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Groups > de.sci.electronics > #288035 > unrolled thread
| Started by | stefan <adresse@ist.invalid> |
|---|---|
| First post | 2020-09-14 18:59 +0200 |
| Last post | 2020-09-25 08:38 -0700 |
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Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? stefan <adresse@ist.invalid> - 2020-09-14 18:59 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Axel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De> - 2020-09-14 19:13 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? olaf <olaf@criseis.ruhr.de> - 2020-09-14 20:10 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Christoph Müller <chrnewsgroup@astrail.de> - 2020-09-14 20:22 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Sebastian Wolf <invalid@invalid.net> - 2020-09-14 20:27 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Axel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De> - 2020-09-14 21:33 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Christoph Müller <chrnewsgroup@astrail.de> - 2020-09-15 08:13 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Volker Bartheld <news2020@bartheld.net> - 2020-09-15 11:55 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Christoph Müller <chrnewsgroup@astrail.de> - 2020-09-15 12:47 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Eric Bruecklmeier <usenet@nerdcraft.de> - 2020-09-14 21:00 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2020-09-14 21:27 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2020-09-14 22:23 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? olaf <olaf@criseis.ruhr.de> - 2020-09-15 06:29 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2020-09-15 07:07 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? stefan <adresse@ist.invalid> - 2020-09-15 20:56 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? olaf <olaf@criseis.ruhr.de> - 2020-09-16 17:25 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? stefan <adresse@ist.invalid> - 2020-09-16 18:31 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? olaf <olaf@criseis.ruhr.de> - 2020-09-16 20:37 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Reinhardt Behm <rbehm@hushmail.com> - 2020-09-17 13:49 +0800
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Heinz Schmitz <HeinzSchmitz@kra.org> - 2020-09-17 11:10 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Klaus Butzmann <kb.individual@butzomail.de> - 2020-09-17 21:25 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2020-09-20 13:29 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Hartmut Kraus <hartmut.melina@web.de> - 2020-09-20 16:53 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2020-09-24 22:47 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Hartmut Kraus <hartmut.melina@web.de> - 2020-09-24 23:17 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Sebastian Wolf <invalid@invalid.net> - 2020-09-25 09:21 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Marc Haber <mh+usenetspam1118@zugschl.us> - 2020-09-25 09:28 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Hartmut Kraus <hartmut.melina@web.de> - 2020-09-25 13:10 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Joerg <news@analogconsultants.com> - 2020-09-20 12:48 -0700
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Helmut Schellong <rip@schellong.biz> - 2020-09-20 22:10 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? stefan <adresse@ist.invalid> - 2020-09-21 17:35 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2020-09-24 22:54 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Hartmut Kraus <hartmut.melina@web.de> - 2020-09-24 23:27 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2020-09-25 00:08 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Joerg <news@analogconsultants.com> - 2020-09-25 08:36 -0700
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> - 2020-09-25 19:17 +0200
Re: Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? Joerg <news@analogconsultants.com> - 2020-09-25 08:38 -0700
