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Groups > de.sci.electronics > #267246 > unrolled thread
| Started by | Helmut Schellong <rip@schellong.biz> |
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Re: KiCad Heiko Lechner <no.spam.to.me@ish.de> - 2019-11-07 08:20 +0100
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Re: Eagle - Subscribe Helmut Schellong <rip@schellong.biz> - 2019-11-06 17:51 +0100
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Re: Eagle - Subscribe Bubo bubo <groVo@home.net> - 2019-11-08 14:16 +0100
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Re: Eagle - Subscribe Helmut Schellong <rip@schellong.biz> - 2019-11-06 22:45 +0100
Re: Eagle - Subscribe Helmut Schellong <rip@schellong.biz> - 2019-11-07 00:08 +0100
Re: Eagle - Subscribe Heiko Lechner <no.spam.to.me@ish.de> - 2019-11-07 08:28 +0100
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| From | Helmut Schellong <rip@schellong.biz> |
|---|---|
| Date | 2019-11-05 22:06 +0100 |
| Subject | Eagle - Subscribe |
| Message-ID | <qpso8t$gdl$1@solani.org> |
Auch Eagle Cad wurde vom Verkaufen auf Vermieten umgestellt. Damit haben die neuen Besitzer erreicht, daß Eagle für mich gestorben ist - bis zu meinem Lebensende. Ich habe schon lange eine Kaufversion 6.5 für etwa 126 €, und überlegte, ob ich wegen Limits eine größere kaufen soll. Das ist nun vom Tisch. Nun habe ich mir KiCad besorgt. Importieren von Eagle geht leider nicht, weil v6.5 noch keine XML-Inhalte in .brd und .sch hat. KiCad wird auch von PCB-Diensten akzeptiert, neben Gerber. KiCad ist sogar ein Port unter FreeBSD. Leider brach die Installation ab, weil pkg kicad keinen Maintainer hat. Adobe vermietet schon länger. Alles kein Thema mehr für mich. Ich zahle doch nicht vierstellige Summen *pro* Jahr. Und nichts gehört mir! -- Mit freundlichen Grüßen Helmut Schellong var@schellong.biz www.schellong.de www.schellong.com www.schellong.biz http://www.schellong.de/c.htm
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| From | Andreas Fecht <forum@aftec.de> |
|---|---|
| Date | 2019-11-06 08:47 +0100 |
| Message-ID | <qpttr2$7b5$1@solani.org> |
| In reply to | #267246 |
Am 05.11.2019 um 22:06 schrieb Helmut Schellong: > > Nun habe ich mir KiCad besorgt. > Importieren von Eagle geht leider nicht, weil v6.5 noch > keine XML-Inhalte in .brd und .sch hat. > Ab Version 6 ist das Dateiformat von Eagle XML. Falls der Importfilter von KiCad jedoch nur 7ner Dateien akzeptiert, lad' Dir doch die 7.7 runter und konvertierte Deine damit. Die light-Version ist dahingehend nicht beschränkt. Gruß Andreas
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| From | Heinz Schmitz <kma@kma.org> |
|---|---|
| Date | 2019-11-06 09:14 +0100 |
| Message-ID | <omv4sehe26t1sqgbr0tnrnkbolip7n2ot7@4ax.com> |
| In reply to | #267246 |
Helmut Schellong wrote: >Auch Eagle Cad wurde vom Verkaufen >auf Vermieten umgestellt. Hinter allem entdecken wir, was in absehbarer Zeit unser grösstes Problem sein wird: Nicht nur Untätige zu ernähren, sondern auch Menschen, die sich gut selber füttern könnten: Die EZB wirft unser Geld zum Fenster raus, die Banken drohen mit Negativ-Zinsen, die Regierung versucht uns mit Geschenken zum Kauf ungeliebter Hardware zu zwingen, ..., und die Softwarer sehnen sich nach dem Geschäftsmodell der Klosettpapierfabrikanten: Ständiger Bedarf, konstanter Cash-Flow. Aber wenigstens tun die noch was dafür :-). Grüße, H. PS Immer diese verdammte Neoliberalität aber auch. Mist.
