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Groups > de.sci.electronics > #366203 > unrolled thread

Netzfilter

Started byR.Kiefer.SPAEM@gmx.de (Ralf Kiefer)
First post2026-02-07 13:40 +0100
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  Netzfilter R.Kiefer.SPAEM@gmx.de (Ralf Kiefer) - 2026-02-07 13:40 +0100
    Re: Netzfilter Axel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De> - 2026-02-07 17:38 +0100
      Re: Netzfilter Leo Baumann <ib@leobaumann.de> - 2026-02-07 18:14 +0100
        Re: Netzfilter Axel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De> - 2026-02-07 18:29 +0100
          Re: Netzfilter R.Kiefer.SPAEM@gmx.de (Ralf Kiefer) - 2026-02-07 19:18 +0100
            Re: Netzfilter Axel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De> - 2026-02-07 19:29 +0100
              Re: Netzfilter R.Kiefer.SPAEM@gmx.de (Ralf Kiefer) - 2026-02-07 23:23 +0100
                Re: Netzfilter Axel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De> - 2026-02-08 02:51 +0100
                Re: Netzfilter Sieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de.invalid> - 2026-02-09 00:54 +0100
                  Re: Netzfilter R.Kiefer.SPAEM@gmx.de (Ralf Kiefer) - 2026-02-11 21:32 +0100
                    Re: Netzfilter Jan Schmidt <jan.schmidt@gmx.de> - 2026-02-12 13:02 +0100
            Re: Netzfilter Gerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de> - 2026-02-08 09:39 +0100
            Re: Netzfilter Jan Schmidt <jan.schmidt@gmx.de> - 2026-02-10 13:09 +0100
              Re: Netzfilter R.Kiefer.SPAEM@gmx.de (Ralf Kiefer) - 2026-02-11 21:32 +0100
        Re: Netzfilter R.Kiefer.SPAEM@gmx.de (Ralf Kiefer) - 2026-02-07 23:26 +0100
          Re: Netzfilter Leo Baumann <ib@leobaumann.de> - 2026-02-07 23:41 +0100
            Re: Netzfilter R.Kiefer.SPAEM@gmx.de (Ralf Kiefer) - 2026-02-08 00:20 +0100
              Re: Netzfilter Leo Baumann <ib@leobaumann.de> - 2026-02-08 00:29 +0100
              Re: Netzfilter Leo Baumann <ib@leobaumann.de> - 2026-02-08 00:35 +0100
    Re: Netzfilter Markus Faust <mfaust@nurfuerspam.de> - 2026-02-08 11:00 +0100
      Re: Netzfilter Helmut Schellong <var@schellong.biz> - 2026-02-08 11:13 +0100
      Re: Netzfilter R.Kiefer.SPAEM@gmx.de (Ralf Kiefer) - 2026-02-08 14:17 +0100
    Re: Netzfilter Helmut Schellong <var@schellong.biz> - 2026-02-08 11:09 +0100
    Re: Netzfilter Wolfgang Martens <na3506b2013@t-online.de> - 2026-02-08 13:02 +0100
    Re: Netzfilter R.Kiefer.SPAEM@gmx.de (Ralf Kiefer) - 2026-02-08 14:17 +0100

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#366203 — Netzfilter

FromR.Kiefer.SPAEM@gmx.de (Ralf Kiefer)
Date2026-02-07 13:40 +0100
SubjectNetzfilter
Message-ID<1rq5x9t.ob3cx3117bd72N%R.Kiefer.SPAEM@gmx.de>
Moin,

die Rahmenhandlung: ich baue gerade ein Gerät, das im privaten Haushalt
steht (als Abgrenzung zu Industrieelektronik), in dem ein Ringkerntrafo
(150VA, Ausgang 5A @24VDC) dauerläuft und ab und zu zwei Schaltnetzteile
(Meanwell LRS-100, also 100W-Klasse) eingeschaltet werden. Das 
Einschubmodul (Europakarte) mit dem Ringkerntrafo ist vom nicht mehr 
existenten Hersteller Zentro aus Pforzheim und war jahrelang (min 5, 
evtl. sogar 15 Jahre) in Industrieelektronik eingesetzt, also ein 
Gebrauchtgerät, dem ich "profi"laktisch die Entstörkondensatoren (die 
X2- und Y2-Teile am 230V-Eingang) sowie die Siebelkos ausgetauscht habe.