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| From | stefan <adresse@ist.invalid> |
|---|---|
| Date | 2020-09-14 18:59 +0200 |
| Subject | Dioden im Glasgehäuse, wasserdicht? |
| Message-ID | <rjo7go$1pc$1@solani.org> |
Hallo, ein Kollege berichtete heute, dass er Ausfälle bedrahteten Z-Dioden wegen Kondenswasser hatte. Er sagte, dass sich die Drähte innerhalb der Diode verfärbt hätten. Er führt das darauf zurück, dass die Dioden offenbar nicht wasserdicht waren. In der Anlage befinden sich 10 gleiche Baugruppen. Davon sind 4 mit diesem Fehler ausgestiegen. Kann das jemand bestätigen, bzw. ist das Normal, oder handelt es sich bei den verbauten Dioden um Murx? Gruß Stefan
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| From | Axel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De> |
|---|---|
| Date | 2020-09-14 19:13 +0200 |
| Message-ID | <5F5FA4BF.85F961AD@Berger-Odenthal.De> |
| In reply to | #288035 |
stefan wrote: > ist das Normal, oder handelt es sich > bei den verbauten Dioden um Murx? Für normal würde ich es grundsätzlich nicht halten. Ich hatte allerdings früher Ausfälle einer als offene Platine eingebauten Transitorzündung nach jeweils etlichen Jahren Betrieb. Die Schuldigen waren damals 1N4148. Nach deren Tausch lief es wieder lange Zeit zuverlässig. Die Platinen waren alle mit Lack eingesprüht, aber perfekt ist sowas natürlich nie. -- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069 X in | D-50829 Köln-Ossendorf http://berger-odenthal.de / \ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --
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| From | olaf <olaf@criseis.ruhr.de> |
|---|---|
| Date | 2020-09-14 20:10 +0200 |
| Message-ID | <89o43h-e6v.ln1@criseis.ruhr.de> |
| In reply to | #288035 |
stefan <adresse@ist.invalid> wrote: >Kann das jemand bestätigen, bzw. ist das Normal, oder handelt es sich >bei den verbauten Dioden um Murx? Ich wuerde es fuer normal halten da der Hersteller wohl nicht garantiert das die Dioden IP68 sind. Wenn da also ueberhaubt Wasser an die Anschluesse kommt dann ist die Konstruktion schon problematisch. Auch ICs oder Transistoren sind nicht wasserdicht. Olaf
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| From | Christoph Müller <chrnewsgroup@astrail.de> |
|---|---|
| Date | 2020-09-14 20:22 +0200 |
| Message-ID | <rjocdp$ho3$1@dont-email.me> |
| In reply to | #288035 |
Am 14.09.2020 um 18:59 schrieb stefan: > ein Kollege berichtete heute, dass er Ausfälle bedrahteten Z-Dioden > wegen Kondenswasser hatte. Er sagte, dass sich die Drähte innerhalb der > Diode verfärbt hätten. Er führt das darauf zurück, dass die Dioden > offenbar nicht wasserdicht waren. In der Anlage befinden sich 10 gleiche > Baugruppen. Davon sind 4 mit diesem Fehler ausgestiegen. > > Kann das jemand bestätigen, bzw. ist das Normal, oder handelt es sich > bei den verbauten Dioden um Murx? Glasdurchführungen sind nur dann wasserdicht, wenn die Wärmeausdehnungskoeffizienten des Drahtes und des verwendeten Glases gleich groß sind. Mit Kupferdraht geht's i.d.R. NICHT. Für solche Zwecke gibt's Speziallegierungen. Röhrenhersteller kennen sich damit i.d.R. aus. Die Drähte sollten zudem auch in der Einbaulage gerade aus dem Glaskörper raus schauen. Wird der Draht zu nahe am Glas gebogen, kann es sein, dass auf der Seite des großen Radius Material aus dem Glas gezogen wird. Dann wird das Ganze schon aus geometrischen Gründen nicht mehr dicht sein. -- Servus Christoph Müller https://www.astrail.de
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| From | Sebastian Wolf <invalid@invalid.net> |
|---|---|
| Date | 2020-09-14 20:27 +0200 |
| Message-ID | <rjocmv$1rb9$1@gioia.aioe.org> |
| In reply to | #288039 |
Am 14.09.2020 um 20:22 schrieb Christoph Müller: > Glasdurchführungen sind nur dann wasserdicht, wenn die > Wärmeausdehnungskoeffizienten des Drahtes und des verwendeten Glases > gleich groß sind. Mit Kupferdraht geht's i.d.R. NICHT. Für solche Zwecke > gibt's Speziallegierungen. Röhrenhersteller kennen sich damit i.d.R. aus. Diodenhersteller auch, und die nehmen deshalb auch keinen Kupferdraht für die Durchführung.
