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Groups > de.sci.electronics > #331644
| From | Thomas Heger <ttt_heg@web.de> |
|---|---|
| Newsgroups | de.soc.politik.misc, de.sci.electronics, de.soc.recht.misc |
| Subject | Re: Neue Weltordnung: Erdgas gegen Rubel oder Gold - PutinsSchachzuggegen den Westen |
| Date | 2023-01-07 10:56 +0100 |
| Message-ID | <k1stubF4a18U1@mid.individual.net> (permalink) |
| References | (11 earlier) <k00qhkFb2oqU1@mid.individual.net> <k02o28Fk2ufU1@mid.individual.net> <8ihophlvlqfmtfs9r04vkf1e0lpsuab1jn@4ax.com> <k059r7F1h2pU1@mid.individual.net> <k0bdk2F14nkU1@mid.individual.net> |
Cross-posted to 3 groups.
Am 19.12.2022 um 16:17 schrieb Ole Jansen:
>>>>> Bitte schau Dir noch einmal den Schaltplan an.
>>>>>
>>>>> Es kann im Stromkreis pro Buchstabe nur Eines geben: Eine gedrückte
>>>>> Taste oder eine Lampe. Beides gleichzeitig geht nicht.
>>>
>>> Das haste ja jetzt echt nicht, denn:
>>>
>>>> Es konnte nämlich sehr wohl ein Eingangsbuchstabe wie z.B. 'W' auf eine
>>>> 'W' als Ausgabe chiffriert werden, weswegen die angeblich benutzte
>>>> Methode nicht funktioniert.
>>>
>>> steht mit dem Schaltplan in direktem Widerspruch.
>>
>> Stimmt.
>>
>> Aber woher stammt eigentlich der Schaltplan?
>
> Willi Korn hat 1926 (DRP Nr. 452 194) die Umkehrwalze erfunden.
> Dadurch wurde zum einen das Schlüsselverfahren involutorisch,
> d.h. wenn bei einer bestimmten Stellung der Walzen ein U in
> ein X verschlüsselt wird, dann wird bei dieser Stellung auch
> ein X in ein U verschlüsselt.
>
> Eine mögliche Fehlerquelle (der OP vergisst zwischen Ver- und
> Entschlüsselung umzuschalten) wird so eleminiert.
>
> Ein weiterer "Vorteil" war dass bei jeder Walze der Hin- und
> Rückweg genutzt wurde, also zwei Verwürfelungen pro Walze.
> Es wurde irrtümlich gegglaubt dass daurch die Sicherheit
> verdoppelt würde.
>
>> Die noch vorhandenen Enigmas gehören alle zur Gruppe der Armee- bzw.
>> der kommerziellen Enigmas. Diese hatten drei Rotoren und ein
>> zweiseitig wirksames Steckbrett.
>
> In Flensburg-Mürwik in der Marinefernmeldeschule gibt es eine
> Sammlung wo die Originale zu bewundern sind. Es ist kein öffentliches
> Museum, um einen Zugang müsstest Du Dich selber bemühen.
Da Deutschland mal ein besetztes Land war, kann man davon ausgehen, das
alle Deutschen Museen und sonstigen Archive nach Dingen durchforstet
wurden, welche den Besatzern aus irgendwelchen Gründen nicht gepaßt haben.
Daher ist die Authenzität von Archivmaterial in Deutschland stets
fraglich, besonders bei solchen Materialien, wo die Besatzer ein
besonderes Interesse hatten.
Daher kann man auf den Aufbau der Marine-Verschlüsselungsgeräte nur
indirekt schließen auf Grund von Informationen, die nicht aus
Deutschland stammen.
So eine Information stammte nun aus dem Video, wo ein Englischer
Historiker die Arbeit in Bletchley Park schildert.
...
>> Allerdings hat es das anscheinend nicht bei der Enigma der Marine
>> getan, weil die Marine Enigmas mit einer ganz anderen Methode
>> entschlüsselt wurden als die Armee-Enigmas.
>>
>> (Das betraf sowohl die drei-Walzen Enigma als auch die vier Walzen
>> Marine-Enigma).
>
> Doch, sie wurden genau so entschlüsselt. Mitunter wurden
> mutwillig Seezeichen demoliert um den Gegner dazu zu
> ermutigen Telegramme mit "LEUCHTTONNEERLOSCHEN" abzusetzen.
>
> Durch die vier Walzen und weitere Komplizzierungen ("Griechenwalzen")
> wurden aber schnellere oder mehr "Bomben" benötigt.
>
>> Jetzt ging es mir eigentlich garnicht primär um die Enigma, sondern um
>> die Frage, ob Dönitz ein Spion gewesen ist und Alan Turing umgebracht
>> wurde, um das zu verschleiern.
>>
>> Dönitz war nun Chef der Marine, weswegen wir die Betrachtung auf die
>> Marine-Enigmas beschränken können.
>
> Dass er nach WK2 noch lange gelebt hat weißt Du?
Das ist für die Frage irrelvant, ob die Briten die Nachrichten der mit
Hilfe der Marine-Enigmas verschlüssenten Botschaften hätten in Blechley
Park entschlüsseln können.
>
>> Diese wurden nun nicht mit Hilfe der 'Bomba' entschlüsselt, sondern
>> dadurch, dass nach bestimmten kriterien Löcher in Transparentfolien
>> geknipst wurden. Diese wurden dann auf Leuchttischen übereinander
>> gelegt und geschulte Spezialisten konnten dann an Hand von bestimmten
>> Mustern die benutzten Walzen erraten.
>
> Die ersten "Bomben" wurden gebaut weil es damals noch mit
> der Spruchschlüsselverdoppelung eine grobe Sicherheitslücke
> existierte die sich damit einfach ausnutzen liesse.
Die diversen Sicherheitslücken wurden aber anscheinend bei den
Marine-Enigmas entfernt, weswegen die Briten dafür ein anderes, sehr
viel aufwendigereres Verfahren verwendet hatten.
>> Turing war nun der Chef von 'Hut 8', welche für die Marine-Enigmas
>> zuständig war.
>>
>> Jetzt war meine These, dass Turing die Entschlüsselung überhaupt nicht
>> geschafft hat, sondern dafür ein 'sleeper' aktiviert werden mußte
>> (Dönitz).
>
> Dönitz hatte IMHO keine Ahnung von Crypto. Hätte er mehr davon
> verstanden hätte die Marine bessere Kryptodisziplin gehalten
> und Schwachstellen wie die täglichen Lagemeldungen mit vorhersagbaren
> Texten vermieden.
Spione brauchen sowas auch nicht zu verstehen, sondern befolgen Befehle,
deren Sinn sich ihnen häufig wohl nicht erschließt.
Die Frage war, ob Dönitz ein Spion war und nicht, ob Dönitz etwas von
Kryptographie versteht.
Wenn nämlich das Team um Alan Turing in Hütte 8 die Funksprüche nicht
hat entschlüsseln können, wie sind dann die Briten zur Kenntnis von
deren Inhalt gelangt?
Dafür bietet sich überhaupt nur eine einzige Lösung an:
ein Spion hat die Codes verraten.
Und dafür würde Dönitz sich anbieten als Verdächtiger.
...
TH
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Re: Neue Weltordnung: Erdgas gegen Rubel oder Gold - PutinsSchachzuggegen den Westen Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2023-01-07 10:56 +0100
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