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Groups > de.sci.electronics > #317611 > unrolled thread
| Started by | Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> |
|---|---|
| First post | 2022-02-09 10:43 +0100 |
| Last post | 2022-02-10 21:39 +0100 |
| Articles | 8 — 5 participants |
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MOSFET Diode Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2022-02-09 10:43 +0100
Re: MOSFET Diode Joerg Niggemeyer <joerg.niggemeyer@nucon.de> - 2022-02-09 14:27 +0200
Re: MOSFET Diode Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2022-02-10 16:31 +0100
Re: MOSFET Diode Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> - 2022-02-11 07:16 +0100
Re: MOSFET Diode Leo Baumann <ib@leobaumann.de> - 2022-02-11 07:30 +0100
Re: MOSFET Diode Joerg Niggemeyer <joerg.niggemeyer@nucon.de> - 2022-02-11 09:55 +0200
Re: MOSFET Diode Sieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de> - 2022-02-11 21:44 +0100
Re: MOSFET Diode Sieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de> - 2022-02-10 21:39 +0100
| From | Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> |
|---|---|
| Date | 2022-02-09 10:43 +0100 |
| Subject | MOSFET Diode |
| Message-ID | <j6hgnhFdi9cU1@mid.individual.net> |
MOSFFETs enthalten typischerweise eine Diode in Sperrichtung. Deshalb müssen für einen bidirektioalen Schalter zwei FETs antiseriell geschaltet werden, damit kein Strom über die Dioden fließen kann. Ist das nun vorteilhaft, weil ein eingeschalteter MOSFET einen geringeren Spannungsabfall als seine Diode haben kann, und damit weniger Verlustleistung anfällt, wenn beide Transistoren eingeschaltet sind? DoDi
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| From | Joerg Niggemeyer <joerg.niggemeyer@nucon.de> |
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| Date | 2022-02-09 14:27 +0200 |
| Message-ID | <c36a0bb859.assel@nuconverter.de> |
| In reply to | #317611 |
In message <j6hgnhFdi9cU1@mid.individual.net>
Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> wrote:
> Ist
> das nun vorteilhaft, weil ein eingeschalteter MOSFET einen geringeren
> Spannungsabfall als seine Diode haben kann, und damit weniger
> Verlustleistung anfällt, wenn beide Transistoren eingeschaltet sind?
Ja klar, ausserdem hast du weniger Ansteuerverluste, mache ich deswegen so
mit P-FETs.
--
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| From | Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> |
|---|---|
| Date | 2022-02-10 16:31 +0100 |
| Message-ID | <su3b55$vcc$1@dont-email.me> |
| In reply to | #317611 |
Hans-Peter Diettrich schrieb: > MOSFFETs enthalten typischerweise eine Diode in Sperrichtung. Deshalb müssen für einen bidirektioalen Schalter zwei FETs antiseriell geschaltet werden, damit kein Strom über die Dioden fließen kann. > Ist das nun vorteilhaft, weil ein eingeschalteter MOSFET einen geringeren Spannungsabfall als seine Diode haben kann, und damit weniger Verlustleistung anfällt, wenn beide Transistoren eingeschaltet > sind? Diese parasitäre Diode gilt auch als langsam. Braucht man diese Diode, etwa in einem Schaltwandler, wird man eh eine Schottky parallel hängen. -- mfg Rolf Bombach
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| From | Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> |
|---|---|
| Date | 2022-02-11 07:16 +0100 |
| Message-ID | <j6mdl9FbjffU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #317659 |
On 2/10/22 4:31 PM, Rolf Bombach wrote: > Hans-Peter Diettrich schrieb: >> MOSFFETs enthalten typischerweise eine Diode in Sperrichtung. > Diese parasitäre Diode gilt auch als langsam. Braucht man diese Diode, > etwa in einem Schaltwandler, wird man eh eine Schottky parallel hängen. In einem bidirektionalen Schalter ist so eine Diode nur störend, deshalb müssen ja 2 MOSFETs zusammengeschaltet werden. @Joerg: Mir wurde gesagt daß P-FETs schlechter sein sollen als N-FETs? Vielleicht sollte ich meine Frage nochmal präzisieren, weil ja einer der beiden FETs invers betrieben wird. Sind MOSFETs wirklich so unipolar daß ihnen die Stromrichtung zwischen Source und Drain egal ist, und sie in beiden Richtungen den selben ohmschen Widerstand haben? DoDi
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| From | Leo Baumann <ib@leobaumann.de> |
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| Date | 2022-02-11 07:30 +0100 |
| Message-ID | <su4vqi$10oa1$1@solani.org> |
| In reply to | #317670 |
Am 11.02.2022 um 07:16 schrieb Hans-Peter Diettrich: > Vielleicht sollte ich meine Frage nochmal präzisieren, weil ja einer der > beiden FETs invers betrieben wird. Sind MOSFETs wirklich so unipolar daß > ihnen die Stromrichtung zwischen Source und Drain egal ist, und sie in > beiden Richtungen den selben ohmschen Widerstand haben? Bei vielen sFets und MOS-Fets ist das so. Oft wird im Datenblatt darauf hingewiesen.
