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Groups > de.sci.electronics > #248369 > unrolled thread

Attiny13: Reset PIN auch als ADC0 nutzen?

Started by"Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de>
First post2018-10-22 12:19 +0000
Last post2018-10-24 09:37 +0200
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  Attiny13: Reset PIN auch als ADC0 nutzen? "Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> - 2018-10-22 12:19 +0000
    Re: Attiny13: Reset PIN auch als ADC0 nutzen? Michael Bäuerle <michael.baeuerle@stz-e.de> - 2018-10-22 15:35 +0200
    Re: Attiny13: Reset PIN auch als ADC0 nutzen? Frank Buss <fb@frank-buss.de> - 2018-10-23 01:14 +0200
      Re: Attiny13: Reset PIN auch als ADC0 nutzen? Frank Buss <fb@frank-buss.de> - 2018-10-23 01:50 +0200
      Re: Attiny13: Reset PIN auch als ADC0 nutzen? "Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> - 2018-10-23 07:00 +0000
        Re: Attiny13: Reset PIN auch als ADC0 nutzen? Frank Buss <fb@frank-buss.de> - 2018-10-23 10:35 +0200
          Re: Attiny13: Reset PIN auch als ADC0 nutzen? "Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> - 2018-10-23 09:03 +0000
            Re: Attiny13: Reset PIN auch als ADC0 nutzen? Frank Buss <fb@frank-buss.de> - 2018-10-23 11:17 +0200
              Re: Attiny13: Reset PIN auch als ADC0 nutzen? "Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> - 2018-10-23 11:31 +0000
                Re: Attiny13: Reset PIN auch als ADC0 nutzen? Frank Buss <fb@frank-buss.de> - 2018-10-24 01:55 +0200
                  Re: Attiny13: Reset PIN auch als ADC0 nutzen? olaf <olaf@criseis.ruhr.de> - 2018-10-24 07:47 +0200
                    Re: Attiny13: Reset PIN auch als ADC0 nutzen? "Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> - 2018-10-24 07:56 +0000
                      Re: Attiny13: Reset PIN auch als ADC0 nutzen? Frank Buss <fb@frank-buss.de> - 2018-10-24 11:26 +0200
                        Re: Attiny13: Reset PIN auch als ADC0 nutzen? olaf <olaf@criseis.ruhr.de> - 2018-10-24 11:47 +0200
                          Re: Attiny13: Reset PIN auch als ADC0 nutzen? Frank Buss <fb@frank-buss.de> - 2018-10-24 18:08 +0200
                        Re: Attiny13: Reset PIN auch als ADC0 nutzen? "Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de> - 2018-10-24 10:42 +0000
                  Re: Attiny13: Reset PIN auch als ADC0 nutzen? Rainer Knaepper <rainerk@smial.prima.de> - 2018-10-24 09:19 +0200
                  Re: Attiny13: Reset PIN auch als ADC0 nutzen? Michael Bäuerle <michael.baeuerle@stz-e.de> - 2018-10-24 09:37 +0200

#248369 — Attiny13: Reset PIN auch als ADC0 nutzen?

From"Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de>
Date2018-10-22 12:19 +0000
SubjectAttiny13: Reset PIN auch als ADC0 nutzen?
Message-ID<g35thkFsi3jU2@mid.individual.net>
Kann ich beim Attiny13 eigentlich PB5 als Analogeingang nutzen, ohne
die Resetfunktion via Fuses zu deaktivieren?
Meine Idee war, eine TL431 über einen Widerstand an den Pin zu hängen. 
Die knapp 2.5V liegen oberhalb der Resetschwelle, zumindest solange 
der µC mit 3V oder höher betrieben wird.
Wenn ich nun für den ADC die Vcc als Referenz verwende, könnte ich 
den Wert and ADC0 lesen und damit Vcc bestimmen.
Das Datenblatt ist bzgl. dieser Angaben etwas dürftig, oder ich nicht
in der Lage, die richtige Stelle zu finden.

-- 
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de

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#248372

FromMichael Bäuerle <michael.baeuerle@stz-e.de>
Date2018-10-22 15:35 +0200
Message-ID<AABbzdISKwQAAABL.A1.flnews@WStation5.stz-e.de>
In reply to#248369
Peter Heitzer wrote:
> 
> Kann ich beim Attiny13 eigentlich PB5 als Analogeingang nutzen, ohne
> die Resetfunktion via Fuses zu deaktivieren?
> Meine Idee war, eine TL431 über einen Widerstand an den Pin zu hängen. 
> Die knapp 2.5V liegen oberhalb der Resetschwelle, zumindest solange 
> der µC mit 3V oder höher betrieben wird.