Jetzt stehe ich vor der Frage, ob ich meinem neuen Gerät einen 
Netzfilter spendieren soll. In der Industrieelektronik war das mit 
diesen Ringkerntrafos üblich. D.h. ich habe mehrere gebrauchte aus 
derselben Quelle zur Auswahl. Es handelt sich um die Schaffner-Baureihen
FN343 und FN680.
<https://www.te.com/de/product-800094-SF.html>
<https://www.digikey.de/htmldatasheets/production/284749/0/0/1/fn680-ser
ies.pdf>

Dazu habe ich Fragen:
- Wie legt man diese Netzfilter aus? Nehme ich als Nennstrom den 
nächstgrößeren vom veranschlagten maximalen Strom meines Geräts 
dahinter? Das wären beim 150VA-Ringkerntrafo max. 90W und bei den beiden
Meanwell-Schaltnetzteilen rund 160W. Alles zusammen gerade mal 250W also
knapp über 1A @230V. Oder wähle ich ein bißchen Reserve und einen 
3A-Netzfilter. Oder spielt die Hauptrolle der Einschaltstrom, der im 
Fall des Ringkerntrafos weit im zweistelligen A-Bereich liegen kann, bei
den Schaltnetzteilen ebenso und vom Hersteller mit max. 50A angegeben 
ist (bei beiden zusammen daher 100A). Ich habe hier mehrere 
Schaffner-Filter (vermutlich die mit 6A), hinter denen bis zu 7 dieser 
Ringkerntrafos parallel(!) in Betrieb waren.

- Wurden die Schaffner-Netzfilter möglicherweise als 
Einschaltstrombegrenzung für die Ringkerntrafos eingebaut? Mich hat's im
Nachhinein gewundert, daß die 230V-Versorgung in der Büroumgebung mit 
handelsüblichen 16A-Sicherungsautomaten funktioniert hat. Meine 
Erwartungshaltung für den Normalfall ist, daß 16A-Automaten (mit 
üblicher "Haushalts-"kennlinie) beim Einschalten mehrerer dieser 
Ringkerntrafos über einen Schalter zumindestens manchmal auslösen 
müßten.

- Die beiden Schaffner-Baureihen unterscheiden sich in einem relevanten
Punkt: bei den FN343 ist im Erdleitungsdurchgang eine Induktivität, bei
der Baureihe FN680 nicht. Welchen Zweck verfolgt diese Induktivität in 
der Schutzerdezuleitung? Ich habe nur eine Idee, denn diese 
Industrieanlagen standen teils in der Nähe von Generatoren, also großen
Stromerzeugern, wo ich ein "unübliches" Verhalten vom Erdpotential 
vermute. Dann wäre das vermutlich eine Methode Störungen von draußen 
über diesen Weg zu dämpfen. Aber sonst?

Meine Fragen in Kurzfassung: Ist der Einbau eines Netzfilters 
empfehlenswert? Wenn ja, wie ist er zu dimensionieren?

Gruß, Ralf

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#366204

FromAxel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De>
Date2026-02-07 17:38 +0100
Message-ID<69876A87.30014819@Berger-Odenthal.De>
In reply to#366203
Ralf Kiefer wrote:
> Meine Fragen in Kurzfassung: Ist der Einbau eines Netzfilters
> empfehlenswert? Wenn ja, wie ist er zu dimensionieren?

Dumm gefragt als Maschinenbauer: Was ist ein Netzfilter?

In der Regel soll er imho das Netz vor Störungen schützen. Beides,
Trafo, Gleichrichter, Elko und gut designtes, hochwertiges Netzteil tun
das hinreichend selbst und machen weiteres überflüssig.

Oder geht es um Schutz Deiner Anwendung vor Störungen aus dem Netz? Das
mag industriell durchaus ein Thema sein, bei Dir wohl eher nicht. Und
auch da reicht die bereits gegebene Entkopplung m.E. vollkommen aus.

Aber als Laie werde ich hier vielleicht großen Widerspruch ernten -- und
dann gleich etwas lernen dabei.