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| From | Axel Berger <Spam@Berger-Odenthal.De> |
|---|---|
| Date | 2020-09-14 21:33 +0200 |
| Message-ID | <5F5FC57C.4D70CFDA@Berger-Odenthal.De> |
| In reply to | #288039 |
Christoph Müller wrote: > Glasdurchführungen sind nur dann wasserdicht, wenn die > Wärmeausdehnungskoeffizienten des Drahtes und des verwendeten Glases > gleich groß sind. Ehrlichgesagt verstehe ich das nicht. Solche Einbettungen müssen gasdicht gegen den Luftsauerstoff sein, sonst hält der Inhalt kaum lange. Und dann nicht wasserdicht? Oder verstehe ich das falsch? -- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069 X in | D-50829 Köln-Ossendorf http://berger-odenthal.de / \ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --
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| From | Christoph Müller <chrnewsgroup@astrail.de> |
|---|---|
| Date | 2020-09-15 08:13 +0200 |
| Message-ID | <rjpm2p$j3$1@dont-email.me> |
| In reply to | #288044 |
Am 14.09.2020 um 21:33 schrieb Axel Berger: > Christoph Müller wrote: >> Glasdurchführungen sind nur dann wasserdicht, wenn die >> Wärmeausdehnungskoeffizienten des Drahtes und des verwendeten Glases >> gleich groß sind. > > Ehrlichgesagt verstehe ich das nicht. Solche Einbettungen müssen > gasdicht gegen den Luftsauerstoff sein, sonst hält der Inhalt kaum > lange. Und dann nicht wasserdicht? Oder verstehe ich das falsch? Die Rede war von "wasserdicht". Wenn's gasdicht ist, sollte es auch wasserdicht sein. -- Servus Christoph Müller https://www.astrail.de
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| From | Volker Bartheld <news2020@bartheld.net> |
|---|---|
| Date | 2020-09-15 11:55 +0200 |
| Message-ID | <17ww75tpue49j.dlg@news.bartheld.net> |
| In reply to | #288057 |
On Tue, 15 Sep 2020 08:13:22 +0200, Christoph Müller wrote: > Am 14.09.2020 um 21:33 schrieb Axel Berger: >> Christoph Müller wrote: >>> Glasdurchführungen sind nur dann wasserdicht, wenn die >>> Wärmeausdehnungskoeffizienten des Drahtes und des verwendeten Glases >>> gleich groß sind. >> Ehrlichgesagt verstehe ich das nicht. Solche Einbettungen müssen >> gasdicht gegen den Luftsauerstoff sein, sonst hält der Inhalt kaum >> lange. Und dann nicht wasserdicht? Oder verstehe ich das falsch? > Die Rede war von "wasserdicht". Wenn's gasdicht ist, sollte es auch > wasserdicht sein. Es ging Axel um den Unterschied zwischen "hinreichend" vs. "notwendig", d. h. er fragte, ob "gasdicht" (wohl eine geforderte Eigenschaft von Dioden im Glasgehäuse, die vermutlich sonst ziemlich fix verrotten und gar nicht die Anforderungen in puncto Strombelastbarkeit, Spannungsfestigkeit, usw. erfüllen würden) nicht automatisch hinreichend für "wasserdicht" sei. Für den OP müßte man noch erwähnen, daß Kondenswasser innerhalb eines Geräts mit elektronischen Komponenten ein Designfehler ist, den man konstruktiv ausschließen sollte (schon die Schutzart IPX1 reicht). Auch wenn eine _neue_ Diode im Glasgehäuse wasserdicht wäre, dann läge über ihren unisolierten Anschlußdrähten trotzdem eine Spannung von mindestens 0.7V und die Elektrolyse ginge munter vor sich hin. Ja, wir können jetzt länglich diskutieren, wie gut die Leitfähigkeit von Kondenswasser ist, ob es einen Unterschied macht, daß Zinn weiter unten in der elektrochemischen Spannungsreihe steht, es eine Lösung bringt, wenn man die Diode(n) durch solche im Kunststoffgehäuse austauscht und 1K-PU-Spray (Kontakt Chemie Urethan 71) sprüht oder Gießharz schüttet. Pfusch ist und bleibt es trotzdem. Allerdings behaupte ich, daß ein Diodenausfall unter Verfärbung der Drähte innerhalb des Glasgehäuses (also DO-35, SC-40, SOD-27, DO-204AH, DO-57 [1]) nicht zwingend etwas mit Kondenswasser zu tun haben muß. Vielleicht wurde es dem Halbleiter einfach zu warm und die Drähte sind angelaufen. Oder die Bonddrähte bzw. sonstiges Material ist explodiert und hat sich ringsum niedergeschlagen. Stelle ich mir ohne Mikroskop eh schwierig vor, in dem Gehäuse überhaupt irgendwas zu erkennen. Volker [1] https://www.reichelt.de/schalt-diode-100-v-150-ma-do-35-1n-4148-p1730.html
