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Groups > de.sci.electronics > #248709 > unrolled thread

Elektronen/Bit

Started byAndreas Fecht <forum@aftec.de>
First post2018-11-02 13:50 +0100
Last post2018-11-02 18:24 +0100
Articles 10 — 5 participants

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Contents

  Elektronen/Bit Andreas Fecht <forum@aftec.de> - 2018-11-02 13:50 +0100
    Re: Elektronen/Bit Joerg <news@analogconsultants.com> - 2018-11-02 07:14 -0700
      Re: Elektronen/Bit Andreas Fecht <forum@aftec.de> - 2018-11-02 16:07 +0100
    Re: Elektronen/Bit Eric Bruecklmeier <usenet@nerdcraft.de> - 2018-11-02 16:03 +0100
      Re: Elektronen/Bit Andreas Fecht <forum@aftec.de> - 2018-11-02 16:14 +0100
        Re: Elektronen/Bit Eric Bruecklmeier <usenet@nerdcraft.de> - 2018-11-02 17:09 +0100
        Re: Elektronen/Bit Patrick Schaefer <pa.schaefer@web.de> - 2018-11-02 17:26 +0100
        Re: Elektronen/Bit Patrick Schaefer <pa.schaefer@web.de> - 2018-11-02 17:28 +0100
          Re: Elektronen/Bit Andreas Fecht <forum@aftec.de> - 2018-11-02 20:50 +0100
    Re: Elektronen/Bit Roland Franzius <roland.franzius@uos.de> - 2018-11-02 18:24 +0100

#248709 — Elektronen/Bit

FromAndreas Fecht <forum@aftec.de>
Date2018-11-02 13:50 +0100
SubjectElektronen/Bit
Message-ID<prhh79$hef$1@solani.org>
Hallo Leute,

hat hier jemand eine Ahnung, wie groß die Ladung/Bit bei einer typischen 
SSD-Festplatte mit einigen 100 Gigabyte heutzutage ist? Wie viele 
Elektronen werden da maximal auf das Floating-Gate geschaufelt?

Mittels googeln finde ich irgendwie keine brauchbaren Antworten.

Gruß Andreas

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#248712

FromJoerg <news@analogconsultants.com>
Date2018-11-02 07:14 -0700
Message-ID<g434dfF3leaU1@mid.individual.net>
In reply to#248709
On 2018-11-02 05:50, Andreas Fecht wrote:
> Hallo Leute,
>
> hat hier jemand eine Ahnung, wie groß die Ladung/Bit bei einer typischen
> SSD-Festplatte mit einigen 100 Gigabyte heutzutage ist? Wie viele
> Elektronen werden da maximal auf das Floating-Gate geschaufelt?
>
> Mittels googeln finde ich irgendwie keine brauchbaren Antworten.
>


Das scheint inzwischen bis 500 Elektronen herunter zu gehen. Hier steht 
Info dazu drin und Figure 2 vom Hersteller Winbond ist interessant:

https://www.eetimes.com/document.asp?doc_id=1333091

Falls ein Mitleser ein wenig ueber die Grundlagen nachlesen moechte:

https://userpages.umbc.edu/~squire/images/ssd1.pdf

-- 
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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#248714

FromAndreas Fecht <forum@aftec.de>
Date2018-11-02 16:07 +0100
Message-ID<prhp7a$mqc$1@solani.org>
In reply to#248712
Am 02.11.2018 um 15:14 schrieb Joerg:
> On 2018-11-02 05:50, Andreas Fecht wrote:
>> Hallo Leute,
>>
>> hat hier jemand eine Ahnung, wie groß die Ladung/Bit bei einer typischen
>> SSD-Festplatte mit einigen 100 Gigabyte heutzutage ist? Wie viele
>> Elektronen werden da maximal auf das Floating-Gate geschaufelt?
>>
>> Mittels googeln finde ich irgendwie keine brauchbaren Antworten.
>>
> 
> 
> Das scheint inzwischen bis 500 Elektronen herunter zu gehen. Hier steht 
> Info dazu drin und Figure 2 vom Hersteller Winbond ist interessant:
> 
> https://www.eetimes.com/document.asp?doc_id=1333091
> 
> Falls ein Mitleser ein wenig ueber die Grundlagen nachlesen moechte:
> 
> https://userpages.umbc.edu/~squire/images/ssd1.pdf
> 

Vielen Dank, ist schon mal hilfreich.