-- 
/¯\   No  |    Dipl.-Ing. F. Axel Berger    Tel: +49/ 221/ 7771 8067
\ /  HTML |    Roald-Amundsen-Straße 2a     Fax: +49/ 221/ 7771 8069
 X    in  |    D-50829 Köln-Ossendorf      http://berger-odenthal.de
/ \  Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --

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#366205

FromLeo Baumann <ib@leobaumann.de>
Date2026-02-07 18:14 +0100
Message-ID<10m7ruc$ej31$1@solani.org>
In reply to#366204
Am 07.02.2026 um 17:38 schrieb Axel Berger:
> Aber als Laie werde ich hier vielleicht großen Widerspruch ernten -- und
> dann gleich etwas lernen dabei.

Ich nehme an er will das Netz vor den Störungen aus den Schaltnetzteilen 
schützen.

Er kann ja 'mal in meinem Public Webspace schauen - Jsyuan EMI-Filter
-- 
Public Webspace von Ingenieurbüro Baumann:
https://hidrive.ionos.com/share/sc0px3oy7x

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#366206

FromAxel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De>
Date2026-02-07 18:29 +0100
Message-ID<6987767E.546277B1@Berger-Odenthal.De>
In reply to#366205
Leo Baumann wrote:
> Ich nehme an er will das Netz vor den Störungen aus den Schaltnetzteilen
> schützen.

Wenn ich mir Ralfs Haushalt vorstelle und überlege, wieviele
Schaltnetzteile da jetzt ohnehin schon immer vorhanden sind, scheint mir
das sinnlos. Es sei denn, irgendetwas auf der Sekundärseite hinter den
Netzteilen produziert so starke Störungen, daß sie vom Netzteil selbst
nicht hinreichend gefiltert werden.

Aber in dem Fall hätte Ralf es sicher dazu gesagt, also vermute ich eher
"run of the mill" Anwendungen.


-- 
/¯\   No  |    Dipl.-Ing. F. Axel Berger    Tel: +49/ 221/ 7771 8067
\ /  HTML |    Roald-Amundsen-Straße 2a     Fax: +49/ 221/ 7771 8069
 X    in  |    D-50829 Köln-Ossendorf      http://berger-odenthal.de
/ \  Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --

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#366207

FromR.Kiefer.SPAEM@gmx.de (Ralf Kiefer)
Date2026-02-07 19:18 +0100
Message-ID<1rq6cg8.169908nkc2apsN%R.Kiefer.SPAEM@gmx.de>
In reply to#366206
Axel Berger wrote:

> Wenn ich mir Ralfs Haushalt vorstelle und überlege, wieviele
> Schaltnetzteile da jetzt ohnehin schon immer vorhanden sind, scheint mir
> das sinnlos. 

Nur am Rand: in jedem Haushalt sind heutzutage dutzende Schaltnetzteile
beginnend bei den LED-Leuchten. Da ist meiner sicher nicht auffällig.
Und ich reduziere sie gerade maßgeblich, weil ich viele durch den
Ringkerntrafo sowie nachgeschaltete DC-DC-Wandler ersetze. D.h. die
Wandwarzen für Fritzbox, DECT-Ladeschale, Raspis, NAS-Server, Router,
Switche und vielen weiteren Kleinkram entsorge ich damit. 


> Aber in dem Fall hätte Ralf es sicher dazu gesagt, also vermute ich eher
> "run of the mill" Anwendungen.

Störungen von meiner Niedrigstspannungsseite ins Netz betrachte ich hier
als nicht relevant, denn die Meanwell-Netzteile sind bereits für den
direkten Anschluß ans Netz vorgesehen und haben die üblichen
Prüfzeichen. Und was durch den Ringkerntrafo von drinnen nach draußen
gehen sollte ... Nun denn, dort auf der 24V-Seite sorge ich bereits für
"Ordnung", denn das soll zuverlässig funktionieren :-)

Ich mache mir eher Gedanken um das, was über die 230V-Leitung kommen
kann. Hier an meinem neuen Wohnort haben wir die Versorgung noch(!)
jahrelang über Freileitungen über die Dächer. Zudem sitze ich so
ziemlich am Ende vom Zweig ab dem Ortsnetztrafo, d.h. ich "sehe" das
Gewackel im Spannungsverlauf. Ab da kann ich nur vermuten: alter, fix
eingestellter Ortsnetztrafo und mittlerweile diverse Wärmepumpen und
Stromautos am Netz. Daher gehe ich davon aus, daß ab und zu ein paar
Spitzen auftauchen, die ich nicht intern haben möchte. Einen direkten
Blitzeinschlag in die Freileitungen kann ich selbstverständlich nicht
ausbügeln, aber für irgendwas dazwischen möchte ich ein kleines
"Hindernis" schaffen.

