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Groups > de.sci.electronics > #359720 > unrolled thread

Elektronenquelle?

Started byHolger Schieferdecker <spamless@gmx.de>
First post2025-03-03 16:47 +0100
Last post2025-03-05 07:32 +0100
Articles 10 — 8 participants

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Contents

  Elektronenquelle? Holger Schieferdecker <spamless@gmx.de> - 2025-03-03 16:47 +0100
    Re: Elektronenquelle? Helmut Wabnig <hwabnig@.- --- -.dotat> - 2025-03-03 17:37 +0100
      Re: Elektronenquelle? Holger Schieferdecker <spamless@gmx.de> - 2025-03-04 08:40 +0100
    Re: Elektronenquelle? Klaus Bahner <Klaus.Bahner@ieee.org> - 2025-03-03 19:58 +0100
      Re: Elektronenquelle? Eric Bruecklmeier <u@5i7.de> - 2025-03-03 20:19 +0100
      Re: Elektronenquelle? Holger Schieferdecker <spamless@gmx.de> - 2025-03-04 08:52 +0100
      Re: Elektronenquelle? Mathias Weierganz <mathias.weierganz@htp-tel.de> - 2025-03-06 09:23 +0100
        Re: Elektronenquelle? Bernd Laengerich <Bernd.Laengerich@web.de> - 2025-03-08 14:47 +0100
    Re: Elektronenquelle? Franz Glaser <franz@meg-glaser.com> - 2025-03-04 14:35 +0100
    Re: Elektronenquelle? Thomas Prufer <prufer.public@mnet-online.de.invalid> - 2025-03-05 07:32 +0100

#359720 — Elektronenquelle?

FromHolger Schieferdecker <spamless@gmx.de>
Date2025-03-03 16:47 +0100
SubjectElektronenquelle?
Message-ID<vq4iunU55jhL1@usenet.in-ulm.de>
Hallo,

kennt hier jemand sowas?

https://cloudstore.uni-ulm.de/s/S9y9mbHxmER899D

Wir vermuten, daß es früher mal als Elektronenquelle in einem Experiment 
gedacht war, aber die Informationen darüber sind sehr spärlich bzw. 
nicht vorhanden. Jedenfalls hat eine Suche im Internet nichts 
vergleichbares ergeben, mich würde eigentlich ein Datenblatt 
interessieren, wo was zur Strombelastbarkeit steht. Oder ob die 
Vermutung über den Zweck vielleicht komplett falsch ist.

Danke im Voraus,
Holger

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#359723

FromHelmut Wabnig <hwabnig@.- --- -.dotat>
Date2025-03-03 17:37 +0100
Message-ID<2lmbsj9mqhthppcgnt2rgvlb6up5mjf66m@4ax.com>
In reply to#359720
On Mon, 3 Mar 2025 16:47:37 +0100, Holger Schieferdecker
<spamless@gmx.de> wrote:

>Hallo,
>
>kennt hier jemand sowas?
>
>https://cloudstore.uni-ulm.de/s/S9y9mbHxmER899D
>
>Wir vermuten, daß es früher mal als Elektronenquelle in einem Experiment 
>gedacht war, aber die Informationen darüber sind sehr spärlich bzw. 
>nicht vorhanden. Jedenfalls hat eine Suche im Internet nichts 
>vergleichbares ergeben, mich würde eigentlich ein Datenblatt 
>interessieren, wo was zur Strombelastbarkeit steht. Oder ob die 
>Vermutung über den Zweck vielleicht komplett falsch ist.
>
>Danke im Voraus,
>Holger


Schaut aus wie ein dünnes Edelstahlrohr.
Also etwas das auf jedem Schrotthaufen rumliegt.

Schätze, ab 10 A wird es heiß.


w.

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#359730

FromHolger Schieferdecker <spamless@gmx.de>
Date2025-03-04 08:40 +0100
Message-ID<vq6apqU8d20L1@usenet.in-ulm.de>
In reply to#359723
Am 03.03.2025 um 17:37 schrieb Helmut Wabnig:
> On Mon, 3 Mar 2025 16:47:37 +0100, Holger Schieferdecker
> <spamless@gmx.de> wrote:
> 
>> Hallo,
>>
>> kennt hier jemand sowas?
>>
>> https://cloudstore.uni-ulm.de/s/S9y9mbHxmER899D
 >
> Schaut aus wie ein dünnes Edelstahlrohr.
> Also etwas das auf jedem Schrotthaufen rumliegt.

Es läßt sich relativ gut biegen, also ob das Edelstahl ist, dafür würde 
ich meine Hand nicht ins Feuer legen. Trotzdem Danke.