Im Datenblatt steht:
| 
| Symbol Parameter             Condition           Min     Typ  Max      Units
| ----------------------------------------------------------------------------
| VRST   RESET Pin Threshold   VCC = 1.8V - 5.5V   0.2*VCC      0.9*VCC  V
|        Voltage             

Die Schwelle dürfte dann (@3V Supply ohne Toleranz) bei bis zu 2.7V
liegen.

> Wenn ich nun für den ADC die Vcc als Referenz verwende, könnte ich 
> den Wert and ADC0 lesen und damit Vcc bestimmen.
> Das Datenblatt ist bzgl. dieser Angaben etwas dürftig, oder ich nicht
> in der Lage, die richtige Stelle zu finden.

Der ADC sollte an /RESET messen können, so würde ich das auch inter-
pretieren. Aber natürlich nur, wenn die CPU noch läuft s.o.

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#248385

FromFrank Buss <fb@frank-buss.de>
Date2018-10-23 01:14 +0200
Message-ID<pqlllk$6ha$1@newsreader4.netcologne.de>
In reply to#248369
On 10/22/2018 02:19 PM, Peter Heitzer wrote:
> Kann ich beim Attiny13 eigentlich PB5 als Analogeingang nutzen, ohne
> die Resetfunktion via Fuses zu deaktivieren?
> Meine Idee war, eine TL431 über einen Widerstand an den Pin zu hängen.
> Die knapp 2.5V liegen oberhalb der Resetschwelle, zumindest solange
> der µC mit 3V oder höher betrieben wird.
> Wenn ich nun für den ADC die Vcc als Referenz verwende, könnte ich
> den Wert and ADC0 lesen und damit Vcc bestimmen.
> Das Datenblatt ist bzgl. dieser Angaben etwas dürftig, oder ich nicht
> in der Lage, die richtige Stelle zu finden.

Du könntest es einfach ausprobieren. Oder wenn du keinen Reset brauchst, 
dann kannst du den auch einfach deaktivieren. Übrigens mit dem sehr 
empfehlenswerten TL866 Programmer kann man auch so einen konfigurierten 
Chip wieder programmieren, da der high-voltage programming benutzt 
(allerdings dann nicht in der Schaltung selbst). Also kein "bricken" 
mehr möglich durch falsch gesetzte Fuses.

Ich habe hier einen ATTiny25 herumliegen, ist ähnlich zum ATTiny13. Dort 
ist die gemessene Reset-Schwelle bei 3 V Versorungsspannung ca. 1,5 V. 
Aber man sollte natürlich immer vom Worst-Case ausgehen wie im 
Datenblatt beschrieben, was bei deinem IC 0.9 * VCC sein kann, also bis 
zu 2,7 V. Habe es mal ausprobiert, der ADC an diesem Pin funktioniert 
auch dann, wenn er die Reset-Funktion hat.

Beim ATTiny25 kannst du dir den externen TL431 übrigens sparen und ganz 
ohne externen Pin VCC feststellen: Selektiere den Kanal Vbg (das ist die 
1.1 V Bandgap Referenz) in ADMUX und dann VCC als Referenz. Die Spannung 
VCC kannst du dann so berechnen: VCC=1024*1.1/ADC_Wert. Außerdem kann 
das IC auch differentielle Spannungen messen, mit schaltbaren 20-fach 
Gain, die Temperatur messen, und den Abwasch machen (ok, letzteres nicht 
:-) Und kostet ungefähr dasselbe wie der ATTiny13.

-- 
Frank Buss, http://www.frank-buss.de
electronics and more: http://www.youtube.com/user/frankbuss

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#248386

FromFrank Buss <fb@frank-buss.de>
Date2018-10-23 01:50 +0200
Message-ID<pqlnnc$85s$1@newsreader4.netcologne.de>
In reply to#248385
PS: der ATTiny9 für 28 Cent kann übrigens auch nette Musik spielen, ohne 
DAC, per PWM:

https://www.youtube.com/watch?v=ycfYZpyQRzw

Müsste auch auf einem ATTiny13 und ATTiny25 laufen. Aber das wäre 
ziemliche Verschwendung, kosten doppelt so viel :-)

Ich müsste mal probieren, ob das auch mit dem 3 Cent Microcontroller geht:

https://www.youtube.com/watch?v=VYhAGnsnO7w

Da müssten doch eigentlich die Materialkosten schon höher sein?

