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Groups > de.sci.physik > #155375
| From | Thomas Heger <ttt_heg@web.de> |
|---|---|
| Newsgroups | de.sci.physik |
| Subject | Re: Poincaré und Relativität |
| Date | 2024-06-03 08:26 +0200 |
| Message-ID | <lc5600Fq8ooU1@mid.individual.net> (permalink) |
| References | <ba642237-8662-45a4-9633-305d36eb31b3@f13g2000yqj.googlegroups.com> <04be291e-1578-46a1-a3cc-d0e1fa47cffc@l42g2000yqe.googlegroups.com> <2df803e5-d325-4766-9692-9cd8a1c60ca8@r15g2000prh.googlegroups.com> <mm2o5j5qs1ra0955iu1sl8f32mk9lo4t2h@4ax.com> |
Am Sonntag000002, 02.06.2024 um 08:02 schrieb Helmut Wabnig: > On Wed, 17 Dec 2008 09:19:24 -0800 (PST), DH <dihainz@yahoo.de> wrote: > >> Wie ich gesehen haben, wurde dieses Thema schon ein paar Mal von Homo >> Lykos angesprochen, aber vielleicht ist es jetzt mit dem vollständigen >> Text einfacher, zu diskutieren. Deswegen noch ein paar Ergänzungen zu >> Poincarés 1900-Arbeit. Dort schreibt er über die >> Kompensationsmechanismen, welche dafür sorgen, dass das "Prinzip der >> relativen Bewegung" eingehalten wird: >> >> "Damit die Kompensation funktioniert, dürfen wir die Phänomene nicht >> auf die wahre Zeit t, sondern auf eine bestimme Ortszeit t beziehen, >> welche auf folgende Weise definiert wird. >> Lasst uns annehmen, dass sich einige Beobachter an verschiedenen >> Punkten befinden und ihre Uhren durch den Gebrauch von Lichtsignalen >> synchronisieren. Sie versuchen die Signale unter Berücksichtigung der >> Übertragungszeiten zu korrigieren, aber sie sind sich nicht ihrer >> gemeinsamen Bewegung bewusst, und glauben folglich dass die Signale >> gleich schnell in beide Richtungen unterwegs sind. Sie führen >> Untersuchungen mit sich kreuzenden Signalen durch, eines ist unterwegs >> von A nach B, das andere folgt unmittelbar darauf von B nach A. Die >> Ortszeit t ist die Zeit, welche von auf diese Weise gerichteten Uhren >> angezeigt wird. >> Wenn V die Lichtgeschwindigkeit ist, und v die parallel zur x-Achse >> und in positiver Richtung angenommene Geschwindigkeit der Erde ist, >> haben wir: t'=t-vx/V^2." >> >> Wenn man sich diesen Text näher ansieht erkennt man zwei >> Grundaussagen: >> 1. Das Relativitätsprinzip (allerdings nur für Größen erster Ordnung >> zu v/c). D.h. alle Beobachter glauben, dass sie (im Lorentz-Äther) >> ruhen. >> 2. Die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit. Denn die Beobachter gehen >> davon - weil sie sich im Äther ruhend wähnen - dass die >> Lichtgeschwindigkeit in alle Richtungen die selbe ist. >> >> Poincaré scheint aus erkenntnistheoretischen Gründen jedoch beim Äther >> geblieben zu sein. >> Es wäre jedoch spannend zu erfahren, ob Einstein 1905 von dieser >> Arbeit gewusst hat, denn trotz der Verbannung des Äthers durch >> Einsteins sind die Ähnlichkeiten erstaunlich. Fölsing in seiner >> autoritativen Einstein-Biographie geht praktisch schon fix davon aus, >> dass Einstein diesen Text vor 1905 gekannt haben muss. >> >> mfg >> Dietmar > > Ja und? > > Flöhe husten auch wenn sie Schnupfen haben. > > w. Ich denke auch, dass Einstein Poincares Text gekannt hat (den Titel schreibe ich jetzt nicht hin, damit nicht wieder alle über meine mangelhaften Französisch-Kentnisse lachen). Jedenfalls tauchen bei Poincare und dem Elektron zwei Formeln auf, welche sich so ähnlich bei Einstein finden, dort aber keinen rechten Sinn ergeben. Im übrigen schließe ich mich Poincare weitgehend an, behaupte aber, dass sowas wie 'wahre Zeit t' überhaupt nicht existiert und man ohnehin nur die lokale Zeit benutzen kann. Außerdem halten sich inertiale Beobachter immer für ruhend. Die Idee des Äthers wiederum finde ich falsch und würde statt dessen 'Raumzeit' sagen. TH
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Re: Poincar� und Relativit�t Helmut Wabnig <hwabnig@.- --- -.dotat> - 2024-06-02 08:02 +0200 Re: Poincaré und Relativität Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2024-06-03 08:26 +0200
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