Darüber hinausgehend stellte ich die Frage in den Raum, ob solche
Netzfilter als Poor-Man's-Einschaltstrombegrenzer dienen, denn das
sinnvolle Einschalten von Ringkerntrafos ist eine (teure) Wissenschaft
für sich.

Gruß, Ralf

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#366208

FromAxel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De>
Date2026-02-07 19:29 +0100
Message-ID<6987849A.8FF2BADB@Berger-Odenthal.De>
In reply to#366207
Ralf Kiefer wrote:
> aber für irgendwas dazwischen möchte ich ein kleines
> "Hindernis" schaffen.

OK. Ich neige dazu, das bereits in den Geräten vorhandene für
ausreichend zu halten.

> denn das
> sinnvolle Einschalten von Ringkerntrafos ist eine (teure) Wissenschaft
> für sich.

Ja. Hattest Du nicht gesagt, der sollte 24/7 im Dauerbetrieb laufen? Für
so seltene Ausnahmen reichen Billigschalter lange genug.


-- 
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#366210

FromR.Kiefer.SPAEM@gmx.de (Ralf Kiefer)
Date2026-02-07 23:23 +0100
Message-ID<1rq6nuk.7nn7504or9ktN%R.Kiefer.SPAEM@gmx.de>
In reply to#366208
Axel Berger wrote:

> OK. Ich neige dazu, das bereits in den Geräten vorhandene für
> ausreichend zu halten.

Ich frage mich, weswegen man seinerzeit im Anlagenbau einen solch teuren
Aufwand trieb. Irgendeinen Nutzen und Sinn mußte es haben. Diese
Netzfilter kosten heute ab 40EUR. BTW die seinerzeit eingebauten
Schalter habe ich vorhin erst genauer angeschaut und danach gestartpagt:
von ETA zweipolig mit Sicherungsautomat drin. Heutiger Preis ab 50EUR.
Wie gut, daß ich mir vor ein paar Jahren abgebautes Material gerettet
habe :-) 

Nicht zu vergessen: ich baue ein Gerät, das dauerhaft und somit auch
unbeaufsichtigt läuft.


> > denn das
> > sinnvolle Einschalten von Ringkerntrafos ist eine (teure) Wissenschaft
> > für sich.
> 
> Ja. Hattest Du nicht gesagt, der sollte 24/7 im Dauerbetrieb laufen? Für
> so seltene Ausnahmen reichen Billigschalter lange genug.

Es geht drum beim (seltenen) Einschalten mir den Weg zum
Sicherungskasten zu ersparen und weiterhin das dadurch "harte"
Runterfahren anderer Rechner an derselben Sicherung zu vermeiden.

Einen Schalter bekommt dieses Gerät für den Ringkerntrafo sowieso nicht.
Stecker rein und Trafo unter Spannung. Schon bei meinem älteren
Eierkocher in der Küche wurde auf einen Schalter verzichtet.
Schukostecker halten sehr viel länger :-)

BTW ich stelle die Frage auch deswegen, weil ich den Aufbau eines
Retrorechners mit diesen Netzteilen plane, bei dem veraussichtlich vier
dieser Trafokarten parallel laufen und gleichzeitig eingeschaltet
werden. Dafür habe ich allerdings bereits in einen echten
Einschaltstrombegrenzer investiert.

Gruß, Ralf

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#366216

FromAxel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De>
Date2026-02-08 02:51 +0100
Message-ID<6987EC2D.2ACEC189@Berger-Odenthal.De>
In reply to#366210
Ralf Kiefer wrote:
> Irgendeinen Nutzen und Sinn mußte es haben.
> Es geht drum beim (seltenen) Einschalten mir den Weg zum
> Sicherungskasten zu ersparen

OK, dann hast du Deine Antwort. Die Filter sind vorhanden und Du fühlst
Dich wohler damit. Nachteile: keine, die mir spontan einfallen.