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| From | Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> |
|---|---|
| Date | 2019-11-06 18:55 +0100 |
| Message-ID | <qpv1eb$psc$1@dont-email.me> |
| In reply to | #267260 |
> konstanter Cash-Flow. Aber wenigstens tun die > noch was dafür :-). Die Umstellung war zwangsläufig, da man bei Marktsättigung nicht durch Verkauf an Neukunden überleben kann. Die Preise 0/131/673EUR pro Jahr sind nicht extrem. https://www.autodesk.de/products/eagle/compare Die Staffelung ist allerdings holperig. Die 131EUR wären für engagierte Privatanwender wohl erträglich, aber es hätte wenigstens Doppeleuro sein sollen. Europakarte ist für Ätzer oft zu klein. Die 673EUR sind Firma kein Thema, die kommen zu billig weg. Das Problem ist die fehlende Option USB-Dongle. Das Zeug läuft nur, wenn wenigstens alle 14 Tage Verbindung zum Server hergestellt wird. Bei Adobe PageMaker war die letzte Generation vor Cloud auch über Server gesichert. Irgendwann hat Adobe das Produkt weil überaltet aufgegeben. Die Server liefen noch ein paar Jahre weiter. Aber irgendwann werden sie abgeschaltet. Das ist für ein Layoutprogramm für Industrieprodukte die >>10 Jahre in Produktion sein sollen kein Zustand. MfG JRD
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| From | Helmut Schellong <rip@schellong.biz> |
|---|---|
| Date | 2019-11-06 19:44 +0100 |
| Message-ID | <qpv4b3$27u$1@solani.org> |
| In reply to | #267295 |
On 11/06/2019 18:55, Rafael Deliano wrote: >> konstanter Cash-Flow. Aber wenigstens tun die >> noch was dafür :-). > > Die Umstellung war zwangsläufig, da man bei > Marktsättigung nicht durch Verkauf an Neukunden > überleben kann. Es gibt Firmen, die ohne Subscribe überleben. Beispielsweise Nero und Audials. Allerdings versuchen die massiv, die Kunden zum Kauf von neuen Versionen (~jährlich) zu bringen. Die im Zusammenhang angebotenen neuen Versionen sind preislich sehr günstig im Vergleich zur Version des Erstkaufes. Zum Beispiel 19,90 € statt 86,90 €. > Die Preise 0/131/673EUR pro Jahr sind nicht extrem. > https://www.autodesk.de/products/eagle/compare > Die Staffelung ist allerdings holperig. > Die 131EUR wären für engagierte Privatanwender > wohl erträglich, aber es hätte wenigstens Doppeleuro > sein sollen. Europakarte ist für Ätzer oft zu klein. > Die 673EUR sind Firma kein Thema, die kommen zu billig > weg. Das ist der Punkt. Wegen 10cm x 15cm war ich eigentlich bereit, die uneingeschränkte Professional zu kaufen: Die wurde bei Cadsoft für etwa 1430 € angeboten, einschl. Autorouter. Wahrscheinlich hätte ich Win+Linux erhalten. Die wäre aktuell gewesen, für Win10. Und sie wäre meins gewesen. In einer Firma wird dauernd damit gearbeitet. Aber ich als Privater kann auch mal Benutzungspause von zwei Jahren machen. Es ist unerträglich, immer wieder ein neues Abo zu beginnen - und immer wieder zu zahlen. > Das Problem ist die fehlende Option USB-Dongle. > Das Zeug läuft nur, wenn wenigstens alle 14 Tage > Verbindung zum Server hergestellt wird. Ein weiterer Punkt. So etwas akzeptiere ich überhaupt nicht! Wenn ich 1430 € auf den Tisch lege, will ich auch ohne Verbindung zum Internet damit arbeiten. Es gibt viele Zustände, damit kein Internet-Zugang möglich ist. -- Mit freundlichen Grüßen Helmut Schellong var@schellong.biz www.schellong.de www.schellong.com www.schellong.biz http://www.schellong.de/c.htm
