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Re: EU-Stromnetz am „kupfernen“ Faden /Nachbarländer schotten sich zu D ab

From Thomas Heger <ttt_heg@web.de>
Newsgroups de.talk.tagesgeschehen, de.soc.umwelt, de.sci.physik
Subject Re: EU-Stromnetz am „kupfernen“ Faden /Nachbarländer schotten sich zu D ab
Date 2024-05-03 08:29 +0200
Message-ID <l9jehlF14m0U1@mid.individual.net> (permalink)
References (1 earlier) <tikbi1$3h184$1@dont-email.me> <jr71l8FbqlaU1@mid.individual.net> <tilpo7$3n02p$1@dont-email.me> <jr7al1Fd6j3U1@mid.individual.net> <timfiq$3ombu$2@dont-email.me>

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Am Dienstag000018, 18.10.2022 um 17:09 schrieb Christoph Müller:

>> Jein. Man kann durchaus Stromerzeuger für Grundlast und Spitzenlast 
>> unterscheiden. Die Dampferzeugung für Dampfturbinen kann nicht 
>> beliebig schnell hochgefahren werden, deshalb braucht man andere 
>> Techniken (Gasturbinen...) zur Überbrückung von Stromspitzen.
> 
> Das hat mit Technik und nichts mit Grundlast zu tun. Grundlast ist ganz 
> einfach die Leistung, die in Summe erfahrungsgemäß nicht unterschritten 
> wird. Dabei ist es völlig belanglos, WIE diese elektrische Leistung ins 
> Netz kommt.
> 
>> Daneben ist das Hoch- und Runterfahren von Dampferzeugern bei 
>> Sonnenauf-/untergang wenig effizient. Noch ein Grund warum 
>> Grundlastkraftwerke auch ständig mindestens gleichmäßig, besser 
>> maximal ausgelastet werden sollen.
> 
> Soll das heißen, dass träge Stromerzeuger automatisch auch gleich 
> Grundlastkraftwerke sind? Dann wäre ein Generator, der nur 10 mW ins 
> Netz einspeist, ein Grundlastkraftwerk, wenn er nur langsam genug reagiert.
> 
>> Entsprechend sind die Kosten für schnelle Spitzenlastkraftwerke hoch, 
>> sie sind also nicht geeignet um *alles* oberhalb der garantierten 
>> Grundlast abzudecken.
> 
> Begriffe bahnen die Denkrichtung. Deshalb sollte man aufpassen, welche 
> Begriffe man verwendet. Aus diesem Grund bin ich der Auffassung, dass 
> man die Begriffe "Grundlast" und "Spitzenlast" möglichst nicht im 
> Zusammenhang mit der Art der Stromerzeugung verwendet. Denn das sind nur 
> betriebswirtschaftlich-statistische Begriffe.
> 
> Die Grundlast kann man nämlich auch mit massenhaft Kleintechnik 
> sicherstellen. Spitzenlast genauso. Wird allerdings von Grundlast- und 
> Spitzenlastkraftwerken gesprochen, dann erscheint genau das NICHT 
> möglich zu sein. Denn dann braucht man ja jeweils speziell optimiertes 
> Gerät. Und schon sitzt man gedanklich in der Falle.

Grundlast-Kraftwerke haben die Aufgabe, die jeweils mindestens erwarte 
Leitung möglichst preiswert bereitzustellen.

Dazu wurde idr Regel Kohle verwendet als damals preiswertester im Inland 
verfügbarer Brennstoff.

Es ging dabei also nicht um die Stromversorgung, sondern um den Preis 
pro Kilowattstunde bei der Erzeugung.

Grundlastkraftwerke sind dabei auf minimale Kosten optimiert und das 
genau ist ihr Ziel.

Der Nachteil der 'dicken Brummer': sie sind unglaublich träge und können 
nur mit größem Aufwand in der Leistung verändert oder gar an- oder 
abgeschaltet werden.

Die Großkraftwerke wurden dann mit kleineren Kraftwerken kombiniert, 
welche zwar sehr viel höhere Kosten je kWh verursachen, aber sehr 
flexibel eingesetzt werden können, etwa bei Lastspitzen.

Daher heißen solche Kraftwerke auch 'Spitzenlastkraftwerke'.

Die werden hochgefahren, wenn Lastspitzen auftreten und abgeschaltet, 
wenn (etwa nachts) Ruhe herrscht im Netz.

Allerdings sind die Stromkosten bei solchen Kraftwerken sehr viel höher.

Das macht aber nicht so viel, da die Grundlastkraftwerke ja im Strommix, 
die Masse des Stromes sehr billig bereitstellen.

Der variablen Kosten des Stromes sind also der entscheidende Punkt und 
da ist wichtig, ob das Kraftwerk an-und abgeschaltet werden kann oder nicht.

Ein anderer Punkt sind die Fixkosten. Hier sind insbesondere Baukosten 
und Abschreibungen von Interesse.

Und die Baukosten für Grundlastkraftwerke können sehr hoch sein (u.U. 
mehrere Milliarden).

Nun muß man das Gesamtsystem so optimieren, dass man zu möglichst 
niedrigen Gesamtkosten für die Stromerzeugung kommt.

Das führt dann dazu, dass die Masse des Stromes aus 
Grundlastenkraftwerken stammt, die ein Leistung im Bereich von Gigawatt 
haben und diese mit rel. kleinen Spitzenlastkraftwerken kombiniert.



TH






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