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Groups > de.comp.lang.forth > #453 > unrolled thread
| Started by | Manuel Rodriguez <aa5@gmx.net> |
|---|---|
| First post | 2017-10-09 10:30 -0700 |
| Last post | 2017-10-18 20:10 +0200 |
| Articles | 10 — 4 participants |
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Neues Paper online: Forth und Robotik Manuel Rodriguez <aa5@gmx.net> - 2017-10-09 10:30 -0700
Re: Neues Paper online: Forth und Robotik Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> - 2017-10-10 19:49 +0200
Re: Neues Paper online: Forth und Robotik Manuel Rodriguez <aa5@gmx.net> - 2017-10-14 00:21 -0700
Re: Neues Paper online: Forth und Robotik Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> - 2017-10-14 12:39 +0200
Re: Neues Paper online: Forth und Robotik anton@mips.complang.tuwien.ac.at (Anton Ertl) - 2017-10-14 14:20 +0000
Re: Neues Paper online: Forth und Robotik Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> - 2017-10-15 09:05 +0200
Re: Neues Paper online: Forth und Robotik Manuel Rodriguez <aa5@gmx.net> - 2017-10-15 10:13 -0700
Re: Neues Paper online: Forth und Robotik anton@mips.complang.tuwien.ac.at (Anton Ertl) - 2017-10-16 16:16 +0000
Re: Neues Paper online: Forth und Robotik Manuel Rodriguez <aa5@gmx.net> - 2017-10-17 13:02 -0700
Re: Neues Paper online: Forth und Robotik Sieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de> - 2017-10-18 20:10 +0200
| From | Manuel Rodriguez <aa5@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2017-10-09 10:30 -0700 |
| Subject | Neues Paper online: Forth und Robotik |
| Message-ID | <a547e968-1435-4154-9eaa-af402265ff4c@googlegroups.com> |
Um den Einsatz von Forth innerhalb der Robotik zu beleuchten habe ich ein kleines Paper verfasst. Darin gebe ich einen Überblick über Stackmachinen und erläutere den Begriff "compiler-friendly". Desweiteren untersuche ich die ökonomischen Kosten bei der Realisierung von Forth Projekten. Wenn der Upload auf Academia.edu abgeschlossen ist, steht das Dokument unter https://www.academia.edu/34809536/Forth_in_der_Robotik zum Download bereit. Ein Weblink, der direkt auf die PDF Datei zeigt ist leider nicht verfügbar, das ist der Nachteil bei Open peer review.
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| From | Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> |
|---|---|
| Date | 2017-10-10 19:49 +0200 |
| Message-ID | <orj16i$8or$1@dont-email.me> |
| In reply to | #453 |
> https://www.academia.edu/34809536/Forth_in_der_Robotik > ist der Nachteil bei Open peer review. Die Reichweite akademischer Zeitschriften mit peer review ist inzwischen schon sehr gering. Etwas das formal so aussehen will, aber inhaltlich daneben liegt wird wenig Leser finden. Man kann zwar schlechter Meinung über die VD sein, aber angehende Autoren kriegen dort wenigstens wohlwollende Hilfestellung der Redaktion. Das obige Traktat ist 34 Seiten lang. Man könnte es mal selbstkritisch in einzelne inhaltlich zusammenhängende Abschnitte a 2-4 Seiten zerlegen. Der nächste Schritt wäre die Bleiwüste mit Illustrationen für den Leser angenehmer zu machen. Vielleicht bleibt dann schonmal ein Artikel für die VD über. Man kann in der VD auch Forth-Applikationen auf C64 publizieren. > den Einsatz von Forth innerhalb der Robotik 98% des Textes behandeln nicht das Thema des Titels. Das ist eine schlechte Quote. Was nirgends Zuspruch findet ist das un-echte. Sowohl die Leser der VD als auch die dieser newsgroup haben typisch üppiges Wissen über Forth. Es ist hier nicht die Situation wo Unwissende Unwissende bekehren können. Soweit man sich für die Geschichte von Forth interessiert wäre die übliche Quelle: Bergin "History of programming Languages II" Addison Wesley 1996 Weite Teile fanden sich immer bei FORTH Inc. MfG JRD
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| From | Manuel Rodriguez <aa5@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2017-10-14 00:21 -0700 |
| Message-ID | <03fbf0d9-4a62-444c-a9f5-9c86e3bde3fd@googlegroups.com> |
| In reply to | #454 |
Am Dienstag, 10. Oktober 2017 19:49:07 UTC+2 schrieb Rafael Deliano: > Soweit man sich für die Geschichte von Forth interessiert > wäre die übliche Quelle: > Bergin "History of programming Languages II" Addison Wesley 1996 > Weite Teile fanden sich immer bei FORTH Inc. Obiges Paper ist bei ACM erschienen https://cacm.acm.org/magazines/2007/5/5656-a-history-of-the-history-of-programming-languages/abstract und da ich mich dem ACM Boycott Aufruf angeschlossen wonach ich keine ACM Journale reviewen oder dort publizieren darf, http://teardownthispaywall.appspot.com/allsignatures sehe ich mich leider außerstande da näher drauf einzugehen.