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| From | olaf <olaf@criseis.ruhr.de> |
|---|---|
| Date | 2019-11-06 20:05 +0100 |
| Message-ID | <t4ib9g-o8r.ln1@criseis.ruhr.de> |
| In reply to | #267295 |
Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> wrote: >Die Umstellung war zwangsläufig, da man bei >Marktsättigung nicht durch Verkauf an Neukunden >überleben kann. Das Problem ist das es eine Menge Software gibt mit dem die User zufrieden sind. Neue Versionen moegen irgendwas besser koennen, aber man denkt sich halt, was solls geht auch so und wieso dafuer nochmal krass Kohle rueberschieben. Ich hab auch mal vor 10Jahren ein CAD Programm gekauft. Das laeuft nun entspannt und bis zum ende aller Zeiten in einer virtuellen Maschine. Ich koennte mir die neue Version leisten. Aber warum. Die alte kann alles was ich brauche. Irgendwann sind Programme und Betriebssysteme mal weitestgehend ausentwickelt. Man erkennt das daran das es ploetzlich alle Nase lang eine neue Version gibt dies sich vor allem im Look&Feel unterscheidet. Ich denke mittlerweile sind die haelfte aller Programmierer ueberfluessig, aber das gefaellt denen natuerlich nicht und ihren Chefs auch nicht. Olaf
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| From | Heinz Schmitz <kma@kma.org> |
|---|---|
| Date | 2019-11-07 09:21 +0100 |
| Message-ID | <8sk7seh91bkk050ou4c3g7qqhvm2ekspr9@4ax.com> |
| In reply to | #267310 |
olaf wrote: > >Die Umstellung war zwangsläufig, da man bei > >Marktsättigung nicht durch Verkauf an Neukunden > >überleben kann. >Das Problem ist das es eine Menge Software gibt mit dem die User >zufrieden sind. Neue Versionen moegen irgendwas besser koennen, aber >man denkt sich halt, was solls geht auch so und wieso dafuer nochmal >krass Kohle rueberschieben. Deswegen haben wir ja Microsoft und Intel. Mit einem neuen Betriebssystem oder neuer Hardware darf das ganze Spiel wieder von vorn begonnen werden :-). Da ist Linux doch eigentlich eine Erholung. Grüße, H.
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| From | spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) |
|---|---|
| Date | 2019-11-07 11:30 +0100 |
| Message-ID | <1ogo55t.q35vf2u9agigN@marc.my-fqdn.de> |
| In reply to | #267380 |
Heinz Schmitz <kma@kma.org> wrote: > olaf wrote: >>> Die Umstellung war zwangsläufig, da man bei Marktsättigung nicht >>> durch Verkauf an Neukunden überleben kann. >> Das Problem ist das es eine Menge Software gibt mit dem die User >> zufrieden sind. Neue Versionen moegen irgendwas besser koennen, aber >> man denkt sich halt, was solls geht auch so und wieso dafuer nochmal >> krass Kohle rueberschieben. > Deswegen haben wir ja Microsoft und Intel. Mit einem neuen > Betriebssystem oder neuer Hardware darf das ganze Spiel > wieder von vorn begonnen werden :-). Phhh. Anfänger. Bei Apple werden viel öfter alte Zöpfe ganz abgeschnitten und z.B. die Prozessorarchitektur gewechselt. Von 68K auf PowerPC auf Intel - und ARM steht demnächst an. Soo macht man das... -- In a world without walls and fences, who needs windows and gates?
