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Re: Sind DDR-Vergleiche erlaubt? Ein Leserbrief und die Antwort

From Thomas Heger <ttt_heg@web.de>
Newsgroups de.soc.politik.misc, de.alt.folklore.ddr, de.talk.tagesgeschehen
Subject Re: Sind DDR-Vergleiche erlaubt? Ein Leserbrief und die Antwort
Date 2025-05-19 08:04 +0200
Message-ID <m8vvrrFo0epU3@mid.individual.net> (permalink)
References (18 earlier) <m8qn19Frk58U2@mid.individual.net> <m8qs8nFtum9U1@mid.individual.net> <m8tdnsFb0hsU5@mid.individual.net> <100c6f2$4u0$1@solani.org> <100capj$smbe$2@dont-email.me>

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Am Sonntag000018, 18.05.2025 um 11:55 schrieb Peter Veith:
> Hartmut Kraus schrieb am 18.05.2025 um 10:41:
> 
>> Am 18.05.25 um 08:42 schrieb Thomas Heger:
>>> Die DDR war jedenfalls nicht das Deutsche Reich und hätte sich diese
>>> Ansicht auch energisch verbeten.
>>>
>>> Daher war die DDR auch nicht Schuldner und demnach auch nicht zur
>>> Zahlung von Reparationen verpflichtet.
>>
>> Und  warum hat sie gezahlt? Doch wohl nicht freiwillig.
> 
> Lustig.
> 
> Siehe bitte:
> <https://ddr-luftwaffe.blogspot.com/2008/06/reperation-deutschlands-nach-dem-2.html>
> 
> "Da sich die Siegermächte bereits nach Kriegsende nicht über einen Modus
> der Reparationszahlungen des besiegten Deutschlands einigen konnten, kam
> es zur pragmatischen Abmachung zwischen den Alliierten, daß jede
> Besatzungsmacht seine Reparationen vorerst aus der von ihm jeweils
> besetzten Zone einzieht. Natürlich blieb die Reparationsschuld eine
> Schuld Gesamtdeutschlands."

Natürlich ist das falsch, weil es keinen Staat diesen Namens gegeben hat.

Der des Angriffskrieges beschuldigte Staat hieß also weder 'Deutschland' 
noch gar 'Gesamtdeutschland', sonder der hieß 'Deutsches Reich'.

Die Besatzungszonen hätten die Alliierten daher noch ausplündern können, 
obwohl Plünderungen illegal sind und bereits damals waren.

Aber die beiden neugegründeten Staaten BRD und DDR waren weder 
Rechtsnachfolger des Reiches noch Schuld am Krieg.

Tatsächlich hatten die beiden Staaten recht wenig mit dem Deutschen 
Reich gemeinsam und unterschieden sich u.a. im Staatsgebiet, in der 
Staatsform, in der Bevölkerung, in der Fahne, der Hymne, der Verfassung, 
der Regierung und der Währung.

Um nun doch eine Rechtsnachfolge der BRD bzw. DDR hin zu bekommen wurde 
die Farce in Karlshorst mit dem Admiral (und möglichen Agenten) Karl 
Dönitz inszeniert.

Die Legitimität von dessen Kanzlerschaft hängt aber an der Gültigkeit 
eines maschinengeschriebenen Zettels, den angeblich der angeblich 
verstorbene Hitler unterschrieben hatte, welches mit 'Mein politisches 
Testament' überschrieben worden ist.

Dazu wäre folgendes zu sagen:
abgesehen davon, dass ziemlich viele Leute (u.a. das FBI) den 'Führer' 
in La Falda in Argentinien vermutete haben

waren Ämter im Reich nicht erblich

das 'Testament' als solches ungültig, da Testamente zur Gänze mit der 
Hand geschrieben werden müssen und nur Notare Testamente bezeugen können

der tatsächlich Zeuge Martin Bormann war, welcher

angeblich im nächtlichen Berlin (Moabit) Selbstmord verübt haben soll 
und mitsamt dem Testament in ein Massengrab geworfen wurde

Es keinen Totenschein bezüglich des 'Erblassers' gab und eigentlich auch 
keine Leiche (zumindest wurde die vorhandene Leiche nicht eindeutig 
identifziert und diese später vernichtet).



Also war Dönitz nie Kanzler und zu keinerlei Unterschriften im Namen des 
Deutschen Reiches befugt.

Die tatsächlich geleistete Unterschrift hatte also keine Bedeutung für 
das Deutsche Reich, weil Dönitz kein berechtigter Vertreter war.

Um das zu werden hätte er verfassungskonform in sein neues Amt als 
Reichskanzler eingesetzt werden müssen, was man aber bei dem angedachten 
Prozedere ausschließen kann.


> 
> Forderungen der DDR an die BRD aus den einseitig gezahlten Reparationen:
> "Ein Betrag der sich bis 1990 mit Zinseszinsen auf ca. eine Billionen DM
> aufsummiert hatte."

Logischerweise kann die DDR auch die Plünderungen durch die Rote Armee 
nicht der BRD in Rechnung stellen, weil die BRD nun mal nicht die Rote 
Armee ist.

Schulden müssen nämlich immer die Schuldner bezahlen und sonst niemand.

Im übrigen meine ich mich zu erinnern, dass die DDR 'dem Geltungsbereich 
des Grundgesetzes' (aka 'BRD') beigetreten ist. Dadurch kommt es zu 
einer Identität von Gläubiger und Schuldner (sollte tatsächlich eine 
Schuld bestehen), wodurch die Schuld aufhört zu existieren.
(den schönen Namen für diese Situation habe ich leider vergessen).


TH

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