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Groups > de.sci.electronics > #271201 > unrolled thread
| Started by | spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) |
|---|---|
| First post | 2019-12-21 09:13 +0100 |
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Weller Lötpistole "tunen" spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2019-12-21 09:13 +0100
Re: Weller Lötpistole "tunen" Roland Franzius <roland.franzius@uos.de> - 2019-12-21 09:41 +0100
Re: Weller Lötpistole "tunen" spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2019-12-21 10:27 +0100
Re: Weller Lötpistole "tunen" Roland Franzius <roland.franzius@uos.de> - 2019-12-21 10:44 +0100
Re: Weller Lötpistole "tunen" spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2019-12-21 12:07 +0100
Re: Weller Lötpistole "tunen" Roland Franzius <roland.franzius@uos.de> - 2019-12-21 12:24 +0100
Re: Weller Lötpistole "tunen" spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2019-12-21 14:09 +0100
Re: Weller Lötpistole "tunen" Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2020-01-03 19:07 +0100
Re: Weller Lötpistole "tunen" Bubo bubo <groVo@home.net> - 2020-01-03 19:13 +0100
Re: Weller Lötpistole "tunen" Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2020-01-18 23:20 +0100
Re: Weller Lötpistole "tunen" spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2019-12-21 10:15 +0100
Re: Weller Lötpistole "tunen" spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2019-12-21 10:40 +0100
Re: Weller Lötpistole "tunen" Bubo bubo <groVo@home.net> - 2019-12-21 10:45 +0100
Re: Weller Lötpistole "tunen" spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2019-12-21 12:07 +0100
Re: Weller Lötpistole "tunen" Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2019-12-21 17:04 +0100
Re: Weller Lötpistole "tunen" "horst-d.winzler" <horst.d.winzler@web.de> - 2019-12-21 17:34 +0100
Re: Weller Lötpistole "tunen" Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> - 2019-12-21 16:57 +0100
Re: Weller Lötpistole "tunen" spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2019-12-28 18:46 +0100
Re: Weller Lötpistole "tunen" spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2020-01-03 15:48 +0100
Re: Weller Lötpistole "tunen" Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> - 2019-12-21 18:44 +0100
Re: Weller Lötpistole "tunen" Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2020-01-03 19:05 +0100
Re: Weller Lötpistole "tunen" Bubo bubo <groVo@home.net> - 2020-01-03 19:09 +0100
Re: Weller Lötpistole "tunen" Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2020-01-18 23:21 +0100
Re: Weller Lötpistole "tunen" "horst-d.winzler" <horst.d.winzler@web.de> - 2020-01-19 06:04 +0100
Re: Weller Lötpistole "tunen" Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> - 2020-01-21 22:39 +0100
Re: Weller Lötpistole "tunen" "Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> - 2020-01-20 07:39 +0000
Re: Weller Lötpistole "tunen" spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) - 2020-01-21 19:33 +0100
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| From | spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) |
|---|---|
| Date | 2019-12-21 09:13 +0100 |
| Subject | Weller Lötpistole "tunen" |
| Message-ID | <1oixeb6.2pq7pp1ye69v4N@marc.my-fqdn.de> |
Habe mir bei eBay eine alte Weller Lötpistole 9200UC gekauft, und bin mit der Heizleistung ziemlich unzufrieden. Ein Energiemessgerät zwischen Steckdose und Netzleitung zeigt beim Einschalten 76W mit einem Powerfaktor von 70%, zum Vergleich mein Ersa Tip 260 zeigte 17,3W mit 100%. So wie ich das Ding verstehe ist es quasi nur ein Trafo mit einer kurzgeschlossenen Sekundärseite, durch die "Lötspitze" fließt halt ein ordentlicher Strom. Diese Lötspitze besteht aus Kupfer? Konstantan? -Draht mit quadratischem Querschnitt von 2x2 mm mit ca 12cm Länge. Mein Multimeter (Voltcraft 7905A, 30 Jahre alt) misst 0,1 Ohm Widerstand, wenn ich die Prüfspitzen kurschließe zeigt es 0,0 Ohm. Das Ding wird schon "warm", aber selbst mein nominell nur 16W habender Ersa Tip 260 ist schneller beim Ablöten von 0,75mm Kabeln als die Lötpistole mit 75W. Das hatte ich mir genau umgekehrt vorgestellt... Meine Tuning-Idee war, den Draht (die Lötspitze) zu kürzen. Weniger Widerstand, höherer Strom, mehr Wärme. Gesagt getan, an jedem Ende 5mm gekürzt, insgesamt 1cm. Das Messgerät zeigte anfangs 120W, die aber schnell auf 90W sanken und nach 60 Sekunden heizen auf 81W. Das passt ziemlich genau: 75 * 12 / 11 = 81,8. Die Lötleistung ist nach wie vor bescheiden. Irgendwie verteilen sich die ganzen 80W auf 11cm Draht, und die Spitze wird nicht richtig heiß. Wenn ich aber noch mehr kürze, wird wohl der Trafo überlastet. Man bräuchte eine "Lötspitze", die statt aus einem Draht aus 3 Teilen zusammengesetzt ist. Die "Zuleitungen" mit wenig Widerstand, das Mittelteil mit mehr so dass nur dort die Heizleistung anfällt. Gibt es sowas? -- In a world without walls and fences, who needs windows and gates?