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| From | Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> |
|---|---|
| Date | 2019-11-07 14:23 +0100 |
| Message-ID | <h2ip0cF47i8U1@mid.individual.net> |
| In reply to | #267380 |
Am 07.11.2019 um 09:21 schrieb Heinz Schmitz: > olaf wrote: > >>> Die Umstellung war zwangsläufig, da man bei >>> Marktsättigung nicht durch Verkauf an Neukunden >>> überleben kann. > >> Das Problem ist das es eine Menge Software gibt mit dem die User >> zufrieden sind. Neue Versionen moegen irgendwas besser koennen, aber >> man denkt sich halt, was solls geht auch so und wieso dafuer nochmal >> krass Kohle rueberschieben. > > Deswegen haben wir ja Microsoft und Intel. Mit einem neuen > Betriebssystem oder neuer Hardware darf das ganze Spiel > wieder von vorn begonnen werden :-). > Da ist Linux doch eigentlich eine Erholung. Linux ist noch viel schlimmer! Weil die ausgereiften opens-source Programme kaum noch funktional verbessert werden können, spielen die eigentlich arbeitslosen Hobby-Programmierer an immer neuen Features oder Oberflächen herum - also eigentlich kein Unterschied zu Windows :-( DoDi
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| From | Ralph Aichinger <ra@pi.h5.or.at> |
|---|---|
| Date | 2019-11-07 16:03 +0100 |
| Message-ID | <qq1bng$ltf$1@pi.h5.or.at> |
| In reply to | #267417 |
Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> wrote:
> Linux ist noch viel schlimmer! Weil die ausgereiften opens-source
> Programme kaum noch funktional verbessert werden können, spielen die
> eigentlich arbeitslosen Hobby-Programmierer an immer neuen Features oder
> Oberflächen herum - also eigentlich kein Unterschied zu Windows :-(
Das ist Unsinn.
Es gibt schon ganz klare Entwicklungsrichtungen, z.B. bei allen
Backend-Sachen hin zu Docker, Kubernetes, CI- und DevOps-Eignung.
/ralph
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| From | Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> |
|---|---|
| Date | 2019-11-07 16:38 +0100 |
| Message-ID | <h2is44F4sf1U1@mid.individual.net> |
| In reply to | #267426 |
On 07.11.19 16:03, Ralph Aichinger wrote: > Das ist Unsinn. > > Es gibt schon ganz klare Entwicklungsrichtungen, z.B. bei allen > Backend-Sachen hin zu Docker, Kubernetes, CI- und DevOps-Eignung. Erinnerst du dich noch an CORBA? CI ist mMn offensichtlich sinnvoll, das andere sind eher aktuelle Moden. Irgendwas mit Cloud und Virtualisierung wird uns sicherlich weiterhin begleiten, aber in welcher Form ist mMn nicht abzusehen. Hanno
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| From | Ralph Aichinger <ra@pi.h5.or.at> |
|---|---|
| Date | 2019-11-07 21:14 +0100 |
| Message-ID | <qq1tu9$6jk$1@pi.h5.or.at> |
| In reply to | #267431 |
Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> wrote:
> Erinnerst du dich noch an CORBA?
Mit Schaudern!
> CI ist mMn offensichtlich sinnvoll, das andere sind eher aktuelle Moden.
> Irgendwas mit Cloud und Virtualisierung wird uns sicherlich weiterhin
> begleiten, aber in welcher Form ist mMn nicht abzusehen.
Natürlich nicht. Aber wer nicht sieht, daß die Branche sich in diese
Richtung bewegt, der kriegt auch sonst nix mit. Und nein, Corba war
IMHO nicht halb so "populär" wie jetzt die Containerisierung.
Alleine schon weil es wenige verstanden haben.
Ob am Ende dieser Entwicklung etwas steht was sich aus Containern,
Virtualisierung, Kubernetes oder sonst was aus diesem Feld entwickelt,
das kann dir natürlich keiner sagen.
Trotzdem sehen große Softwareprojekte die heute gestartet werden
ganz anders aus als solche die vor 10 Jahren gestartet wurden.
