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Groups > de.sci.electronics > #316624

Re: Heizkreise individuell einstellen

From Peter Thoms <dl6lat@darc.de>
Newsgroups de.sci.electronics
Subject Re: Heizkreise individuell einstellen
Date 2022-01-12 17:25 +0100
Message-ID <srmve6$10k$1@solani.org> (permalink)
References <1pkhked.1dfh2ds1c3v0dqN@marc.my-fqdn.de>

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Am 20.12.21 um 12:42 schrieb Marc Stibane:
> In unserer neuen Wohnung sind am Verteiler der Fußbodenheizung 11 Stück
> dieser Stellantriebe verbaut:
> <https://www.amazon.de/COSMO-TS-Standard-Stellantrieb-stroml-Aufst/dp/B07L4M4PYB>
> Die Techniker haben netterweise notiert, wie lang die 11 Heizkreise
> jeweils sind. Das kürzeste sind 8m (Vorzimmer / Diele, dort ist auch der
> Verteiler, d.h. alle Zuleitungen der anderen Heizkreise gehen eh schon
> durch das Vorzimmer - ich hätte da gar keinen eigenen Heizkreis mehr
> installiert), der längste Kreis hat 80m (Wohnküche Kreis 4/4).
> Für das Badezimmer, Schlafzimmer (2 Kreise) und Arbeitszimmer (2 Kreise)
> gibt es jeweils einen separaten Thermostat, aber Wohnküche, WC und
> Vorzimmer teilen sich einen. Der ist zwar "intelligent" und kann u.a.
> Nachtabsenkung und tagesindividuelle Programmierung während die anderen
> drei einfach nur die vorgegebene Temperatur halten, aber da er nur einen
> einzigen Steuerausgang hat sind die 4 Heizkreise der Wohnküche einfach
> mit Vorzimmer und WC parallel geschaltet.
> Das ist natürlich großer Murks, denn logischerweise heizen die 8m
> Vorzimmer beim selben Durchlauf erheblich mehr als die 80m WoKü4 *).
> Resultat: Kalte Füße bei der Couch, aber die Schuhe im Vorzimmer werden
> sinnlos geröstet.
> 
> Die Stellantriebe haben einen mechanischen Override, mit dem man die
> minimale Öffnung vorgeben kann. Elektrisch kann der dann immer noch mehr
> öffnen, aber halt nicht weniger.
> Erste Maßnahme: Kabel für den Stellantrieb des Vorzimmerkreises
> abklemmen. Dort braucht man gar keine Heizleistung, sondern der
> Luftaustausch mit den anderen Räumen reicht.
> Und zweitens die minimale Öffnung der längsten beiden (von 4) Kreise der
> Wohnküche von Null auf 30-50% drehen, damit die auch weiter durchflossen
> werden wenn der Thermostat die anderen ganz abschaltet. Im Idealfall
> wird dann der Großteil des Wärmebedarfs der Wohnküche hinten bei der
> Couch generiert und nicht vorne im Durchgang zum Rest der Wohnung (wo
> auch der Thermostat sitzt). Der Nachteil davon ist natürlich der
> mechanische Override, d.h. man kann diese beiden Heizkreise nicht mehr
> per Thermostat runterregeln oder ganz ausschalten, sondern da wird immer
> geheizt.
> 
> Aber eigentlich ist das Murks. Was man will ist für jeden Heizkreis
> individuell festlegen, wieviel Wärme prozentual dort generiert werden
> soll, und nicht sechs Kreise mit stark unterschiedlichen Rohrlängen mit
> nur einem gemeinsamen Thermostat steuern.
> Das kann auch gerne statisch sein, z.B. Heizkreis 4 bekommt immer 50%
> mehr Durchfluss als Kreis 3.
> 
> Derzeit sind die Heizkreise bzw. Stellantriebe elektrisch einfach in 4
> Gruppen (für die 4 Thermostate) parallel geschaltet, und zwar mit 4
> Lüsterklemmen. Im Bad gibt es nur einen Heizkreis, folglich geht nur
> eine Leitung in diese Klemme. Im Schlafzimmer gibt es zwei, aber da
> heizen wir eh nicht. Nachts ist ein Fenster gekippt (kalt schlafen ist
> gesund :-) und die Tür zu. Tags bleibt die Tür offen, das Fenster zu,
> und der Luftaustausch wärmt das Zimmer ausreichend.
> Auch im Arbeitszimmer gibt es zwei Kreise - und alle anderen sechs Kabel
> sind in eine einzige Lüsterklemme gequetscht für den Haupt-Thermostat.
> 
> Wenn ich das richtig verstanden habe schaltet der auch nur die
> Stellantriebe an oder aus und es gibt keine Zwischenstellung. Gesteuert
> wird also über das Tastverhältnis, mit einer Hysterese von 0,4 Grad (das
> ist die maximale Abweichung vom Sollwert die ich die letzten Tage
> gesehen habe). Der Haupt-Thermostat ist wohl lernfähig und merkt sich
> wie lange es dauert bis die Temperatur nach dem Einschalten steigt bzw.
> nach dem Ausschalten wieder fällt, und kann somit die Hysterese
> minimieren.
> Die drei Zimmerthermostate haben eine Status-LED wo sie anzeigen ob
> gerade geheizt wird oder nicht. Drehen am Poti (Sollwert ändern)
> schaltet die und somit die dadurch gesteuerten Stellantriebe ein bzw.
> aus.
> 
> Man hat also ein Rechteck-Signal was mehrfach am Tag zwischen 1 und 0
> wechselt. Wobei "1" hier 230V bedeutet. Ich brauche also eine Schaltung
> welche nach einer bzw zwei Minuten an eine Minute ausschaltet, damit ich
> die vorderen beiden Heizkreise der Wohnküche auf 1/2 bzw. 2/3 der
> Leistung der hinteren beiden schalten kann. Und dasselbe im
> Arbeitszimmer, auch da brauche ich die Wärme eher hinten am Fenster und
> nicht vorne an der Tür.
> Nun muss man noch beachten dass die Stellantriebe eine ganze Weile
> brauchen um umzuschalten. Wenn man die Einschaltdauer zu kurz wählt, ist
> der Durchfluss noch gar nicht ganz geöffnet und wird schon wieder
> geschlossen. Also besser nach 6 Min. ein für 3 Min. aus als 2 Min. / 1
> Min.
> Klingt nach einem simplen astabilen Multivibrator **) und einem Relais.
> Diskret aufbauen oder gibt es sowas fertig zu kaufen?
> 
> *)
> <https://www.haustec.de/heizung/waermeverteilung/5-fehler-bei-der-verlegung-von-fussbodenheizungen>
>    | besteht ein erheblicher Längenunterschied zwischen unterschiedlichen
>    | Kreisen, kommt es zu hydraulischen Problemen: Der eine Kreis wird zu
>    | stark durchströmt, während beim anderen der Durchfluss zu gering ist
> 
> **) <https://de.wikipedia.org/wiki/Astabile_Kippstufe>
Hallo Marc,

warum willst Du das noch weiter verschlimmern?
Schmeißt die elektrischen Schkianen einfach raus und drossel fix, per Hand.


Peter

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Re: Heizkreise individuell einstellen Peter Thoms <dl6lat@darc.de> - 2022-01-12 17:25 +0100

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