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| From | Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> |
|---|---|
| Date | 2017-10-14 12:39 +0200 |
| Message-ID | <orsph5$qcr$1@dont-email.me> |
| In reply to | #455 |
>> Bergin "History of programming Languages II" Addison Wesley 1996 >> Weite Teile fanden sich immer bei FORTH Inc. https://www.forth.com/resources/forth-programming-language/ Hat allerdings glaube ich nicht den kompletten Inhalt. Das Buch selber geistert sogar als pdf im www herum. > Obiges Paper ist bei ACM erschienen > da ich mich dem ACM Boycott Aufruf angeschlossen Hier eher off topic, da Forth im akademischen Bereich immer bedeutungslos war. / We, the undersigned researchers, technologists and citizens, / demand that the Association for Computing Machinery make / the complete contents of the Digital Library available to / everybody. Ich als Steuerzahler glaube nur sehr begrenzt daran, daß alles "kostenlos" sein soll. Wenn jemand glaubt er könne besser/billiger, kann er ja eine Publikation in Konkurrenz zu ACM aufmachen. Die Geschichte von Forth zu schreiben machte den relevanten Leuten wie jedem Autor Arbeit. Man will dort publizieren wo man Leser erreicht. Das ist eben u.a. die reputierliche ACM. Ihr Ansehen hat die sich über die Jahre durch Leistung verdient. MfG JRD
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| From | anton@mips.complang.tuwien.ac.at (Anton Ertl) |
|---|---|
| Date | 2017-10-14 14:20 +0000 |
| Message-ID | <2017Oct14.162006@mips.complang.tuwien.ac.at> |
| In reply to | #456 |
Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> writes: >/ We, the undersigned researchers, technologists and citizens, >/ demand that the Association for Computing Machinery make >/ the complete contents of the Digital Library available to >/ everybody. > >Ich als Steuerzahler glaube nur sehr begrenzt daran, daß alles >"kostenlos" sein soll. Wer redet von "alles"? Gerade als Steuerzahler solltest Du darueber empoert sein, dass die Forschung, die von den Steuern finanziert wird, die dann von Forschern in einem Artikel beschrieben wird, der dann gratis einem Verlag zur Verfuegung gestellt wird (oder wo noch Publikationskostenbeitraege draufgezahlt werden sollen), deren Begutachtung zum Grossteil von Steuerzahlern bezahlte Wissernschaftler machen, ohne dass ihre Institution dafuer Geld bekommt, dann exklusiv ueber den Verlag verteilt werden sollen; und dann darf der Steuerzahler noch einmal zahlen, um das ueber die Bibliotheken den anderen Forschern und der Oeffentlichkeit zur Verfuegung zu stellen. Was hat der Verlag beigetragen? Frueher schon etwas, aber jetzt nichts, was ich dort angesiedelt sehen will. Wenn die ACM eingeht, ist die Digital Library futsch (entsprechend mit den anderen Verlagen), da waere es besser, die Bibliotheken, deren ureigenste Aufgabe das waere, haetten ein verteiltes Archivierungssystem; leider (vermutlich auch aufgrund von Verflechtungen mit den Verlagen) sehe ich dort ueberhaupt keine Ansaetze in dieser Richtung. Wenigstens haben wir arxiv.org. > Die Geschichte von Forth zu schreiben machte den >relevanten Leuten wie jedem Autor Arbeit. Man will dort >publizieren wo man Leser erreicht. Das ist eben u.a. die >reputierliche ACM. Ihr Ansehen hat die sich über die Jahre >durch Leistung verdient. Naja, das ist eher so eine Network-Effects-Geschichte, keine Geschichte wo es um Leistung geht, heutzutage schon gar nicht mehr; frueher haben sie wenigsten noch dafuer gesorgt, dass das Zeug gedruckt und verschickt wurde (was m.E. eine eher kleine Leistung im Rahmen der Publikation eines Artikels ist und keinesfalls Exklusivrechte auf den Artikel rechtfertigt), aber heute machen sie ja nicht einmal mehr das. - anton -- M. Anton Ertl Some things have to be seen to be believed anton@mips.complang.tuwien.ac.at Most things have to be believed to be seen http://www.complang.tuwien.ac.at/anton/home.html
