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Re: OT: Erdwachstum

From Thomas Heger <ttt_heg@web.de>
Newsgroups de.sci.electronics, de.sci.physik, de.talk.tagesgeschehen
Subject Re: OT: Erdwachstum
Date 2024-02-05 08:35 +0100
Message-ID <l2bh59F7qi8U1@mid.individual.net> (permalink)
References (9 earlier) <l16fbmFbmfeU1@mid.individual.net> <l19dnhFsca4U1@mid.individual.net> <l1bqbiFbjndU1@mid.individual.net> <20240124202814.129314e0@Achmuehle.WOR> <l1rjfpFaud5U1@mid.individual.net>

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Am 30.01.2024 um 07:36 schrieb Thomas Heger:

> Nein, Hells Angels etc gehen nicht.
>
> Es MÜSSEN Studentenverbindungen sein!
>
> 'Skull and Bones' wäre so eine Geheimverbindung, wo Ultra-elitäre
> Studenten zusammen kommen und satanistische Rituale abhalten.
>
> Genau weiß man das natürlich nicht, aber sowas wird halt gemunkelt.
>
> Das mit den Studentenverbindungen macht auch relativ viel Sinn, da
> Studenten ja nicht immer Studenten bleiben.
>
> Nach dem Studium kommen dann natürlich andere Clubs, aber deren
> Mitglieder dürften genauso elitär daherkommen.
>
> Bei Studentenverbindungen ist die Bedingung 'elitär' am einfachsten und
> unauffälligsten umzusetzen.
>
> Und nach dem Club folgt dann die Karriere, wobei die 'Brüder' von damals
> natürlich behilflich sind.
>
> Das ist so deutlich 'win-win', dass solche Verbindungen wohl tatsächlich
> so funktionieren.
>
> Bei anderen Vereinen (Fußball Clubs, Schützenvereine etc.) ist das alles
> sehr viel schwieriger.
>
> Außerdem kann man Interna da viel schlechter geheimhalten.
>
>
> Ein weiterer Vorteil der Studentenverbindungen wäre, dass ja nur
> Studenten Mitglied werden können und die Clubs nur an den
> Super-Elite-Unis vertreten sind (der sogn. 'Ivy-league').
>
> Die Plebs sind dann schon bereit weit vor der Kandidanten-Auswahl dieser
> Vereine nicht mehr mit von der Partie, weil sie sich z.B. die hohen
> Studiengebühren nicht leisten können.
>
> Außerdem kann die Uni selber ja sieben, wen sie eventuell als Kandidaten
> zulassen würde.
>
> Um das umzusetzen (also das die gesamte Uni von solchen Verbindungen
> kontrolliert wird und damit auch das Zulassungsverfahren) gehen nur die
> Studentenverbindungen und die Förderung der Unis durch deren
> Ex-Mitglieder (sogn. 'Alte Herren').

Das sowas wahrscheinlich gängige Praxis in den USA ist, das kann man 
einigen ansonsten unerklärlichen Eigenheiten des US-Bildungssystems 
erkennen.

So gibt es zahllose Hollywood-Filme, wo irgend ein Protagonist auf die 
positive Antwort von einem College wartet, wo der oder die gerne 
studieren möchte.

Aber in Deutschland gibt es sowas garnicht, da die Unis ihre Studenten 
überhaupt nicht auswählen dürfen.

Genauso unbekannt sind hierzulande Eingangsprüfung in den meisten 
Massenfächern.

(Bei Kunst etc. gibt es sowas natürlich schon).

Aber in den angelsächsischen Unis ist üblich, dass die Bewerber von der 
Unis noch mal aussortiert werden.


Dabei sind dann auch Kriterien relevant, welche hier eher nicht 
berücksichtigt würden, etwa die Leistungen im Weitsprung oder die 
Mitgliedschaft bei den Pfadfindern.

Hier wäre denkbar, dass das US-System der Colleges bereits vorsortiert, 
wen die Elite gerne in ihre Reihen aufnehmen würde, gesetzt den Fall, 
der Kandidat bewehrt sich später noch.

Genau in das gleiche Schema passen die enormen Studiengebühren, welche 
natürlich nur die Mittelschicht belasten und die Unterschicht sowieso 
ausschließen.

Und damit der Elite nicht Ausnahmetalente aus den unteren Klassen durch 
die Finger rutschen, bibt es für die dann Stipendien.

In die gleiche Kategorie gehört etwas, das hierzulande auch unbekannt ist:

systematisches 'ranking' der Unis.

So macht Elite natürlich nur dann richtig Spaß, wenn das eigene Biotop 
schön elitär ist und das jeder auch anerkennt.

In Deutschland ist Bildung aber Ländersache und die denken dabei an so 
langweillige Sachen wie Bildung (der Massen).

Elitebildung und Absicherung von Privillegien steht dabei anscheinend 
nicht auf dem Programm, was daran liegen mag, das Deutschland ja keinen 
Adel mehr besitzt.

Auch unbekannt in Deutschland ist die Verbindung von Wohnung und Uni als 
Standard.

In Deutschland bekommen zwar ein paar Studenten einen Platz in einem 
Studentenwohnheim. Aber der Rest muß selber sehen, wo er unterkommt bzw. 
eine Wohnung findet.

Die Wohntrackts sind in den USA aber gerne direkt auf dem Campus 
angeordnet (was im übrigen etwas ist, was es in Deutschland auch nur 
ausnahmsweise gibt).

Jetzt wäre die Frage: warum achen die Amis das so?

Meiner Ansicht nach gibt die Verbindung von Lernen und Schlafen an einem 
Ort viel mehr Möglichkeiten zur Einflußnahme und zur sozialen Kontrolle, 
weswegen elitäre Gruppen sowas sicherlich beovrzugen.

Außerdem können sich die Studenten so besser auf die Uni konzentrieren 
und kommen weniger mit den Plebejern in Kontakt.

TH

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