Gruß Andreas

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#248713

FromEric Bruecklmeier <usenet@nerdcraft.de>
Date2018-11-02 16:03 +0100
Message-ID<g4379fF189gU1@mid.individual.net>
In reply to#248709
Am 02.11.2018 um 13:50 schrieb Andreas Fecht:
> Hallo Leute,
> 
> hat hier jemand eine Ahnung, wie groß die Ladung/Bit bei einer typischen 
> SSD-Festplatte mit einigen 100 Gigabyte heutzutage ist? Wie viele 
> Elektronen werden da maximal auf das Floating-Gate geschaufelt?
> 
> Mittels googeln finde ich irgendwie keine brauchbaren Antworten.
> 
> Gruß Andreas

Du mußt pro Bit und pro Zelle trennen, denn üblich sind heute multilevel 
Zellen. Ich würde mal schätzen, daß das bis wenige tausend e pro Zelle 
gehen kann... es ist aber schon einige Zeit her, daß ich mich mit sowas 
beschäftigt hatte.

-- 
Werbung:
https://www.buecher.de/shop/bier/bier-brauen/bruecklmeier-jan/products_products/detail/prod_id/48123843/

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#248715

FromAndreas Fecht <forum@aftec.de>
Date2018-11-02 16:14 +0100
Message-ID<prhpkk$n7c$1@solani.org>
In reply to#248713
Am 02.11.2018 um 16:03 schrieb Eric Bruecklmeier:
> Am 02.11.2018 um 13:50 schrieb Andreas Fecht:
>> Hallo Leute,
>>
>> hat hier jemand eine Ahnung, wie groß die Ladung/Bit bei einer 
>> typischen SSD-Festplatte mit einigen 100 Gigabyte heutzutage ist? Wie 
>> viele Elektronen werden da maximal auf das Floating-Gate geschaufelt?
>>
>> Mittels googeln finde ich irgendwie keine brauchbaren Antworten.
>>
>> Gruß Andreas
> 
> Du mußt pro Bit und pro Zelle trennen, denn üblich sind heute multilevel 
> Zellen. Ich würde mal schätzen, daß das bis wenige tausend e pro Zelle 
> gehen kann... es ist aber schon einige Zeit her, daß ich mich mit sowas 
> beschäftigt hatte.
> 

Was ich bis jetzt noch nirgendwo gelesen habe,
ist die mögliche Weiterverwendung der TLC-Versagerzellen.

Man könnte doch, wenn die Zellen als TLC nach einigen Löschvorgängen nix 
mehr taugen, sie als SLC weiterverwenden. Die TLC-Festplattengröße würde 
dann, wenn alle Zellen defekt sind, auf 1/3 des ursprünglichen Wertes 
fallen.

Immer noch besser als defekt und ab dann wäre die Haltbarkeit ca. 100x 
besser.

Gruß Andreas

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#248716

FromEric Bruecklmeier <usenet@nerdcraft.de>
Date2018-11-02 17:09 +0100
Message-ID<g43b57F189gU2@mid.individual.net>
In reply to#248715
Am 02.11.2018 um 16:14 schrieb Andreas Fecht:
> Am 02.11.2018 um 16:03 schrieb Eric Bruecklmeier:
>> Am 02.11.2018 um 13:50 schrieb Andreas Fecht:
>>> Hallo Leute,
>>>
>>> hat hier jemand eine Ahnung, wie groß die Ladung/Bit bei einer 
>>> typischen SSD-Festplatte mit einigen 100 Gigabyte heutzutage ist? Wie 
>>> viele Elektronen werden da maximal auf das Floating-Gate geschaufelt?
>>>
>>> Mittels googeln finde ich irgendwie keine brauchbaren Antworten.
>>>
>>> Gruß Andreas
>>
>> Du mußt pro Bit und pro Zelle trennen, denn üblich sind heute 
>> multilevel Zellen. Ich würde mal schätzen, daß das bis wenige tausend 
>> e pro Zelle gehen kann... es ist aber schon einige Zeit her, daß ich 
>> mich mit sowas beschäftigt hatte.
>>
> 
> Was ich bis jetzt noch nirgendwo gelesen habe,
> ist die mögliche Weiterverwendung der TLC-Versagerzellen.
> 
> Man könnte doch, wenn die Zellen als TLC nach einigen Löschvorgängen nix 
> mehr taugen, sie als SLC weiterverwenden. Die TLC-Festplattengröße würde 
> dann, wenn alle Zellen defekt sind, auf 1/3 des ursprünglichen Wertes 
> fallen.

Wäre recht aufwendig und lohnt bei den Preisen wohl nicht...


