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Re: OT: Drogenpolitik

From Thomas Heger <ttt_heg@web.de>
Newsgroups de.sci.electronics, de.sci.physik, de.talk.tagesgeschehen
Subject Re: OT: Drogenpolitik
Date 2023-07-18 07:40 +0200
Message-ID <khmmt7Fcp9gU1@mid.individual.net> (permalink)
References (13 earlier) <u79e7g$1n853$1@solani.org> <kfrbmfFu7muU2@mid.individual.net> <u7b4kc$1o41c$2@solani.org> <kfskfcF5pq1U1@mid.individual.net> <kgd7b9FmskcU2@mid.individual.net>

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Am 02.07.2023 um 14:02 schrieb Arno Welzel:
> Thomas Heger, 2023-06-26 07:02:
>
>> Am 26.06.2023 um 06:36 schrieb stefan:
> [...]
>>>> Das Leben von Menschen wird nicht durch Drogen zerstört. Drogen sind nur
>>>> das Symptom eines ohnehin kaputten Lebens.
>>>
>>> Das ist Quatsch. Wer die Legalisierung von Cannabis (abgesehen von
>>> medizinischen Anwendungen) oder anderen illegalen Drogen fordert will
>>> Schaden anrichten. Der will Menschen zerstören, nichts anderes.
>>
>> Worauf es ankommt, dass wäre eine 'Dekriminalisierung' der Drogensucht.
>>
>> Es geht überhaupt nicht um Legalisierung von Drogen, sondern darum, dass
>> die Süchtigen nicht auch noch strafrechtlich belangt werden.
>
> ACK.
>
> Denn wer schon krank ist, dem hilft es nicht, wenn er dafür auch noch
> inhaftiert wird. Und Drogensucht ist eine Krankheit und kein Verbrechen.

Wenn man die Drogensucht entkriminalisieren möchte, dann muß man den 
Drogenkonsum straffrei machen.

Das bedeutet aber nicht, dass Drogen damit erlaubt wären. Nur der Konsum 
an sich und der Besitz kleiner Mengen wären straffrei.

Es würde auch erlauben, die Abhängigen kostengünstig mit Drogen auf 
Rezept zu versorgen.

Der Vorteil wäre, dass sich die immer noch illegalen Drogen dann nicht 
weiter in bislang nicht betroffene Bevölkerungsgruppen verbreiten würden.

Außerdem würde es auf den Markt einwirken, sodass weniger mit illegalen 
Drogen verdient werden kann.

Der Drogenhandel wäre ja immer noch illegal und man könnte sich auf den 
konzentrieren, wenn man sich nicht immer mit halbnarkotisierten Zombies 
rumärgern müßte.

Die Abhängigen wären dann ein eher medizinisches Problem und würden 
nicht die Justiz belasten.

>> Außerdem wäre sinnvoll, wenn man mit illegalen Drogen nicht so viel Geld
>> verdienen könnte. Dazu müßte der Marktpreis so niedrig wie möglich sein,
>> während die Drogen weiterhin illegal bleiben können.
>
> Das ist halt nur ein Widerspruch in sich: etwas, was illegal ist, ist
> per se verboten und der Verkauf findet dann logischerweise nur in einem
> nicht reguliertem Schwarzmarkt statt.


Vergabe auf Rezept wäre ja auch denkbar.

>> Am einfachsten wäre das zu erreichen, wenn der Staat die Drogen
>> kostenlos an Süchtige abgibt, aber den Drogenhandel weiter als Straftat
>> ansieht.
>
> Das passiert ja schon teilweise: Canabis darf als Rezept verschrieben
> werden und Heroinabhängige können sich Methadon als Substition bekommen,
> um wegzukommen aus der Heroin-Szene.

Methadon ist imho das falsche Zeug, da es noch stärker abhängig macht 
als Heroin.

> Durch das absolute Verbot von Drogen erreicht man nicht viel. Man muss
> schon differenzieren zwischen denen, die mit Drogen illegal Geld
> verdienen und Drogenabhängige schädigen und denen, die aufgrund ihrer
> Lebenssituation in die Drogensucht gekommen sind.

Wieso sich jemand Heroin in die Venen spritzt, das wäre vielleicht eine 
Frage für Psychologen, aber keine für die Justiz.

Ob das an Langeweille, schlechtem Wetter oder Probleme in der Kindheit 
lag, das ist eher irrelevant für die staatlichen Organe, die sich mit 
dem Problem rumschlagen müssen.
  ...

TH

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Re: OT: Drogenpolitik Arno Welzel <usenet@arnowelzel.de> - 2023-07-02 14:02 +0200
  Re: OT: Drogenpolitik Thomas Heger <ttt_heg@web.de> - 2023-07-18 07:40 +0200
    Re: OT: Drogenpolitik "Der Habakuk." <habakuk@linuxmail.org> - 2023-07-18 07:54 +0200
  Re: OT: Drogenpolitik Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2023-07-24 18:08 +0200

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