Holger

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#359724

FromKlaus Bahner <Klaus.Bahner@ieee.org>
Date2025-03-03 19:58 +0100
Message-ID<67c5fbfa$0$718$14726298@news.sunsite.dk>
In reply to#359720
On 03/03/2025 16.47, Holger Schieferdecker wrote:
> Hallo,
> 
> kennt hier jemand sowas?
> 
> https://cloudstore.uni-ulm.de/s/S9y9mbHxmER899D
> 
> Wir vermuten, daß es früher mal als Elektronenquelle in einem Experiment 
> gedacht war, aber die Informationen darüber sind sehr spärlich bzw. 
> nicht vorhanden. Jedenfalls hat eine Suche im Internet nichts 
> vergleichbares ergeben, mich würde eigentlich ein Datenblatt 
> interessieren, wo was zur Strombelastbarkeit steht. Oder ob die 
> Vermutung über den Zweck vielleicht komplett falsch ist.
> 
> Danke im Voraus,
> Holger

Ich denke nicht, daß das eine Elektronenquelle ist. Ich gehe davon aus 
daß der gezeigte Flansch ein Vakuumflansch ist. Eine 
Vakuumelektronenquelle wäre typisch um einen Wolframdraht (eventuell 
beschichtet) herum gebaut. Meist als Filament gewickelt.

Die undefinierte Lage des Heizelements spricht ebenfalls dagegen, da 
solch ein Quelle auf ionoptische Komponenten angewiesen wäre um die 
Elektronen zu extrahieren. Diese Ionoptiken müssen in einer definierten 
Geometrie zum Filament angebracht werden und ich denke die relativ 
undefinierte Aufhängung an Kupferdrahtenden spricht dagegn.
Außerdem ergibt ein Hohlzylinder wenig Sinn.

Meine Vermutung ist, daß es sich um einen Vakuumverdampfer handelt z.B. 
für eine experimentelle CVD Anlage. Der Zylinder wird mit der zu 
verdampfenden Substanz gefüllt und aufrecht stehend im Vakuumsystem 
eingebaut. Der Anschluß sieht nach einer 4-Leiter-Verbindung aus, daß 
heißt der Widerstand des Zylinders läßt sich im Betrieb messen. Zusammen 
mit dem Temperaturkoeffizenten des Zylindermaterials kann man so die 
Temperatur des Zylinder messen (und regeln.)

Gruß
Klaus

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#359725

FromEric Bruecklmeier <u@5i7.de>
Date2025-03-03 20:19 +0100
Message-ID<m2mdm2F52ruU1@mid.individual.net>
In reply to#359724
Am 03.03.2025 um 19:58 schrieb Klaus Bahner:


[...]

> Meine Vermutung ist, daß es sich um einen Vakuumverdampfer handelt 


Ja, das würde ich auch so sehen.

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#359731

FromHolger Schieferdecker <spamless@gmx.de>
Date2025-03-04 08:52 +0100
Message-ID<vq6bgjU8eghL1@usenet.in-ulm.de>
In reply to#359724
Am 03.03.2025 um 19:58 schrieb Klaus Bahner:
> On 03/03/2025 16.47, Holger Schieferdecker wrote:
>> Hallo,
>>
>> kennt hier jemand sowas?
>>
>> https://cloudstore.uni-ulm.de/s/S9y9mbHxmER899D
>>
>> Wir vermuten, daß es früher mal als Elektronenquelle in einem 
>> Experiment gedacht war, aber die Informationen darüber sind sehr 
>> spärlich bzw. nicht vorhanden. Jedenfalls hat eine Suche im Internet 
>> nichts vergleichbares ergeben, mich würde eigentlich ein Datenblatt 
>> interessieren, wo was zur Strombelastbarkeit steht. Oder ob die 
>> Vermutung über den Zweck vielleicht komplett falsch ist.
>>
>> Danke im Voraus,
>> Holger
> 
> Ich denke nicht, daß das eine Elektronenquelle ist. Ich gehe davon aus 
> daß der gezeigte Flansch ein Vakuumflansch ist.

Genau.

> Eine 
> Vakuumelektronenquelle wäre typisch um einen Wolframdraht (eventuell 
> beschichtet) herum gebaut. Meist als Filament gewickelt.

Ja, das hätte ich auch erwartet.

> Die undefinierte Lage des Heizelements spricht ebenfalls dagegen, da 
> solch ein Quelle auf ionoptische Komponenten angewiesen wäre um die 
> Elektronen zu extrahieren. Diese Ionoptiken müssen in einer definierten 
> Geometrie zum Filament angebracht werden und ich denke die relativ 
> undefinierte Aufhängung an Kupferdrahtenden spricht dagegn.
> Außerdem ergibt ein Hohlzylinder wenig Sinn.
> 
> Meine Vermutung ist, daß es sich um einen Vakuumverdampfer handelt z.B. 
> für eine experimentelle CVD Anlage. Der Zylinder wird mit der zu 
> verdampfenden Substanz gefüllt und aufrecht stehend im Vakuumsystem 
> eingebaut. Der Anschluß sieht nach einer 4-Leiter-Verbindung aus, daß 
> heißt der Widerstand des Zylinders läßt sich im Betrieb messen. Zusammen 
> mit dem Temperaturkoeffizenten des Zylindermaterials kann man so die 
> Temperatur des Zylinder messen (und regeln.)