/ralph
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| From | Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> |
|---|---|
| Date | 2019-11-08 00:57 +0100 |
| Message-ID | <h2jpbrFaqapU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #267459 |
Am 07.11.19 um 21:14 schrieb Ralph Aichinger: > Und nein, Corba war > IMHO nicht halb so "populär" wie jetzt die Containerisierung. > Alleine schon weil es wenige verstanden haben. Ich hab allerdings auch nicht den Eindruck, daß viele das mit der Container-Virtualisierung verstanden hätten. Da findet man dann zuweilen volle Betriebssysteme in Containern, mit Shellzugängen und einem halben Dutzend exponierter Services. Oder uralte Libraries, weil sich niemand das Update traut, obgleich ja gerade einer der Vorteile von Containern sein sollte, Dependency-Probleme übersichtlich zu halten. etc. Wobei ich seit IIRC 1999 linux-vserver benutze. Ich weiß nicht wie weit Docker inzwischen ist, aber vor 2 oder 3 Jahren kam mir das im Vergleich wie eine eher featurearme me-too-Lösung vor. Nichts neues unter der Sonne... na ja ok, ne API für Automatisierung halt. Hanno -- The modern conservative is engaged in one of man's oldest exercises in moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification for selfishness. - John Kenneth Galbraith
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| From | olaf <olaf@criseis.ruhr.de> |
|---|---|
| Date | 2019-11-07 16:38 +0100 |
| Message-ID | <3dqd9g-mu6.ln1@criseis.ruhr.de> |
| In reply to | #267426 |
Ralph Aichinger <ra@pi.h5.or.at> wrote: >Das ist Unsinn. Nein das ist korrekt so. Erklaer doch mal wieso jeder zweite Aushilfprogrammierer sofort eine eigene Distribution machen muss. Wieso jede Distribrution ihr eigenes Format hat in dem sie Pakete ausliefert. Warum jede Distribution aus 234245252345 unterschiedlichen Libaries in jeweil total unterschiedlichen Entwicklungsstaenden besteht. Warum die Distributionen alle eigene fuer sich zurechtgepatchte Kernel haben? Ich bin sozusagen mit Linux aufgewachsen trotzdem ist es heute die Hoelle irgendeinen fremden Source zu uebersetzen. DAs einzige was noch schlimmer ist sind Programmierer die nach dem Informatikstudium von Langeweile geplagt werden und glauben sie muessten jetzt erstmal wieder eine neue Programmiersprache erfinden, am besten noch gleich mit einem neuen maximal inkompatiblen Buildsystem. >Es gibt schon ganz klare Entwicklungsrichtungen, z.B. bei allen >Backend-Sachen hin zu Docker, Kubernetes, CI- und DevOps-Eignung. Und den Dreck gibt es genau deshalb weil die Programmierer selber ihrer Software nicht mehr auf unterschiedlichen Distributionen ans laufen bekommen. Eine neue blutenweise Tischdecke mit der man die dampfende Kacke unten drunter verdeckt. Und falls du mir nicht glaubst, du kannst auf Youtube irgendwo ein Video von Linus Torwalds finden wo er genau das auch bemaengelt. Olaf
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| From | Ralph Aichinger <ra@pi.h5.or.at> |
|---|---|
| Date | 2019-11-07 21:08 +0100 |
| Message-ID | <qq1tjh$65s$1@pi.h5.or.at> |
| In reply to | #267433 |
olaf <olaf@criseis.ruhr.de> wrote:
> Nein das ist korrekt so. Erklaer doch mal wieso jeder zweite
> Aushilfprogrammierer sofort eine eigene Distribution machen
> muss. Wieso jede Distribrution ihr eigenes Format hat in dem sie
> Pakete ausliefert. Warum jede Distribution aus 234245252345
> unterschiedlichen Libaries in jeweil total unterschiedlichen
> Entwicklungsstaenden besteht. Warum die Distributionen alle eigene
> fuer sich zurechtgepatchte Kernel haben?
Es gibt zwei große Distributionsfamilien (die RedHat-artigen
und die Debian-artigen) und ein paar Ausreißer im produktiven
Einsatz.
Daß ein paar Spielkinder sich ihre Fuchsschwanz-Distribution
zusammenhäkeln: So what, die haben oft mehr Entwickler als
User, praktische Relevanz hat das nicht.
> Ich bin sozusagen mit Linux aufgewachsen trotzdem ist es heute die
> Hoelle irgendeinen fremden Source zu uebersetzen.
Hä? Wie meinst du das? Ich mach das recht oft, von "Hölle" kann da
eigentilch nur bei superkomplexen Systemen mit vielen Schichten
und viel Komplexität die Rede sein.
