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Groups > de.comp.software.misc > #10

Re: Eclipse langsam

From Thomas 'PointedEars' Lahn <PointedEars@web.de>
Newsgroups de.comp.os.unix.linux.misc, de.comp.software.misc
Subject Re: Eclipse langsam
Followup-To de.comp.software.misc
Date 2015-09-07 00:14 +0200
Organization PointedEars Software (PES)
Message-ID <1912511.HTO6VGr2lJ@PointedEars.de> (permalink)
References <msh7eu$k1d$1@news.m-online.net> <msha5h$v3j$1@gwaiyur.mb-net.net>

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[Nochmal für Einzeller wie den OP mit der Nicht-E-Mail-Adresse:

                Das gehört alles nicht hierher.

Hier ist de.comp.os.unix.*linux*.misc.  Eclipse hat per se _nichts_ mit dem 
Linux-Kernel oder einer bestimmten Linux-Distribution zu tun, ist (aufgrund 
der Java-Basiertheit) nicht einmal eine Unix-spezifische Software (dann wäre 
es in de.comp.os.unix.apps.misc on-topic).

Da ich keine bessere Idee habe: X-Post & F'up2 de.comp.software.misc]

Marcel Mueller wrote in <news:de.comp.os.unix.linux.misc>:

> On 06.09.15 13.18, Magnus Warker wrote:
>> bei mir läuft Eclipse Mars sehr langsam. Ich habe bereits das
> 
> Ja, die Zeit der rattenschnellen Versionen scheint wieder vorbei.

Ja, das scheint nur so.

> Zwischendurch hatte sich da mal einiges getan.

Ob Eclipse (Mars, 4.5) schnell oder langsam läuft, hängt neben der Anzahl 
der installierten Plugins, und davon, wie sauber diese programmiert sind, 
auch ganz wesentlich davon ab, ob man Einstellungen aus einer früheren 
eclipse.ini erbt, und ob man auf einer SSD arbeitet.  Erstere sollte man 
minimal halten, das zweite sollte man nicht tun (Empfehlung: nicht mit einem 
der Pakete beginnen, sondern das Standard-SDK aufrüsten, bis man alles hat, 
was man braucht; Update der Pakete ist nach Installation zusätzlicher 
Plugins meist nicht mehr möglich) und Letzteres sollte man AFAICS unbedingt 
tun.

Auch kann es helfen, unter Window → Preferences → Capabilities solche 
abzuschalten, die man nicht braucht, wie z. B. Unterstützung für Eclipse-
Plugin-Entwicklung.
 
>> Speicher-Limit in der eclipse.ini erhöht:
>>
>> -Xms1024m

Schlecht.  Ein zu grosser Anfangswert für den Heap sorgt erst dafür, dass 
Eclipse langsam wird, weil dann sofort nach dem Start viel virtueller 
Speicher dafür reserviert wird, auch wenn man ihn noch nicht braucht.  
Sinnvolle Werte reichen AFAIK von -Xms256m bis -Xms768m.  (Zu klein sollte 
der Anfangswert auch nicht sein, weil dann u. a. der Start länger dauert.)

Sinnvoll ist hingegen eine Erhöhung des Permanent Generation Memory
(“-XX:PermSize” und “-XX:MaxPermSize”) auf mindestens 256m(iB), vor allem 
bei grossen Projekten mit vielen Dateien.

Steht auch in der readme/*.html.

Ebenso – und das ist ausnahmsweise Linux-spezifisch –, ist es dann 
empfehlenswert, mittels “ulimit -n” die Anzahl verfügbarer Datei-Handles zu 
erhöhen (bei mir: 2048; das brauchte ich IIRC für mehrere Magento-Projekte).  
Das muss für den jeweiligen Systembenutzer unter Debian (mit einem SysV-rc-
kompatiblen init; gehört zu pam_limits.so, evtl. ist es mit Systemd anders) 
in der limits.conf(5) erlaubt werden.

Ich habe auch aus diesem Grund für den Eclipse-Start ein Shell-Script 
geschrieben, welches bisher alle Eventualitäten abdeckt:

- Workspace nach Absturz/Kill bereinigen
- ulimit -n setzen
- PATH setzen (für Android-Tools)
- Eclipse mit oSGi-Notfallkonsole aufrufen (falls ein Plugin Amok läuft,
  kann man es killen)
- nach Beenden von Eclipse auch Programme beenden oder abschiessen, die von
  Plugins gestartet wurden (zum Beispiel SWI-Prolog).

Dieses Script, /usr/local/bin/eclipse, musste ich seit langem nicht mehr 
ändern, denn es führt immer /usr/local/eclipse/eclipse aus, und 
/usr/local/eclipse/ ist bei mir ein Symlink auf die jeweils verwendete 
(i. d. R. die aktuelle) Version (zur Zeit eben /usr/local/eclipse-4.5).
Bei Interesse kann ich es veröffentlichen.

>> -Xmx2048m

Das kann sinnvoll sein, aber nur, wenn man auch mindestens soviel *freien* 
physischen Speicher hat.  Andernfalls bläht das nur den virtuellen Speicher 
auf, was zu “thrashing” führt, womit man sich ins Knie schiesst.  Steht auch 
in der readme/*.html.

Ich habe ca. 30 Plugins installiert (einige davon sind Erweiterungen anderer 
Plugins, z. B. von Vrapper) und komme bei

$ free
              total        used        free      shared  buff/cache   
available
Mem:        3847228     3164124      115704      253936      567400      
163996
Swap:       7959548     7429760      529788

mit

-vmargs
-server
-XX:PermSize=256m
-XX:MaxPermSize=256m
-XX:+UseParallelGC
-Xms512m
-Xmx1024m

in der eclipse.ini wunderbar aus.

Empfehlung:

Das Plugin “Eclipse Marketplace Client” und dann damit (über das Menü 
“Help”) das Plugin “Eclipse Optimizer” installieren (kann man nach der 
Optimierung auch wieder deinstallieren, die Einstellungen bleiben erhalten).

Mit dem Marketplace Client erübrigt sich in vielen Fällen das manuelle 
Heraussuchen und Hinzufügen der Repository-URLs für die einzelnen Plugins.


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  Re: Eclipse langsam Markus Grob <snoopy@ilnet.ch> - 2015-09-07 08:56 +0200
    Re: Eclipse langsam Thomas 'PointedEars' Lahn <PointedEars@web.de> - 2016-05-06 21:42 +0200

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