-- 
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#248717

FromPatrick Schaefer <pa.schaefer@web.de>
Date2018-11-02 17:26 +0100
Message-ID<g43c52F5br7U1@mid.individual.net>
In reply to#248715
Am 02.11.2018 16:14 schrieb Andreas Fecht:

 > Man könnte doch, wenn die Zellen als TLC nach einigen Löschvorgängen nix
 > mehr taugen, sie als SLC weiterverwenden. Die TLC-Festplattengröße würde
 > dann, wenn alle Zellen defekt sind, auf 1/3 des ursprünglichen Wertes
 > fallen.

Das heisst in der Praxis, das nur noch die ladungsmäßig gesehen äußeren 
beiden Zustände geschrieben und beim Lesen die unteren Bits ignoriert 
werden. Sowas könnte man in der Controller-Firmware implementieren. Ob 
es einer macht entzieht sich meiner Kenntnis.

Was allerdings gemacht wird, ist dass TLC-Zellen generell von der 
Controller-Firmware als SLC-Zellen genutzt werden, um damit einen 
schnellen Cache aufzubauen.


Patrick



BTW: 1/8 des ursprünglichen Wertes, nicht 1/3. TLC speichert drei Bit 
pro Zelle, das sind acht Zustände. MLC zwei Bit, also vier Zustände.

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#248718

FromPatrick Schaefer <pa.schaefer@web.de>
Date2018-11-02 17:28 +0100
Message-ID<g43ca4F5br7U2@mid.individual.net>
In reply to#248715
Am 02.11.2018 16:14 schrieb Andreas Fecht:

 > Man könnte doch, wenn die Zellen als TLC nach einigen Löschvorgängen nix
 > mehr taugen, sie als SLC weiterverwenden. Die TLC-Festplattengröße würde
 > dann, wenn alle Zellen defekt sind, auf 1/3 des ursprünglichen Wertes
 > fallen.

Das heisst in der Praxis, das nur noch die ladungsmäßig gesehen äußeren 
beiden Zustände geschrieben und beim Lesen die unteren Bits ignoriert 
werden. Sowas könnte man in der Controller-Firmware implementieren. Ob 
es einer macht entzieht sich meiner Kenntnis.

Was allerdings gemacht wird, ist dass TLC-Zellen dauerhaft von der 
Controller-Firmware als SLC-Zellen genutzt werden, um damit einen 
schnellen Cache aufzubauen.


Patrick



[Edit] BTW gelöscht

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#248720

FromAndreas Fecht <forum@aftec.de>
Date2018-11-02 20:50 +0100
Message-ID<pri9qa$475$1@solani.org>
In reply to#248718
Am 02.11.2018 um 17:28 schrieb Patrick Schaefer:
> Am 02.11.2018 16:14 schrieb Andreas Fecht:
> 
>  > Man könnte doch, wenn die Zellen als TLC nach einigen Löschvorgängen nix
>  > mehr taugen, sie als SLC weiterverwenden. Die TLC-Festplattengröße würde
>  > dann, wenn alle Zellen defekt sind, auf 1/3 des ursprünglichen Wertes
>  > fallen.
> 
> Das heisst in der Praxis, das nur noch die ladungsmäßig gesehen äußeren 
> beiden Zustände geschrieben und beim Lesen die unteren Bits ignoriert 
> werden. Sowas könnte man in der Controller-Firmware implementieren. Ob 
> es einer macht entzieht sich meiner Kenntnis.
> 
> Was allerdings gemacht wird, ist dass TLC-Zellen dauerhaft von der 
> Controller-Firmware als SLC-Zellen genutzt werden, um damit einen 
> schnellen Cache aufzubauen.

Die Verwaltungsdaten für das wear leveling ist auch in SLCs gespeichert.

Gruß Andreas

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#248719

FromRoland Franzius <roland.franzius@uos.de>
Date2018-11-02 18:24 +0100
Message-ID<pri18h$25p$1@news.albasani.net>
In reply to#248709
Am 02.11.2018 um 13:50 schrieb Andreas Fecht:
> Hallo Leute,
> 
> hat hier jemand eine Ahnung, wie groß die Ladung/Bit bei einer typischen 
> SSD-Festplatte mit einigen 100 Gigabyte heutzutage ist? Wie viele 
> Elektronen werden da maximal auf das Floating-Gate geschaufelt?
> 
> Mittels googeln finde ich irgendwie keine brauchbaren Antworten.
> 

Derzeit ist die optische Linien-Auflösung für die Herstellung der 
Schablonen für die Dotierung minimal  10^-8 Meter oder 100 Gitterkonstanten.

  Das Speichervolumen wäre dann ein Gitterblock von ca  10^6 
Silizumatomen, oder bei einer p/n Dotierung von  10^-4..10^-6  zwischen 
100 und 1 Elektonen oder Löcher, die das Bit repräsentieren.

-- 

Roland Franzius

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