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| From | Christoph Müller <chrnewsgroup@astrail.de> |
|---|---|
| Date | 2020-09-15 12:47 +0200 |
| Message-ID | <rjq64b$o9e$1@dont-email.me> |
| In reply to | #288062 |
Am 15.09.2020 um 11:55 schrieb Volker Bartheld: > Allerdings behaupte ich, daß ein Diodenausfall unter Verfärbung der Drähte > innerhalb des Glasgehäuses (also DO-35, SC-40, SOD-27, DO-204AH, DO-57 > [1]) nicht zwingend etwas mit Kondenswasser zu tun haben muß. Vielleicht > wurde es dem Halbleiter einfach zu warm und die Drähte sind angelaufen. Dann kann man auch in etwa die Temperatur abschätzen, die aufgetreten ist: https://de.wikipedia.org/wiki/Anlauffarbe > Oder die Bonddrähte bzw. sonstiges Material ist explodiert und hat sich > ringsum niedergeschlagen. Stelle ich mir ohne Mikroskop eh schwierig vor, > in dem Gehäuse überhaupt irgendwas zu erkennen. Sehe ich auch so. -- Servus Christoph Müller https://www.astrail.de
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| From | Eric Bruecklmeier <usenet@nerdcraft.de> |
|---|---|
| Date | 2020-09-14 21:00 +0200 |
| Message-ID | <hs9susF6qt4U1@mid.individual.net> |
| In reply to | #288035 |
Am 14.09.2020 um 18:59 schrieb stefan: > Hallo, > > ein Kollege berichtete heute, dass er Ausfälle bedrahteten Z-Dioden > wegen Kondenswasser hatte. Er sagte, dass sich die Drähte innerhalb der > Diode verfärbt hätten. Er führt das darauf zurück, dass die Dioden > offenbar nicht wasserdicht waren. In der Anlage befinden sich 10 gleiche > Baugruppen. Davon sind 4 mit diesem Fehler ausgestiegen. > > Kann das jemand bestätigen, bzw. ist das Normal, oder handelt es sich > bei den verbauten Dioden um Murx? ja, der Großteil elektronischer Bauelemente ist nicht "wasserdicht". Murx ist, daß das "Wasser" überhaupt soweit kommt.
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| From | Hanno Foest <hurga-news2@tigress.com> |
|---|---|
| Date | 2020-09-14 21:27 +0200 |
| Message-ID | <hs9ughF77bjU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #288035 |
On 14.09.20 18:59, stefan wrote: > ein Kollege berichtete heute, dass er Ausfälle bedrahteten Z-Dioden > wegen Kondenswasser hatte. Wenn schon in den Dioden Kondenswasser ist, dann ist es sicherlich auch an anderen, kurzfristig noch problematischeren Stellen, wie z.B. auf der Platine. > Er sagte, dass sich die Drähte innerhalb der > Diode verfärbt hätten. Er führt das darauf zurück, dass die Dioden > offenbar nicht wasserdicht waren. "nicht gasdicht" wäre die richtige Formulierung. Und ja, ich würde nicht davon ausgehen, daß irgendwelche Durchführungen gasdicht sind, es sei denn, sie müssen es unbedingt sein, wie bei Glühbirnen oder Röhren. Auch Kunststoff IC-Gehäuse sind nicht dicht, was schon zu Korrosion durch Eindringen von Feuchtigkeit und Ausfall des Chips nach einigen Jahren geführt hat - sofern dieser nicht ordentlich passiviert wurde. (Das kann sogar bei eigentlich gasdichten Keramikgehäusen passieren. Nämlich wenn das Wasser in der Keramik schon drin ist. Rolf hat dazu mal ein Paper ausgegraben.) > Kann das jemand bestätigen, bzw. ist das Normal, oder handelt es sich > bei den verbauten Dioden um Murx? Schwer zu sagen, wenn man die Umweltbedingungen, unter denen die Anlage läuft, nicht kennt. Daß gerade die Z-Dioden ausfallen macht schon skeptisch gegenüber deren Qualität. Andererseits hat es einen Grund, daß man bei Elektronik unter widrigen Umweltbedingungen es normalerweise nicht drauf ankommen läßt, und sicherheitshalber conformal coating benutzt... Hanno -- The modern conservative is engaged in one of man's oldest exercises in moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification for selfishness. - John Kenneth Galbraith
