" :-)

-- 
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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#280335

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2020-05-08 23:15 +0200
Message-ID<r94i5g$lce$1@dont-email.me>
In reply to#279892
Joerg schrieb:
> 
> Vermutlich wenn die Keramik nicht oder nicht komplett glasiert ist. Mich wundert aber, dass Pressglas schlechter ist. PMT kenne ich nur wenig, ich habe immer die Elektronik dazu entwickelt, den Rest 
> machten Physiker. Fuer die stand ganz fett drauf "Peligro - Alto Voltaje!" :-)

Der PMT ist ja 1.5" oder gar 2" und unten sind 16 Pins oder noch
mehr in einem flachen Glasboden. Und die Pins tragen dann noch
den PMT. Das _kann_ mechanisch gar nicht gut gehen, insbesondere
bei Temperaturwechsel, wie er eben im gekühlten Gehäuse passieren
kann. Vakuumfehler sind da vorgeplant. Bei den Bakelitsockeln
ist Mechanik und elektrische Durchführung sozusagen entkoppelt.
Da hab ich einen XP2072 auf dem Gewissen, der Händler hatte
mir zwar dringend den Bakelitsockel empfohlen, aber ich hatte
es besser gewusst, damals... Aber so lernt man :-]

Mit Reststrom scheint es auch so eine Sache zu sein. Ich hatte
zuerst auch Bakelit als schlechter eingestuft, aber allein schon
die Kriechstrecken sind viel länger. Mir wär zwar, einige PMT
wären irgendwie mit Silikon behandelt, aber eine Verbesserung
habe ich nicht gesehen.

Ob glasierte Keramik wirklich so viel besser ist? Ich hatte
in gewittrigen Sommern mit feuchter Luft _immer_ Reststromprobleme,
selbst bei Durchführungen mit 20 mm Kriechstrecke auf Keramik.
(OK, 3.5 kV).
Das einzige, was half, war sanftes Heizen auf ca. 10 K über
Raumtemperatur. Zum Glück hatte die Apparatur Heizbänder für
das Ausheizen (Vakuum), die hab ich dann permanent mit 40 V
statt 220 V betrieben, da war der Spuk rasch vorbei.

-- 
mfg Rolf Bombach

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#280342

FromJoerg <news@analogconsultants.com>
Date2020-05-08 14:39 -0700
Message-ID<hhm1spFbu5mU1@mid.individual.net>
In reply to#280335
On 2020-05-08 14:15, Rolf Bombach wrote:
> Joerg schrieb:
>>
>> Vermutlich wenn die Keramik nicht oder nicht komplett glasiert ist.
>> Mich wundert aber, dass Pressglas schlechter ist. PMT kenne ich nur
>> wenig, ich habe immer die Elektronik dazu entwickelt, den Rest machten
>> Physiker. Fuer die stand ganz fett drauf "Peligro - Alto Voltaje!" :-)
>
> Der PMT ist ja 1.5" oder gar 2" und unten sind 16 Pins oder noch
> mehr in einem flachen Glasboden. Und die Pins tragen dann noch
> den PMT.


Bei mir war die PMT mechanisch festgehalten, aber die Leiterplatte wurde 
von den Pins getragen. Daher enthielt die nur das absolut notwendige und 
das Kabel wurde per Zugentlastung abgefangen, um so leicht wie moeglich 
zu bleiben.


>     ... Das _kann_ mechanisch gar nicht gut gehen, insbesondere
> bei Temperaturwechsel, wie er eben im gekühlten Gehäuse passieren
> kann. Vakuumfehler sind da vorgeplant. Bei den Bakelitsockeln
> ist Mechanik und elektrische Durchführung sozusagen entkoppelt.
> Da hab ich einen XP2072 auf dem Gewissen, der Händler hatte
> mir zwar dringend den Bakelitsockel empfohlen, aber ich hatte
> es besser gewusst, damals... Aber so lernt man :-]
>

So haben wir wohl alle mal gelernt. Diese Narbe hier? Ja das passierte 
so ...


