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Groups > de.sci.electronics > #288441 > unrolled thread
| Started by | Joerg <news@analogconsultants.com> |
|---|---|
| First post | 2020-09-20 12:48 -0700 |
| Last post | 2020-09-25 08:38 -0700 |
| Articles | 9 — 6 participants |
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Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Joerg <news@analogconsultants.com> - 2020-09-20 12:48 -0700
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Helmut Schellong <rip@schellong.biz> - 2020-09-20 22:10 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? stefan <adresse@ist.invalid> - 2020-09-21 17:35 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2020-09-24 22:54 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Hartmut Kraus <hartmut.melina@web.de> - 2020-09-24 23:27 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2020-09-25 00:08 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Joerg <news@analogconsultants.com> - 2020-09-25 08:36 -0700
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2020-09-25 19:17 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Joerg <news@analogconsultants.com> - 2020-09-25 08:38 -0700
| From | Joerg <news@analogconsultants.com> |
|---|---|
| Date | 2020-09-20 12:48 -0700 |
| Subject | Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? |
| Message-ID | <hspq10Fh2snU1@mid.individual.net> |
On 9/14/20 9:59 AM, stefan wrote: > Hallo, > > ein Kollege berichtete heute, dass er Ausfälle bedrahteten Z-Dioden > wegen Kondenswasser hatte. Er sagte, dass sich die Drähte innerhalb der > Diode verfärbt hätten. Er führt das darauf zurück, dass die Dioden > offenbar nicht wasserdicht waren. In der Anlage befinden sich 10 gleiche > Baugruppen. Davon sind 4 mit diesem Fehler ausgestiegen. > > Kann das jemand bestätigen, bzw. ist das Normal, ... Da ist nicht normal. Die Verbindung Glas-Draht sollte hermetisch dicht sein. Roehren, Reed-Relais und aehnliche Bauteile werden aehnlich gefertigt und selbst deren Vakuum haelt Jahrzehnte. > ... oder handelt es sich > bei den verbauten Dioden um Murx? > -> Murks. Einige meiner Sachen sind in der Karibik im Einsatz und da beschlaegt aber auch alles mit Kondenswasser, inklusive der Fensterscheiben _in_ der Huette. Es ist noch nie etwas davon in Bauteile eingedrungen, selbst wenn die Platinen nicht geschuetzt waren. Ich wuerde in diesem Fall allerdings Conformal Coating erwaehnen. Weiss nicht wie es in Deutsch heisst, im Prinzip eine Beschichtung der bestueckten Platine gegen Wassereindringung. -- Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/
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| From | Helmut Schellong <rip@schellong.biz> |
|---|---|
| Date | 2020-09-20 22:10 +0200 |
| Message-ID | <rk8cu2$jnu$1@solani.org> |
| In reply to | #288441 |
On 09/20/2020 21:48, Joerg wrote: > On 9/14/20 9:59 AM, stefan wrote: >> Hallo, >> >> ein Kollege berichtete heute, dass er Ausfälle bedrahteten Z-Dioden wegen >> Kondenswasser hatte. Er sagte, dass sich die Drähte innerhalb der Diode >> verfärbt hätten. Er führt das darauf zurück, dass die Dioden offenbar nicht >> wasserdicht waren. In der Anlage befinden sich 10 gleiche Baugruppen. Davon >> sind 4 mit diesem Fehler ausgestiegen. >> >> Kann das jemand bestätigen, bzw. ist das Normal, ... > > > Da ist nicht normal. Die Verbindung Glas-Draht sollte hermetisch dicht sein. > Roehren, Reed-Relais und aehnliche Bauteile werden aehnlich gefertigt und > selbst deren Vakuum haelt Jahrzehnte. > Ja, früher waren alle Halbleiter-Gehäuse aus Metall, Glas, Porzellan, Keramik, und sie waren ausdrücklich hermetisch dicht. -- Mit freundlichen Grüßen Helmut Schellong var@schellong.biz www.schellong.de www.schellong.com www.schellong.biz http://www.schellong.de/c.htm http://www.schellong.de/htm/audio_proj.htm http://www.schellong.de/htm/audio_unsinn.htm
