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Re: Die KI halluziniert mal wieder

From Herbert Albrecht <albrechth99@outlook.com>
Newsgroups de.sci.informatik.ki
Subject Re: Die KI halluziniert mal wieder
Date 2025-12-04 09:49 +0100
Message-ID <mpd096F2karU1@mid.individual.net> (permalink)
References (1 earlier) <10gcvi1$qlou$1@solani.org> <mp51rjFmn9oU1@mid.individual.net> <10gk5dq$v7fe$1@solani.org> <mp8oosFbgn0U1@mid.individual.net> <10gpvrn$1316e$1@solani.org>

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Am 03.12.2025 um 19:34 schrieb Helmut Schellong:
> Herbert Albrecht wrote on 02.12.2025 19:17:
>> Am 01.12.2025 um 14:32 schrieb Helmut Schellong:
>>> Herbert Albrecht wrote on 01.12.2025 09:27:
>>>> Am 28.11.2025 um 21:09 schrieb Helmut Schellong:
>>>>> Herbert Albrecht wrote on 28.11.2025 18:53:
>>> [...]
>>>> Und das, was er ausgerechnet hat, könnte interessant sein. Die 
>>>> Suchergebnisse, die mit autoversicherung/huk zu tun haben, könnten 
>>>> Ergebnis einer Werbekampagne der HUK sein, die wahrscheinlich an den 
>>>> Softwarekonzern Geld gezahlt hat. Die folgenden Begriffe könnten 
>>>> ebenfalls mit Werbeaktionen zu tun haben.
>>>>
>>>> Aber haba? Ein Anbieter von Kinderspielzeug, der früher unter dem 
>>>> seltsamen Namen Wehrfritz aktiv war und sich anscheinend 
>>>> hauptsächlich an institutionelle Käufer wendet. Sowas einem privaten 
>>>> Nutzer anzubieten, der nie in Verbindung mit Kindergartenkindern im 
>>>> Netz aktiv war, ist schräg.
>>>
>>> Es fehlt halt eine 'wirkliche' Intelligenz, als ergänzende Instanz 
>>> daneben.
>>
>> Bei allen Computerprogrammen ist es ratsam, die Ergebnisse nicht blind 
>> zu glauben sondern - mit akzeptablem Aufwand - selbst nachzuvollziehen.
> 
> Ich bin sicher, daß die meisten Firmen, die Arbeitskräfte sparen wollen, 
> gar keine
> KI-Einsatztätigkeit vorsehen wollen, sondern 100% Einsparung erwarten.

Mag sein, aber nicht jede Erwartung wird sich erfüllen.
> 
>> Als SPSS aufkam (ein Programmsystem für Statistik) hatten die Anwender 
>> jede Menge Beratungsbedarf, so dass wir zeitweise einen Kollegen zur 
>> SPSS-Beratung abstellen mussten. Der berichtete, dass seine 'Kunden' 
>> nicht mit der Bedienung des Systems Probleme hatten sondern mit der 
>> Statistik selbst.
> 
> Da wurde folglich geglaubt, diese Software würde deren Nutzer auf 
> wundersame Weise zu Statistikern machen.

Die Anforderung, etwas mit Statistik zu machen, stand in allen 
Studienplänen aller geisteswissenschaftlicher Fächer. Diese wurde oft 
mit der Hoffnung gewählt, endlich nichts mehr mit der dämlichen 
Mathematik zu tun zu haben, die schon in der Schule am meisten Mühe 
machte. Die Hoffnung wurde aber meistens enttäuscht und man hoffte die 
Hürde irgendwie zu überwinden.
> 
>>> Nur bei totaler Spezifität scheint die heutige KI brauchbar zu sein.
>>
>> Als Navis im Auto aufkamen, habe ich zuerst Fahrten eingegeben, die 
>> mir vollständig bekannt waren, um zu testen, wie gut die errechneten 
>> Routen waren. Mal mehr, mal weniger gut.
>>
>> Etwas ähnliches mache ich jetzt mit den KI-Bots: Mal Tests mit 
>> erfundenen und oft seltsamen Texten (so wie heizdrömel) und mal mit 
>> ernsthaften Aufgaben.
>>
>> Mein erster ernsthafter Versuch vor 1-2 Jahren war, eine Leistung von 
>> meinem Lieblingsmailclient Thunderbird zu bekommen, die ich nicht 
>> fand. Ergebnis war, die Funktion gabs tatsächlich nicht aber es gab 
>> eine Zusatzsoftware, die ich hätte installieren müssen. So wichtig war 
>> es mir nicht, immerhin eine brauchbare Information.
>>
>> Vor kurzem ein erneuter ernsthafter Test: Ich wollte unter Hyper-V 
>> eine virtuelle Maschine unter Linux erstellen und damit arbeiten. Das 
>> hatte ich schon mal probiert, zwar erfolgreich aber der Bildschirm der 
>> VM war nur les- und nutzbar, wenn ich ihn auf technische 
>> Bildschirmgröße einstellte (und so alles Andere dahinter verschwand); 
>> damit konnte ich nichts anfangen. Nun habe ich versucht, die Aufgabe 
>> mit KI-Hilfe zu bewältigen und tatsächlich, nach zwei Nachmittagen 
>> (mit diversen Unterbrechnungen, z.B. für Kaffee und Kuchen) lief die 
>> VM und das ganz ohne Stress. Das nenne ich einen Erfolg und die KI war 
>> viel hilfreicher als bekannte Webseiten oder Telefonberatungen. Es war 
>> fast so als ob ein mit allen beteiligten Funktionen vertrauter Freund 
>> neben mir stand.
> 
> Das entspricht meinem Satz von oben:
> "Es fehlt halt eine 'wirkliche' Intelligenz, als ergänzende Instanz 
> daneben."
> 
> Da war halt ein spezifisch trainierter Freund neben Dir.
> Du hattest aber wohl sicher die Hauptarbeit dabei.