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| From | Roland Franzius <roland.franzius@uos.de> |
|---|---|
| Date | 2019-12-21 09:41 +0100 |
| Message-ID | <qtklri$8ss$1@news.albasani.net> |
| In reply to | #271201 |
Am 21.12.2019 um 09:13 schrieb Marc Stibane: > Habe mir bei eBay eine alte Weller Lötpistole 9200UC gekauft, und bin > mit der Heizleistung ziemlich unzufrieden. > Ein Energiemessgerät zwischen Steckdose und Netzleitung zeigt beim > Einschalten 76W mit einem Powerfaktor von 70%, zum Vergleich mein Ersa > Tip 260 zeigte 17,3W mit 100%. > > So wie ich das Ding verstehe ist es quasi nur ein Trafo mit einer > kurzgeschlossenen Sekundärseite, durch die "Lötspitze" fließt halt ein > ordentlicher Strom. Diese Lötspitze besteht aus Kupfer? Konstantan? > -Draht mit quadratischem Querschnitt von 2x2 mm mit ca 12cm Länge. > > Mein Multimeter (Voltcraft 7905A, 30 Jahre alt) misst 0,1 Ohm > Widerstand, wenn ich die Prüfspitzen kurschließe zeigt es 0,0 Ohm. > > Das Ding wird schon "warm", aber selbst mein nominell nur 16W habender > Ersa Tip 260 ist schneller beim Ablöten von 0,75mm Kabeln als die > Lötpistole mit 75W. Das hatte ich mir genau umgekehrt vorgestellt... > > Meine Tuning-Idee war, den Draht (die Lötspitze) zu kürzen. Weniger > Widerstand, höherer Strom, mehr Wärme. Gesagt getan, an jedem Ende 5mm > gekürzt, insgesamt 1cm. Das Messgerät zeigte anfangs 120W, die aber > schnell auf 90W sanken und nach 60 Sekunden heizen auf 81W. Das passt > ziemlich genau: 75 * 12 / 11 = 81,8. > > Die Lötleistung ist nach wie vor bescheiden. Irgendwie verteilen sich > die ganzen 80W auf 11cm Draht, und die Spitze wird nicht richtig heiß. > Wenn ich aber noch mehr kürze, wird wohl der Trafo überlastet. > > Man bräuchte eine "Lötspitze", die statt aus einem Draht aus 3 Teilen > zusammengesetzt ist. Die "Zuleitungen" mit wenig Widerstand, das > Mittelteil mit mehr so dass nur dort die Heizleistung anfällt. > Gibt es sowas? > Das ist genau sowas. Die Lötspitze besteht aus dickem Draht einer Leichtmetalllegierung mit Widerstand 0 und geringer Wärmekapazität, die Lötspitze aus hartem, schlechtleitenden, oxidationsresistenem Hartmetall. Nur sind physikalisch elektrische Leitfähigkeit und thermische Leitfähigkeit praktisch dasselbe, so dass die Ableitung der Wärme nur in der schlechtleitenden Spitze selbst, nicht in der Zuleitung gebremst ist. Die Lötpistolen eignen sich daher nur fürs schnelle Platinenlöten, wo die Lötung schon beendet ist, wenn das sekundenschnelle Hochheizen auf Rotglut beginnt, das dann anfängt, das Zuleitungsmetall aufzuheizen. Auch ja, und natürlich mit einem kleinen Kupferwicklung um ein Trafoblech als praktich zu handhabender Entmagnetisierer für Tonköpfe oder Unruhspiralen. -- Roland Franzius
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| From | spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) |
|---|---|
| Date | 2019-12-21 10:27 +0100 |
| Message-ID | <1oixj92.1kdvcfhzpnxr8N@marc.my-fqdn.de> |
| In reply to | #271204 |
Roland Franzius <roland.franzius@uos.de> wrote: > Am 21.12.2019 um 09:13 schrieb Marc Stibane: >> Habe mir bei eBay eine alte Weller Lötpistole 9200UC gekauft... >> 76W mit einem Powerfaktor von 70%, zum Vergleich mein Ersa >> Tip 260 zeigte 17,3W mit 100%. >> Meine Tuning-Idee war, den Draht (die Lötspitze) zu kürzen. Weniger >> Widerstand, höherer Strom, mehr Wärme. Gesagt getan, an jedem Ende >> 5mm gekürzt, insgesamt 1cm. Das Messgerät zeigte anfangs 120W, die >> aber schnell auf 90W sanken und nach 60 Sekunden heizen auf 81W. Das >> passt ziemlich genau: 75 * 12 / 11 = 81,8. >> Die Lötleistung ist nach wie vor bescheiden. Irgendwie verteilen sich >> die ganzen 80W auf 11cm Draht, und die Spitze wird nicht richtig >> heiß. Wenn ich aber noch mehr kürze, wird wohl der Trafo überlastet. >> Man bräuchte eine "Lötspitze", die statt aus einem Draht aus 3 Teilen >> zusammengesetzt ist. Die "Zuleitungen" mit wenig Widerstand, das >> Mittelteil mit mehr so dass nur dort die Heizleistung anfällt. > Das ist genau sowas. Die Lötspitze besteht aus dickem Draht einer > Leichtmetalllegierung mit Widerstand 0 Die abgeknipsten 5mm Enden sehen nach Kupfer aus... Und auch das Messergebnis - 76W vs 81W - widerspricht Deiner These. Wenn nur der Teil mit Widerstand 0 gekürzt worden wäre, müsste das Mess- ergebnis ja identisch sein. > und geringer Wärmekapazität, die > Lötspitze aus hartem, schlechtleitenden, oxidationsresistenem Hartmetall. > Nur sind physikalisch elektrische Leitfähigkeit und thermische > Leitfähigkeit praktisch dasselbe, so dass die Ableitung der Wärme nur in > der schlechtleitenden Spitze selbst, nicht in der Zuleitung gebremst ist. Genau andersrum wie man's gerne hätte... > Die Lötpistolen eignen sich daher nur fürs schnelle Platinenlöten, wo > die Lötung schon beendet ist, wenn das sekundenschnelle Hochheizen auf > Rotglut beginnt, das dann anfängt, das Zuleitungsmetall aufzuheizen. OK. Eigentlich genau das was ich aktuell gerade will, nämlich "schnell" 2.5qmm Kabel an einen Akkublock anlöten ohne die Akkus dabei aufzu- heizen. > Auch ja, und natürlich mit einem kleinen Kupferwicklung um ein > Trafoblech als praktich zu handhabender Entmagnetisierer für Tonköpfe > oder Unruhspiralen. Habe ich beides nicht (mehr). -- In a world without walls and fences, who needs windows and gates?