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| From | stefan <adresse@ist.invalid> |
|---|---|
| Date | 2020-09-21 17:35 +0200 |
| Message-ID | <rkah8e$uk$1@solani.org> |
| In reply to | #288441 |
Am 20.09.2020 um 21:48 schrieb Joerg: > On 9/14/20 9:59 AM, stefan wrote: >> Hallo, >> >> ein Kollege berichtete heute, dass er Ausfälle bedrahteten Z-Dioden >> wegen Kondenswasser hatte. Er sagte, dass sich die Drähte innerhalb >> der Diode verfärbt hätten. Er führt das darauf zurück, dass die Dioden >> offenbar nicht wasserdicht waren. In der Anlage befinden sich 10 >> gleiche Baugruppen. Davon sind 4 mit diesem Fehler ausgestiegen. >> >> Kann das jemand bestätigen, bzw. ist das Normal, ... > > > Da ist nicht normal. Die Verbindung Glas-Draht sollte hermetisch dicht > sein. Roehren, Reed-Relais und aehnliche Bauteile werden aehnlich > gefertigt und selbst deren Vakuum haelt Jahrzehnte. > > >> ... oder handelt es sich bei den verbauten Dioden um Murx? >> > > -> Murks. Da sollten wir wohl mal mit dem Bestücker reden... > Einige meiner Sachen sind in der Karibik im Einsatz und da beschlaegt > aber auch alles mit Kondenswasser, inklusive der Fensterscheiben _in_ > der Huette. Es ist noch nie etwas davon in Bauteile eingedrungen, selbst > wenn die Platinen nicht geschuetzt waren. Ich vermute, dass es bei dem Kunden ähnlich aussieht. Tropisches Klima und im Betrieb wird mit heißem Wasser gearbeitet. Und da es um Lebensmittel geht, wird auch auch heftig gekühlt. Unsere Anlage hat einige zig KW und produziert dementsprechend auch einiges an Abwärme, allerdings nicht auf den ausgefallenen Platinchen. > Ich wuerde in diesem Fall allerdings Conformal Coating erwaehnen. Weiss > nicht wie es in Deutsch heisst, im Prinzip eine Beschichtung der > bestueckten Platine gegen Wassereindringung. Ich hab mir vor kurzem sowas angesehen bzw. Platinen als Muster beschichten lassen. Da ging es allerdings um Anlagen die nach Norwegen sollten ;-) Das hat man dann eher Problem mit Wikingern und Salzwasser.
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| From | Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> |
|---|---|
| Date | 2020-09-24 22:54 +0200 |
| Message-ID | <rkj125$nfg$1@dont-email.me> |
| In reply to | #288441 |
Joerg schrieb:
>
> Einige meiner Sachen sind in der Karibik im Einsatz und da beschlaegt aber auch alles mit Kondenswasser, inklusive der Fensterscheiben _in_ der Huette. Es ist noch nie etwas davon in Bauteile
> eingedrungen, selbst wenn die Platinen nicht geschuetzt waren.
>
> Ich wuerde in diesem Fall allerdings Conformal Coating erwaehnen. Weiss nicht wie es in Deutsch heisst, im Prinzip eine Beschichtung der bestueckten Platine gegen Wassereindringung.
Eben, es muss nicht vergossen werden, eine stark haftende
Lackschicht reicht. "Tropenfest" scheint da so ein Schlagwort zu sein.
Beim amerikanischen Militär beliebt. Wer schon mal einen
alten Empfänger angeschaut hat oder gar versucht hat, auseinander
zu nehmen, weiss was ich meine.
Zuverlässig abgegammelt sind mir die Dioden in den Gleichrichtern
zu LED-Billigbeleuchtungen ("Weihnachtsbeleuchtung für aussen").
Jedenfalls bei den Geräten, die einen AC-Ausgang nach dem Trafo
haben und dann irgendwo in der Schnur so ein kleines Plastikkästchen
mir vier "Hochleistungsdioden" 1N914 (sehen jedenfalls so aus).