> >Es gibt schon ganz klare Entwicklungsrichtungen, z.B. bei allen
> >Backend-Sachen hin zu Docker, Kubernetes, CI- und DevOps-Eignung.
>
> Und den Dreck gibt es genau deshalb weil die Programmierer selber
> ihrer Software nicht mehr auf unterschiedlichen Distributionen ans
> laufen bekommen. Eine neue blutenweise Tischdecke mit der man die
> dampfende Kacke unten drunter verdeckt.
Nein, sondern weil das zu einer bestimmten Arbeitsweise paßt, die bei
einer gewissen Teamgröße gut funktioniert, und sehr produktiv ist, d.h.
mit der man gut Geld verdienen kann.
/ralph
--
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ausserirdische sind gesund
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| From | olaf <olaf@criseis.ruhr.de> |
|---|---|
| Date | 2019-11-08 08:03 +0100 |
| Message-ID | <fjgf9g-fmc.ln1@criseis.ruhr.de> |
| In reply to | #267458 |
Ralph Aichinger <ra@pi.h5.or.at> wrote:
>Hä? Wie meinst du das? Ich mach das recht oft, von "Hölle" kann da
>eigentilch nur bei superkomplexen Systemen mit vielen Schichten
>und viel Komplexität die Rede sein.
Ach so? Ich hab gerade aus Spass geschaut was ich den brauche um das
neue darktable 3.0 zu uebersetzen.
Required: gcc >= 5.0
Ups..meine Distribution (Centos 7.7) ist auf dem neuesten Stand.
gcc --version
gcc (GCC) 4.8.5 20150623 (Red Hat 4.8.5-39
Hm..muesste ich wohl einen neuen Compiler installieren. Nimm ich da
gleich den allerneuesten? Was mittelneues? Was sagen meine anderen
Projekte dazu?
Und dann die Libaries:
Required packages: libsqlite3, libjpeg, libpng, libpugixml,
rawspeed (supplied), gtk+-3, cairo, lcms2, exiv2, tiff,
curl, gphoto2, dbus-glib, fop, openexr, libsoup2.4
Was glaubst du? Wird da irgendwas durchlaufen ohne das irgendwo eine
andere Version gebraucht wird? Im leben nicht.
Und das war nur das erste Beispiel das mir jetzt so eingefallen ist.
Ein anderes Beispiel, die Wine-Version von Centos unterstuetzt keine
32Bit Software mehr. Warum eigentlich? Das ist nicht schlimm? Nun der
Installer von LTspice(64bit) ist eine 32Bit Software. Wollt ihr das
installieren braucht ihr sowas. Also Wine neu uebersetzen. Schonmal
gemacht? Ich schon. Glaub mir, danach aenderst du deine Meinung.
>Nein, sondern weil das zu einer bestimmten Arbeitsweise paßt, die bei
>einer gewissen Teamgröße gut funktioniert, und sehr produktiv ist, d.h.
>mit der man gut Geld verdienen kann.
"Arbeitsweise" bedeutet das die meisten Leute die eben nicht von
Anfang an dabei waren nicht genug Hintergrundwissen haben um sonst
etwas auf die Beine zu stellen oder gar bei Kunden/Usern zu supporten
die eine andere Distribution verwenden.
Das was den Linuxdistributionen dringend fehlt ist eine knallharte
Libarieverwaltung die genau festlegt was auf jedem Rechner vorhanden
zu sein hat und was nicht und wo es liegt. Genauso zentralisiert wie
der Kernel entwickelt wird. Und dann nochmal dasselbe was die Gui
angeht.
Olaf
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| From | Ralph Aichinger <ra@pi.h5.or.at> |
|---|---|
| Date | 2019-11-08 11:05 +0100 |
| Message-ID | <qq3eku$kpi$1@pi.h5.or.at> |
| In reply to | #267488 |
olaf <olaf@criseis.ruhr.de> wrote:
> Ralph Aichinger <ra@pi.h5.or.at> wrote:
>
> >Hä? Wie meinst du das? Ich mach das recht oft, von "Hölle" kann da
> >eigentilch nur bei superkomplexen Systemen mit vielen Schichten
> >und viel Komplexität die Rede sein.