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| From | Roland Franzius <roland.franzius@uos.de> |
|---|---|
| Date | 2019-12-21 10:44 +0100 |
| Message-ID | <qtkph9$vr0$1@news.albasani.net> |
| In reply to | #271215 |
Am 21.12.2019 um 10:27 schrieb Marc Stibane: > Roland Franzius <roland.franzius@uos.de> wrote: >> Die Lötpistolen eignen sich daher nur fürs schnelle Platinenlöten, wo >> die Lötung schon beendet ist, wenn das sekundenschnelle Hochheizen auf >> Rotglut beginnt, das dann anfängt, das Zuleitungsmetall aufzuheizen. > > OK. Eigentlich genau das was ich aktuell gerade will, nämlich "schnell" > 2.5qmm Kabel an einen Akkublock anlöten ohne die Akkus dabei aufzu- > heizen. Zur Volumenaufheizung eignen sie sich genau nicht, da die Wärmeableitung über die Zuleitung besser ist als ins Lötgut. Dazu brauchts einen Kolben mit sehr hoher Wärmekapazität, also Kupfer, damit die Temperatur bei Kontakt des Lots mit dem Objekt nicht absinkt. Das geht dann eben auch "schnell". Die Heizleistung, die die Gleichgewichtstemperatur aufrechterhält, reicht dafür nie, das kennt man ja schon vom Warmduschen mit 6 kW Boiler. -- Roland Franzius
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| From | spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) |
|---|---|
| Date | 2019-12-21 12:07 +0100 |
| Message-ID | <1oixo3q.142pkde1kik9gN@marc.my-fqdn.de> |
| In reply to | #271215 |
Marc Stibane <spamfalle2@arcor.de> wrote: > Roland Franzius <roland.franzius@uos.de> wrote: >> Am 21.12.2019 um 09:13 schrieb Marc Stibane: >>> Die Lötleistung ist nach wie vor bescheiden. Irgendwie verteilen >>> sich die ganzen 80W auf 11cm Draht, und die Spitze wird nicht >>> richtig heiß. Wenn ich aber noch mehr kürze, wird wohl der Trafo >>> überlastet. Man bräuchte eine "Lötspitze", die statt aus einem Draht >>> aus 3 Teilen zusammengesetzt ist. Die "Zuleitungen" mit wenig >>> Widerstand, das Mittelteil mit mehr so dass nur dort die >>> Heizleistung anfällt. >> Das ist genau sowas. Die Lötspitze besteht aus dickem Draht einer >> Leichtmetalllegierung mit Widerstand 0 > Die abgeknipsten 5mm Enden sehen nach Kupfer aus... > Und auch das Messergebnis - 76W vs 81W - widerspricht Deiner These. Wenn > nur der Teil mit Widerstand 0 gekürzt worden wäre, müsste das Mess- > ergebnis ja identisch sein. Habe nochmal jeweils 5mm gekürzt. Das Messgerät sagt jetzt 88W. Das ist also definitiv ein einteiliger Draht. Richtig heiß wird die Spitze immer noch nicht. Ziemlich sinnlos mMn. Ich muss wohl erstmal dreiteilige Lötspitzen besorgen, bevor ich mit der Lötpistole was anfangen kann. -- In a world without walls and fences, who needs windows and gates?