Kästchen undichter Müll, innen nichts lackiert. Auch wenn
Regenwasser weitgehend destilliert sein sollte und nachts im Winter
eigentlich gefroren, Elektrokorrosion bis Draht durch nach max. 3 Jahren.
--
mfg Rolf Bombach
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| From | Hartmut Kraus <hartmut.melina@web.de> |
|---|---|
| Date | 2020-09-24 23:27 +0200 |
| Message-ID | <rkj2vs$2eu$1@solani.org> |
| In reply to | #288751 |
Am 24.09.20 um 22:54 schrieb Rolf Bombach: > Auch wenn > Regenwasser weitgehend destilliert sein sollte ... Sollte. Durch die allgegenwärtige Luftverschmutzung ist es aber manchmal ziemlich sauer. Wobei Verursacher und Empfänger weit auseinander liegen können (sorry, wieder Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Saurer_Regen
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| From | Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> |
|---|---|
| Date | 2020-09-25 00:08 +0200 |
| Message-ID | <ht4jn9Fq654U1@mid.individual.net> |
| In reply to | #288751 |
On 24.09.20 22:54, Rolf Bombach wrote:
> Zuverlässig abgegammelt sind mir die Dioden in den Gleichrichtern
> zu LED-Billigbeleuchtungen ("Weihnachtsbeleuchtung für aussen").
> Jedenfalls bei den Geräten, die einen AC-Ausgang nach dem Trafo
> haben und dann irgendwo in der Schnur so ein kleines Plastikkästchen
> mir vier "Hochleistungsdioden" 1N914 (sehen jedenfalls so aus).
> Kästchen undichter Müll, innen nichts lackiert. Auch wenn
> Regenwasser weitgehend destilliert sein sollte und nachts im Winter
> eigentlich gefroren, Elektrokorrosion bis Draht durch nach max. 3 Jahren.
Hmm, ich hatte da mal ein verwandtes Problem, weiß nicht mehr, ob ich
das schon mal angesprochen hatte... Batterieleuchte mit Bewegungsmelder,
war im Außenbereich magnetisch unter das Stummelvordachdach eines
Garageneingangs gebappt, insofern ziemlich regensicher. Nach ein paar
Jahren war die Elektronik hinüber. Lot war stellenweise grau und
bröselig geworden, nachdem SMDs abfielen hab ich von einer Reparatur
Abstand genommen.
Preisfrage: Was ist da passiert? Nachdem das Teil definitiv Frost
abbekommen hat, würde ich dem Aussehen/Verhalten nach auf Zinnpest
tippen. Hab ich aber noch nie bei Elektronik gesehen. Billiges
Chinesen-RoHS-Lot als Ursache, oder kommt das häufiger vor?
Hanno
--
The modern conservative is engaged in one of man's oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith
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| From | Joerg <news@analogconsultants.com> |
|---|---|
| Date | 2020-09-25 08:36 -0700 |
| Message-ID | <ht6h3cF7ss7U1@mid.individual.net> |
| In reply to | #288758 |
On 9/24/20 3:08 PM, Hanno Foest wrote:
> On 24.09.20 22:54, Rolf Bombach wrote:
>
>> Zuverlässig abgegammelt sind mir die Dioden in den Gleichrichtern
>> zu LED-Billigbeleuchtungen ("Weihnachtsbeleuchtung für aussen").
>> Jedenfalls bei den Geräten, die einen AC-Ausgang nach dem Trafo
>> haben und dann irgendwo in der Schnur so ein kleines Plastikkästchen
>> mir vier "Hochleistungsdioden" 1N914 (sehen jedenfalls so aus).
>> Kästchen undichter Müll, innen nichts lackiert. Auch wenn
>> Regenwasser weitgehend destilliert sein sollte und nachts im Winter
>> eigentlich gefroren, Elektrokorrosion bis Draht durch nach max. 3 Jahren.