> Mit Reststrom scheint es auch so eine Sache zu sein. Ich hatte
> zuerst auch Bakelit als schlechter eingestuft, aber allein schon
> die Kriechstrecken sind viel länger. Mir wär zwar, einige PMT
> wären irgendwie mit Silikon behandelt, aber eine Verbesserung
> habe ich nicht gesehen.
>

Bakelit ist schon ein wunderbarer Werkstoff. Belgier haben uns viele 
gute Sachen gebracht. Bakelit, Waffeln, Reiskuchen, Klosterbier ...

Es scheint heute noch Schalter aus Bakelit (und Porzellan) zu geben:

https://www.produktgesellschaft.de/downloads/Englisch/Catalogues/Switches_Catalogue.pdf


> Ob glasierte Keramik wirklich so viel besser ist? Ich hatte
> in gewittrigen Sommern mit feuchter Luft _immer_ Reststromprobleme,
> selbst bei Durchführungen mit 20 mm Kriechstrecke auf Keramik.
> (OK, 3.5 kV).
> Das einzige, was half, war sanftes Heizen auf ca. 10 K über
> Raumtemperatur. Zum Glück hatte die Apparatur Heizbänder für
> das Ausheizen (Vakuum), die hab ich dann permanent mit 40 V
> statt 220 V betrieben, da war der Spuk rasch vorbei.
>

Wir machen das meist mit Vergussmasse. Ist natuerlich eklig im seltenen 
Fall, wo man es wieer abpiddeln muss.

-- 
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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#280444

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2020-05-09 18:23 +0200
Message-ID<r96lec$8um$1@dont-email.me>
In reply to#280342
Joerg schrieb:
> On 2020-05-08 14:15, Rolf Bombach wrote:
> 
>> Ob glasierte Keramik wirklich so viel besser ist? Ich hatte
>> in gewittrigen Sommern mit feuchter Luft _immer_ Reststromprobleme,
>> selbst bei Durchführungen mit 20 mm Kriechstrecke auf Keramik.
>> (OK, 3.5 kV).
>> Das einzige, was half, war sanftes Heizen auf ca. 10 K über
>> Raumtemperatur. Zum Glück hatte die Apparatur Heizbänder für
>> das Ausheizen (Vakuum), die hab ich dann permanent mit 40 V
>> statt 220 V betrieben, da war der Spuk rasch vorbei.
>>
> 
> Wir machen das meist mit Vergussmasse. Ist natuerlich eklig im seltenen Fall, wo man es wieer abpiddeln muss.

Ja eben. Das war am Anfang der Entwicklung eines PSD für Einzelelektronen.
War schon froh, dass ich alles an einen einzelnen nicht allzugrossen
CF-Flansch dübeln konnte. Grossverbrauch an Kupferdichtungen war da
schon eingeplant. Zum Glück ist das Projekt rechtzeitig versickert;
immer mehr Sachen sind an immer weniger Personen hängengeblieben.

-- 
mfg Rolf Bombach

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#279795

FromHelmut Schellong <rip@schellong.biz>
Date2020-04-30 21:08 +0200
Message-ID<r8f7o2$7mj$1@solani.org>
In reply to#279792
On 04/30/2020 20:24, Martin Klaiber wrote:
> Hallo,
> 
> ich bin gerade auf der Suche nach Oktalsockeln für Röhren und dabei
> über folgendes Angebot gestolpert:
> 
>     https://shop.griederbauteile.ch/product_info.php?products_id=15420
>     https://shop.griederbauteile.ch/product_info.php?products_id=15419
> 
> Spannungsfestigkeit 380 V AC. Offenbar sind das Sockel für Relais.
> 
> Nun bin ich etwas verunsichert. Woran erkenne ich, ob ein Oktal-Sockel
> für Röhren geeignet ist? Meist steht ja keine Spannungsfestigkeit dabei
> und auch kein Verwendungszweck.
> 
> Bisher hatte ich darauf auch nie geachtet, weil ich dachte, Oktalsockel
> seien immer auch für Röhren und die dabei üblichen Spannungen geeignet.
> 
> Oder kann ich davon ausgehen, wenn nichts dabei steht, ist der Sockel
> auch für Röhren geeignet, ansonsten steht so etwas dabei wie oben?
> 
> Ich bräuchte 450 V Spannungsfestigkeit, besser 600 V.