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| From | Roland Franzius <roland.franzius@uos.de> |
|---|---|
| Date | 2019-12-21 12:24 +0100 |
| Message-ID | <qtkve6$htm$1@news.albasani.net> |
| In reply to | #271238 |
Am 21.12.2019 um 12:07 schrieb Marc Stibane: > Marc Stibane <spamfalle2@arcor.de> wrote: >> Roland Franzius <roland.franzius@uos.de> wrote: >>> Am 21.12.2019 um 09:13 schrieb Marc Stibane: > >>>> Die Lötleistung ist nach wie vor bescheiden. Irgendwie verteilen >>>> sich die ganzen 80W auf 11cm Draht, und die Spitze wird nicht >>>> richtig heiß. Wenn ich aber noch mehr kürze, wird wohl der Trafo >>>> überlastet. Man bräuchte eine "Lötspitze", die statt aus einem Draht >>>> aus 3 Teilen zusammengesetzt ist. Die "Zuleitungen" mit wenig >>>> Widerstand, das Mittelteil mit mehr so dass nur dort die >>>> Heizleistung anfällt. >>> Das ist genau sowas. Die Lötspitze besteht aus dickem Draht einer >>> Leichtmetalllegierung mit Widerstand 0 >> Die abgeknipsten 5mm Enden sehen nach Kupfer aus... >> Und auch das Messergebnis - 76W vs 81W - widerspricht Deiner These. Wenn >> nur der Teil mit Widerstand 0 gekürzt worden wäre, müsste das Mess- >> ergebnis ja identisch sein. > > Habe nochmal jeweils 5mm gekürzt. Das Messgerät sagt jetzt 88W. Das ist > also definitiv ein einteiliger Draht. > > Richtig heiß wird die Spitze immer noch nicht. Ziemlich sinnlos mMn. > Ich muss wohl erstmal dreiteilige Lötspitzen besorgen, bevor ich mit > der Lötpistole was anfangen kann. > Dann hast du einen kalten Kontakt im Sekundärkreis und die 88W sind vermutlich Blindleistung. Kürzen der Lötspitze bringt nichts, die hat Widerstand 0 in der Zuleitung. Da die Sekundärspule nur aus wenigen Windungen besteht (Leerlaufspannung um 0.1V bei einigen Ampere Stromstärke) ist die widerstandfreie Verbindung Trafo-Spitze sehr kritisch. Anschussdraht, Aufnahmeloch und Schrauben müssen blank sein und festgezogen werden. -- Roland Franzius
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| From | spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) |
|---|---|
| Date | 2019-12-21 14:09 +0100 |
| Message-ID | <1oixtim.ibthzlipiyjyN@marc.my-fqdn.de> |
| In reply to | #271241 |
Roland Franzius <roland.franzius@uos.de> wrote: > Am 21.12.2019 um 12:07 schrieb Marc Stibane: >> Marc Stibane <spamfalle2@arcor.de> wrote: >>> Roland Franzius <roland.franzius@uos.de> wrote: >>>> Am 21.12.2019 um 09:13 schrieb Marc Stibane: >>>>> Die Lötleistung ist nach wie vor bescheiden. Irgendwie verteilen >>>>> sich die ganzen 80W auf 11cm Draht, und die Spitze wird nicht >>>>> richtig heiß. Wenn ich aber noch mehr kürze, wird wohl der Trafo >>>>> überlastet. Man bräuchte eine "Lötspitze", die statt aus einem >>>>> Draht aus 3 Teilen zusammengesetzt ist. Die "Zuleitungen" mit >>>>> wenig Widerstand, das Mittelteil mit mehr so dass nur dort die >>>>> Heizleistung anfällt. >>>> Das ist genau sowas. Die Lötspitze besteht aus dickem Draht einer >>>> Leichtmetalllegierung mit Widerstand 0 >>> Die abgeknipsten 5mm Enden sehen nach Kupfer aus... >>> Und auch das Messergebnis - 76W vs 81W - widerspricht Deiner These. >>> Wenn nur der Teil mit Widerstand 0 gekürzt worden wäre, müsste das >>> Messergebnis ja identisch sein. >> Habe nochmal jeweils 5mm gekürzt. Das Messgerät sagt jetzt 88W. Das >> ist also definitiv ein einteiliger Draht. >> Richtig heiß wird die Spitze immer noch nicht. Ziemlich sinnlos mMn. >> Ich muss wohl erstmal dreiteilige Lötspitzen besorgen, bevor ich mit >> der Lötpistole was anfangen kann. > Dann hast du einen kalten Kontakt im Sekundärkreis und die 88W sind > vermutlich Blindleistung. Warum ändert sich der Wert dann? > Kürzen der Lötspitze bringt nichts, die hat Widerstand 0 in der Zuleitung. Vor dem Kürzen: 12cm, 76W Erstes Kürzen: 11cm, 81W Zweites Kürzen: 10cm, 88W >>>> Das passt ziemlich genau: 75 * 12 / 11 = 81,8. Und 81 * 11 / 10 = 89,1. Nagel' mich nicht millimetergenau fest, aber ss passt einfach zu gut... > Da die Sekundärspule nur aus wenigen Windungen besteht (Leerlaufspannung > um 0.1V bei einigen Ampere Stromstärke) ist die widerstandfreie > Verbindung Trafo-Spitze sehr kritisch. Anschussdraht, Aufnahmeloch und > Schrauben müssen blank sein und festgezogen werden. Darauf habe ich jeweils geachtet. -- In a world without walls and fences, who needs windows and gates?
