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Groups > de.sci.electronics > #291871
| From | Volker Bartheld <news2020@bartheld.net> |
|---|---|
| Newsgroups | de.sci.electronics |
| Subject | Re: Display im Auto |
| Date | 2020-10-27 12:16 +0100 |
| Organization | bartheld.net |
| Message-ID | <uyrcupninrr9.dlg@news.bartheld.net> (permalink) |
| References | (1 earlier) <7ao7t3-0a9.ln1@micha.freeshell.org> <3257604.Q5Voex4hiV@moskau.comm.uni-bremen.de> <AABflvc1xg4AABaV.A1.flnews@WStation5.stz-e.de> <lq49nktjf82r$.dlg@news.bartheld.net> <AABfl0rHTh0AAAns.A1.flnews@WStation7.micha.freeshell.org> |
On Mon, 26 Oct 2020 23:16:39 +0100 (CET), Michael Bäuerle wrote: > Volker Bartheld wrote: >> On Mon, 26 Oct 2020 17:20:05 +0100 (CET), Michael Bäuerle wrote: >>> [1983er VW Golf C auf kennfeldgesteuerte Zündanlage mit >>> Vakuumfluoreszenzanzeige umrüsten] >> [Meinen Golf II 1.3] hatte ich damals von kontaktgesteuert auf >> Transistorzündanlage umgerüstet. [...] nutzt den bestehenden >> Unterbrecher [...] Die Zündspule selbst steuert aber dann der >> Transistor an. >> Das ist dann natürlich immer noch fliehkraftgesteuert [...] Wir >> schrieben das Jahr 1986. Da waren ATmega & Co nicht gerade als >> Schüttgut verfügbar, der meiste Kram ziemlich proprietär und einen Z80 >> hätte ich nicht im Auto haben wollen. > Hätte sicher auch gereicht, wenn man die Firmware in Assembler > geschrieben hätte. Von der Performance her natürlich. Das bißchen Kennfeldinterpoliererei wird man mit 3MHz, 64kB Adreßraum, 16-Bit-Doppelregistern und einem 8-Bit-Datenbus schon noch hinbekommen. Der Teufel steckt eher im Detail. Für die Sensorik mußt Du Dir einen oder mehrere ADC aus dem Hut zaubern (je nachdem, ob Du Dir einen Analogmultiplexer zutraust), ihn mit TTL an Ports der CPU hängen, E-PROMs brennen und ein Rudel 4116er (oder 4164er) DRAMs mit Refresh- und Buslogik dranfummeln. Mangels Z80-Crossassembler und 80(3)86er PC (damals für mich komplett unerschwinglich, s. auch [1] und [2]) hätte der Code auf einem Sinclair ZX Spectrum mit Hisoft Devpac [3] geschrieben werden müssen. Ich kann/konnte das zu der Zeit durchaus, aber Eightyone [4] und ein selbergelötetetes RS232-Kabel fürs Interface 1, wie damals beim Rettungsprojekt für Microdrive-Cartridges verwendet [5], sind um Läääängen bequemer. Und dann haben wir noch nicht diskutiert, wie anno 1986 Schaltungen gebaut wurden. Nix Eagle oder KiCAD. Oder Prototypen für 5DM vom freundlichen Chinesen. Entweder Tuschestifte und Letraset oder mit irgendwelchen Fotoverfahren und UV-Lampe herumtun, dann in Ammoniompersulfat [(NH4)2S2O8] oder FeCl3 ätzen und die Daumen drücken, daß es keine Erosion oder Haarrisse gibt. > Ich habe die Firmware damals komplett in C > geschrieben. Der AVR war trotzdem schnell genug um das Timing an jedem > Zahn des Positionssensors neu berechnen zu können. NB: Die allerersten Mitglieder dieser Atmel-Familie haben anno 1999 das Licht der Welt erblickt. Man hätte sich wohl einen Intel 8051 greifen können [6] - aber so richtig der Hit war das Ding mit seinen 128 Byte intern bzw. externen RAM/ROM und den paar I/O Pins halt auch nicht. >> Die o. g. [Transistorzündanlage] kann ich wärmstens empfehlen, die hat im Golf >> sicher 10 Jahre überlebt und das Auto gleich mit. Wurde nach irreversibler >> Kaltverformung des Fahrzeugs durch eigene, pubertierende Hand dann in >> einen VW Käfer transplantiert, funktioniert schätzungsweise heute noch. > Wenn es den Käfer in der Zwischenzeit nicht auch kaltverformt hat ... Oder er nicht zu Eisenstaub zerfallen ist. >> Der Nachfolgegolf hatte dann bereits Transistorzündung aber immer noch den >> mechanischen Zündverteiler. > Den habe ich auch beibehalten. Mei, der Perfektionist hätte wohl gleich vier komplette Zündmodule (=ruhende Zündverteilung) eingebaut, da wird es doch sicher von Delphi oder Beru was geben, was auf die WR8DC bzw. ins Zündkerzenloch hineinpaßt. Die Ansteuerung ist heutzutage, in Power-MOSFET-Zeiten auch nicht mehr das große Problem. >> Hauptproblem aber die Wide-Open-Kick-Mimik [im Pierburg 2E2] >> Dank Direktkontakt zu Pierburg konnte die lästige Kaltlaufruckelei >> aber behoben werden. > Mein 2E2 hatte das Problem, dass der Motor regelmäßig ausging und nicht > mehr startbar war (für 15 bis 20 Minuten). Danach ging es wieder. Ja, jetzt wo Du es sagst: Sowas hatte ich auch mal. Erinnere aber nicht, ob das mit der Wachsdose zusammenhing oder auch dem komischen Kaltstartmechanismus. Ich habe das Ding in etlichen Iterationen zerlegt und hingetüftelt, hernach lief es dann einwandfrei. Naja, so einwandfrei, wie ein Vergasermotor halt läuft. > Am Ende habe ich die Weber 40DCOE reinbauen lassen ... war eine gute > Idee. Mehr Leistung *und* weniger Verbrauch (mehr als 1l/100km weniger > im Schnitt pro Tankfüllung). Jup. Ich dachte allen Ernstes über einen Zylinderkopf vom GTI aus dem Schrott nach (der Rumpfmotor war eh überall gleich) und hätte dann gleich den Digifant mit umgebaut. War mir aber wegen der Peripherie viel zu kompliziert. Der gestrenge Sachverständige wäre da sowieso in Ohnmacht gefallen. >> P.S.: Die komisch abgewinkelten Gruppe-N-Auspuffattrappe hätte ich mir an >> Deiner Stelle wohl gespart. Für den Golf II gibt es doch sicher eine >> schöne Komplettanlage in Edelstahl mit Fächerkrümmer? > Der Auspuff ist aus Edelstahl (sonst wäre er längst zu Staub zerfallen). Und dann soooo gammlig wie in Bild [7]? Oder ist der nur angelaufen, wegen der krassen Performance? ;-) Ciao, Volker [1] https://www.zdnet.com/article/the-zx-spectrum-birthday-memories/ [2] https://retrocomputing.stackexchange.com/questions/3314/how-were-the-first-zx-spectrum-games-written [3] https://worldofspectrum.org/infoseekid.cgi?id=0008091 [4] https://sourceforge.net/projects/eightyone-sinclair-emulator/ [5] https://worldofspectrum.net/pub/sinclair/tools/pc/mdv2img.zip [6] https://de.wikipedia.org/wiki/Intel_MCS-51 [7] https://micha.freeshell.org/ignition/golf2.jpg
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