Ich habe solche Sockel, 7|9-polig, die sind alle für Röhren.

380Vac entspricht sicher wesentlich mehr als 380Vdc.
Dürfte etwa 600V= sein.


-- 
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Schellong   var@schellong.biz
www.schellong.de   www.schellong.com   www.schellong.biz
http://www.schellong.de/c.htm
http://www.schellong.de/htm/audio_proj.htm
http://www.schellong.de/htm/audio_unsinn.htm

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#279796

FromJoerg <news@analogconsultants.com>
Date2020-04-30 12:17 -0700
Message-ID<hh0mh9FqugsU1@mid.individual.net>
In reply to#279795
On 2020-04-30 12:08, Helmut Schellong wrote:
> On 04/30/2020 20:24, Martin Klaiber wrote:
>> Hallo,
>>
>> ich bin gerade auf der Suche nach Oktalsockeln für Röhren und dabei
>> über folgendes Angebot gestolpert:
>>
>>     https://shop.griederbauteile.ch/product_info.php?products_id=15420
>>     https://shop.griederbauteile.ch/product_info.php?products_id=15419
>>
>> Spannungsfestigkeit 380 V AC. Offenbar sind das Sockel für Relais.
>>
>> Nun bin ich etwas verunsichert. Woran erkenne ich, ob ein Oktal-Sockel
>> für Röhren geeignet ist? Meist steht ja keine Spannungsfestigkeit dabei
>> und auch kein Verwendungszweck.
>>
>> Bisher hatte ich darauf auch nie geachtet, weil ich dachte, Oktalsockel
>> seien immer auch für Röhren und die dabei üblichen Spannungen geeignet.
>>
>> Oder kann ich davon ausgehen, wenn nichts dabei steht, ist der Sockel
>> auch für Röhren geeignet, ansonsten steht so etwas dabei wie oben?
>>
>> Ich bräuchte 450 V Spannungsfestigkeit, besser 600 V.
>
> Ich habe solche Sockel, 7|9-polig, die sind alle für Röhren.
>

Relaissockel waren normalerweise oktal, die gleiche Art wie fuer 
Roehren. Nur eben nicht immer temperaturfest.


> 380Vac entspricht sicher wesentlich mehr als 380Vdc.
> Dürfte etwa 600V= sein.
>

Heathkit hat eiskalt >800VDC druebergeschickt. Wenn es einem dabei 
mulmig wird, kann man Schrumpfschlauch ueber den betreffenden Anschluss 
ziehen. Bei mir immer zwei uebereinander. Manchmal habe ich Vergussmasse 
genommen.

-- 
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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#279856

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2020-05-01 17:50 +0200
Message-ID<r8hgg7$hoh$1@dont-email.me>
In reply to#279796
Joerg schrieb:
> 
> Relaissockel waren normalerweise oktal, die gleiche Art wie fuer Roehren. Nur eben nicht immer temperaturfest.

Das sind die für Relais mit zwei Umschaltern.
Ebenso populär sind die elfpoligen für drei Umschalter.
https://www.distrelec.ch/de/stecksockel-11-polig-10a-250v-schraubklemme-finder-90-03sma/p/13744452?channel=b2c&price_gs=7.3236&source=googleps&ext_cid=shgooaqchde-na

Die gibt es aus verschiedenen Materialien, obiges ist
sicher nicht temperaturfest. Amphenol und ähnliche
Anbieter haben Oktalsockel selbst für Kupplungen.
Nach wie vor gibt es z.B. Vakuumsonden mit Oktalstecker,
und da will man dann  af Kabel übergehen.
Die sind aus Bakelit wie die Röhrensockel.
> 
>> 380Vac entspricht sicher wesentlich mehr als 380Vdc.
>> Dürfte etwa 600V= sein.
>>
> 
> Heathkit hat eiskalt >800VDC druebergeschickt. Wenn es einem dabei mulmig wird, kann man Schrumpfschlauch ueber den betreffenden Anschluss ziehen. Bei mir immer zwei uebereinander. Manchmal habe ich 
> Vergussmasse genommen.