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| From | Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> |
|---|---|
| Date | 2020-01-03 19:07 +0100 |
| Message-ID | <qunvs9$op5$2@dont-email.me> |
| In reply to | #271204 |
Roland Franzius schrieb: > > Das ist genau sowas. Die Lötspitze besteht aus dickem Draht einer Leichtmetalllegierung mit Widerstand 0 und geringer Wärmekapazität, die Lötspitze aus hartem, schlechtleitenden, oxidationsresistenem > Hartmetall. Dieser Satz ist ein Widerspruch in sich. Und die Bestandteile geben keinen Sinn, die Materialien sind unglaubwürdig. -- mfg Rolf Bombach
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| From | Bubo bubo <groVo@home.net> |
|---|---|
| Date | 2020-01-03 19:13 +0100 |
| Message-ID | <quo089$796$3@gioia.aioe.org> |
| In reply to | #272344 |
Am 03.01.2020 um 19:07 schrieb Rolf Bombach: > Roland Franzius schrieb: >> >> Das ist genau sowas. Die Lötspitze besteht aus dickem Draht einer >> Leichtmetalllegierung mit Widerstand 0 und geringer Wärmekapazität, >> die Lötspitze aus hartem, schlechtleitenden, oxidationsresistenem >> Hartmetall. > > Dieser Satz ist ein Widerspruch in sich. Und die Bestandteile > geben keinen Sinn, die Materialien sind unglaubwürdig. Diamantlötspitze wäre spitze!
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| From | Rolf Bombach <rolfnospambombach@invalid.invalid> |
|---|---|
| Date | 2020-01-18 23:20 +0100 |
| Message-ID | <r000b8$slc$1@dont-email.me> |
| In reply to | #272347 |
Bubo bubo schrieb: > Am 03.01.2020 um 19:07 schrieb Rolf Bombach: >> Roland Franzius schrieb: >>> >>> Das ist genau sowas. Die Lötspitze besteht aus dickem Draht einer Leichtmetalllegierung mit Widerstand 0 und geringer Wärmekapazität, die Lötspitze aus hartem, schlechtleitenden, >>> oxidationsresistenem Hartmetall. >> >> Dieser Satz ist ein Widerspruch in sich. Und die Bestandteile >> geben keinen Sinn, die Materialien sind unglaubwürdig. > > Diamantlötspitze wäre spitze! Isotopenreiner Diamant wäre speziell gut. Hat aber wie Grafit den Nachteil des spurlosen Verschwindens bei hohen Temperaturen. Vielleicht Saphir? Aber auch der hat wohl Benetzungsprobleme. Für Opfer der Franziusschen Glosse: Leichtmetalle haben, auf den Querschnitt bezogen, eine schlechte Wärme- und Stromleitfähigkeit im Vergleich zu Kupfer¹. Legierungen haben im Vergleich zu den Reinmetallen i.allg. eine schlechtere, meist wesentlich schlechtere Leitfähigkeit. ¹ Anders sieht es bezüglich der Masse aus: Da hat Alu eine bessere Leitfähigkeit wie Kupfer, etwa einen Faktor 2. Daher nimmt man Alu, wenn es auf das Gewicht/die Masse ankommt und Platz da ist, etwa bei Hochspannungsleitungen oder bei Satellitenanwendungen. -- mfg Rolf Bombach
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| From | spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) |
|---|---|
| Date | 2019-12-21 10:15 +0100 |
| Message-ID | <1oixh93.nnotf5a8uvtxN@marc.my-fqdn.de> |
| In reply to | #271201 |
Marc Stibane <spamfalle2@arcor.de> wrote: > Man bräuchte eine "Lötspitze", die statt aus einem Draht aus 3 Teilen > zusammengesetzt ist. Die "Zuleitungen" mit wenig Widerstand, das > Mittelteil mit mehr so dass nur dort die Heizleistung anfällt. > Gibt es sowas? Amazon selber verkauft: <https://www.amazon.de/dp/B000XQ4AEI> Die sind einteilig. Der Meißel vorne kann etwas Wärme speichern. Diese <https://www.amazon.de/dp/B0024E6LNU> sehen wirklich dreiteilig aus. Leider versendet der Verkäufer selber. Aber die hier <https://www.amazon.de/dp/B005I4QBB0> ist dreiteilig und kommt von Amazon selber. Hat jemand noch andere Empfehlungen? -- In a world without walls and fences, who needs windows and gates?
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| From | spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) |
|---|---|
| Date | 2019-12-21 10:40 +0100 |
| Message-ID | <1oixk6e.1di88t81amck3iN@marc.my-fqdn.de> |
| In reply to | #271213 |
Marc Stibane <spamfalle2@arcor.de> wrote: > Marc Stibane <spamfalle2@arcor.de> wrote: >> Man bräuchte eine "Lötspitze", die statt aus einem Draht aus 3 Teilen >> zusammengesetzt ist. Die "Zuleitungen" mit wenig Widerstand, das >> Mittelteil mit mehr so dass nur dort die Heizleistung anfällt. > Amazon selber verkauft: <https://www.amazon.de/dp/B000XQ4AEI> > Die sind einteilig. Der Meißel vorne kann etwas Wärme speichern. Bei genauerer Betrachtung scheinen die sogar vierteilig zu sein. Zwei Zuleitungen, Heiz-Mittelteil und Meisselspitze. > Aber die hier <https://www.amazon.de/dp/B005I4QBB0> ist dreiteilig und > kommt von Amazon selber. Zwar für "Mannesmann" (wer auch immer den Markennamen gekauft hat) und nicht für Weller, aber die 9200UC sollte auch 100W vertragen. > Hat jemand noch andere Empfehlungen? -- In a world without walls and fences, who needs windows and gates?