-- 
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#366241

FromSieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de.invalid>
Date2026-02-09 00:54 +0100
Message-ID<20260209005427.54f104ed@Achmuehle.WOR>
In reply to#366210
Hallo Ralf,

Du schriebst am Sat, 7 Feb 2026 23:23:32 +0100:

> Ich frage mich, weswegen man seinerzeit im Anlagenbau einen solch teuren
> Aufwand trieb. Irgendeinen Nutzen und Sinn mußte es haben. Diese

Das macht man auch heute noch so - Filter sind relevant für die EMV, in
beiden Richtungen, und da unterscheiden sich die Vorgaben für Industrie und
Privatbereich "ein kleines bischen". Außerfem unterscheidet sich auch die
(in den Vorschriften angenommene) Toleranz gegen Funktionsstörungen und
Ausfälle in den beiden Bereichen

...
> Einen Schalter bekommt dieses Gerät für den Ringkerntrafo sowieso nicht.
> Stecker rein und Trafo unter Spannung. Schon bei meinem älteren
> Eierkocher in der Küche wurde auf einen Schalter verzichtet.
> Schukostecker halten sehr viel länger :-)

Dafür gehen halt die Steckdosenkontakte kaputt.
(Die heutigen "CE"- ["Chinese Engenering"] Steckdosenkontakte sind thermisch
anfällig und verlieren ihre Feerspannung, wenn sie heiß werden.

> BTW ich stelle die Frage auch deswegen, weil ich den Aufbau eines
> Retrorechners mit diesen Netzteilen plane, bei dem veraussichtlich vier
> dieser Trafokarten parallel laufen und gleichzeitig eingeschaltet
> werden. Dafür habe ich allerdings bereits in einen echten
> Einschaltstrombegrenzer investiert.

Hoffentlich in einen für (Ringkern-) Trafos geeigneten und nicht einen mit
"Nullspannungsschlter zum schonenden Einschalten" (der Kaffemaschine oder
so).

-- 
(Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung
nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem)
-----------------------------------------------------------
Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz
-----------------------------------------------------------

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#366255

FromR.Kiefer.SPAEM@gmx.de (Ralf Kiefer)
Date2026-02-11 21:32 +0100
Message-ID<1rqdwxn.calrxh18peqiqN%R.Kiefer.SPAEM@gmx.de>
In reply to#366241
Sieghard Schicktanz wrote:

> Das macht man auch heute noch so - Filter sind relevant für die EMV, in
> beiden Richtungen, und da unterscheiden sich die Vorgaben für Industrie und
> Privatbereich "ein kleines bischen".

Mich interessiert's im Haushaltsbereich allerdings genauso, ob ein Gerät
Übles ins 230V-Netz absondert. Nun gut, dann ist's im Industrieumfeld
halt ein bißchen pingeliger :-)


> Dafür gehen halt die Steckdosenkontakte kaputt.

Es geht eher um den Funken beim Einstecken, IMHO.


> Hoffentlich in einen für (Ringkern-) Trafos geeigneten und nicht einen mit
> "Nullspannungsschlter zum schonenden Einschalten" (der Kaffemaschine oder
> so).

Das Teil ist nicht in der Lage den Nulldurchgang zu erkennen.

Gruß, Ralf

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#366263

FromJan Schmidt <jan.schmidt@gmx.de>
Date2026-02-12 13:02 +0100
Message-ID<10mkfh0$2r4u$1@solani.org>
In reply to#366255
Ralf Kiefer schrieb am 11.02.26 um 21:32:
> Sieghard Schicktanz wrote:
> 
>> Das macht man auch heute noch so - Filter sind relevant für
>> die EMV, in beiden Richtungen, und da unterscheiden sich die
>> Vorgaben für Industrie und Privatbereich "ein kleines
>> bischen".
> 
> Mich interessiert's im Haushaltsbereich allerdings genauso, ob
> ein Gerät Übles ins 230V-Netz absondert. Nun gut, dann ist's
> im Industrieumfeld halt ein bißchen pingeliger :-)

Die Grenzen der Störaussendung sind im Haushaltsbereich einiges
niedriger (ich glaube 20dB) als für Industriegeräte.

Die Störfestigkeit dagegen ist im Industriebereich einiges höher.

Es ist also selten eine gute Idee, Industrie-Netzteile (die auch 
also solches benannt sind) im Privatumfeld zu verwenden.

Jan

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#366217

FromGerrit Heitsch <gerrit@laosinh.s.bawue.de>
Date2026-02-08 09:39 +0100
Message-ID<10m9hhs$707$1@news.bawue.net>
In reply to#366207
On 2/7/26 19:18, Ralf Kiefer wrote:
> Darüber hinausgehend stellte ich die Frage in den Raum, ob solche
> Netzfilter als Poor-Man's-Einschaltstrombegrenzer dienen, denn das
> sinnvolle Einschalten von Ringkerntrafos ist eine (teure) Wissenschaft
> für sich.