>
> Ach so? Ich hab gerade aus Spass geschaut was ich den brauche um das
> neue darktable 3.0 zu uebersetzen.
Das noch nicht mal Released ist, sondern erst ein Release Candidate?
> Required: gcc >= 5.0
>
> Ups..meine Distribution (Centos 7.7) ist auf dem neuesten Stand.
>
> gcc --version
> gcc (GCC) 4.8.5 20150623 (Red Hat 4.8.5-39
Naja, neue noch in Entwicklung befindliche Software mit heftigem
Performance-Optimierungsbedarf will eine aktuelle Compiler-Version
nutzen? Surprise?
> Und dann die Libaries:
>
> Required packages: libsqlite3, libjpeg, libpng, libpugixml,
> rawspeed (supplied), gtk+-3, cairo, lcms2, exiv2, tiff,
> curl, gphoto2, dbus-glib, fop, openexr, libsoup2.4
>
> Was glaubst du? Wird da irgendwas durchlaufen ohne das irgendwo eine
> andere Version gebraucht wird? Im leben nicht.
Ich hab früher Gimp selbst kompiliert, hat eigentlich ganz gut
funktioniert. Ja, GUI-Programme sind oft eine Dependency-Hölle, aber
schon seit Jahrzehnten. Einen Mozilla 1.0 zu übersetzen war auch
damals nicht lustig, oder die erste Version von OpenOffice/StarOffice
die freigegeben wurde. Das ist nichts neues.
> "Arbeitsweise" bedeutet das die meisten Leute die eben nicht von
> Anfang an dabei waren nicht genug Hintergrundwissen haben um sonst
> etwas auf die Beine zu stellen oder gar bei Kunden/Usern zu supporten
> die eine andere Distribution verwenden.
Sehr oft ist es eine Abwägung: Geht es schneller die Software
weiterzuentwickeln, dann ist man heute oft geneigt eine kompliziertere
Installation zu akzeptieren. Tradeoffs.
> Das was den Linuxdistributionen dringend fehlt ist eine knallharte
> Libarieverwaltung die genau festlegt was auf jedem Rechner vorhanden
> zu sein hat und was nicht und wo es liegt. Genauso zentralisiert wie
> der Kernel entwickelt wird. Und dann nochmal dasselbe was die Gui
> angeht.
Das ist mit heutigen agilen Entwicklungsmodellen oft nicht mehr machbar.
Debian *hat* übrigens eine "knallharte" Libraryverwaltung, bei der immer
gut definiert ist was verfügbar ist.
/ralph
--
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https://aisg.at
ausserirdische sind gesund
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| From | olaf <olaf@criseis.ruhr.de> |
|---|---|
| Date | 2019-11-08 11:45 +0100 |
| Message-ID | <gitf9g-k25.ln1@criseis.ruhr.de> |
| In reply to | #267494 |
Ralph Aichinger <ra@pi.h5.or.at> wrote: >Sehr oft ist es eine Abwägung: Geht es schneller die Software >weiterzuentwickeln, dann ist man heute oft geneigt eine kompliziertere >Installation zu akzeptieren. Tradeoffs. Und das bringt einen dann auch so richtig weiter. Ich hab gerade in der neuen ct gelesen das bei fedora docker jetzt durch was eigenes ersetzt wurde. Aber bestimmt alles irgendwie kompatible was? :-D >Debian *hat* übrigens eine "knallharte" Libraryverwaltung, bei der immer >gut definiert ist was verfügbar ist. Dann sind ja nur noch hoechstens zehn weitere Distributionen davon zu ueberzeugen... Olaf
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| From | Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> |
|---|---|
| Date | 2019-11-08 14:13 +0100 |
| Message-ID | <h2l88gFjuj1U3@mid.individual.net> |
| In reply to | #267488 |