Es gibt Endröhren und PMT, da ist der Pin/die Pins nebendran
entweder nicht angeschlossen oder fehlen sogar ganz.
Pentoden mit intern verdrahtetem Bremsgitter und mit
Anodenhütchen brauchen nur fünf Anschlüsse am Sockel,
ausserdem fällt das Problem mit der hohen Spannung
an der Anode meist weg wegen des extra Anschlusses.

-- 
mfg Rolf Bombach

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#279893

FromJoerg <news@analogconsultants.com>
Date2020-05-02 14:53 -0700
Message-ID<hh68dqF1n77U1@mid.individual.net>
In reply to#279856
On 2020-05-01 08:50, Rolf Bombach wrote:
> Joerg schrieb:
>>
>> Relaissockel waren normalerweise oktal, die gleiche Art wie fuer
>> Roehren. Nur eben nicht immer temperaturfest.
>
> Das sind die für Relais mit zwei Umschaltern.
> Ebenso populär sind die elfpoligen für drei Umschalter.
> https://www.distrelec.ch/de/stecksockel-11-polig-10a-250v-schraubklemme-finder-90-03sma/p/13744452?channel=b2c&price_gs=7.3236&source=googleps&ext_cid=shgooaqchde-na
>

Danke, erstaunlich, nie gesehen.

>
> Die gibt es aus verschiedenen Materialien, obiges ist
> sicher nicht temperaturfest. Amphenol und ähnliche
> Anbieter haben Oktalsockel selbst für Kupplungen.
> Nach wie vor gibt es z.B. Vakuumsonden mit Oktalstecker,
> und da will man dann  af Kabel übergehen.
> Die sind aus Bakelit wie die Röhrensockel.
>>
>>> 380Vac entspricht sicher wesentlich mehr als 380Vdc.
>>> Dürfte etwa 600V= sein.
>>>
>>
>> Heathkit hat eiskalt >800VDC druebergeschickt. Wenn es einem dabei
>> mulmig wird, kann man Schrumpfschlauch ueber den betreffenden
>> Anschluss ziehen. Bei mir immer zwei uebereinander. Manchmal habe ich
>> Vergussmasse genommen.
>
> Es gibt Endröhren und PMT, da ist der Pin/die Pins nebendran
> entweder nicht angeschlossen oder fehlen sogar ganz.
> Pentoden mit intern verdrahtetem Bremsgitter und mit
> Anodenhütchen brauchen nur fünf Anschlüsse am Sockel,
> ausserdem fällt das Problem mit der hohen Spannung
> an der Anode meist weg wegen des extra Anschlusses.
>

Ich hatte welche, wo das nicht so war, aber war Kundenvorgabe. Einer der 
vielen Gruende, warum mein Vertrag einen Haftungsausschluss enthaelt.

-- 
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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#279797

FromHelmut Schellong <rip@schellong.biz>
Date2020-04-30 21:22 +0200
Message-ID<r8f8gv$8jk$1@solani.org>
In reply to#279795
On 04/30/2020 21:08, Helmut Schellong wrote:
> On 04/30/2020 20:24, Martin Klaiber wrote:

>>     https://shop.griederbauteile.ch/product_info.php?products_id=15420
>>     https://shop.griederbauteile.ch/product_info.php?products_id=15419

>> Ich bräuchte 450 V Spannungsfestigkeit, besser 600 V.
> 
> Ich habe solche Sockel, 7|9-polig, die sind alle für Röhren.
> 
> 380Vac entspricht sicher wesentlich mehr als 380Vdc.
> Dürfte etwa 600V= sein.

Unter den Links steht ausdrücklich die Eignung für Röhren.

Meine Sockel bestehen aus einer mittelbraunen Preßmasse.
Mit einem Lötkolben lassen die sich nicht anschmelzen.