-- 
Frank Buss, http://www.frank-buss.de
electronics and more: http://www.youtube.com/user/frankbuss

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#248389

From"Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de>
Date2018-10-23 07:00 +0000
Message-ID<g37v7mFbqkpU1@mid.individual.net>
In reply to#248385
Frank Buss <fb@frank-buss.de> wrote:
>On 10/22/2018 02:19 PM, Peter Heitzer wrote:
>> Kann ich beim Attiny13 eigentlich PB5 als Analogeingang nutzen, ohne
>> die Resetfunktion via Fuses zu deaktivieren?
>> Meine Idee war, eine TL431 über einen Widerstand an den Pin zu hängen.
>> Die knapp 2.5V liegen oberhalb der Resetschwelle, zumindest solange
>> der µC mit 3V oder höher betrieben wird.
>> Wenn ich nun für den ADC die Vcc als Referenz verwende, könnte ich
>> den Wert and ADC0 lesen und damit Vcc bestimmen.
>> Das Datenblatt ist bzgl. dieser Angaben etwas dürftig, oder ich nicht
>> in der Lage, die richtige Stelle zu finden.

>Du könntest es einfach ausprobieren. Oder wenn du keinen Reset brauchst, 
>dann kannst du den auch einfach deaktivieren. Übrigens mit dem sehr 
Genau das wollte ich vermeiden, da ich nur das EVAL-Board von Pollin
zum Programmieren habe und mir auch keinen anderen Programmer zulegen möchte.

>Ich habe hier einen ATTiny25 herumliegen, ist ähnlich zum ATTiny13. Dort 
>ist die gemessene Reset-Schwelle bei 3 V Versorungsspannung ca. 1,5 V. 
>Aber man sollte natürlich immer vom Worst-Case ausgehen wie im 
>Datenblatt beschrieben, was bei deinem IC 0.9 * VCC sein kann, also bis 
>zu 2,7 V. Habe es mal ausprobiert, der ADC an diesem Pin funktioniert 
>auch dann, wenn er die Reset-Funktion hat.

>Beim ATTiny25 kannst du dir den externen TL431 übrigens sparen und ganz 
>ohne externen Pin VCC feststellen: Selektiere den Kanal Vbg (das ist die 
>1.1 V Bandgap Referenz) in ADMUX und dann VCC als Referenz. Die Spannung 
>VCC kannst du dann so berechnen: VCC=1024*1.1/ADC_Wert. Außerdem kann 
>das IC auch differentielle Spannungen messen, mit schaltbaren 20-fach 
>Gain, die Temperatur messen, und den Abwasch machen (ok, letzteres nicht 
>:-) Und kostet ungefähr dasselbe wie der ATTiny13.
Von den ATTiny13 habe ich aber noch ein paar rumliegen. Ich könnte
natürlich dessen interne Referenz benutzen, müsste aber dann den exakten
Wert erst ermitteln und ins EEPROM schreiben. Mit der TL431 an PB5 könnte
ich mir das sparen.

-- 
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de

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#248394

FromFrank Buss <fb@frank-buss.de>
Date2018-10-23 10:35 +0200
Message-ID<pqmmh3$qs5$1@newsreader4.netcologne.de>
In reply to#248389
On 10/23/2018 09:00 AM, Peter Heitzer wrote:
> Genau das wollte ich vermeiden, da ich nur das EVAL-Board von Pollin
> zum Programmieren habe und mir auch keinen anderen Programmer zulegen möchte.

Kommt natürlich drauf an, was du sonst noch so machst, aber ich habe den 
TL866 schon öfters für verschiedene Dinge brauchen können. Der kann so 
gut wie alles programmieren und auslesen, was es gibt:

http://www.autoelectric.cn/MiniPro/MiniProSupportList.txt

und koset weniger als 40 Euro bei eBay.

> Von den ATTiny13 habe ich aber noch ein paar rumliegen. Ich könnte
> natürlich dessen interne Referenz benutzen, müsste aber dann den exakten
> Wert erst ermitteln und ins EEPROM schreiben. Mit der TL431 an PB5 könnte
> ich mir das sparen.