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| From | Bubo bubo <groVo@home.net> |
|---|---|
| Date | 2019-12-21 10:45 +0100 |
| Message-ID | <qtkpjo$14c4$1@gioia.aioe.org> |
| In reply to | #271217 |
Am 21.12.2019 um 10:40 schrieb Marc Stibane: > Zwar für "Mannesmann" (wer auch immer den Markennamen gekauft hat) Nicht gekauft. https://de.wikipedia.org/wiki/Br%C3%BCder_Mannesmann
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| From | spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) |
|---|---|
| Date | 2019-12-21 12:07 +0100 |
| Message-ID | <1oixo1o.fdpqo92w3106N@marc.my-fqdn.de> |
| In reply to | #271219 |
Bubo bubo <groVo@home.net> wrote: > Am 21.12.2019 um 10:40 schrieb Marc Stibane: >> Zwar für "Mannesmann" (wer auch immer den Markennamen gekauft hat) > Nicht gekauft. > https://de.wikipedia.org/wiki/Br%C3%BCder_Mannesmann Ah ok. Ich hatte noch Mannesmann-Drucker im Kopf, da diente der Markenname letztlich nur dazu Drucker von Siemens zu verkaufen. -- In a world without walls and fences, who needs windows and gates?
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| From | Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> |
|---|---|
| Date | 2019-12-21 17:04 +0100 |
| Message-ID | <qtlfr1$c29$1@news.albasani.net> |
| In reply to | #271217 |
Am 21.12.19 um 10:40 schrieb Marc Stibane: > Marc Stibane <spamfalle2@arcor.de> wrote: >> Marc Stibane <spamfalle2@arcor.de> wrote: > >>> Man bräuchte eine "Lötspitze", die statt aus einem Draht aus 3 Teilen >>> zusammengesetzt ist. Die "Zuleitungen" mit wenig Widerstand, das >>> Mittelteil mit mehr so dass nur dort die Heizleistung anfällt. >> Amazon selber verkauft: <https://www.amazon.de/dp/B000XQ4AEI> >> Die sind einteilig. Der Meißel vorne kann etwas Wärme speichern. > > Bei genauerer Betrachtung scheinen die sogar vierteilig zu sein. > Zwei Zuleitungen, Heiz-Mittelteil und Meisselspitze. Da ist gar nichts mehrteilig. Das ist Vollmeterial, durch die Presse gejagt und fertig. Die Originallötspitzen sind einfach Kupfer. Die hier sind mutmaßlich Kupfer verzinnt. >> Aber die hier <https://www.amazon.de/dp/B005I4QBB0> ist dreiteilig und >> kommt von Amazon selber. > > Zwar für "Mannesmann" (wer auch immer den Markennamen gekauft hat) und > nicht für Weller, aber die 9200UC sollte auch 100W vertragen. Da würde ich aufpassen. Die können gut und gerne einen anderen Widerstand haben, wenn das Wicklungsverhältnis des Trafos abweicht. Marcel
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| From | "horst-d.winzler" <horst.d.winzler@web.de> |
|---|---|
| Date | 2019-12-21 17:34 +0100 |
| Message-ID | <h66vrrF3olfU1@mid.individual.net> |
| In reply to | #271291 |
Am 21.12.19 um 17:04 schrieb Marcel Mueller: > ----Die Originallötspitzen sind einfach Kupfer. Die hier > sind mutmaßlich Kupfer verzinnt. Eher Eisen plattiertes Kupfer. -- ---hdw---
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| From | Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> |
|---|---|
| Date | 2019-12-21 16:57 +0100 |
| Message-ID | <qtlfdb$djg$1@news.albasani.net> |
| In reply to | #271201 |
Am 21.12.19 um 09:13 schrieb Marc Stibane: > Habe mir bei eBay eine alte Weller Lötpistole 9200UC gekauft, und bin > mit der Heizleistung ziemlich unzufrieden. > Ein Energiemessgerät zwischen Steckdose und Netzleitung zeigt beim > Einschalten 76W mit einem Powerfaktor von 70%, zum Vergleich mein Ersa > Tip 260 zeigte 17,3W mit 100%. Jetzt hast Du mich neugierig gemacht. 8100C Beim Einschalten zieht das Ding ca. 115W und sinkt dann nach einigen Sekunden auf ca. 85W ab. Die Lötspitze ist aber nicht mehr original. > So wie ich das Ding verstehe ist es quasi nur ein Trafo mit einer > kurzgeschlossenen Sekundärseite, durch die "Lötspitze" fließt halt ein > ordentlicher Strom. Diese Lötspitze besteht aus Kupfer? Konstantan? > -Draht mit quadratischem Querschnitt von 2x2 mm mit ca 12cm Länge. > Mein Multimeter (Voltcraft 7905A, 30 Jahre alt) misst 0,1 Ohm > Widerstand, wenn ich die Prüfspitzen kurschließe zeigt es 0,0 Ohm. Das liegt jenseits der Grenzen der Messgenauigkeit. Du misst eigentlich nur die Übergangswiderstände und die Meßleitungen. Die Lötspitzen haben so grob um die 400 µOhm. Aber der Knackpunkt ist die Verschraubung. Der Übergangswiderstand ist ein nicht unerhebliches Problem. Man muss die Schrauben andonnern wie ein Ochse und natürlich das Kupfer an den Kontaktstellen vorher putzen. Danach am besten nicht mehr dran rum spielen, bis die Spitze hinüber ist und sowieso getauscht werden muss. > Das Ding wird schon "warm", aber selbst mein nominell nur 16W habender > Ersa Tip 260 ist schneller beim Ablöten von 0,75mm Kabeln als die > Lötpistole mit 75W. Das hatte ich mir genau umgekehrt vorgestellt... Bei mir ist das Ding nach ca. 4 Sekunden Lötbereit. Da kommt der Ersa mitnichten ran. > Die Lötleistung ist nach wie vor bescheiden. Irgendwie verteilen sich > die ganzen 80W auf 11cm Draht, und die Spitze wird nicht