-- 
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Schellong   var@schellong.biz
www.schellong.de   www.schellong.com   www.schellong.biz
http://www.schellong.de/c.htm
http://www.schellong.de/htm/audio_proj.htm
http://www.schellong.de/htm/audio_unsinn.htm

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#279816

From"horst-d.winzler" <horst.d.winzler@web.de>
Date2020-05-01 06:58 +0200
Message-ID<hh1ojtF30k5U1@mid.individual.net>
In reply to#279792
Am 30.04.20 um 20:24 schrieb Martin Klaiber:
> Hallo,
> 
> ich bin gerade auf der Suche nach Oktalsockeln für Röhren und dabei
> über folgendes Angebot gestolpert:
> 
>     https://shop.griederbauteile.ch/product_info.php?products_id=15420
>     https://shop.griederbauteile.ch/product_info.php?products_id=15419
> 
> Spannungsfestigkeit 380 V AC. Offenbar sind das Sockel für Relais.
> 
> Nun bin ich etwas verunsichert. Woran erkenne ich, ob ein Oktal-Sockel
> für Röhren geeignet ist? Meist steht ja keine Spannungsfestigkeit dabei
> und auch kein Verwendungszweck.
> 
> Bisher hatte ich darauf auch nie geachtet, weil ich dachte, Oktalsockel
> seien immer auch für Röhren und die dabei üblichen Spannungen geeignet.
> 
> Oder kann ich davon ausgehen, wenn nichts dabei steht, ist der Sockel
> auch für Röhren geeignet, ansonsten steht so etwas dabei wie oben?
> 
> Ich bräuchte 450 V Spannungsfestigkeit, besser 600 V.

Ich hatte Oktalsockel aus Keramik bis 500_V_DC verbaut. Allerdings bei 
dieser Spannung einen Pin daneben freigelassen.

https://www.etronic-parts.com/Roehrensockel/Oktal-Sockel/8-pin-Keramik-Oktalfassung-mit-Loetoesen::8.html?MODsid=7a49a35a3eb24eeaa7b87b68ec4c8296


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---hdw---

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#279837

FromMartin Klaiber <usenet.martinkl@gmx.de>
Date2020-05-01 13:37 +0200
Message-ID<l9etng-fjq.ln1@tempo.martinkl.dialup.fu-berlin.de>
In reply to#279792
Martin Klaiber <usenet.martinkl@gmx.de> wrote:

> Nun bin ich etwas verunsichert. Woran erkenne ich, ob ein Oktal-Sockel
> für Röhren geeignet ist? Meist steht ja keine Spannungsfestigkeit dabei
> und auch kein Verwendungszweck.

Update: Ich habe inzwischen eine Tabelle im web gefunden, aus der die
Spannungsfestigkeit hervorgeht:

   https://www.radiomuseum.org/forumdata/users/175/RH55-58-Tab.png

Material: HP: Hartpapier, K: Keramik, KH: Kunstharz, Ph: Phillte.

Phillte? Nie gehört. Ich finde im web auch nichts darüber.

Die Geometrie scheint bei Oktal jedenfalls für 800 V gut zu sein. Die
konkrete Spannungsfestigkeit wird dann vom Material bestimmt.

Die Tabelle stammt von der Webseite:

   https://www.radiomuseum.org/forum/roehrensockelung_und_gebraeuchliche_sockelarten.html

Und dann habe ich noch folgende Broschüre von Valvo gefunden:

   https://frank.pocnet.net/other/Valvo/Valvo_Spezial-Zub_1964.pdf

Da werden Prüfspannungen genannt. Bei Formstoff-Oktal-Fassungen 3900 V,
bei Keramik-Oktal-Fassungen 2800 V (S. 85 und 86).

Auch das spricht dafür, dass die Geometrie absolut unproblematisch ist.
Selbst Noval-Fassungen werden mit bis zu 2100 V geprüft.

Grüße
Martin

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#279838

FromSebastian Wolf <invalid@invalid.net>
Date2020-05-01 13:41 +0200
Message-ID<r8h1u4$at4$1@gioia.aioe.org>
In reply to#279837
Am 01.05.2020 um 13:37 schrieb Martin Klaiber:
> Phillte? Nie gehört. Ich finde im web auch nichts darüber.