Die ADC-Spannung kann nicht höher sein, als die eingestellte Referenz, 
gibt sonst immer 1023 als Wert. Das würde also nicht gehen.

Kalibrierung mit einem ATTiny25 wäre nicht schwer: so programmieren, daß 
wenn das EEPROM leer ist (wird dann wohl 255 lesen), eine 
Kalibrierungsroutine durchlaufen wird. Dann nach dem Programmieren 
einmal definiert an 3 V starten und es sollte sich automatisch kalibrieren.

Aber mit einem TL431 und deinem ATTiny13 sollte es dann wohl auch gehen, 
wenn die Versorgungsspannung nicht niedriger als 2,7 V sein kann. Wenn 
es nur eine Einzelanwendung ist, ginge es wohl auch niedriger, das 
kannst du dann ja individuell ausmessen.

Ein normaler ATTiny13 kann aber sowieso nicht mit weniger als 2,7 V 
betrieben werden. Nur wenn du einen ATTiny13V (oder ATTiny25V) hättest, 
geht es runter bis 1,8 V, aber bei 1,8 V nur bis 4 MHz. Aber mit der 
Defaultbelegung der Fuses läuft er sowieso nur mit 1 MHz.

Wenn übrigens der power-down Sleepmodus eingestellt ist, dann habe ich 
bei 4 V Versorgungsspannung nur ca. 80 nA Stromverbrauch gemessen. Ist 
etwas trickreich, in C geht das so:

#include <avr/sleep.h>

void sleep()
{
	// Power-Down Sleep Modus setzen und Sleep aktivieren
	set_sleep_mode(SLEEP_MODE_PWR_DOWN);
	sleep_enable();

	// brown-out detection deaktiveren
	sleep_bod_disable();

	// Interrupts erlauben
	sei();

	// in den Sleep Modus gehen
	sleep_cpu();

	// Sleep deaktivieren
	sleep_disable();
}

Und man muß natürlich aufpassen, alle Eingänge auf definiert low oder 
high zu haben usw.

Bei einem PIC12F1572 bin ich nur auf 9 uA gekommen. Nur ein PIC12LF1572 
verbraucht weniger, maximal 20 nA bei 1,8 V und gemessen habe ich 13,3 
nA bei 3,3 V. Aber dafür geht der leider nicht bis 5 V 
Versorgungsspannung und ist generell schlechter, als der ATTiny, da man 
z.B. den Reset-Pin nur als Eingang schalten kann und dann auch nicht den 
internen Pullup wegschalten kann.

-- 
Frank Buss, http://www.frank-buss.de
electronics and more: http://www.youtube.com/user/frankbuss

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#248396

From"Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de>
Date2018-10-23 09:03 +0000
Message-ID<g386egFcstjU1@mid.individual.net>
In reply to#248394
Frank Buss <fb@frank-buss.de> wrote:
>On 10/23/2018 09:00 AM, Peter Heitzer wrote:
>> Genau das wollte ich vermeiden, da ich nur das EVAL-Board von Pollin
>> zum Programmieren habe und mir auch keinen anderen Programmer zulegen möchte.

>Kommt natürlich drauf an, was du sonst noch so machst, aber ich habe den 
>TL866 schon öfters für verschiedene Dinge brauchen können. Der kann so 
>gut wie alles programmieren und auslesen, was es gibt:

>http://www.autoelectric.cn/MiniPro/MiniProSupportList.txt
GALs und 16 Bit EPROMs wären schon interessant

>und koset weniger als 40 Euro bei eBay.


>> Von den ATTiny13 habe ich aber noch ein paar rumliegen. Ich könnte
>> natürlich dessen interne Referenz benutzen, müsste aber dann den exakten
>> Wert erst ermitteln und ins EEPROM schreiben. Mit der TL431 an PB5 könnte
>> ich mir das sparen.

>Die ADC-Spannung kann nicht höher sein, als die eingestellte Referenz, 
>gibt sonst immer 1023 als Wert. Das würde also nicht gehen.
Ich näme ja Vcc als Referenz und bei Vcc >= 3V kann ich die 2.5V der TL431
damit messen. Da ich die Spannung der TL431 kenne, kann ich 
aus dem gemessenen Wert die Höhe von Vcc bestimmen. 