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| From | Joerg Niggemeyer <joerg.niggemeyer@nucon.de> |
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| Date | 2022-02-11 09:55 +0200 |
| Message-ID | <1b35fab859.assel@nuconverter.de> |
| In reply to | #317670 |
In message <j6mdl9FbjffU1@mid.individual.net>
Hans-Peter Diettrich <DrDiettrich1@aol.com> wrote:
> @Joerg: Mir wurde gesagt daß P-FETs schlechter sein sollen als N-FETs?
So ist es, allerdings sind die P-FETs mittlerweile auch stark verbessert
worden. Es ist so, dass P-FETs als Loadswitch hochliegend diskret
einfacher angesteuert werden können als N-FETs. Bei den LoadswitchICs, die
auf N-FETs basieren ist eine charge pump für das Gate integriert. Die sind
jedenfalls relativ langsam. In meinem Anwendungsfall ging es darum für das
ballast, auf zwei verschiedene Versorgungsquellen umschalten zu können bei
gleichzeitiger Entkopplung, sowie Verpolschutz.
--
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| From | Sieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de> |
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| Date | 2022-02-11 21:44 +0100 |
| Message-ID | <20220211214419.078de2d7ad4d31858a904dd6@SchS.de> |
| In reply to | #317670 |
Hallo Hans-Peter Diettrich, Du schriebst am Fri, 11 Feb 2022 07:16:02 +0100: > @Joerg: Mir wurde gesagt daß P-FETs schlechter sein sollen als N-FETs? Sind sie, und zwar deswegen, weil die Ladungsträgerbeweglichkeit im p-Si deutlich geringer ist als die im n-Si. > Vielleicht sollte ich meine Frage nochmal präzisieren, weil ja einer > der beiden FETs invers betrieben wird. Sind MOSFETs wirklich so > unipolar daß ihnen die Stromrichtung zwischen Source und Drain egal > ist, und sie in beiden Richtungen den selben ohmschen Widerstand > haben? Im Prinzip nicht, da können FETs durchaus völlig symetrisch aufgebaut sein, auch MOSFETs. Technisch sieht die Sache aber halt anders aus, weil die meisten der Transistoren nicht lateral (flächig auf der Si-Oberfläche aufgebracht), sondern vertikal aufgebaut sind, was aufgrund der Kontaktierungen keine Symetrie zuläßt. Im Bereich um 0V U_DS sind (MOS)FETs aber durchaus einigermaßen linear und können damit als steuerbare (Kleinspannungs-) Widerstände benutzt werden, was sie früher auch öfters wurden, z.B. als Pegelsteller. -- (Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem) ----------------------------------------------------------- Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz -----------------------------------------------------------
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| From | Sieghard Schicktanz <Sieghard.Schicktanz@SchS.de> |
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| Date | 2022-02-10 21:39 +0100 |
| Message-ID | <20220210213904.516a9ab8619b0f562706bf43@SchS.de> |
| In reply to | #317611 |
Hallo Hans-Peter Diettrich, Du schriebst am Wed, 9 Feb 2022 10:43:58 +0100: > MOSFFETs enthalten typischerweise eine Diode in Sperrichtung. Deshalb Ja, eine parasitäre (Substrat-) Diode, die herstellungsbedingt entsteht > müssen für einen bidirektioalen Schalter zwei FETs antiseriell > geschaltet werden, damit kein Strom über die Dioden fließen kann. Ist > das nun vorteilhaft, weil ein eingeschalteter MOSFET einen geringeren > Spannungsabfall als seine Diode haben kann, und damit weniger > Verlustleistung anfällt, wenn beide Transistoren eingeschaltet sind? So gesehen ist das eher nachteilig, aber eben notwendig, weil mit den gängigen Herstellverfahren nicht zu vermeiden. Spezielle Typen, wohl solche, die auf Isolierschichten aufgebracht sind, können auch ohne eine solche "Body"-Diode gefertigt werden. Das sind AFAIK aber nur Kleinleistungstypen. Konkret weiß ich aber keine Typen. -- (Weitergabe von Adressdaten, Telefonnummern u.ä. ohne Zustimmung nicht gestattet, ebenso Zusendung von Werbung oder ähnlichem) ----------------------------------------------------------- Mit freundlichen Grüßen, S. Schicktanz -----------------------------------------------------------
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