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Groups > de.comm.protocols.misc > #367
| From | Ignatios Souvatzis <u502sou@bnhb484.de> |
|---|---|
| Newsgroups | de.comm.protocols.misc |
| Subject | Re: Netzwerkdateisystem, was Standby aushält |
| Date | 2024-12-20 11:56 +0000 |
| Organization | A noiseless patient Spider |
| Message-ID | <slrnvmamrr.1f1.u502sou@eva.bnhb484.de> (permalink) |
| References | <v7qih9$9tdg$3@solani.org> |
Marco Moock wrote: > Ich suche aktuell ein Netzwerkdateisystem für einen Mount, was aushält, > wenn ein Client in Standby geht --> der muss das erkennen und darf dann > nicht abstürzen oder nen Timeout produzieren, sondern muss nach dem > Aufwecken die Verbindung wieder aufbauen. Was wäre da geeignet? > > NFS finde ich abschreckend, weil das wohl nicht auf User-Ebene geht. > SMB klingt da besser, weil die Dateimanager das einbinden können. > > Was nutzt ihr da so? Entschuldig(t) die späte Antwort. War wieder ein hektisches Jahr, hatte direkt keine Zeit für eine ausführliche Antwort, und M. hatte die Kurzantwort "NFS" ja schon verworfen. Dann hab ich's aus den Augen verloren, uns sonst hat ja auch niemand geantwortet... Tatsaechlich durchaus NFS. a) Nichts im NFS- und RPC-Protokill spricht gegen Implementierung auf Userebene. Ich weiss von einer NFS-Server-Implementierung auf Userebene. (Hab aber vergessen, wie sie heisst; ich brauchte vor Jahrzehnten einen Zweitserver auf dem selben Exportfilesystem mit anderer Konfiguration fuer einen test.) b) Auf den offline erhaltenen Einwand, dass man grundsätzlich jedem beteiligten Rechner vertraue: Bis zu einem gewissen Grad. Voraussetzung ist halbwegs koordinierte Systemadministration. Sehr früh gabs schon die serverseitige Konfigurationsoption, root nach nobody zu mappen (genauer: der Default; die option war, es nicht zu tun). In moderneren Zeiten (aber auch schon lange) gibt's kerberized NFS. Dann muss man Kerberos moegen, aber homes koennen einzeln und vor den Blicken/Zugriffen anderer User geschuetzt gemountet werden. Auch hier ist die Voraussetzung halbwegs koordinierte Administration. c) NFS wurde designt, um serverreboot zu ueberleben. Du brauchst einen hard mount (sonst schlaegt der timeout ggfls zu), dann wartet der betroffene clientprozess brav darauf, dass der Server wieder hoch kommt und laueft dann ungeruehrt weiter. Ich benutze in solchen fallen "hard,intr", damit der haengende Userprozess abgebrochen werden kann. Ok, es das Weiterlaufen nach Serverreboot funktioniert mindestens bei traditionellen BSDs nur, wenn der Server beim booten seine Platten / Partitionen nicht umnummeriert, (weil die im gemounteten Zustand fuer zugegriffene Objekte im Protokill benutzten Filehandles sowas wie Devicenummern enthalten - das ist aber ein Implementierungsdetail und koennten OS-Schreiber ändern). Aber Umnummerierung war in meiner Jugend selten und laesst sich auch, besonders heutzutage mit UUIDs mit etwas Willen wegkonfigurieren. d) Das Problem, dass der Client in standby geht... ich glaube, das haelt das Protokoll auch aus. Sicherer, besonders was aktualitaet der Daten angeht, ist man sowieso, wenn man einen automounter benutzt, der wuerde im autostandby aber eh nicht zuschlagen, weil die Datei oder das Verzeichnis noch in Benutzung sind. Ich wuerde es nicht ueber einem WLAN einsetzen, was mir nicht gehoert. Selbst dann wuerde ich dann NFS ueber (RPC uber) TCP konfigurieren. Fragmentverlustee bei 8kb oder 32kb grossen UDP-Paketen sind haesslich. -is
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Netzwerkdateisystem, was Standby aushält Marco Moock <mm+solani@dorfdsl.de> - 2024-07-24 11:46 +0200 Re: Netzwerkdateisystem, was Standby aushält Ignatios Souvatzis <u502sou@bnhb484.de> - 2024-12-20 11:56 +0000
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