>Kalibrierung mit einem ATTiny25 wäre nicht schwer: so programmieren, daß 
>wenn das EEPROM leer ist (wird dann wohl 255 lesen), eine 
>Kalibrierungsroutine durchlaufen wird. Dann nach dem Programmieren 
>einmal definiert an 3 V starten und es sollte sich automatisch kalibrieren.

>Aber mit einem TL431 und deinem ATTiny13 sollte es dann wohl auch gehen, 
>wenn die Versorgungsspannung nicht niedriger als 2,7 V sein kann. Wenn 
>es nur eine Einzelanwendung ist, ginge es wohl auch niedriger, das 
>kannst du dann ja individuell ausmessen.

>Ein normaler ATTiny13 kann aber sowieso nicht mit weniger als 2,7 V 
>betrieben werden. Nur wenn du einen ATTiny13V (oder ATTiny25V) hättest, 
>geht es runter bis 1,8 V, aber bei 1,8 V nur bis 4 MHz. Aber mit der 
>Defaultbelegung der Fuses läuft er sowieso nur mit 1 MHz.
Spannungsversorgung wäre wohl eine Li-Ion-Zelle. 

>Wenn übrigens der power-down Sleepmodus eingestellt ist, dann habe ich 
>bei 4 V Versorgungsspannung nur ca. 80 nA Stromverbrauch gemessen. Ist 
>etwas trickreich, in C geht das so:

>#include <avr/sleep.h>

>void sleep()
>{
>       // Power-Down Sleep Modus setzen und Sleep aktivieren
>       set_sleep_mode(SLEEP_MODE_PWR_DOWN);
>       sleep_enable();

>       // brown-out detection deaktiveren
>       sleep_bod_disable();

>       // Interrupts erlauben
>       sei();

>       // in den Sleep Modus gehen
>       sleep_cpu();

>       // Sleep deaktivieren
>       sleep_disable();
>}

>Und man muß natürlich aufpassen, alle Eingänge auf definiert low oder 
>high zu haben usw.

>Bei einem PIC12F1572 bin ich nur auf 9 uA gekommen. Nur ein PIC12LF1572 
>verbraucht weniger, maximal 20 nA bei 1,8 V und gemessen habe ich 13,3 
>nA bei 3,3 V. Aber dafür geht der leider nicht bis 5 V 
>Versorgungsspannung und ist generell schlechter, als der ATTiny, da man 
>z.B. den Reset-Pin nur als Eingang schalten kann und dann auch nicht den 
>internen Pullup wegschalten kann.

-- 
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de

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#248397

FromFrank Buss <fb@frank-buss.de>
Date2018-10-23 11:17 +0200
Message-ID<pqmovj$s4l$1@newsreader4.netcologne.de>
In reply to#248396
On 10/23/2018 11:03 AM, Peter Heitzer wrote:
> Spannungsversorgung wäre wohl eine Li-Ion-Zelle.

Dann würde ich die TL431 Lösung nicht nehmen. Denn die 
Versorgungsspannung geht dann bis 4,2 V rauf und die Reset-Schwelle 
hängt prozentual von VCC ab, worst-case 0,9 * VCC, was dann bereits 3,78 
V wären.

Oder du programmierst den Reset Pin als normalen GPIO. Kannst ja alles 
gründlich testen und dann am Schluss die Fuse setzen. Der TL431 wäre 
wahrscheinlich schon genauer, auch ohne Kalibrierung.

-- 
Frank Buss, http://www.frank-buss.de
electronics and more: http://www.youtube.com/user/frankbuss

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#248404

From"Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de>
Date2018-10-23 11:31 +0000
Message-ID<g38f3uFekm3U1@mid.individual.net>
In reply to#248397
Frank Buss <fb@frank-buss.de> wrote:
>On 10/23/2018 11:03 AM, Peter Heitzer wrote:
>> Spannungsversorgung wäre wohl eine Li-Ion-Zelle.

>Dann würde ich die TL431 Lösung nicht nehmen. Denn die 
>Versorgungsspannung geht dann bis 4,2 V rauf und die Reset-Schwelle 
>hängt prozentual von VCC ab, worst-case 0,9 * VCC, was dann bereits 3,78 
>V wären.