Ja, kenn ich... Ich hab einen 700W Regeltrenntrafo der wohl noch aus der 
Zeit stammt als Schmelzsicherungen normal waren. Ohne 
Einschaltstrombegrenzung löst der zuverlässig die Sicherung aus.

  Gerrit

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#366246

FromJan Schmidt <jan.schmidt@gmx.de>
Date2026-02-10 13:09 +0100
Message-ID<10mf74u$nhj$1@solani.org>
In reply to#366207
Ralf Kiefer schrieb am 07.02.26 um 19:18:
> Axel Berger wrote:
> 
>> Wenn ich mir Ralfs Haushalt vorstelle und überlege, wieviele
>> Schaltnetzteile da jetzt ohnehin schon immer vorhanden sind, scheint mir
>> das sinnlos.
> 
> Nur am Rand: in jedem Haushalt sind heutzutage dutzende Schaltnetzteile
> beginnend bei den LED-Leuchten. Da ist meiner sicher nicht auffällig.
> Und ich reduziere sie gerade maßgeblich, weil ich viele durch den
> Ringkerntrafo sowie nachgeschaltete DC-DC-Wandler ersetze. D.h. die
> Wandwarzen für Fritzbox, DECT-Ladeschale, Raspis, NAS-Server, Router,
> Switche und vielen weiteren Kleinkram entsorge ich damit.

Kann gut sein, dass du mit der DC-Verteilung dann mehr EMV im 
Haus hast als mit den Steckernetzteilen und ihren kurzen, 
ausgemessenen Kabeln. Üblicherweise wird die Paarung "Netzteil, 
Kabel, Gerät" in der Messkammer bewertet.

Außerdem haben die meisten Geräte ihren Gnd nach außen geführt 
und es gibt keine galv. Trennung, was das Störpotential weiter 
erhöht wenn mehrere davon verbunden werden (bei der FB ist Gnd 
auch auf dem Schirm der Netzwerk-Dosen).

Jan

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#366256

FromR.Kiefer.SPAEM@gmx.de (Ralf Kiefer)
Date2026-02-11 21:32 +0100
Message-ID<1rqdx56.1yveln91xunu4gN%R.Kiefer.SPAEM@gmx.de>
In reply to#366246
Jan Schmidt wrote:

> Kann gut sein, dass du mit der DC-Verteilung dann mehr EMV im 
> Haus hast 

Die Kleingeräte, die irgendwas zwischen 2,8V (Akkuladegerät) und 19V
(ein TFT) bekommen, sind alle ziemlich nahe an meinem
Ringkerntrafo-basierten Netzteil. 


> Außerdem haben die meisten Geräte ihren Gnd nach außen geführt

Da habe ich drauf geachtet. Z.B. an den relevanten Stellen bzgl.
Twisted-Pair-Kabel nehme ich ungeschirmtes. Das hatte sich schon zu
Zeiten bewährt, als ich noch >4km Kabellänge zur Vermittlungsstelle
hatte und Fritzboxen aufgrund naher Blitzeinschläge verlor. Soll heißen,
daß ich alle vernetzten Geräte diesbezüglich nachgemessen hatte.

BTW Twisted Pair hat eine galvanische Trennung mit min. 1000V, eine
Verbesserung z.B. im Vergleich zu Cheapernet (10Base2), das nur 500V und
üblicherweise eine sanfte Erdung hat, d.h. der hier notwendige Schirm
ist mit 1MOhm mit PE jedes angeschlossenen Geräts verbunden. 

Hersteller von Switches und Hubs haben bei diesem Punkt teils
widersprechende Philosophien. Es gibt welche, die das Kleingerät mit
einer zweipolig angeschlossenen Wandwarze speisen und GND davon mit dem
Schirm verbinden, GND in der Wandwarze aber keine Verbindung zu PE hat.
D.h. alle mit geschirmtem Twisted-Pair-Kabel angeschlossenen Geräte
definieren gemeinsam das Schirmpotential. Auch nicht toll. Letztendlich
ist beidseitig angeschlossene Schirmung bei solchen Kabeln Fluch und
Segen zugleich. Im privaten, überschauberen Haushalt kann man
üblicherweise auf geschirmte Twisted-Pair-Kabel verzichten, IMHO. Außer
man braucht > Cat.5e, oder so ... 

