Path: csiph.com!news.mixmin.net!weretis.net!feeder1.news.weretis.net!news.solani.org!.POSTED!not-for-mail From: Thomas 'PointedEars' Lahn Newsgroups: de.comp.os.unix.linux.misc,de.comp.software.misc Subject: Re: Eclipse langsam Followup-To: de.comp.software.misc Date: Mon, 07 Sep 2015 00:14:12 +0200 Organization: PointedEars Software (PES) Lines: 119 Message-ID: <1912511.HTO6VGr2lJ@PointedEars.de> References: Reply-To: Thomas 'PointedEars' Lahn Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset="UTF-8" Content-Transfer-Encoding: 8Bit X-Trace: solani.org 1441577861 25187 eJwFwQERACAIA8BMKBssDgfSP4L/uDR2OEHHYg9KXSZkcKSFUO3H8GIJT0XmBDNyb83TBwrcEIQ= (6 Sep 2015 22:17:41 GMT) X-Complaints-To: abuse@news.solani.org NNTP-Posting-Date: Sun, 6 Sep 2015 22:17:41 +0000 (UTC) User-Agent: KNode/4.14.2 X-User-ID: eJwNyskBAzEIA8CWzCVMOQqG/kvYzHvCIOh0BDw2VsnjV/kUbW4jLjK8w5C3IVon8X/B36A6m1OZL7eMxnvwAUrRFV8= Cancel-Lock: sha1:+pjGmuMu2f0th7g5qF7Dt1skriQ= X-NNTP-Posting-Host: eJwVy8kRwDAIBLCWAHMk5SyE7b8ET/RXnNSc8oz0YNCrF2gC9m6uPAcN1Mioual8ImN/seKCuDjMEfQ= Xref: csiph.com de.comp.os.unix.linux.misc:78002 de.comp.software.misc:10 [Nochmal für Einzeller wie den OP mit der Nicht-E-Mail-Adresse: Das gehört alles nicht hierher. Hier ist de.comp.os.unix.*linux*.misc. Eclipse hat per se _nichts_ mit dem Linux-Kernel oder einer bestimmten Linux-Distribution zu tun, ist (aufgrund der Java-Basiertheit) nicht einmal eine Unix-spezifische Software (dann wäre es in de.comp.os.unix.apps.misc on-topic). Da ich keine bessere Idee habe: X-Post & F'up2 de.comp.software.misc] Marcel Mueller wrote in : > On 06.09.15 13.18, Magnus Warker wrote: >> bei mir läuft Eclipse Mars sehr langsam. Ich habe bereits das > > Ja, die Zeit der rattenschnellen Versionen scheint wieder vorbei. Ja, das scheint nur so. > Zwischendurch hatte sich da mal einiges getan. Ob Eclipse (Mars, 4.5) schnell oder langsam läuft, hängt neben der Anzahl der installierten Plugins, und davon, wie sauber diese programmiert sind, auch ganz wesentlich davon ab, ob man Einstellungen aus einer früheren eclipse.ini erbt, und ob man auf einer SSD arbeitet. Erstere sollte man minimal halten, das zweite sollte man nicht tun (Empfehlung: nicht mit einem der Pakete beginnen, sondern das Standard-SDK aufrüsten, bis man alles hat, was man braucht; Update der Pakete ist nach Installation zusätzlicher Plugins meist nicht mehr möglich) und Letzteres sollte man AFAICS unbedingt tun. Auch kann es helfen, unter Window → Preferences → Capabilities solche abzuschalten, die man nicht braucht, wie z. B. Unterstützung für Eclipse- Plugin-Entwicklung. >> Speicher-Limit in der eclipse.ini erhöht: >> >> -Xms1024m Schlecht. Ein zu grosser Anfangswert für den Heap sorgt erst dafür, dass Eclipse langsam wird, weil dann sofort nach dem Start viel virtueller Speicher dafür reserviert wird, auch wenn man ihn noch nicht braucht. Sinnvolle Werte reichen AFAIK von -Xms256m bis -Xms768m. (Zu klein sollte der Anfangswert auch nicht sein, weil dann u. a. der Start länger dauert.) Sinnvoll ist hingegen eine Erhöhung des Permanent Generation Memory (“-XX:PermSize” und “-XX:MaxPermSize”) auf mindestens 256m(iB), vor allem bei grossen Projekten mit vielen Dateien. Steht auch in der readme/*.html. Ebenso – und das ist ausnahmsweise Linux-spezifisch –, ist es dann empfehlenswert, mittels “ulimit -n” die Anzahl verfügbarer Datei-Handles zu erhöhen (bei mir: 2048; das brauchte ich IIRC für mehrere Magento-Projekte). Das muss für den jeweiligen Systembenutzer unter Debian (mit einem SysV-rc- kompatiblen init; gehört zu pam_limits.so, evtl. ist es mit Systemd anders) in der limits.conf(5) erlaubt werden. Ich habe auch aus diesem Grund für den Eclipse-Start ein Shell-Script geschrieben, welches bisher alle Eventualitäten abdeckt: - Workspace nach Absturz/Kill bereinigen - ulimit -n setzen - PATH setzen (für Android-Tools) - Eclipse mit oSGi-Notfallkonsole aufrufen (falls ein Plugin Amok läuft, kann man es killen) - nach Beenden von Eclipse auch Programme beenden oder abschiessen, die von Plugins gestartet wurden (zum Beispiel SWI-Prolog). Dieses Script, /usr/local/bin/eclipse, musste ich seit langem nicht mehr ändern, denn es führt immer /usr/local/eclipse/eclipse aus, und /usr/local/eclipse/ ist bei mir ein Symlink auf die jeweils verwendete (i. d. R. die aktuelle) Version (zur Zeit eben /usr/local/eclipse-4.5). Bei Interesse kann ich es veröffentlichen. >> -Xmx2048m Das kann sinnvoll sein, aber nur, wenn man auch mindestens soviel *freien* physischen Speicher hat. Andernfalls bläht das nur den virtuellen Speicher auf, was zu “thrashing” führt, womit man sich ins Knie schiesst. Steht auch in der readme/*.html. Ich habe ca. 30 Plugins installiert (einige davon sind Erweiterungen anderer Plugins, z. B. von Vrapper) und komme bei $ free total used free shared buff/cache available Mem: 3847228 3164124 115704 253936 567400 163996 Swap: 7959548 7429760 529788 mit -vmargs -server -XX:PermSize=256m -XX:MaxPermSize=256m -XX:+UseParallelGC -Xms512m -Xmx1024m in der eclipse.ini wunderbar aus. Empfehlung: Das Plugin “Eclipse Marketplace Client” und dann damit (über das Menü “Help”) das Plugin “Eclipse Optimizer” installieren (kann man nach der Optimierung auch wieder deinstallieren, die Einstellungen bleiben erhalten). Mit dem Marketplace Client erübrigt sich in vielen Fällen das manuelle Heraussuchen und Hinzufügen der Repository-URLs für die einzelnen Plugins. PointedEars, Friend of Eclipse -- Twitter: @PointedEars2 Please do not cc me. / Bitte keine Kopien per E-Mail.