>Oder du programmierst den Reset Pin als normalen GPIO. Kannst ja alles 
>gründlich testen und dann am Schluss die Fuse setzen. Der TL431 wäre 
>wahrscheinlich schon genauer, auch ohne Kalibrierung.

Ich könnte natürlich mit der TL431 und 1% Widerständen einen 3 V Shuntregler
bauen und damit den µC versorgen. Dann kann ich Vcc als Referenz verwenden.
Für Worstcase-Bedingungen habe ich dann nur 0.3 V, die ich als ADC0
sinnvoll auswerten könnte.
Interessant wäre zu wissen, ob die Schwellwerte bzgl. Reset für ein 
bestimmtes Exemplar langzeitstabil sind. 

BTW:
Auf dein anderes Posting hin habe ich mal bei Mouser geschaut, was es an
preiswerten AVR so gibt. Die ATTiny202/404 sind ja echt tolle Teile.
Für knapp 50ct (incl MWSt.) gibt es jede Menge Peripherie. Dagegen schauen
meine ATTiny13 ganz schön alt aus.

-- 
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de

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#248422

FromFrank Buss <fb@frank-buss.de>
Date2018-10-24 01:55 +0200
Message-ID<pqocdn$44l$1@newsreader4.netcologne.de>
In reply to#248404
On 10/23/2018 01:31 PM, Peter Heitzer wrote:
> 
> BTW:
> Auf dein anderes Posting hin habe ich mal bei Mouser geschaut, was es an
> preiswerten AVR so gibt. Die ATTiny202/404 sind ja echt tolle Teile.
> Für knapp 50ct (incl MWSt.) gibt es jede Menge Peripherie. Dagegen schauen
> meine ATTiny13 ganz schön alt aus.

Ja, der ATTiny13 scheint schon recht alt zu sein, letztes Datenblatt von 
2010.

Den ATTiny202 kannte ich noch nicht. Fractional baud rate generator für 
den USART und programmierbare Logik über zwei LUTs sieht sehr 
interessant aus. Da machen die sich aber mit einigen PICs jetzt selber 
Konkurrenz, die mit "Configurable Logic Cell" was ähnliches haben. 
Microchip ist ja dafür bekannt, auch noch uralte Chips liefern zu 
können, werden dann nur teurer. Hoffentlich werden die dann die 
Atmel-Chips auch im Programm lassen, die sind auch einfach schneller als 
die PICs, da der Befehlssatz leistungsfähiger ist.

-- 
Frank Buss, http://www.frank-buss.de
electronics and more: http://www.youtube.com/user/frankbuss

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#248424

Fromolaf <olaf@criseis.ruhr.de>
Date2018-10-24 07:47 +0200
Message-ID<kjd5af-rh3.ln1@criseis.ruhr.de>
In reply to#248422
Frank Buss <fb@frank-buss.de> wrote:

 >Den ATTiny202 kannte ich noch nicht. Fractional baud rate generator für 
 >den USART und programmierbare Logik über zwei LUTs sieht sehr 

Ah..sowas ist interessant. Das kenne ich von Renesas auch.
Und Silabs hat das auch in ihren Geckos. Bei letzteren fuehrt das dazu
das dann die Laenge eines Bits jeweil leicht schwankt. Es kommt dann
immer ein laengeres und ein kuerzeres Bit, so das sich im Mittel die
richtige Baudrate ergibt. 
Auf jedenfalls eine tolle Sache wenn einem aus anderen Gruenden eine
bestimmte Taktfrequenz aufgezwungen wird.

Olaf

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#248431

From"Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de>
Date2018-10-24 07:56 +0000
Message-ID<g3amu9Ft54tU1@mid.individual.net>
In reply to#248424
olaf <olaf@criseis.ruhr.de> wrote:
>Frank Buss <fb@frank-buss.de> wrote:

> >Den ATTiny202 kannte ich noch nicht. Fractional baud rate generator für 
> >den USART und programmierbare Logik über zwei LUTs sieht sehr 

>Ah..sowas ist interessant. Das kenne ich von Renesas auch.
>Und Silabs hat das auch in ihren Geckos. Bei letzteren fuehrt das dazu
>das dann die Laenge eines Bits jeweil leicht schwankt. Es kommt dann
>immer ein laengeres und ein kuerzeres Bit, so das sich im Mittel die
>richtige Baudrate ergibt. 
>Auf jedenfalls eine tolle Sache wenn einem aus anderen Gruenden eine
>bestimmte Taktfrequenz aufgezwungen wird.