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| From | Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> |
|---|---|
| Date | 2020-09-14 22:23 +0200 |
| Message-ID | <rjojfj$dbc$1@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #288035 |
Am 14.09.20 um 18:59 schrieb stefan: > ein Kollege berichtete heute, dass er Ausfälle bedrahteten Z-Dioden > wegen Kondenswasser hatte. Er sagte, dass sich die Drähte innerhalb der > Diode verfärbt hätten. Er führt das darauf zurück, dass die Dioden > offenbar nicht wasserdicht waren. In der Anlage befinden sich 10 gleiche > Baugruppen. Davon sind 4 mit diesem Fehler ausgestiegen. > > Kann das jemand bestätigen, bzw. ist das Normal, oder handelt es sich > bei den verbauten Dioden um Murx? In Glas eingießen ist schon ziemlich dicht. Mit das beste, was man mit geringem Aufwand hinbekommt, würde ich sogar sagen. Aber, wenn das Zeug von außen beginnend korrodiert, kann das Wasser früher oder später fast überall hin. Wasser hat ein Talent, in feinste ritzen sukzessive einzudringen und dabei auch Glas zu spalten. Ein anderer Aspekt ist Wärme und Kälte. Das ist im Besonderen in der Kombination mit dem Wasser nicht nett. Die Sache mit der thermischen Ausdehnung wurde ja schon erwähnt. Die meisten Metalle habe davon mehr als Glas. Marcel
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| From | olaf <olaf@criseis.ruhr.de> |
|---|---|
| Date | 2020-09-15 06:29 +0200 |
| Message-ID | <lis53h-k0e.ln1@criseis.ruhr.de> |
| In reply to | #288050 |
Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> wrote: >In Glas eingießen ist schon ziemlich dicht. Mit das beste, was man mit >geringem Aufwand hinbekommt, würde ich sogar sagen. Aber, wenn das Zeug >von außen beginnend korrodiert, kann das Wasser früher oder später fast Nicht nur das. Du hast ja an den Anschluessen einer Diode ueblicherweise irgendeine Art von Gleichspannung. Wenn da Feuchtigkeit drueber liegt dann gibt es auch noch Elektrolyse. Da muss man ueberhaubt nicht weiter diskutieren. Wenn man Feuchtigkeit auf Bauteilen hat dann hat man was falsch gemacht. BTW: Ich vermute das die Problematiken zunehmen werden weil man heute eher energiesparend konstruiert. Man hat als nicht wie frueher ein schoen lauwarmes Gehause das sich selber trocken haelt. Olaf
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| From | Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> |
|---|---|
| Date | 2020-09-15 07:07 +0200 |
| Message-ID | <rjpi72$n9$1@gwaiyur.mb-net.net> |
| In reply to | #288055 |
Am 15.09.20 um 06:29 schrieb olaf: > Da muss man ueberhaubt nicht weiter diskutieren. Wenn man Feuchtigkeit > auf Bauteilen hat dann hat man was falsch gemacht. Ack. Das Kondenswasser selber ist zwar sehr sauber und selbst bei höheren Spannungen isolierend. Das gilt aber in keiner Weise für die Oberflächen, auf denen es sich absetzt. > BTW: Ich vermute das die Problematiken zunehmen werden weil man heute > eher energiesparend konstruiert. Man hat als nicht wie frueher ein > schoen lauwarmes Gehause das sich selber trocken haelt. Das gilt zumindest mal für 24/7 laufende Geräte. Ein beliebter Fehler ist auch, es einigermaßen dicht zu machen. Das leistet der Sache eher Vorschub, weil es den Luft- und vor allem Wärmeaustausch verhindert. Erst wenn es 100% dicht ist und das auch dauerhaft und die absolute Feuchte innen auch bei den tiefsten Temperaturen unter dem Taupunkt bleibt, hat man gewonnen. Die dann extrem trockene Luft ist aber auch nicht optimal für alle Bauteile. Gut durchlüftet kann man hingegen ziemlich weit kommen. Weil die Temperaturdifferenzen klein bleiben. Sichtkontakt zum Weltraum bei Wolkenlosem Himmel ist auf jeden Fall zu vermeiden. Statt dessen reichen Hauswände oder andere, etwas wärmere Oberflächen in Sichtweite, um das Zehntel Grad mehr zu bekommen, damit die Kondensation bevorzugt anderenorts statt findet. Gegen Blizzard oder Monsun reicht das freilich nicht. Marcel