Am 08.11.2019 um 08:03 schrieb olaf: > Ralph Aichinger <ra@pi.h5.or.at> wrote: > > >Hä? Wie meinst du das? Ich mach das recht oft, von "Hölle" kann da > >eigentilch nur bei superkomplexen Systemen mit vielen Schichten > >und viel Komplexität die Rede sein. > > Ach so? Ich hab gerade aus Spass geschaut was ich den brauche um das > neue darktable 3.0 zu uebersetzen. > > Required: gcc >= 5.0 Bedeutet möglicherweise nur, daß der Entwickler diesse Version benutzt hat, und ältere nicht getestet wurden. > Und dann die Libaries: > > Required packages: libsqlite3, libjpeg, libpng, libpugixml, > rawspeed (supplied), gtk+-3, cairo, lcms2, exiv2, tiff, > curl, gphoto2, dbus-glib, fop, openexr, libsoup2.4 Dito, ich würde es einfach mal testen, ohne explizite Version. > Das was den Linuxdistributionen dringend fehlt ist eine knallharte > Libarieverwaltung die genau festlegt was auf jedem Rechner vorhanden > zu sein hat und was nicht und wo es liegt. Genauso zentralisiert wie > der Kernel entwickelt wird. Und dann nochmal dasselbe was die Gui > angeht. Nach meiner Erfahrung kommt der größte Widerstand dagegen von den eingefleischten C Programmierern, die ihr Autobloat für das alleinige Allheilmittel halten, und ihre Makefiles von Hand erstellen, optimieren und crypten wollen. Es ist allerdings schon ein paar Jahre her, daß ich mich dort ausgeklinkt habe. Seitdem weiß ich, warum speziell unter Linux Interpretersprachen so beliebt sind :-] DoDi
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| From | Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> |
|---|---|
| Date | 2019-11-08 17:05 +0100 |
| Message-ID | <h2li28Flv4hU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #267488 |
Am 08.11.19 um 08:03 schrieb olaf: > Ach so? Ich hab gerade aus Spass geschaut was ich den brauche um das > neue darktable 3.0 zu uebersetzen. > > Required: gcc >= 5.0 > > Ups..meine Distribution (Centos 7.7) ist auf dem neuesten Stand. > > gcc --version > gcc (GCC) 4.8.5 20150623 (Red Hat 4.8.5-39 Centos ist eine Distro mit 10 Jahren Support und gcc 4.8.5 ist 4 Jahre alt. Ja, es soll vorkommen, daß sich in der Zeit mal was ändert. > Hm..muesste ich wohl einen neuen Compiler installieren. Nimm ich da > gleich den allerneuesten? Was mittelneues? Das kommt drauf an, was die zu kompilierende Soft will. Allzu schwer isses jedenfalls nicht. https://www.deimeke.net/dirk/blog/index.php?/archives/3772-Neuen-GCC-auf-CentOS-installieren-....html > Was sagen meine anderen > Projekte dazu? > > Und dann die Libaries: > > Required packages: libsqlite3, libjpeg, libpng, libpugixml, > rawspeed (supplied), gtk+-3, cairo, lcms2, exiv2, tiff, > curl, gphoto2, dbus-glib, fop, openexr, libsoup2.4 > > Was glaubst du? Wird da irgendwas durchlaufen ohne das irgendwo eine > andere Version gebraucht wird? Im leben nicht. Na und? Dann installierst du sie halt. Parallele Installation verschiedener Libraries mit Versionierung bei Linux funktioniert ganz brauchbar (symlinks). > Ein anderes Beispiel, die Wine-Version von Centos unterstuetzt keine > 32Bit Software mehr. Warum eigentlich? Weiß ich nicht. Vielleicht, weil die Distro-Maintainer das nicht für nötig hielten. Wenn dir derlei Entscheidungen nicht passen, such dir ne Distro, bei der das eher der Fall ist. Aber sei gewarnt: Da die den Job nicht speziell für dich machen, wird es immer Details geben, die dir nicht passen und wo du nacharbeiten mußt. Zumindest kannst du das aber. > Das ist nicht schlimm? Nö. https://forum.winehq.org/viewtopic.php?t=29567 Hanno -- The modern conservative is engaged in one of man's oldest exercises in moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification for selfishness. - John Kenneth Galbraith
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