Leider gibt es keine Möglichkeit, einen Quarz anzuschliessen, sondern
nur einen externen Takteingang. Bei 14 Pins wäre das IMO kein Problem
gewesen. Gerade für den 32 kHz RTC wäre eine exakte Frequenz von 
Vorteil, wenn man einen Datenlogger mit geringer Stromaufnahme
bauen möchte. 

-- 
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de

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#248435

FromFrank Buss <fb@frank-buss.de>
Date2018-10-24 11:26 +0200
Message-ID<pqpdrn$og3$1@newsreader4.netcologne.de>
In reply to#248431
On 10/24/2018 09:56 AM, Peter Heitzer wrote:
> 
> Leider gibt es keine Möglichkeit, einen Quarz anzuschliessen, sondern
> nur einen externen Takteingang. Bei 14 Pins wäre das IMO kein Problem
> gewesen. Gerade für den 32 kHz RTC wäre eine exakte Frequenz von
> Vorteil, wenn man einen Datenlogger mit geringer Stromaufnahme
> bauen möchte.

Externe Quarzoszillatoren sind nicht teuer:

https://www.digikey.de/short/jd08vw

Aber 2 mA Stromaufnahme sind natürlich schon eine Menge, wenn die CPU 
selbst nur ein paar uA braucht, weil die die meiste Zeit schläft.

Ich hatte mal den AB1815 getestet:

https://hackaday.io/project/20474-antique-nixie-clock/log/59422-ab1815-breakout-board-test

Der braucht laut Datenblatt maximal 220 nA. Kostet mit Quarz natürlich 
auch etwas mehr. Wenn man jetzt ein Analogexperte wie Jörg wäre, dann 
würde man sich wohl schnell einen externen 100 nA Pierce Oszillator 
selber bauen.

-- 
Frank Buss, http://www.frank-buss.de
electronics and more: http://www.youtube.com/user/frankbuss

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#248436

Fromolaf <olaf@criseis.ruhr.de>
Date2018-10-24 11:47 +0200
Message-ID<lmr5af-g5i.ln1@criseis.ruhr.de>
In reply to#248435
Frank Buss <fb@frank-buss.de> wrote:

 >auch etwas mehr. Wenn man jetzt ein Analogexperte wie Jörg wäre, dann 
 >würde man sich wohl schnell einen externen 100 nA Pierce Oszillator 
 >selber bauen.

Das glaube ich nicht. Auf deutlich unter 1mA bin ich noch nicht
gekommen. (bei 60Mhz)
Und das ist nicht so einfach wenn du wenig Phasenrauschen und
kompletten Temperaturgang von -40 bis +85C haben willst. 

Olaf

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#248439

FromFrank Buss <fb@frank-buss.de>
Date2018-10-24 18:08 +0200
Message-ID<pqq5e0$at6$1@newsreader4.netcologne.de>
In reply to#248436
On 10/24/2018 11:47 AM, olaf wrote:
> Frank Buss <fb@frank-buss.de> wrote:
> 
>   >auch etwas mehr. Wenn man jetzt ein Analogexperte wie Jörg wäre, dann
>   >würde man sich wohl schnell einen externen 100 nA Pierce Oszillator
>   >selber bauen.
> 
> Das glaube ich nicht. Auf deutlich unter 1mA bin ich noch nicht
> gekommen. (bei 60Mhz)
> Und das ist nicht so einfach wenn du wenig Phasenrauschen und
> kompletten Temperaturgang von -40 bis +85C haben willst.

Aber bei 32 kHz würde man weniger Strom brauchen, denke ich mal? Also 
zumindest der AB1815 braucht nur 220 nA und zählt dabei auch noch.

-- 
Frank Buss, http://www.frank-buss.de
electronics and more: http://www.youtube.com/user/frankbuss

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#248437

From"Peter Heitzer" <peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de>
Date2018-10-24 10:42 +0000
Message-ID<g3b0k8Fn2aU1@mid.individual.net>
In reply to#248435
Frank Buss <fb@frank-buss.de> wrote:
>On 10/24/2018 09:56 AM, Peter Heitzer wrote:
>> 
>> Leider gibt es keine Möglichkeit, einen Quarz anzuschliessen, sondern
>> nur einen externen Takteingang. Bei 14 Pins wäre das IMO kein Problem
>> gewesen. Gerade für den 32 kHz RTC wäre eine exakte Frequenz von
>> Vorteil, wenn man einen Datenlogger mit geringer Stromaufnahme
>> bauen möchte.