richtig heiß. Naja, das ist bei einem normalen Lötkolben nicht anders. Da kommt auch nur die Hälfte vorne an, wenn überhaupt. > Wenn ich aber noch mehr kürze, wird wohl der Trafo überlastet. Ack. > Man bräuchte eine "Lötspitze", die statt aus einem Draht aus 3 Teilen > zusammengesetzt ist. Die "Zuleitungen" mit wenig Widerstand, das > Mittelteil mit mehr so dass nur dort die Heizleistung anfällt. > Gibt es sowas? M.W. nein. Das wäre auch nicht beliebig schlau. Schließlich muss das mittlere Material gut lötbar und idealerweise auch noch einigermaßen robust sein. Ferner müssen die Übergangsstellen auch halten. Durchgehend Kupfer ist schon gar nicht so verkehrt. Ich verwende einfach 4mm² Drähte, die ich vorne etwas verdicke (verdrehen und pressen). Die halten zwar bei weitem nicht so lange, wie die Originalspitzen. Aber dafür ist es Meterware nahezu ohne Kosten. Es gehen Jahre ins Land, bis man da ein paar Reststücken verfeuert hat. Marcel
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| From | spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) |
|---|---|
| Date | 2019-12-28 18:46 +0100 |
| Message-ID | <1ojb4ev.18g6xrlf60a6nN@marc.my-fqdn.de> |
| In reply to | #271289 |
Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> wrote: > Am 21.12.19 um 09:13 schrieb Marc Stibane: >> Habe mir bei eBay eine alte Weller Lötpistole 9200UC gekauft, und bin >> mit der Heizleistung ziemlich unzufrieden. >> So wie ich das Ding verstehe ist es quasi nur ein Trafo mit einer >> kurzgeschlossenen Sekundärseite, durch die "Lötspitze" fließt halt >> ein ordentlicher Strom. Diese Lötspitze besteht aus Kupfer? >> Konstantan? -Draht mit quadratischem Querschnitt von 2x2 mm mit ca >> 12cm Länge. >> Mein Multimeter (Voltcraft 7905A, 30 Jahre alt) misst 0,1 Ohm >> Widerstand, wenn ich die Prüfspitzen kurschließe zeigt es 0,0 Ohm. > Das liegt jenseits der Grenzen der Messgenauigkeit. Du misst eigentlich > nur die Übergangswiderstände und die Meßleitungen. Habe ich auch schon vermutet. > Die Lötspitzen haben so grob um die 400 µOhm. Ich werde morgen mal die Spannung (ohne Lötspitze) messen. > Aber der Knackpunkt ist die Verschraubung. Der Übergangswiderstand ist > ein nicht unerhebliches Problem. Man muss die Schrauben andonnern wie > ein Ochse und natürlich das Kupfer an den Kontaktstellen vorher putzen. OK. >> Das Ding wird schon "warm", aber selbst mein nominell nur 16W >> habender Ersa Tip 260 ist schneller beim Ablöten von 0,75mm Kabeln >> als die Lötpistole mit 75W. Das hatte ich mir genau umgekehrt >> vorgestellt... > Bei mir ist das Ding nach ca. 4 Sekunden Lötbereit. Da kommt der Ersa > mitnichten ran. Klar, der braucht mind. eine Minute bis die Spitze heiß ist. Aber die hat halt deutlich mehr Masse als die Drahtspitze der Lötpistole. >> Die Lötleistung ist nach wie vor bescheiden. Irgendwie verteilen sich >> die ganzen 80W auf 11cm Draht, und die Spitze wird nicht richtig heiß > Naja, das ist bei einem normalen Lötkolben nicht anders. Da kommt auch > nur die Hälfte vorne an, wenn überhaupt. Aber die Wärme kann nicht so gut abfließen. Eine Ersa-Lötspitze sitzt außen auf dem Keramik-Heizelement was wohl selber kaum Wärme leitet, jedenfalls wird der Griff des Lötkolbens nicht heiß. Die einteilige Kupferdraht-Lötspitze einer Lötpistole ist direkt mit der Trafo-Sekundärwicklung verbunden, da fließt nicht nur Strom sondern auch Wärme... >> Wenn ich aber noch mehr kürze, wird wohl der Trafo überlastet. > Ack. Auf dem Typenschild steht 100W, mit zweimal gekürzter Spitze (mit nun 10cm statt 12cm Drahtlänge) zieht sie 88W statt 76W. Ein bisschen ginge noch... >> Man bräuchte eine "Lötspitze", die statt aus einem Draht aus 3 Teilen >> zusammengesetzt ist. Die "Zuleitungen" mit wenig Widerstand, das >> Mittelteil mit mehr so dass nur dort die Heizleistung anfällt. >> Gibt es sowas? > M.W. nein. Laut Roland schon: | Die Lötspitze besteht aus dickem Draht einer Leichtmetalllegierung | mit Widerstand 0 und geringer Wärmekapazität, die Lötspitze aus | hartem, schlechtleitenden, oxidationsresistenem Hartmetall. > Das wäre auch nicht beliebig schlau. Schließlich muss das mittlere > Material gut lötbar und idealerweise auch noch einigermaßen robust sein. > Ferner müssen die Übergangsstellen auch halten. > Durchgehend Kupfer ist schon gar nicht so verkehrt. Zumindest bei den Schneid-Spitzen ist der Mittelteil flachgepresst und dürfte weniger Volumen haben als die "Zuleitungen", womit dort der Widerstand höher sein müsste. > Ich verwende einfach 4mm? Drähte, die ich vorne etwas verdicke > (verdrehen und pressen). Die halten zwar bei weitem nicht so lange, wie > die Originalspitzen. Aber dafür ist es Meterware nahezu ohne Kosten. Es > gehen Jahre ins Land, bis man da ein paar Reststücken verfeuert hat. Hmm. Ich probiere es zunächst nochmal mit freikratzen des Kupfers der gekürzten Spitze und Anziehen wie ein Ochse... Thx -- In a world without walls and fences, who needs windows and gates?