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| From | Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> |
|---|---|
| Date | 2017-10-15 09:05 +0200 |
| Message-ID | <orv1bg$p32$1@dont-email.me> |
| In reply to | #457 |
> die Forschung, die von den Steuern finanziert wird, In IEEE & ACM waren ursprünglich ( 60er Jahre ) stark Forschungseinrichtung von (Groß-)Firmen vertreten. Die Strukturveränderung hat dazu geführt, daß nur noch Hochschulen und staatliche Einrichtungen dort publizieren. Es wurden praktisch akademische Publikationen die kaum noch Bezug zur industriellen Anwendung haben. Moore/Rather/Colburn sind als Industrie in dem Buch die Ausnahme. > Was hat der Verlag beigetragen? Frueher schon etwas, aber jetzt > nichts, Wie schon angesprochen: wer will kann ja auf neu und billig machen. Ist aber chancenlos, das bisschen Renommee das noch zu haben ist, verbleibt bei den etablierten Einrichtungen. Und auch die haben durch den Wandel wirtschaftlich zu kämpfen. Die schlimmste Variante der "Reformer" ist die kostenlose Schrottkanone die man am Anfang des threads bewundern kann. Dafür macht IEEE jetzt Werbung: http://www.embeddedFORTH.de/temp/IEEEAccess.pdf "...every submitted article still undergoes extensive peer review to ensure originality, technical correctness and interest among the readers" In dem peer review ackern absehbar ein paar Inder. Aber es ist wohl wenigstens die minimale Verlagsbetreuung vorhanden und $1750 sind als Idiotenbremse auch nicht zu unterschätzen. "open access" ist prinzipiell defekt, denn die absehbar beste Qualität kriegt man, wenn nicht der Autor sondern der echte Leser zahlt. D.h. jemand war in den 60er/70er Jahren Mitglied bei IEEE, abonniert die Proceedings und die für ihn relevanten Transactions, war eventuell noch in den lokalen Chapters aktiv. Aber die Blätter waren damals schon recht teuer. Simpel auf Fachzeitschrift zu machen ist heute illusorisch, wenn industrielle Fachzeitschriften sich nichtmehr im Abo finanzieren sondern zu Werbeblättchen verkommen sind. Was an dem Ende verblieben ist: die Bibliothek der Hochschule ( = der Steuerzahler ) zahlt. MfG JRD
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| From | Manuel Rodriguez <aa5@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2017-10-15 10:13 -0700 |
| Message-ID | <065f5630-17fb-42af-88f9-05a57940246d@googlegroups.com> |
| In reply to | #458 |
Am Sonntag, 15. Oktober 2017 09:05:20 UTC+2 schrieb Rafael Deliano: > In IEEE & ACM waren ursprünglich ( 60er Jahre ) stark > Forschungseinrichtung von (Groß-)Firmen vertreten. > "open access" ist prinzipiell defekt, denn die absehbar beste > Qualität kriegt man, wenn nicht der Autor sondern der echte > Leser zahlt. Volle Zustimmung für die angenehm-steile These: Desktop-Publishing, OpenAccess und C++ wurden explizit erfunden um die Qualitätsstandards zu senken. Also sich keine Mühe mehr geben zu müssen. Man kann diesen Trend gut sehen wenn man Forth Sourcecode aus den 1970'er mit heutigem C++ Sourcecode vergleicht. Der Forth Code ist nahezu perfekt, es gibt in den alten Programmen keine Fehler, und er ist auf maximale Effizienz hin programmiert. C++ Programme hingegen werden von Anfängern und Nicht-Informatikern geschrieben denen es häufig an algorithmischem Verständnis mangelt. Das beste Beispiel ist Linus Torvalds, von dem bekannt ist, dass er seine Produktivität in Lines of Code misst und dem es egal ist, wenn sich Bugs einschleichen. Die Idee dahinter lautet, dass niedrige Produktionskosten wichtiger sind als überzogene Qualitätsstandards.
