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Groups > de.talk.tagesgeschehen > #1006551
| From | Carla Schneider <carla_schn@proton.me> |
|---|---|
| Newsgroups | de.talk.tagesgeschehen, de.soc.umwelt, de.sci.physik |
| Subject | Re: EU-Stromnetz am kupfernen Faden /Nachbarlender schotten sichzuDab |
| Date | 2024-05-18 12:15 +0200 |
| Organization | Mausgrau |
| Message-ID | <66487FBC.BE670203@proton.me> (permalink) |
| References | (11 earlier) <tjlim9$3kvq$1@dont-email.me> <lalkafF6b41U3@mid.individual.net> <lallbeF71dkU1@mid.individual.net> <lao78sFins3U1@mid.individual.net> <20240517203407.2b586ac3@Achmuehle.WOR> |
Cross-posted to 3 groups.
Sieghard Schicktanz wrote: > > Hallo Thomas, > > Du schriebst am Fri, 17 May 2024 07:12:00 +0200: > > > Die 'Wasser im Schlauch' - Analogie beim Strom besagt, dass Strom > > Ladungstransport wäre. > > Nein. Der Unterschied ist dass sich gleichnahmige Ladungen abstossen, das tut das Wasser im Schlauch nicht. Die Ladung die dem Wasser im Schlauch entspricht wird im Draht durch ortsfeste positive Ladungen ausgeglichen. > > > Dabei werden die Elektronen ähnlich behandelt wie das Wasser in einem > > Schlauch, wobei der Draht dem Schlauch entspricht und die Elektronen dem > > Wasser. > > Das psst auch ganz passabel. > > > Das ist aber falsch, weil sich die Elektronen nur wenig und langsam im > > Draht bewegen. > > Die Wassermoleküle im Schlauch auch. Das ist zumindest machbar. Theoretisch waere eine Leitung denkbar in der ein extrem hoher Druck herrscht und das Wasser nur sehr langsam fliesst und trotzdem erhebliche Energie fliesst. > > > Der viel wichtigere Effekt beim Strom findet nämlich überhaupt nicht im > > Draht statt, sondern außerhalb. > > Gut, da ist die Analogie nicht gut . Der Energietransport durch das > elektromagnetische Feld findet aber schon auch _im_ Draht statt. Im idealen Draht gibts gar kein Feld, weder E noch B, z.B. Typ 1 Supraleiter. Die Energieflussdichte entspricht dem Poynting-Vektor also ExB und die ist nur ausserhalb des Drahtes nennenwert, weil im Draht das E Feld sehr klein ist. Die Frage ist ob das etwas reales ist, oder nur etwas rechnerisches... Die Zweite Frage ist ob es bei dem Beispiel oben wo Wasser mit extrem hohem Druck langsam durch einen Schlauch fliesst auch einen Poynting-Vektor fuer den erheblichen Energietransport gibt, bzw. wenn nicht, warum nicht. > Im > Vergleich dazu findet der _Energietransport_ beim Wasser durch das > Druckfeld im Schlauch (und dasist auch wieder ein elektromagnetisches > Feld, das allerdings durch die Schlauchwandung begrenzt ist) statt nicht > durch die Wassermoleküle selber. Der Energietransport im Schlauch ist Druckunterschied*Durchfluss. > > > Es ist so, dass Elektronen geladene Teilchen sind und alle die gleiche > > Ladung haben. > > Ja, schon. Dafür sind die Wassermoleküle halt Fermionen. Elektronen sind Fermionen. Fast alle Wassermolekuele sind keine Fermionen. Sauerstoff Isotop O17 gaebe ein Fermionisches Wasser ebenso wie halbschweres HDO (mit O16). Bei den Temperaturen bei denen Wasser fluessig ist duerfte man aber keinen Unterschied zu normalem Wasser merken. > > > Gleichnamige Ladungen stoßen sich aber ab. Daher bewegen sich die > > Elektronen keineswegs ungeordnet durch das Kristallgitter des Leiters, > > sondern interagieren mit den übrigen Elektronen in der Weise, dass sie > > den Abstand zu denen maximieren. > > Ja, das ist völlig falsch. Da die Elektronen negativ, die Gitterionen aber > _positiv_ geladen sind, ziehen sich die gegenseitig an! Damit dürften sich > die Elektronen eigentlich überhaupt nicht bewegen können, und das tun sie > in der Mehrzahl der Materialien auch; das sind doe sog. "Isolatoren". Daß > es Materialien gibt, bei denen sich _gewisse_ Elektronen relativ frei > bewegen können, ist ein tiefgreifend quantenmechanischer Effekt, zu dessen > Verständnis Kenntnisse zur Bandstruktur in Festköpern und der Bedeutung der > Fermi-Energie nötig wären. Ja, aber man koennte z.B. auch einen Schlauch mit Salzwasser betrachten, dort bewegen sich Ionen statt Elektronen, das ganze taugt auch als Leiter. Z.B. Kupfersulfat Loesung und Kupferelektroden. Auch da laeuft ein Impuls sehr schnell vom einen zum anderen Ende der Leitung, obwohl sich die Ionen langsam bewegen und auch ziemlich grosse Abstaende voneinander haben, also statt dem Wasserschlauch-Modell eher sowas wie ein Gasschlauch-Modell passen muesste...
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Re: EU-Stromnetz am kupfernen Faden /Nachbarlender schotten sichzuDab Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2024-05-16 07:36 +0200
Re: EU-Stromnetz am kupfernen Faden /Nachbarlender schotten sichzuDab Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2024-05-16 07:53 +0200
Re: EU-Stromnetz am kupfernen Faden /Nachbarlender schotten sichzuDab Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2024-05-17 07:12 +0200
Re: EU-Stromnetz am kupfernen Faden /Nachbarlender schotten sichzuDab Sieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de> - 2024-05-17 20:34 +0200
Re: EU-Stromnetz am kupfernen Faden /Nachbarlender schotten sichzuDab Carla Schneider <carla_schn@proton.me> - 2024-05-18 12:15 +0200
Re: EU-Stromnetz am kupfernen Faden /Nachbarlender schotten sichzuDab Sieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de> - 2024-05-18 22:33 +0200
Re: EU-Stromnetz am kupfernen Faden /Nachbarlender schotten sichzuDab Carla Schneider <carla_schn@proton.me> - 2024-05-20 11:06 +0200
Re: EU-Stromnetz am kupfernen Faden /Nachbarlender schotten sichzuDab Sieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de> - 2024-05-20 21:46 +0200
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