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Groups > de.sci.electronics > #343490
| From | ram@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) |
|---|---|
| Newsgroups | de.sci.electronics |
| Subject | Re: Physikfrage |
| Date | 2023-08-28 10:59 +0000 |
| Organization | Stefan Ram |
| Message-ID | <Feld-20230828115758@ram.dialup.fu-berlin.de> (permalink) |
| References | <kk3fdsFrnjdU1@mid.individual.net> <Leiter-20230816102856@ram.dialup.fu-berlin.de> <kk3k8cFrnjfU1@mid.individual.net> <uc8182$6k70$1@tota-refugium.de> <kl3ak6FvqoU3@mid.individual.net> |
Eric Bruecklmeier <u@5i7.de> writes:
>Zusammenfassend kann man wohl sagen, daß das was als magnetisches Feld
>bezeichnet wird, eine kleine Delle in der Raumzeit ist, die der im
>Laborsystem ruhende Beobachter nicht sieht.
Man könnte auch sagen, daß das magnetische Feld mit dem
elektrischen Feld zu einem Feldstärketensor verschmolzen ist,
und seitdem keine unabhängige Existenz mehr führt.
Die speziellen Relativitätstheorie kann als eine Theorie verstehen
werden, die uns sagt, daß Raum und Zeit als eine Einheit, die
Raumzeit, betrachtet werden müssen. Ein Punkt der Raumzeit ist
dann in einem bestimmten Bezugssystem durch die vier Größen
(t,x,y,z), also die Zeit und drei Raumkoordinaten bestimmt.
Genauso werden die drei Komponenten des elektrischen Feldes
E und des magnetischen Feldes B, dann zu den 16 Komponenten
des Feldstärketensors F zusammengefaßt.
F = ( 0 E_1 E_2 E_3 )
( -E_1 0 -B_3 B_2 )
( -E_2 B_3 0 -B_1 )
( -E_3 -B_2 B_1 0 )
. Die vier Maxwell-Gleichungen (im folgenden steht "V" für
Nabla, "x" für das Kreuzprodukt und der nachgestellte Punkt
für die Ableitung nach der Zeit):
V B = 0
V E = rho
V x E = - B.
V x B = j + E.
nehmen mit einer ebenfalls vier-dimensionalen Stromdichte J
dann die folgende einfache Form an:
dF = 0
DF = J
, wobei "dF = 0" mit dem äußeren Differential "d" ausdrückt,
daß die 2-Form F geschlossen ist (in diesem Absatz verwende ich
jetzt einige Begriffe aus Cartans Differentialformenkalkül, die
vielleicht nicht jedem geläufig sind). Mit "D" habe ich oben
das Kodifferential geschrieben. Mehr zu diesem eleganten
koordinatenfreien Formalismus findet man zum Beispiel in
Walter Thirrings Lehrbüchern der mathematischen Physik.
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