Gruß, Ralf

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#366211

FromR.Kiefer.SPAEM@gmx.de (Ralf Kiefer)
Date2026-02-07 23:26 +0100
Message-ID<1rq6p0b.9jbyhm1fngm3gN%R.Kiefer.SPAEM@gmx.de>
In reply to#366205
Leo Baumann wrote:

> Er kann ja 'mal in meinem Public Webspace schauen - Jsyuan EMI-Filter

Der entspricht dem einfacheren der beiden genannten Schaffner-Filter,
nur eben nicht aus Europa. Die Bilder sind für mich ohne Erläuterung
wenig aussagekräftig.

Gruß, Ralf

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#366212

FromLeo Baumann <ib@leobaumann.de>
Date2026-02-07 23:41 +0100
Message-ID<10m8f2o$ejbj$1@solani.org>
In reply to#366211
Am 07.02.2026 um 23:26 schrieb Ralf Kiefer:
> Leo Baumann wrote:
> 
>> Er kann ja 'mal in meinem Public Webspace schauen - Jsyuan EMI-Filter
> 
> Der entspricht dem einfacheren der beiden genannten Schaffner-Filter,
> nur eben nicht aus Europa. Die Bilder sind für mich ohne Erläuterung
> wenig aussagekräftig.

Interessant ist die Übertragungsfunktion, das was sich der Chinese 
gedacht hat.-

Das Chinesische Filter ist auch 2-Stufig. Wesentlicher Unterschied ist 
der Preis AliExpress 4.89 €

Wenn Du willst, kannst Du ja das 9-fache in D bezahlen.

Grüße

-- 
Public Webspace von Ingenieurbüro Baumann:
https://hidrive.ionos.com/share/sc0px3oy7x

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#366213

FromR.Kiefer.SPAEM@gmx.de (Ralf Kiefer)
Date2026-02-08 00:20 +0100
Message-ID<1rq6qe2.11v6pti1c7y8bwN%R.Kiefer.SPAEM@gmx.de>
In reply to#366212
Leo Baumann wrote:

> Interessant ist die Übertragungsfunktion, das was sich der Chinese 
> gedacht hat.-

Mir sieht das überhaupt nicht danach aus, wie wenn ein Chinese dabei was
gedacht hätte. Das ist eine Kopie der Schaffner-Filter, die bereits
genau so in den 1980ern lieferbar waren. Möglicherweise ist das noch
nicht mal Schaffner-, sondern Lehrbuchwissen :-)

Übertragungsfunktion sagt mir hier leider nichts.


> Wenn Du willst, kannst Du ja das 9-fache in D bezahlen.

Ich habe eine gewisse Auswahl an Schaffner- und Corcom-Filter in der
Bastelkiste, so daß ich nichts einkaufen brauche. 

Aber ich fragte nach der Dimensionierung. "Dein" chinesisches Teil ist
für 10A dimensioniert und entspricht bei den Werten der inneren Bauteile
ungefähr dem, was Schaffner angibt ins 10A-Teil eingebaut zu haben.
Insofern schenken sich die 10A-Teile bei der Papierform nicht viel. Nur
steht die Frage für mich im Raum, ob ich ein 2,5A- bzw. 3A-Teil einbaue,
von denen ich welche vorrätig habe. Denn die haben andere innere Werte
und filtern möglicherweise besser. Nur bin ich eben kein Analogauskenner
:-(  ... weswegen ich hier frage.

Gruß, Ralf

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#366214

FromLeo Baumann <ib@leobaumann.de>
Date2026-02-08 00:29 +0100
Message-ID<10m8hs4$ejbj$2@solani.org>
In reply to#366213
Am 08.02.2026 um 00:20 schrieb Ralf Kiefer:
> Übertragungsfunktion sagt mir hier leider nichts.

Theor. Übertragungsfunktion ist das, was sich der Chinese gedacht hat.-

Die gemessene Übertragungsfunktion findest Du in dem Bild Gain_EMI_Filter.

Grüße

-- 
Public Webspace von Ingenieurbüro Baumann:
https://hidrive.ionos.com/share/sc0px3oy7x

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#366215

FromLeo Baumann <ib@leobaumann.de>
Date2026-02-08 00:35 +0100
Message-ID<10m8i8m$ej31$3@solani.org>
In reply to#366213
Am 08.02.2026 um 00:20 schrieb Ralf Kiefer:
> Übertragungsfunktion sagt mir hier leider nichts.