Wenn es zwei Monate haelt, reicht das ja. Danach weiss eh niemand mehr,
wer der Hersteller war oder ob es den ueberhaupt noch gibt. Ausserdem
sollen die Leute das jedes Jahr neu kaufen. Wenn das ewig hielte, wo
kaemen wir hin ... :-)
>
> Hmm, ich hatte da mal ein verwandtes Problem, weiß nicht mehr, ob ich
> das schon mal angesprochen hatte... Batterieleuchte mit Bewegungsmelder,
> war im Außenbereich magnetisch unter das Stummelvordachdach eines
> Garageneingangs gebappt, insofern ziemlich regensicher. Nach ein paar
> Jahren war die Elektronik hinüber. Lot war stellenweise grau und
> bröselig geworden, nachdem SMDs abfielen hab ich von einer Reparatur
> Abstand genommen.
>
> Preisfrage: Was ist da passiert? Nachdem das Teil definitiv Frost
> abbekommen hat, würde ich dem Aussehen/Verhalten nach auf Zinnpest
> tippen. Hab ich aber noch nie bei Elektronik gesehen. Billiges
> Chinesen-RoHS-Lot als Ursache, oder kommt das häufiger vor?
>
Kondenswasser. Vermutlich wurden Ablaufbohrung und Lueftung vergessen.
Die vergessen sogar namhafte Fahrradhersteller unterm Tretlager. Das in
Verbindung mit billigem RoHS-Lot kann reichen.
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
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| From | Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> |
|---|---|
| Date | 2020-09-25 19:17 +0200 |
| Message-ID | <ht6n1rF93bdU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #288815 |
On 25.09.20 17:36, Joerg wrote: >> Preisfrage: Was ist da passiert? Nachdem das Teil definitiv Frost >> abbekommen hat, würde ich dem Aussehen/Verhalten nach auf Zinnpest >> tippen. Hab ich aber noch nie bei Elektronik gesehen. Billiges >> Chinesen-RoHS-Lot als Ursache, oder kommt das häufiger vor? > > Kondenswasser. Vermutlich wurden Ablaufbohrung und Lueftung vergessen. > Die vergessen sogar namhafte Fahrradhersteller unterm Tretlager. Das in > Verbindung mit billigem RoHS-Lot kann reichen. Glaub ich eher nicht. Das Ding war nicht ansatzweise wetterfest, keine Dichtungen, Schiebedeckel für Batterien, da sollte sich ein Lüftungsloch erübrigen. Kondenswasser hinterläßt normalerweise Ränder, die sind mir auch nicht aufgefallen. Bei Wasserschäden kenn ich auch eher weißliche Ränder um die Lötstellen, als daß das Lot selbst bröselig wird. Hanno -- The modern conservative is engaged in one of man's oldest exercises in moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification for selfishness. - John Kenneth Galbraith
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| From | Joerg <news@analogconsultants.com> |
|---|---|
| Date | 2020-09-25 08:38 -0700 |
| Message-ID | <ht6h75F7ss7U2@mid.individual.net> |
| In reply to | #288751 |
On 9/24/20 1:54 PM, Rolf Bombach wrote: > Joerg schrieb: >> >> Einige meiner Sachen sind in der Karibik im Einsatz und da beschlaegt >> aber auch alles mit Kondenswasser, inklusive der Fensterscheiben _in_ >> der Huette. Es ist noch nie etwas davon in Bauteile eingedrungen, >> selbst wenn die Platinen nicht geschuetzt waren. >> >> Ich wuerde in diesem Fall allerdings Conformal Coating erwaehnen. >> Weiss nicht wie es in Deutsch heisst, im Prinzip eine Beschichtung der >> bestueckten Platine gegen Wassereindringung. > > Eben, es muss nicht vergossen werden, eine stark haftende > Lackschicht reicht. "Tropenfest" scheint da so ein Schlagwort zu sein. Im Flugzeugbereich ist es oft extrem. Wenn man mit der Messpitze durchstechen muss, muss man das nachher wieder versiegeln, dann diesen Vorgang im Wartungsprotokoll darlegen und abzeichnen. [...] -- Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/
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