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| From | spamfalle2@arcor.de (Marc Stibane) |
|---|---|
| Date | 2020-01-03 15:48 +0100 |
| Message-ID | <1ojlwyu.nb45g71em13ahN@marc.my-fqdn.de> |
| In reply to | #271937 |
Marc Stibane <spamfalle2@arcor.de> wrote: > Marcel Mueller <news.5.maazl@spamgourmet.org> wrote: >> Am 21.12.19 um 09:13 schrieb Marc Stibane: >>> Habe mir bei eBay eine alte Weller Lötpistole 9200UC gekauft, und >>> bin mit der Heizleistung ziemlich unzufrieden. >> Die Lötspitzen haben so grob um die 400 µOhm. > Ich werde morgen mal die Spannung (ohne Lötspitze) messen. DC nix, AC 0,3V. > Auf dem Typenschild steht 100W, mit zweimal gekürzter Spitze (mit nun > 10cm statt 12cm Drahtlänge) zieht sie 88W... I = P / U, 88 / 0,3 = 293,333 A. R = U / I, 0,3 / 293 = 0,001022727 Ohm, also 1 mOhm. >>> Man bräuchte eine "Lötspitze", die statt aus einem Draht aus 3 >>> Teilen zusammengesetzt ist. Die "Zuleitungen" mit wenig Widerstand, >>> das Mittelteil mit mehr so dass nur dort die Heizleistung anfällt. >>> Gibt es sowas? >> M.W. nein. > Laut Roland schon: > | Die Lötspitze besteht aus dickem Draht einer Leichtmetalllegierung > | mit Widerstand 0 und geringer Wärmekapazität, die Lötspitze aus > | hartem, schlechtleitenden, oxidationsresistenem Hartmetall. >> Ich verwende einfach 4mm? Drähte, die ich vorne etwas verdicke >> (verdrehen und pressen). Die halten zwar bei weitem nicht so lange, >> wie die Originalspitzen. Aber dafür ist es Meterware nahezu ohne >> Kosten. Es gehen Jahre ins Land, bis man da ein paar Reststücken >> verfeuert hat. > Hmm. Ich probiere es zunächst nochmal mit freikratzen des Kupfers der > gekürzten Spitze und Anziehen wie ein Ochse... Done. Lötleistung immer noch ungenügend. Ich habe die Pistole mal aufgeschraubt. Die zwei 7mm Anschlüsse _sind_ die Sekundärwicklung des Trafos, der eigentlich eh nur aus der Primärspule und einem aufgewickelten Eisenblech besteht. Die Sekundär- "Spule" ist nur dieser 7mm-"Draht" und geht nur 1mal durch den Blech- wickel, hat also nur eine einzige Windung, die durch die Lötspitze geschlossen wird. Da drin ist jedenfalls nix was kaputtgehen könnte auf Sekundärseite - primärseitig auch nur der Schalter (der tut aber). Die Pistole ist also (innen) vollkommen in Ordnung. Nur Löten kann man damit nicht. D.h. entweder die Heizleistung verteilt sich auf die ganzen 10cm Draht der "Lötspitze", und vorne kommt keine Hitze an. Oder aber der Übergangswiderstand zwischen der 7mm Windung und 2mm Lötspitze ist (trotz blank-feilens) immer noch zu hoch so dass die Heizleistung quasi komplett in den Anschlüssen anfällt und logischer- weise großteils in die 7mm-Windung abfließt und nur ein kleiner Rest in die 2mm-Lötspitze. -- In a world without walls and fences, who needs windows and gates?
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| From | Bernd Mayer <beam.bam.boom@knuut.de> |
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| Date | 2019-12-21 18:44 +0100 |
| Message-ID | <qtllmn$rhr$1@news.dns-netz.com> |
| In reply to | #271201 |
Am 21.12.19 um 09:13 schrieb Marc Stibane: > Habe mir bei eBay eine alte Weller Lötpistole 9200UC gekauft, und bin > mit der Heizleistung ziemlich unzufrieden. > Ein Energiemessgerät zwischen Steckdose und Netzleitung zeigt beim > Einschalten 76W mit einem Powerfaktor von 70%, zum Vergleich mein Ersa > Tip 260 zeigte 17,3W mit 100%. Hallo, solche Lötpistolen gibt es auch mit 200 W oder 250 W Leistung. Etwa die WELLER 05C. Bernd Mayer
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