Ich habe hier ein Schaltnetzteil von einem 12 Bit Rigol DSO, seines 
Zeichen von LiteOn. Das bringt mir ekelhafte Impulse über die 
Netzleitung bis in andere Geräte hinein. Sogar auf der DC-Seite meiner 
hochwertigen Lab-Netzgeräte finde ich diese Impulse wieder.

Dafür baue ich dieses Netzfilter (muss ich 'mal fertigbohren und schrauben).

Ich hasse Schaltnetzteile die herumsauen, und das tun die alle.

Grüße

-- 
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#366218

FromMarkus Faust <mfaust@nurfuerspam.de>
Date2026-02-08 11:00 +0100
Message-ID<10m9mri$euog$1@gwaiyur.mb-net.net>
In reply to#366203
Hallo Ralf,

Am 07.02.26 um 13:40 schrieb Ralf Kiefer:
> Moin,
> 
> die Rahmenhandlung: ich baue gerade ein Gerät, das im privaten Haushalt
> steht (als Abgrenzung zu Industrieelektronik), in dem ein Ringkerntrafo
> (150VA, Ausgang 5A @24VDC) dauerläuft und ab und zu zwei Schaltnetzteile
> (Meanwell LRS-100, also 100W-Klasse) eingeschaltet werden.
> 
> [...]
> 
> Jetzt stehe ich vor der Frage, ob ich meinem neuen Gerät einen
> Netzfilter spendieren soll.

Ich sehe den Sinn nicht so richtig. Laut Datenblatt sind die LRS-100 
konform zu EN55032 Class B (Haushalt und leichte Industrieumgebungen). 
Von dem Ringkerntrafo würde ich keine Probleme erwarten (jedenfalls 
keine, die Du mit einem Netzfilter beseitigen könntest).
Davon abgesehen gehe ich davon aus, dass das Gerät herstellerseitig auch 
die einschlägigen EMV-Vorschriften eingehalten hat.

> Dazu habe ich Fragen:
> - Wie legt man diese Netzfilter aus? Nehme ich als Nennstrom den
> nächstgrößeren vom veranschlagten maximalen Strom meines Geräts
> dahinter? Das wären beim 150VA-Ringkerntrafo max. 90W und bei den beiden
> Meanwell-Schaltnetzteilen rund 160W. Alles zusammen gerade mal 250W also
> knapp über 1A @230V. Oder wähle ich ein bißchen Reserve und einen
> 3A-Netzfilter.

Wenn Du unbedingt willst: Ja, so würde ich das machen (aber: siehe oben).

> - Wurden die Schaffner-Netzfilter möglicherweise als
> Einschaltstrombegrenzung für die Ringkerntrafos eingebaut?

Mit Sicherheit nicht, dafür sind sie weder gedacht noch geeignet.
Bei einem 150 VA-Trafo würde ich selbst an einem B10-Automat keine 
Probleme erwarten. In der Leistungsklasse hatten wir bei meinem vorigen 
Arbeitgeber auch keinen Softstart drin und mir ist nicht bekannt, dass 
es da irgendwie Probleme gegeben hätte. (So ab 500 VA ist Softstart bei 
Ringkerntrafos schon sinnvoll, sonst hast Du bei Automaten mit 
B-Charakteristik Probleme.)

> - Die beiden Schaffner-Baureihen unterscheiden sich in einem relevanten
> Punkt: bei den FN343 ist im Erdleitungsdurchgang eine Induktivität, bei
> der Baureihe FN680 nicht. Welchen Zweck verfolgt diese Induktivität in
> der Schutzerdezuleitung?

Für die Schutzleiterdrossel an dieser Stelle beim FN343 hab ich auch 
keine Erklärung. Das FN680 hat aber zusätzlich zur Gleichtakt-Drossel 
noch eine Gegentakt-Drossel drin (gegen Probleme mit Gegentakt-Störungen).

> Meine Fragen in Kurzfassung: Ist der Einbau eines Netzfilters
> empfehlenswert? Wenn ja, wie ist er zu dimensionieren?

Wie gesagt, ich sehe da keinen richtigen Sinn drin.

Grüße,
Markus

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