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| From | anton@mips.complang.tuwien.ac.at (Anton Ertl) |
|---|---|
| Date | 2017-10-16 16:16 +0000 |
| Message-ID | <2017Oct16.181624@mips.complang.tuwien.ac.at> |
| In reply to | #458 |
Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> writes: > > die Forschung, die von den Steuern finanziert wird, > >In IEEE & ACM waren ursprünglich ( 60er Jahre ) stark >Forschungseinrichtung von (Groß-)Firmen vertreten. Die >Strukturveränderung hat dazu geführt, daß nur noch >Hochschulen und staatliche Einrichtungen dort publizieren. Das ist zwar in dieser Allgemeinheit falsch, aber mit Deiner Aussage unterstuetzt Du mein Argument. >> Was hat der Verlag beigetragen? Frueher schon etwas, aber jetzt >> nichts, > >Wie schon angesprochen: wer will kann ja auf neu und billig >machen. Ist aber chancenlos, das bisschen Renommee das noch >zu haben ist, verbleibt bei den etablierten Einrichtungen. Es wandelt sich, aber langsam. Da gibt es Network-Effects, die systemerhaltend wirken. Die Rechnung zahlen zum Gutteil die Steuerzahler (zum anderen Teil die Forschungslabors von Grosskonzernen), davon spuert der einzelne Forscher wenig; und die Incentives sind alle so ausgerichtet, dass man dort publizieren will und in's program committee bzw. editorial board will. Wer als einzelner Forscher bei dem System nicht mitmacht, schadet sich bzw. seinen Studenten. Da ist schon eine gemeinsame Willensbildung der Forschungscommunity notwendig, um da auszubrechen. Der gepostete Aufruf ist so ein Versuch. Die Foerderrichtlinien des NIH sind ein anderer, m.W. sehr erfolgreicher; und als Geldgeber ist das NIH natuerlich interessiert daran, dass sich nicht ein Verlag die vom NIH finanzierten Ergebnisse einverleibt und durch kuenstliche Verknappung profitiert (statt durch Anwendung der Ergebnisse, was legitim ist). Und Du als Steuerzahler solltest daran bei steuerfinanzierten Forschungen auch ein Interesse haben. >Dafür macht IEEE jetzt Werbung: >http://www.embeddedFORTH.de/temp/IEEEAccess.pdf >"...every submitted article still undergoes extensive peer review to >ensure originality, technical correctness and interest among the >readers" In dem peer review ackern absehbar ein paar Inder. Aber >es ist wohl wenigstens die minimale Verlagsbetreuung vorhanden und >$1750 sind als Idiotenbremse auch nicht zu unterschätzen. Das kenne ich nicht, aber IEEE hat in der Informatik eine aehnliche Reputation wie ACM. Also wenn Du die schlecht machst, untergraebst Du Dein Argument vom verdienten Ansehen der ACM. >"open access" ist prinzipiell defekt, denn die absehbar beste >Qualität kriegt man, wenn nicht der Autor sondern der echte >Leser zahlt. Da wuensche ich Dir alles Gute dabei, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Bild-Zeitung zu lesen (obwohl, da zahlt zum Gutteil der Werbekunde). Fuer echte Wissenschaft ist kuenstliche Verknappung kein gutes Verbreitungsmodell. Der Zweck der Publikation ist ja, die Erkenntnisse zu verbreiten, da ist jede Einschraenkung kontraproduktiv. Und der potentielle Leser weiss bei einer Paywall nicht, ob das Paper eine gute Qualitaet hat oder nicht, von daher kann Dein System keine Qualitaet sicherstellen. Im Gegenteil sieht man ja in anderen Bereichen, wo der Konsument im vorhinein keine Ahnung von der Qualitaet hat, dass da die Qualitaet ziehmlich schlecht ist. - anton -- M. Anton Ertl Some things have to be seen to be believed anton@mips.complang.tuwien.ac.at Most things have to be believed to be seen http://www.complang.tuwien.ac.at/anton/home.html
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| From | Manuel Rodriguez <aa5@gmx.net> |
|---|---|
| Date | 2017-10-17 13:02 -0700 |
| Message-ID | <7a627647-526b-4557-98f0-6c08343211b6@googlegroups.com> |
| In reply to | #460 |