Danke Dir und auch Eric für die Einschätzung, das erscheint mir 
plausibel. Die Achse des Zylinders war wohl ursprünglich auch mal 
senkrecht zum Flansch und nicht parallel orientiert, allerdings mit 
einem Verlängerungsdraht, was das ganze recht wackelig gemacht hat.

Der Flansch hat zwar 4 elektrische Durchführungen, aber davon waren nur 
zwei angeschlossen. Aber ja, 4-Draht-Betrieb wäre da sicher sinnvoll.

CVD sollte damit nicht gemacht werden, aber möglicherweise war es als 
Teilchenquelle zur Charakterisierung eines CEM gedacht. Allerdings wären 
dafür Ionen notwendig, und die kämmen da wohl eher nicht raus.

https://www.sjuts.com/CEMModels_Standard_deutsch.html

Holger

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#359770

FromMathias Weierganz <mathias.weierganz@htp-tel.de>
Date2025-03-06 09:23 +0100
Message-ID<m2t4b7F5nlhU1@mid.individual.net>
In reply to#359724
Am 03.03.2025 um 19:58 schrieb Klaus Bahner:
> Ich denke nicht, daß das eine Elektronenquelle ist. Ich gehe davon aus 
> daß der gezeigte Flansch ein Vakuumflansch ist. Eine 
> Vakuumelektronenquelle wäre typisch um einen Wolframdraht (eventuell 
> beschichtet) herum gebaut. Meist als Filament gewickelt.

Genau. Und falls das gezeigte Ding schon mal in Betrieb war, wird es
dabei jedenfalls nicht sehr heiß. Sonst würde es jetzt ganz anders
aussehen.

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#359818

FromBernd Laengerich <Bernd.Laengerich@web.de>
Date2025-03-08 14:47 +0100
Message-ID<m33039F1s56U2@mid.individual.net>
In reply to#359770
Am 06.03.2025 um 09:23 schrieb Mathias Weierganz:

> dabei jedenfalls nicht sehr heiß. Sonst würde es jetzt ganz anders
> aussehen.

Anlauffarben? Im Hochvakuum? IBTD

Bernd

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#359737

FromFranz Glaser <franz@meg-glaser.com>
Date2025-03-04 14:35 +0100
Message-ID<m2odsrFed1bU3@mid.individual.net>
In reply to#359720
Am 03.03.25 um 16:47 schrieb Holger Schieferdecker:
> Hallo,
> 
> kennt hier jemand sowas?
> 
> https://cloudstore.uni-ulm.de/s/S9y9mbHxmER899D
> 
> Wir vermuten, daß es früher mal als Elektronenquelle in einem Experiment 
> gedacht war, aber die Informationen darüber sind sehr spärlich bzw. 
> nicht vorhanden. Jedenfalls hat eine Suche im Internet nichts 
> vergleichbares ergeben, mich würde eigentlich ein Datenblatt 
> interessieren, wo was zur Strombelastbarkeit steht. Oder ob die 
> Vermutung über den Zweck vielleicht komplett falsch ist.
> 
> Danke im Voraus,
> Holger


Als ich noch ein Radiobastler war, hieß die Elektronenquelle
„Kathode” und war ein Röhrchen, das innen mit einem Glühdraht
beheizt worden ist.

Das Röhrchen hat eine Beschichtung aus einem Pulver, dessen
Beschaffenheit und Herkunt immer sehr geheimnisvoll war.

Außerhalb ist eine Drahtspirale, genannt Gitter 1. Damit werden
die Elektronen gesteuert, die von der Kathode weg zur Anode hin
fliegen.

Alles zusammen ist in einer Glasbirne untergebracht, die evakuiert
ist. Auf Deutsch heißt das Röhre. Manche Röhren haben mehr als 1
Gitter, ich habe viele Kennlinien auswendig gekannt, jetzt nicht
mehr.

:-)

GL
-- 
Die parlamentarische Demokratie bedeutet, dass die Gesetze von allen
Parlamentariern diskutiert und erlassen werden. Gesetzesvorschläge
von Ministern und von der Kanzlerpartei sind keine Gewaltenteilung.
Die Demokratie wird erst parlamentarisch demokratisch funktionieren.

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#359750

FromThomas Prufer <prufer.public@mnet-online.de.invalid>
Date2025-03-05 07:32 +0100
Message-ID<vnrfsjle15isitkcp773s3he6rr7ed412q@4ax.com>
In reply to#359720
On Mon, 3 Mar 2025 16:47:37 +0100, Holger Schieferdecker <spamless@gmx.de>
wrote:

>Hallo,
>
>kennt hier jemand sowas?
>
>https://cloudstore.uni-ulm.de/s/S9y9mbHxmER899D
>
>Wir vermuten, daß es früher mal als Elektronenquelle in einem Experiment 
>gedacht war, aber die Informationen darüber sind sehr spärlich bzw. 
>nicht vorhanden.

Ich hab sowas ähnliches mal gesehen: da wurde Thermolumineszenz untersucht. Die
Probe war nicht in einem Röhrchen, sondern auf einer Schale aus Platinblech. Die
wurde mit (viel) Strom erwärmt, und das Licht untersucht.


Thomas Prufer

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