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| From | stefan <adresse@ist.invalid> |
|---|---|
| Date | 2020-09-15 20:56 +0200 |
| Message-ID | <rjr2pn$4fq$1@solani.org> |
| In reply to | #288056 |
Am 15.09.2020 um 07:07 schrieb Marcel Mueller: > Am 15.09.20 um 06:29 schrieb olaf: >> Da muss man ueberhaubt nicht weiter diskutieren. Wenn man Feuchtigkeit >> auf Bauteilen hat dann hat man was falsch gemacht. > > Ack. Das Kondenswasser selber ist zwar sehr sauber und selbst bei > höheren Spannungen isolierend. Das gilt aber in keiner Weise für die > Oberflächen, auf denen es sich absetzt. > >> BTW: Ich vermute das die Problematiken zunehmen werden weil man heute >> eher energiesparend konstruiert. Man hat als nicht wie frueher ein >> schoen lauwarmes Gehause das sich selber trocken haelt. > > Das gilt zumindest mal für 24/7 laufende Geräte. > > Ein beliebter Fehler ist auch, es einigermaßen dicht zu machen. Das > leistet der Sache eher Vorschub, weil es den Luft- und vor allem > Wärmeaustausch verhindert. Erst wenn es 100% dicht ist und das auch > dauerhaft und die absolute Feuchte innen auch bei den tiefsten > Temperaturen unter dem Taupunkt bleibt, hat man gewonnen. Die dann > extrem trockene Luft ist aber auch nicht optimal für alle Bauteile. > > Gut durchlüftet kann man hingegen ziemlich weit kommen. Weil die > Temperaturdifferenzen klein bleiben. Sichtkontakt zum Weltraum bei > Wolkenlosem Himmel ist auf jeden Fall zu vermeiden. Statt dessen reichen > Hauswände oder andere, etwas wärmere Oberflächen in Sichtweite, um das > Zehntel Grad mehr zu bekommen, damit die Kondensation bevorzugt > anderenorts statt findet. Gegen Blizzard oder Monsun reicht das freilich > nicht. Das Problem ist hier die vom Kunden installierte Kühlanlage. Die Anlage wird in einem tropischen Land mit Umgebungstemperaturen von 40°C und mehr betrieben und muss gekühlt werden. Das hat der Kunde wohl übertrieben. > > > Marcel
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| From | olaf <olaf@criseis.ruhr.de> |
|---|---|
| Date | 2020-09-16 17:25 +0200 |
| Message-ID | <jcn93h-dsp.ln1@criseis.ruhr.de> |
| In reply to | #288098 |
stefan <adresse@ist.invalid> wrote: >Das Problem ist hier die vom Kunden installierte Kühlanlage. Die Anlage >wird in einem tropischen Land mit Umgebungstemperaturen von 40°C und >mehr betrieben und muss gekühlt werden. Das hat der Kunde wohl übertrieben. Beim abkuehlen wird doch eigentlich die Luftfeuchtigkeit entfernt. Aber ist natuerlich doof wenn man irgendwann die Kuehlung ausschaltet und dann feuchte Luft aus der Umgebung dran kommt. :) Tja, dann muesst ihr wohl noch eine Tropenversion mit Coating auflegen. Olaf
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| From | stefan <adresse@ist.invalid> |
|---|---|
| Date | 2020-09-16 18:31 +0200 |
| Message-ID | <rjtekm$qgm$1@solani.org> |
| In reply to | #288141 |
Am 16.09.2020 um 17:25 schrieb olaf: > stefan <adresse@ist.invalid> wrote: > > >Das Problem ist hier die vom Kunden installierte Kühlanlage. Die Anlage > >wird in einem tropischen Land mit Umgebungstemperaturen von 40°C und > >mehr betrieben und muss gekühlt werden. Das hat der Kunde wohl übertrieben. > > Beim abkuehlen wird doch eigentlich die Luftfeuchtigkeit entfernt. > Aber ist natuerlich doof wenn man irgendwann die Kuehlung ausschaltet > und dann feuchte Luft aus der Umgebung dran kommt. :) Kondenswasser gibt es auch bei laufender Kühlung weil die Temperatur des Kühlmittels deutlich geringer war als eigentlich notwendig. > Tja, dann muesst ihr wohl noch eine Tropenversion mit Coating auflegen. Der Kunde muss einfach die Kühlmitteltemperatur erhöhen. Das ist auch wohl schon passiert. Die Ersatzplatinen wurden trotzdem zusätzlich lackiert. Interessant an der ganzen Geschichte ist eigentlich nur, dass es zu Korrosion im Glasgehäuse kam.