Wegen des Schreibfehlers: Philite. Und das ist nichts weiter als Bakelit 
unter anderem Markennamen, einem von Philips.

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#279842

FromMartin Klaiber <usenet.martinkl@gmx.de>
Date2020-05-01 16:03 +0200
Message-ID<brmtng-iqq.ln1@tempo.martinkl.dialup.fu-berlin.de>
In reply to#279838
Sebastian Wolf <invalid@invalid.net> wrote:
> Am 01.05.2020 um 13:37 schrieb Martin Klaiber:

>> Phillte? Nie gehört. Ich finde im web auch nichts darüber.

> Wegen des Schreibfehlers: Philite. Und das ist nichts weiter als Bakelit 
> unter anderem Markennamen, einem von Philips.

Ah, danke!

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#279855

FromRolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid>
Date2020-05-01 17:39 +0200
Message-ID<r8hfrr$csi$1@dont-email.me>
In reply to#279837
Martin Klaiber schrieb:
> 
> Material: HP: Hartpapier, K: Keramik, KH: Kunstharz, Ph: Phillte.
> 
> Phillte? Nie gehört. Ich finde im web auch nichts darüber.

Scheiss-OCR.

http://museumofdesigninplastics.blogspot.com/2019/02/philite.html

-- 
mfg Rolf Bombach

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#279951

FromFritz <mogined@nurfuerspam.de>
Date2020-05-03 19:02 +0200
Message-ID<e07a8818-714e-5e00-8622-904cec64a308@fritzs.eternal-september.org>
In reply to#279792
Am 30.04.20 um 20:24 schrieb Martin Klaiber:
> ich bin gerade auf der Suche nach Oktalsockeln für Röhren und dabei
> über folgendes Angebot gestolpert:
> 
>    https://shop.griederbauteile.ch/product_info.php?products_id=15420
>    https://shop.griederbauteile.ch/product_info.php?products_id=15419
> 
> Spannungsfestigkeit 380 V AC. Offenbar sind das Sockel für Relais.
> 
> Nun bin ich etwas verunsichert. Woran erkenne ich, ob ein Oktal-Sockel
> für Röhren geeignet ist? Meist steht ja keine Spannungsfestigkeit dabei
> und auch kein Verwendungszweck.
> 
> Bisher hatte ich darauf auch nie geachtet, weil ich dachte, Oktalsockel
> seien immer auch für Röhren und die dabei üblichen Spannungen geeignet.
> 
> Oder kann ich davon ausgehen, wenn nichts dabei steht, ist der Sockel
> auch für Röhren geeignet, ansonsten steht so etwas dabei wie oben?
> 
> Ich bräuchte 450 V Spannungsfestigkeit, besser 600 V.

Keramiksockeln verwenden!

Z.B. von
<http://www.percyaudio.com/Catalog.pdf>

-- 
Fritz
Zentrum Liberale Moderne <https://libmod.de/>
Paneuropa <https://www.paneuropa.at/>

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#279952

FromKlaus Butzmann <kb.usenet@butzomail.de>
Date2020-05-03 19:18 +0200
Message-ID<r8much$5cb$1@news.albasani.net>
In reply to#279951
Am 03.05.2020 um 19:02 schrieb Fritz:
> Am 30.04.20 um 20:24 schrieb Martin Klaiber:
>> Ich bräuchte 450 V Spannungsfestigkeit, besser 600 V.
> Keramiksockeln verwenden!
Besser noch Fassungen,
die Röhren selbst sind normalerweise schon gesockelt...

Einlötröhren sind eher selten.
--> 1 SH 24 B


Butzo

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#279953

FromSebastian Wolf <invalid@invalid.net>
Date2020-05-03 19:21 +0200
Message-ID<r8mui4$rui$1@gioia.aioe.org>
In reply to#279952
Am 03.05.2020 um 19:18 schrieb Klaus Butzmann:

> Einlötröhren sind eher selten.

Nicht als VFD! ;-)

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