Am Montag, 16. Oktober 2017 19:11:53 UTC+2 schrieb Anton Ertl: > Da wuensche ich Dir alles Gute dabei, die neuesten wissenschaftlichen > Erkenntnisse in der Bild-Zeitung zu lesen (obwohl, da zahlt zum > Gutteil der Werbekunde). Du hast nicht gerade OpenAccess mit der BILD Zeitung verglichen? Wenn ja wäre das eine Sensation, weil denn endlich mal Dinge ansprochen werden, die üblicherweise nicht thematisiert werden. Gewissermaßen kann ich auch hier wieder nur zustimmend lächeln. Der Vergleich stimmt insofern wie dass jeder dort publizieren kann, und das Publikum die breite Masse ist. Richard Price hat keineswegs einen elitären Zirkel von Zauberkünstlern als Zielgruppe, sondern wie der Counter auf der Homepage zeigt geht es ihm um das ganz große Rad. Aktuell tummeln sich bereits 50M auf seiner Seite, Ziel sind aber noch wesentlich mehr. Jetzt kann man natürlich die Frage stellen, ob es dafür einen Bedarf gibt. Also nach einem Medium, was sich an die Allgemeinheit richtet und angetreten ist, das Niveau abzusenken. Ein klares Ja; so ähnlich wie Reginald Scot im Mittelalter das erste Buch herausbrachte, was Zaubertricks verraten hat, gibt es heutzutage ein Bedürfnis nach einem Medium was die Geheimnisse der Wissenschaften verrät. Indem Sinne, dass der gemeine Leser wie du und ich ein Recht darauf haben, Computer zu verstehen und alles andere ebenfalls. Interessanterweise hat Wikipedia den guten Reginald https://en.wikipedia.org/wiki/Reginald_Scot in die Kategorie "History of mental health in the United Kingdom" eingeordnet: Wer weiß, wie Kunststücke ausgeführt werden glaubt nicht mehr an Zauberei. Vielleicht ist es an der Zeit anstatt des altbekannten "from rags to riches" auf Bildung zu setzen. Dort muss man anderen nichts wegnehmen um reicher zu werden, sondern es können alle mitmachen. Aber was rühre ich hier groß die Werbetrommel? OpenAccess ist eindeutig ein Selbstläufer. Selbst deren Kritiker sind heimliche Fans. Was aktuell passiert ist, dass man über die Details streitet (siehe die aktuelle Klage gegen ResearchGate) https://www.derstandard.de/story/2000065882519/elsevier-strengt-verfahren-gegen-researchgate-an Der Wechsel im Publikationssystem ist längst beschlossen. Warum aktuell relativ viel Energie freigesetzt wird in Sachen OpenAccess hat damit zu tun, dass die Leute nicht jünger werden. Und da kommt man schon ins Grübeln was man tun könnte um den Gevatter Tod noch etwas aufzuhalten. Einige Leute lassen sich das Gesicht straffen, andere machen Sport, und wieder andere glauben an Nanorobotik. Wenn ich mich recht entsinne gab es in einem Kinofilm der Star Trek TNG Enterprise einen Planeten, auf dem die Menschen nicht gealtert sind. Angeblich lag es an der Atmosphäre, in Wahrheit dürfte Technologie dafür verantwortlich gewesen sein. Um diese einsetzen zu können, muss man sie vorher nur erfinden.
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| From | Sieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de> |
|---|---|
| Date | 2017-10-18 20:10 +0200 |
| Message-ID | <20171018201047.1cb5353e@Achmuehle.WOR> |
| In reply to | #461 |
Hallo Manuel, Du schriebst am Tue, 17 Oct 2017 13:02:40 -0700 (PDT): [Diverses zu Publikation] ... > machen Sport, und wieder andere glauben an Nanorobotik. Wenn ich mich > recht entsinne gab es in einem Kinofilm der Star Trek TNG Enterprise einen > Planeten, auf dem die Menschen nicht gealtert sind. Angeblich lag es an > der Atmosphäre, in Wahrheit dürfte Technologie dafür verantwortlich > gewesen sein. Um diese einsetzen zu können, muss man sie vorher nur > erfinden. Wenn Du schon dauernd so'n Stuß breittreten mußt, kannst Du das dann nicht wenigstens so machen, daß es einem nicht gleich die Fußnägel aufrollt, wenn man das mal versehentlich trotzdem liest? Ein Kinofilm, der was behauptet - und DU siehst darin noch "in Wahrheit" was ganz anderes. Wie kann in einem Drehbuch eines Kinofilms überhaupt irgendeine Wahrheit stecken, insbesondere bei einem Fiction-Film, und dann auch noch eine "richtige" Wahrheit dahinter? Mannomann, geht's noch bescheuerter? -- -- (Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem) ----------------------------------------------------------- Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz -----------------------------------------------------------
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