Ich hatte gar keine Arbeit, ich musste nur auf die angegebene 
Schaltfelder klicken und dann in Linux die angegbenen Zeilen eintippen, 
ach was, einfach cut & paste.

Zugegeben, ich hatte recht umfangreiches Vorwissen: Computerbedienung, 
Windows, Hyper-V, Linux und was die angesprochenen Funktionen an der 
Stelle im System bedeuten und welche Ergebnisse sie erzeugen sollten - 
das kannte ich schon aus meiner früheren Tätigkeit. Und so wusste ich, 
was ich fragen musste.
> 
> Ich hatte auch mal erfahren, wie mit der heutigen KI umgegangen werden muß:
> Es mußten beispielsweise 250000 bestimmte Operationen auf einheitliche 
> Tabellen übertragen werden.
> Mit den Inhalten dieser 250000 Tabellen wurde die KI trainiert und 
> konnte danach
> zu dieser spezifischen Operation spezifische Hilfe anbieten.
> 
> Ohne solch ein aufwendiges (!) Vorgehen kann die heutige KI einfach gar 
> nichts.

Klar, die KI ist nur ein Computerprogramm, wenn auch ein besonders 
komplexes. Du musst es passend bedienen, sonst tut es nicht, was du 
erwartest.

Ich habe damals mit Programmieren angefangen, indem ich FORTRAN lernte 
(und später viele andere Programmiersprachen dazu). Mit FORTRAN hättes 
du für das obige Problem ein Programm schreiben können. Dein Computer 
ist der gleiche wie meiner damals, nur millionenmal leistungfähiger.

> Ich merke das immer wieder, wenn ich diese KI benutze:
> Wenn die KI im Internet nicht zu allen Items in meiner Frage etwas 
> Aussagekräftiges findet, ist sie hilflos
> und kann keine oder nur falsche Antworten geben. Sie selbst allein kann 
> offensichtlich gar nichts.

Du musst deinen Wunsch an den Computer so formulieren dass dieser 
versteht, was du willst.
> 
> Ich muß stets 1 bis 6 verschiedene Frageformulierungen schreiben, um die 
> KI auf eine brauchbare Antwort
> zu ein und derselben Frage zu stoßen, wobei nur 1 Formulierung selten ist.
> Es wird deutlich, daß da gar keine 'wirkliche Intelligenz' arbeitet.
> Es wirkt lediglich wie eine stark erweiterte Boolesche Algebra.

Das wird besser. Je mehr Erfahrung du mit dem Programm bekommst umso 
leichter fällt es die, entsprechende Fragen zu formulieren. So war es 
auch damals bei mir mit FORTRAN: Meine ersten Programme waren falsch, 
dann machte ich welche, die zwar irgendwie funktionierten aber nicht den 
gewollten Output erzeugten - und dann gings.

Herbert

Ps.: Die 'künstliche Intelligenz' ist doch nur ein Werbespruch. Die 
Firmen haben Milliarden investiert und wollen endlich damit Geld verdienen.

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Die KI halluziniert mal wieder Herbert Albrecht <albrechth99@outlook.com> - 2025-11-28 18:53 +0100
  Re: Die KI halluziniert mal wieder Helmut Schellong <var@schellong.biz> - 2025-11-28 21:09 +0100
    Re: Die KI halluziniert mal wieder Herbert Albrecht <albrechth99@outlook.com> - 2025-12-01 09:27 +0100
      Re: Die KI halluziniert mal wieder Hermann Riemann <nospam.ng@hermann-riemann.de> - 2025-12-01 13:27 +0100
      Re: Die KI halluziniert mal wieder Helmut Schellong <var@schellong.biz> - 2025-12-01 14:32 +0100
        Re: Die KI halluziniert mal wieder Herbert Albrecht <albrechth99@outlook.com> - 2025-12-02 19:17 +0100
          Re: Die KI halluziniert mal wieder Helmut Schellong <var@schellong.biz> - 2025-12-03 19:34 +0100
            Re: Die KI halluziniert mal wieder Herbert Albrecht <albrechth99@outlook.com> - 2025-12-04 09:49 +0100

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