>Externe Quarzoszillatoren sind nicht teuer:

>https://www.digikey.de/short/jd08vw

>Aber 2 mA Stromaufnahme sind natürlich schon eine Menge, wenn die CPU 
>selbst nur ein paar uA braucht, weil die die meiste Zeit schläft.

Ich habe noch mal geschaut. Es gibt auch die ATtiny214/414/814,
welche einen externen 32768 Hz Quarz betreiben können.
Im Standby mit laufender RTC werden bei 3V ca. 1 µA angegeben.
Sie kosten in etwa gleich viel wie die anderen.

Einziger Nachteil der neuen ATtiny ist, daß es sie nicht mehr in PDIP mit
100 mil gibt, aber SOIC mit 50 mil ist auch noch kein so grosses Problem.

- 
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, peter.heitzer@rz.uni-regensburg.de

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#248429

FromRainer Knaepper <rainerk@smial.prima.de>
Date2018-10-24 09:19 +0200
Message-ID<EZV6ygEDrLB@smial.prima.de>
In reply to#248422
fb@frank-buss.de (Frank Buss)  am 24.10.18 um 01:55:

> Den ATTiny202 kannte ich noch nicht.

Nur Verwandte. Als Freizeitbastler gugge ich ja immer nur nach Chips,
die man in DIL-Fassungen stecken kann ;-)

> Hoffentlich werden die
> dann die Atmel-Chips auch im Programm lassen,

Das wird letztlich durch den Markterfolg entschieden, aber da es eine
ganze Reihe "future products" gibt, scheint derzeit keine Absicht zu
bestehen, die Familie einzustellen.

Rainer

-- 
Rainer klingt auf jeden Fall schwul! Realnamen sind scheisse!
(daruler@web.de in de.rec.fotografie)

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#248433

FromMichael Bäuerle <michael.baeuerle@stz-e.de>
Date2018-10-24 09:37 +0200
Message-ID<AABb0CE14FIAAAYz.A1.flnews@WStation5.stz-e.de>
In reply to#248422
Frank Buss wrote:
> On 10/23/2018 01:31 PM, Peter Heitzer wrote:
> > 
> > BTW:
> > Auf dein anderes Posting hin habe ich mal bei Mouser geschaut, was es an
> > preiswerten AVR so gibt. Die ATTiny202/404 sind ja echt tolle Teile.
> > Für knapp 50ct (incl MWSt.) gibt es jede Menge Peripherie. Dagegen schauen
> > meine ATTiny13 ganz schön alt aus.
> 
> Ja, der ATTiny13 scheint schon recht alt zu sein, letztes Datenblatt 
> von 2010.

Ich habe hier eines von 2004 liegen.

> Den ATTiny202 kannte ich noch nicht. Fractional baud rate generator für 
> den USART und programmierbare Logik über zwei LUTs sieht sehr 
> interessant aus. Da machen die sich aber mit einigen PICs jetzt selber 
> Konkurrenz, die mit "Configurable Logic Cell" was ähnliches haben.

Das erklärte Ziel ist, in Zukunft intern für beide Linien die gleichen
Peripherie-Einheiten zu verwenden.

> Microchip ist ja dafür bekannt, auch noch uralte Chips liefern zu 
> können, werden dann nur teurer.

Das ist die positive Seite. Microchip hatte allerdings auch Chips auf
den Markt gebracht, die nicht zu Ende entwickelt zu sein schienen.

Ob sie das alte Zeug von Atmel ewig weiter pflegen wollen ist die
eine Sache. Aber für die neuen, selbst entwickelten AVRs werden sie
hoffentlich die lange Lieferbarkeit der PICs übernehmen.

> Hoffentlich werden die dann die 
> Atmel-Chips auch im Programm lassen, die sind auch einfach schneller 
> als die PICs, da der Befehlssatz leistungsfähiger ist.

Der neue AVR-Kern von Microchip benötigt gemäß "megaAVR® 0-Series"
Manual für die Befehle ST und PUSH nur noch einen Takt:
<http://ww1.microchip.com/downloads/en/DeviceDoc/40002015A.pdf>

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