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| From | olaf <olaf@criseis.ruhr.de> |
|---|---|
| Date | 2020-09-16 20:37 +0200 |
| Message-ID | <8k2a3h-aq8.ln1@criseis.ruhr.de> |
| In reply to | #288143 |
stefan <adresse@ist.invalid> wrote: >Interessant an der ganzen Geschichte ist eigentlich nur, dass es zu >Korrosion im Glasgehäuse kam. Da ist es einfach nur zuerst aufgefallen. Ich hatte mal eine Anwendung wo ein DS1820 in einem Bohrloch nicht richtig vergossen war. Dann ist da Wasser rein kondensiert, das Wasser ist nach einen Monat in das Gehaeuse reingezogen und die Teile haben dann 2-3Grad falsch gemessen. Die Geraete liefen dann beim Kunden immer so 1-2Monate bis zum Ausfall. Aber mein Lieblingsfall war ein Geraet das ein Kunde in einer korossiven Atmosphaere betrieben hat. Da war das Eisengehaeuse eines Quarzes komplett weg gerostet. Das Teil stand dann einfach nackig in der Luft. Die restliche Elektronik sah aber noch gut aus. Olaf
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| From | Reinhardt Behm <rbehm@hushmail.com> |
|---|---|
| Date | 2020-09-17 13:49 +0800 |
| Message-ID | <rjutd0$bot$1@dont-email.me> |
| In reply to | #288150 |
On 9/17/20 2:37 AM, olaf wrote: > stefan <adresse@ist.invalid> wrote: > > >Interessant an der ganzen Geschichte ist eigentlich nur, dass es zu > >Korrosion im Glasgehäuse kam. > > Da ist es einfach nur zuerst aufgefallen. Ich hatte mal eine Anwendung > wo ein DS1820 in einem Bohrloch nicht richtig vergossen war. Dann ist > da Wasser rein kondensiert, das Wasser ist nach einen Monat in das > Gehaeuse reingezogen und die Teile haben dann 2-3Grad falsch > gemessen. Die Geraete liefen dann beim Kunden immer so 1-2Monate bis > zum Ausfall. > > Aber mein Lieblingsfall war ein Geraet das ein Kunde in einer > korossiven Atmosphaere betrieben hat. Da war das Eisengehaeuse eines > Quarzes komplett weg gerostet. Das Teil stand dann einfach nackig in > der Luft. Die restliche Elektronik sah aber noch gut aus. Es hat jetzt nichts mit den Dioden zu tun, aber lieferten mal einige Geräte mit TFT an die olivgrüne Trachtentruppe. Nach einem halben Jahr waren bei den TFTs einige Zeilen und/oder Spalten ausgefallen. Der Hersteller hat sie untersucht und gefunden, dass sie wohl in Schwefel haltiger Umgebung gewesen sein mussten. An den Kontaktierungen zum eigentlichen Display hatten sich durch Kupfersulfid Kurzschlüsse gebildet. Vom Gerät selbst konnten keine Schwefel-Ausdünstugen kommen. Keiner weiß, was die da wohl gelagert hatten.
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| From | Heinz Schmitz <HeinzSchmitz@kra.org> |
|---|---|
| Date | 2020-09-17 11:10 +0200 |
| Message-ID | <ho96mfthlbjok6t2dq2q7dsg7ig9jubocd@4ax.com> |
| In reply to | #288171 |
Reinhardt Behm wrote: >Es hat jetzt nichts mit den Dioden zu tun, aber lieferten mal einige >Geräte mit TFT an die olivgrüne Trachtentruppe. >Nach einem halben Jahr waren bei den TFTs einige Zeilen und/oder Spalten >ausgefallen. >Der Hersteller hat sie untersucht und gefunden, dass sie wohl in >Schwefel haltiger Umgebung gewesen sein mussten. An den Kontaktierungen >zum eigentlichen Display hatten sich durch Kupfersulfid Kurzschlüsse >gebildet. Vom Gerät selbst konnten keine Schwefel-Ausdünstugen kommen. >Keiner weiß, was die da wohl gelagert hatten. Regelmässige längere Handhabung in Esszimmer oder Küche kann ausreichen. Grüße, H. PS So wie auch ausdauernde Nutzung des Laptops im Bett ziemlich sicher zum Ausfall des Lüfters führen kann (Verstopfung).
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