Path: csiph.com!feeder.erje.net!1.eu.feeder.erje.net!news.albasani.net!.POSTED!not-for-mail From: marc@invalid.invalid Newsgroups: ger.ct Subject: Re: Emil geht der Saft aus... Date: Wed, 24 May 2017 16:16:58 +0200 Organization: albasani.net Lines: 44 Message-ID: References: <91532a58-a4c2-43e2-8229-6f926a4353d6@googlegroups.com> <7t59252dfci7ea0n3e8%sfroehli@Froehlich.Priv.at> <1n6j3nu.5hpb79ebrfmlN@marc.my-fqdn.de> Mime-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-15 Content-Transfer-Encoding: 8bit X-Trace: news.albasani.net qgjtRFHiCx8rHq8avA4QYeEbpWrTT5IUDCX6MWYKiaizmagr8BjFy1zsH/CDBZP/DVZOuEuAQH4RNoeL8HSFRdY9CL0Ou+C2nzlX8tYGkdGIW2e+fkusMRm5O8YPIrno NNTP-Posting-Date: Wed, 24 May 2017 15:08:01 +0000 (UTC) Injection-Info: news.albasani.net; logging-data="8KK5bM30LAygXSi4eNVITbvFj1aJB9XnSyzdsuAuENyKi/RClBh+7l2mq+ghuVXbqYF/nB2U0+Gtw18mR6Wn+uz0REI/69SqDZU/Vl/CC/LGaDUNt9HE5QMzmJLTKy3F"; mail-complaints-to="abuse@albasani.net" User-Agent: tin/2.2.1-20140504 ("Tober an Righ") (UNIX) (Linux/4.9.15-x86_64-linode81 (x86_64)) Cancel-Lock: sha1:sSjatyfLfcJb6Rcz6wwZpu82YUQ= Xref: csiph.com ger.ct:310614 Marc Stibane wrote: > Stefan Froehlich wrote: > >> In wenigen Jahren bemerkt ein verheissungsvoller, junger >> BWL-Absolvent, dass manche Lieferanten die werksnahen Lager >> offenbar gewinnbringend betreiben (dass sie nicht insolvent sind, >> legt diesen Verdacht jedenfalls nahe), und dass diese wegen der >> Werksnähe exklusiv für den eigenen Betrieb verwendet werden. Nun >> wird der verheissungsvolle, junge BWLer sich überlegen, dass man >> all die Lager all dieser Lieferanten auch zusammenlegen, selbst >> betreiben und den kumulierten Gewinn einstreifen könnte. > > Einziges Problem dabei: Der Tarifvertrag bzw. der Haustarif. > In den eigenen Werken gibt es sowas, sowie gewerkschaftlich organisierte > Festangestellte. Bei den outgesourceten Lagern nicht. > Und genau das ist der Grund für die Existenz dieser Auslagerungen: > Ausbeutung der Arbeit(nehm)er. Nix anderes. > Natürlich nicht der eigenen, man will schließlich eine weiße Weste > behalten und mit hohen Tariflöhnen den Kunden ein positives Image > vermitteln. Du verschmilzt da so einiges. Natürlich will der Fabrikant die Lagerarbeiter möglichst outsourcen, nicht nur weil sie dann billiger werden, eben wegen Tarif, sondern auch um die Kosten zu variabilisieren. Das ist aber komplett unabhängig davon, dass er kein Eingangslager für Rohware betreiben will. Da geht es ihm in erster Linie darum, keine unbenötigte Ware im Buch stehen zu haben. Die kostet ja RoI. Auf der anderen Seite geht das auch: ich hatte letztens mit meinem Autodealer geredet, der meinte, dass die Autos ihm vom Hersteller verrechnet werden, sobald sie die Endkontrolle passiert haben. Zahlen muss er, wenn das Auto das Werk verlässt. Je nach Produktionsstandort dauert es halt dann noch 3 Wochen oder so, bis er das Auto hat, aber damit kann der Hersteller leben. Damit dürfte das Werk einen Lagerbestand von maximal 2 oder 3 Produktionstagen haben, und je nach Zahlungsziel bei den Zulieferern ausserdem mehrere Produktionswochen cash. Praktisch, sowas. cu .\\arc