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Groups > de.comp.lang.forth > #444
| Newsgroups | de.comp.lang.forth |
|---|---|
| Date | 2017-09-12 03:55 -0700 |
| Message-ID | <bd644f2f-e4b1-4d70-b4e0-c3e45d475cbd@googlegroups.com> (permalink) |
| Subject | JVM als Killerapplikation für Forth Chips |
| From | Manuel Rodriguez <aa5@gmx.net> |
Das Hauptproblem mit heute verfügbaren Forth CPUs wie der GA144 ist, dass es keine Hochsprachencompiler gibt. Einen C to Forth Konverter zu programmieren ist zwar möglich, aber anspruchsvoll. Als komplett unmöglich gilt hingegen der Versuch C++ auf einer Stackmachine auszuführen. Diese Hürde hat dazu geführt, dass Forth CPUs ein Nischendasein führen und für den Mainstream nicht interessant sind. Daran ändert auch nichts die Tatsache, dass sie für den Preis von 20$ das Stück verkauft werden. Wenn kein Linux darauf läuft, kann man mit der Hardware leider nichts anfangen. Die Killerapplikation, welche Forth CPUs zu einem Durchbruch verhilt sind Bytecode Interpreter für Stackmacchinen. Genauer gesagt geht es darum, die Java Virtual Maschine auf einem GA144 Prozessor zum Laufen zu bekommen. Java Bytecode liegt bereits als stackbased code vor, er lässt sich deutlich leichter in die Forth Syntax überführen als jede andere Programmiersprache. Intel weiß das und fürchtet sich vor dem Tag wo jemand eine derartige Runtime Umgebung auf den Markt bringt. Weil das nichts anderes bedeutet, als dass man die hocheffizienten, energiesparenden und preiswerten Forth Chips welche für 20 US$ das Stück verkauft werden, nutzen kann um leistungsstarke Intel Xeon Prozessoren die 10000 US$ das Stück kosten zu ersetzen. Die Business Kunden könnten ihre vorhandenen Java-Appliaktionen dann auf physischen Stackmaschinen laufen lassen, welche standardmäßig als Array angeordnet sind, clockless getaktet sind und sich extrem preiswert fertigen lassen. Obwohl ich ein wenig bei Google rumgesucht habe, habe ich noch keine "JVM->Forth" Engine gefunden. Aber wirklich anspruchsvoll ist es nicht. Es wäre ein Projekt, was in seiner Tragweite vergleichbar ist, als wenn man einen Linux Kernel ins Leben ruft. Diesmal heißt der Gegner nicht Microsoft sondern diesmal soll Intel platt gemacht werden. Hat man erstmal einen "JVM->Forth" Compiler kann man den Sourcecode der heute schon existiert auf Forth Chips portieren, ohne dass auch nur ein Anwender sich mit der umgekehrten polnischen Notation herumplagen müsste. Wie man es verhindern kann, dass eine solche Engine jemals programmiert wird ist simpel. Indem man massiv Stimmung macht gegen Forth im Allgemeinen und Stackmachinen im Besonderen. Zuletzt geschehen in dem Arxiv Paper "A Performance Survey on Stack-based and Register-based Virtual Machines" https://arxiv.org/pdf/1611.00467.pdf bei dem selbstverständlich als Fazit zu lesen war, dass Registermaschinen schneller wären und Stackmaschinen eine Sackgasse darstellen. Wer sich etwas mit Forth auskennt dem wird diese Argumentation merkwürdig vertraut vorkommen. Es handelt sich um die Anti-Stackmaschinen-Verschwörung.
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JVM als Killerapplikation für Forth Chips Manuel Rodriguez <aa5@gmx.net> - 2017-09-12 03:55 -0700
Re: JVM als Killerapplikation für Forth Chips Ideengeber <freie-inhalte@t-online.de> - 2017-09-12 17:22 +0200
Re: JVM als Killerapplikation für Forth Chips Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> - 2017-09-16 11:52 +0200
Re: JVM als Killerapplikation für Forth Chips Manuel Rodriguez <aa5@gmx.net> - 2017-09-18 10:02 -0700
Re: JVM als Killerapplikation für Forth Chips Rafael Deliano <rafael_deliano@arcor.de> - 2017-09-19 18:57 +0200
Re: JVM als Killerapplikation für Forth Chips Matthias Frey <info@matthias-frey.de> - 2017-09-18 17:38 +0200
Re: JVM als Killerapplikation für Forth Chips Manuel Rodriguez <aa5@gmx.net> - 2017-09-18 10:31 -0700
JVM als Killerapplikation für Forth Chips Schmitty <Thomas.Heinrich.Schmidt@googlemail.com> - 2017-09-21 15:55 +0200
Re: JVM als Killerapplikation für Forth Chips Manuel Rodriguez <aa5@gmx.net> - 2017-09-27 12:34 -0700
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